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Umzug ohne Zustimmung der ARGE

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nickeneck

Elo-User/in

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#1
Hallo,

ich wohne alleine in einer 49 qm Wohnung und möchte in eine andere 49 qm Wohnung umziehen. Beide Wohnungen haben die gleiche Miete in Höhe von 342,- Euro warm. Bin über 30.

Grund:
Derzeitige Wohnung liegt auf der Nordseite ohne Sonne in der 4. Etage, Gibelseite mit drei Außenwänden. Hohe Heizkosten.

Die neue Wohnung liegt auf der Südseite in der 1. Etage, eine Außenwand zum Balkon, sie liegt zentraler und verkehrsgünstiger, man müsste nicht alle Wege wie Einkaufen mit dem Auto erledigen. Supermarkt, Post, Friseur u.a. liegen gleich gegenüber, was derzeit nicht der Fall ist.

Der Sachbearbeiter der ARGE lehnte die Bestätigung zur Angemessenheit ab, da die Gründe nicht zwingend sind. Soweit alles ok.

DER KdU-Satz in meiner Stadt liegt für eine Person bei 299,- Euro inkl. Heizkosten. Die ARGE, so die Auskunft des Sachbearbeiters, hat einen Spielraum von bis zu 10 Prozent, also bis max. 329,- Euro, wenn man z.B. schon länger in der Wohnung wohnt, und die Wohnungsgröße ansonsten angemessen ist.

Mir zahlt die ARGE zu den 342,- Euro Warmmiete 324,- Euro plus ALGII.

Umzugskosten-Zuschuss würde ich von der ARGE nicht beanspruchen. Habe die Wohnung schon besichtigt und ausgemessen. Die Möbel inkl. Küche passen wie angegossen in die neue Wohnung hinein.
Kaution oder ähnliches brauch ich nicht zu zahlen. Ich bin Mitglied einer Genossenschaft, und die Genossenschaftsanteile der neuen Wohnung sind gleich der alten Wohnung.

Was würde passieren, wenn ich nun trotzdem in die neue Wohnung umziehe? Was ich zu gern tun würde.

Bitte nur User zu Wort melden die Bescheid wissen bzw. gleiche Erfahrungen gemacht haben.

Vielen Dank.
 

vagabund

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#2
§ 22 SGB II

Leistungen für Unterkunft und Heizung

(1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, werden die Leistungen weiterhin nur in Höhe der bis dahin zu tragenden Aufwendungen erbracht.
Quelle: SGB-II
 
E

ExitUser

Gast
#3
Hallo,

ich wohne alleine in einer 49 qm Wohnung und möchte in eine andere 49 qm Wohnung umziehen. Beide Wohnungen haben die gleiche Miete in Höhe von 342,- Euro warm. Bin über 30.

Grund:
Derzeitige Wohnung liegt auf der Nordseite ohne Sonne in der 4. Etage, Gibelseite mit drei Außenwänden. Hohe Heizkosten.

Die neue Wohnung liegt auf der Südseite in der 1. Etage, eine Außenwand zum Balkon, sie liegt zentraler und verkehrsgünstiger, man müsste nicht alle Wege wie Einkaufen mit dem Auto erledigen. Supermarkt, Post, Friseur u.a. liegen gleich gegenüber, was derzeit nicht der Fall ist.

Der Sachbearbeiter der ARGE lehnte die Bestätigung zur Angemessenheit ab, da die Gründe nicht zwingend sind. Soweit alles ok.

DER KdU-Satz in meiner Stadt liegt für eine Person bei 299,- Euro inkl. Heizkosten. Die ARGE, so die Auskunft des Sachbearbeiters, hat einen Spielraum von bis zu 10 Prozent, also bis max. 329,- Euro, wenn man z.B. schon länger in der Wohnung wohnt, und die Wohnungsgröße ansonsten angemessen ist.

Mir zahlt die ARGE zu den 342,- Euro Warmmiete 324,- Euro plus ALGII.

Umzugskosten-Zuschuss würde ich von der ARGE nicht beanspruchen. Habe die Wohnung schon besichtigt und ausgemessen. Die Möbel inkl. Küche passen wie angegossen in die neue Wohnung hinein.
Kaution oder ähnliches brauch ich nicht zu zahlen. Ich bin Mitglied einer Genossenschaft, und die Genossenschaftsanteile der neuen Wohnung sind gleich der alten Wohnung.

Was würde passieren, wenn ich nun trotzdem in die neue Wohnung umziehe? Was ich zu gern tun würde.

Bitte nur User zu Wort melden die Bescheid wissen bzw. gleiche Erfahrungen gemacht haben.

Vielen Dank.
Genehmigt wird die neue Wohnung nicht, weil das Amt dann Kosten übernehmen müßte. Da die neue Miete aber nicht teurer ist als die alte kannst du umziehen...

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

ExitUser

Gast
#4
Da die neue Miete aber nicht teurer ist als die alte kannst du umziehen...
Wenn ich das oben richtig verstehe, liegt bereits die alte Wohnung über dem als *angemessen* angesehen Betrag. Als *angemessen* werden 299€ angesehen. Man hat hier nur einen Toleranzwert akzeptiert. ( wegen langer Wohndauer?)

Da die ARGE die neue Wohnung nicht bewilligen will, könnte es sein, dass man hier bei nicht genehmigtem Umzug auf diese 299€ reduziert.

Auf jeden Fall würde ich das vorher abklären.
 

nickeneck

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#5
Danke für Eure schnellen und korrekten Antworten. Hat mir sehr geholfen.
War heute selber bei der ARGE. Es ist schon so wie Ihr geschrieben habt, der Mietzuschuss beträgt dann mit dem neuen Bescheid ab dem 7. Monat nur noch 299,- Euro, bis dahin wird der bereits bewilligte Zuschuss weiter gezahlt. Die 324,- Euro werden aber auch für die alte Wohnung nur für 6 Monate gezahlt. Dann bekomme ich für die jetzige Wohnung auch nur 299,- Euro, den Betrag den die Stadt Dresden für eine Person max. bezahlt. So zumindest die Auskunft meiner Sachbearbeiterin.

Heißt: Umziehen, selber zahlen oder Arbeit finden.

Beste Grüße aus Dresden
 
E

ExitUser

Gast
#6
öhm, Du liegst doch nur 25€ über dem *angemessenen * Betrag. Und dafür bekommst Du eine Umzugsaufforderung?
Das kann doch alles nicht wahr sein.

Du möchtest aber umziehen, nicht wahr? Oder jetzt unter den neuen Umständen nicht mehr?

Mache doch bitte einmal eine Auflistung, WAS der Umzug kosten würde. Wenn mit dem Endbetrag die Mietdifferenz, also die 25€, länger als 2 Jahre finanziert werden können, ist der Umzug unwirtschaftlich. Dann kannst Du einen entsprechen Antrag stellen.
 

egjowe

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#7
Heißt: Umziehen, selber zahlen oder Arbeit finden
die rechtsprechung sieht es nicht immer so,
wie die argen (sb's) sich das so denken.

glaubhaft machen, dass es zu den vorgaben in der näheren umgebung nichts gibt.
hierüber nachweise erbringen.
http://www.my-sozialberatung.de/cgi...=list&range=0,100&Freigabe==1&cmd=all&Id=1282

ein regionaler mietspiegel kann auch unterstützend wirken.
nicht zu verwechseln mit der bundesweiten wohngeldtabelle,
die die meisten argen zugrunde legen.
Das Bundessozialgericht hat die vielerorts übliche Handhabe,
die Mietobergrenze nach der bundesweiten Wohngeldtabelle festzulegen, kritisiert.
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10826968/61939/

um seine möglichkeiten auszuschöpfen, könnte es allerdings einer steiniger weg werden.
 
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