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Umzug ohne ARGE-Aufforderung

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Metroid

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Hallo zusammen,

wir haben uns schon ein wenig in die Materie eingelesen, haben aber dennoch ein paar Fragen zum Umzug.

Unsere jetzige Situation sieht folgendermaßen aus:

Meine Frau (30) und ich (25) leben zur Zeit in einer 54,56 qm² großen 2-Zimmer Altbau-Wohnung in Hannover. Ich habe im Juli letzten Jahres meine Ausbildung erfolgreich beendet und dachte eigentlich, einen Job zu finden, da mich meine damalige Firma nicht übernehmen wollte. Bis heute habe ich keinen Job gefunden. Derzeit beziehe ich ALG 1 und ALG 2, da die Berechnung aufgrund meines Ausbildungsgehaltes erfolgte.
Meine Frau ist chronisch krank und bekommt eine Zeitrente, bezieht also keine Leistungen von AA und Arge.

Warum wir umziehen wollen:

Meine Frau ist 2001 in einer Notlage (Rausschmiss durch Ex-Ehemann) von Berlin zurück nach Hannover in diese Wohnung gezogen. Zeit drängte, viel Auswahl hatte sie nicht. Vermieter ist die GBH, falls das jemandem etwas sagt. Grundsätzlich nimmt die GBH Sozialhilfeempfänger, um regelmässig die Miete zu bekommen, tut für die Mieter aber relativ wenig.

Der Nachbar über uns ist so gut wie jeden Abend betrunken, poltert und randaliert dementsprechend in seiner Wohnung. Saufkumpanen kommen zu Besuch, Bierdeckel werden aus dem Fenster geworfen, unsere Gläser in der Vitrine wackeln, Fernseher/Radio laufen weit über Zimmerlautstärke die ganze Nacht bis früh morgens, Möbel werden umgeräumt, Bierpullen fallen um. Das ist schlichtweg zum kotzen! Man steht Nachts senkrecht im Bett und kommt einfach nicht zur Ruhe. Andere Nachbarn bekommen das auch mit, Unterschriften wurden gesammelt und an die GBH geschickt. Passiert ist nichts...

- Letzte Nacht war die Polizei 3x(!!!) hier bei uns im Haus und hat den Typen letztendlich mit in die Ausnüchterungszelle mitgenommen. Für stolze 5 Stunden...

- Letzte Woche gabs im Treppenhaus ne Schlägerei, zwischen dem Nachbarn über uns und seinen Kumpels.

- Wenn der Nachts betrunken nach Hause kommt, fummelt er mit seinem Schlüssel an unserer Wohnungstür herum, weil er meint, er sei schon im 2.Stock! Teilweise tritt er dann auch gegen die Tür, weil er nicht reinkommt.

Der Mieter unter uns ist sehr starker Raucher, daher zieht der Rauch mittlerweile bis ins Schlafzimmer. Treppenhausreinigung findet hier so gut wie nie statt, die Fenster sind undicht, der Keller ist total dreckig (nichts verputzt, gestrichen oder sonst wie mal gereinigt), die Haustür wird nicht repariert/ausgetauscht und schlägt dermaßen hart zu, dass die Wände im ersten Stock wackeln.

Die Nachbarin neben uns ist alleinerziehende, temperamentvolle Türkin, die morgens (7:00 - 8:00) ihre Tochter schon zur Sau macht und die übelsten Begriffe dafür benutzt. Dieser Altbau von 1900 ist dermaßen hellhörig, man traut sich ja selber nicht mehr in normaler Lautstärke zu sprechen.

Ansonsten kommt der Vermieter seinen Pflichten, zumindest in diesem Haus, kaum nach. Einen Hausmeister haben wir in den 6 Jahren nie gesehen.

Diese ganzen Punkte beeintächtigen meine Frau erheblich bei ihrer Heilung/Therapie. Die nötige Ruhe ist hier einfach nicht gegeben.

Ich selber komme auch kaum mit der Jobsuche voran, da man hier tagtäglich indirekt mit seinen Nachbarn beschäftigt ist. Dadurch bin nicht ausgeruht, mache mir Sorgen um meine Frau, baue sie seelisch fast jeden Tag wieder auf. Es ist außerdem nicht gewährleistet, wenn ich mal wieder einen Job habe, den auch zu behalten. Wie auch, wenn man nicht die nötige Ruhe bekommt?!

Ich habe heute beim Arbeitsamt, bzw. JobCenter nachgefragt und soll meinen Antrag begründen und die Einschränkungen auf die Jobsuche erläutern.

Fragen dazu:

- Würde bei einer Übernahme der Kosten nur die Hälfte erstattet werden, da nur ich Leistungen beziehe?

- Macht unser Antrag überhaupt Sinn? Oder ist er zum Scheitern verurteilt?

- Sollten wir den Antrag schriftlich per Einschreiben oder persönlich abgeben?

Für den Umzug hätten wir keine Hilfe sowie kein Auto. Die jetzige Wohnung müsste renoviert werden. In unserer Miete ist ein Anteil "Instandhaltungskosten" für vom Vermieter übernommene Schönheitsreparaturen i.H.v. 33,49 Euro enthalten. Somit kam an Vorauszahlung schon ein nettes Sümmchen zusammen. Für die neue Wohnung bräuchten wir eigentlich nur noch Teppichböden. Gardinen und ein kompletter Hausrat ist vorhanden.

Es geht eigentlich nur um die Kosten für ein Umzugsunternehmen, die Renovierungsarbeiten (sofern der Vermieter das nicht macht), Mietkaution und Teppichböden.

Fragen zur Renovierung:

- Kann man sich den Betrag für die Renovierungsarbeiten von seinem Vermieter auszahlen lassen?

- Falls ja, kann man dann den Rest behalten?

- Wenn der Vermieter renoviert, behält er dann das ganze Geld ein? Auch wenn die Kosten geringer sind?

Wer bis hier gelesen hat, erstmal vielen Dank dafür! Wäre toll, wenn uns jemand helfen könnte. :)

Viele Grüsse,
Metroid
 

vagabund

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Hallo,

Du schreibst "meine Frau" - wie wird sie denn in deinem ALG2-Bescheid behandelt?

Generell würd ich sagen, stelle den Antrag und begründe ihn wie hier ausführlich - du hast triftige Gründe!

Ist der Umzug in eine angemessene Wohnung genehmigt, muß die ARGe auf Antrag auch die Umzugskosten usw übernehmen.

Wie du den Antrag abgibst ist egal, hauptsache du hast einen Nachweis über die Abgabe.

VG
vagabund
 

Metroid

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Du schreibst "meine Frau" - wie wird sie denn in deinem ALG2-Bescheid behandelt?
Hallo Vagabund!

Vielen Dank für Deine Antwort. :) Die Zeitrente meiner Frau wird in dem ALG2-Bescheid berücksichtigt. Das wars dann aber auch schon. Sie kann keinerlei "Vergünstigen" in Anspruch nehmen.

Noch als kleine Info
:

Wir gelten als Bedarfsgemeinschaft, auch weil wir im Oktober 2006 geheiratet haben.

Grüsse,
Metroid
 

vagabund

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Na dann :icon_mrgreen: stellt Ihr den Antrag auch als BG!

Dann gibts auch alle Umzugskosten usw. für die BG als Ganzes.
 
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