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Umzug in einen anderen Landkreis

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Fireman

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#1
Hallo leute,
ich wohne in einem landkreis in dem ich zur zeit keine arbeitsmöglichkeit finde. Ich möchte gerne in einen anderen landkreis, etwa 100 km weiter ziehen. Da ich dor noch keine arbeit gefunden habe, werden mir die umzugskosten selbstverständlich nicht bezahlt von der BA.
Darf ich denn generell ohne eine neue arbeit gefunden zu haben in einen anderen landkreis umziehen? Muss ich einen neuen antrag im neuen landkreis stellen? und nehmen die mich dort überhaupt auf als einen neuen ALG2 bezeiher? Oder müssen die mich vorerst aufnehmen, wenn ich mich dort im einwohnermeldeamt zuerst registriere?

habe dazu leider nichts im forum gefunden

gruß
Fireman
 

Kikaka

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#2
- ein Umzug ist immer möglich, allerdings ist dieser ohne Umzugsbewilligung mit einem großen Risiko behaftet :
- Wenn die neue KdU höher ist, droht die Kürzung auf den alten KdU-Betrag.
- Ohne Restriktionen ist der Umzug allerdings dann möglich wenn neue KdU niedriger sind .
 
E

ExitUser

Gast
#3
Hallo Fireman,

sicher darfst du trotzdem umziehen, nur die Kosten für den Umzug, Renovierung der alten und neuen Wohnung und eventuelle Kaution musst du selber tragen.

Du gehst zu deiner jetzigen Arge und sagst, dass du in dem Kreis keine Perspektiven siehst und, dass du da und dahin ziehen möchtest weil du da mehr Chancen hast.
Wenn du einen verständnisvollen SB hast bekommst du eine Umzugsgenehmigung.
Bekommst du keine Genehmigung dann ziehst du halt ohne um.

Du mußt dich in dem neuen Kreis erkundigen wie hoch dort die Kaltmiete sein darf.
Dann kannst versuchen dort schon mal mit der neuen Arge in Kontakt zu treten um denen mitzuteilen, dass du in den Kreis ziehen wirst.
Als ich vor knapp drei Jahren umgezogen bin hatte ich das Glück und hatte eine nette Frau von der neuen Arge am Telefon die mir schon eine Monat vor meinem Umzug einen neuen ALGII Hauptantrag zugeschickt hat.
Den habe ich ausgefüllt und zurückgeschickt (per Einschreiben mit Rückantwort)
In den neuen Antrag muss dann das Datum stehen ab wann du im neuen Kreis wohnst.

Dann gehst du zu deiner alten Arge und gibst die Veränderungsmitteilung ab (Kopie machen und den Empfang bestätigen lassen)

Den neuen Mietvertrag solltest du noch nicht unterschreiben falls der Vermieter das mitmacht. Weil die neue Arge möchte ja gerne prüfen ob deine neue Wohnung im Rahmen liegt und dann ihr Okay geben.

Viel Glück
 

Kikaka

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#4
Als ich vor knapp drei Jahren umgezogen bin hatte ich das Glück und hatte eine nette Frau von der neuen Arge am Telefon die mir schon eine Monat vor meinem Umzug einen neuen ALGII Hauptantrag zugeschickt hat.
Den habe ich ausgefüllt und zurückgeschickt (per Einschreiben mit Rückantwort)
- Die Deckelungs-Ergänzungen , sprich nur noch Zahlung alter KdU bei nicht bewillgtem Umzug, gibt es seit 2006.
- Seitdem agieren die Argen so das sie sich austauschen, dieses wird laut Gesetz auch verlangt. Das Scheitern einer solchen Vorgehensweise ist damit vorprogrammiert, du mußt einfach davon ausgehen das die neue Arge die gesetzlich vorgegebene Deckelungsmöglichkeit ausschöpfen wird. Ausnahme gilt nur wenn neue KdU gleich oder niedriger.
-
 

Koelschejong

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#5
- Die Deckelungs-Ergänzungen , sprich nur noch Zahlung alter KdU bei nicht bewillgtem Umzug, gibt es seit 2006.
- Seitdem agieren die Argen so das sie sich austauschen, dieses wird laut Gesetz auch verlangt. Das Scheitern einer solchen Vorgehensweise ist damit vorprogrammiert, du mußt einfach davon ausgehen das die neue Arge die gesetzlich vorgegebene Deckelungsmöglichkeit ausschöpfen wird. Ausnahme gilt nur wenn neue KdU gleich oder niedriger.
-
Der ganz überwiegende Teil der Rechtsprechung sieht das anders. Deckelung nur, wenn man im gleichen Ort bleibt, sonst ist die angemessene Miete des neuen Wohnorts zu übernehmen. Anders m.W. bisher nur das LSG BRB.
 

Mario Nette

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#6
Solltest du U25 sein, ist eine Absprache mit deiner momentan zuständigen ARGE dringend anzuraten.

Mario Nette
 

Kikaka

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#7
Der ganz überwiegende Teil der Rechtsprechung sieht das anders. Deckelung nur, wenn man im gleichen Ort bleibt, sonst ist die angemessene Miete des neuen Wohnorts zu übernehmen. Anders m.W. bisher nur das LSG BRB.
- Pardon, Du hast Recht.....
- Bisher bin ich davon ausgegangen das dieses nur für bewilligte Umzüge gilt. Tatsächlich gibt es aber zahlreiche Urteile die belegen das höhere KdU nach Argewechsel auch ohne Umzugsbewilligung zu leisten ist.
-in Berlin-Brandenburg sollte man es allerdings nicht mehr versuchen
L 34 AS 1724/08 · LSG BRB · Urteil vom 10.09.2009 ·
 

Fireman

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#8
Hallo leute,
vielen dank für eure schnellen antworten.
Also ich habe das folgendermaßen verstanden:
Ich darf umziehen ohne eine genähmigung zu holen, muss aber die umzugskosten selber tragen. Ist es richtig so?

gruß
Fireman
 
E

ExitUser

Gast
#9
Ich darf umziehen ohne eine genähmigung zu holen, muss aber die umzugskosten selber tragen. Ist es richtig so?
Meines Wissens ist das richtig.

Du musst dich aber an die angemessenen KdU halten und du musst auf jeden Fall mit deiner alten und neuen Arge in Verbindung treten.

Siehe auch die Antwort von Mario Nette
 
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