Umzug in eine neue, kleinere & teuere Wohnung (selbe Stadt) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Sonnenkind90

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Guten Tag,

für mich hat sich nun folgende Situation ergeben: Ich bewohne seit 01.05.2019 eine Wohnung (~48m² ; 445€ warm). Allerdings hat mir der Vermieter diese Wohnung nur übergangsweise zur Verfügung gestellt (Geschäftspartner meines Onkels), da ich nichts eigenes auf die Schnelle gefunden habe. Spätestens zum Herbst soll die Wohnung wieder anderweitig verwendet werden, daher stehen ab November auch umfangreiche Reparaturmaßnahmen an.

Meine Mutter hat nun über eine Freundin eine Wohnung für mich bekommen und diese zur Mitte des Monats angemietet (meine Mutter ist Hauptmieterin, ich stehe ebenfalls im Mietvertrag, bzw würde drin stehen). Die neue Wohnung ist lediglich 39m² groß und kostet 600€ warm. Der Mietvertrag wird am kommenden Mittwoch unterzeichnet, bzw. soll dann unterzeichnet werden.

Ich selbst habe bereits einen Job zum 01.11.2019 in Aussicht. Allerdings benötige ich bis dahin noch Unterstützung vom Jobcenter. Nun ergibt sich für mich die Überlegung, welche Vorgehensweise am sinnvollsten ist und welche Konsequenzen damit verbunden wären:

- Sollte ich noch heute eine E-Mail an meine Sachbearbeiterin senden und ihr meinen Umzug direkt mitteilen?
- Sollte meine Mutter die Miete bis November bezahlen und ich bleibe in der eigentlichen Wohnung gemeldet, die zum Herbst hin neu saniert + repariert wird?
- Sollte ich eine andere Alternative in Erwägung ziehen?

Ich möchte keinerlei Umzugskosten vom JC erstattet bekommen. Und auch nicht mehr Miete bekommen, die bis hierhin gezahlten 445€ reichen mir für die Folgemonate aus. Ich habe allerdings Angst, dass der Umzug abgelehnt wird und ich dann gar kein Geld mehr bekomme. Wäre auch das möglich?

Neben den geplanten Sanierungsarbeiten ist der Umzug für mich auch notwendig, da ich nun in unmittelbarer Nähe meiner Familie und Freunde wohnen werde. Ich bin derzeit in ärztlicher Behandlung (noch bis Oktober) und kann diese seelische Unterstützung sehr gebrauchen. Meine jetzige Wohnung, die ich seit Mai 2019 bewohne, liegt leider fernab von öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Arbeitsmarkt, sodass ich hier leider gar keine sozialen Kontakte oder ähnliches habe / pflegen kann.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und mögliche Antworten.
Vielen Dank!
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Idealerweise lässt du die jetzige Wohnung vom Vermieter kündigen (wieso habt ihr den Mietvertrag nicht gleich befristet geschlossen?), deine Mutter unterschreibt den neuen Mietvertrag allein und macht mit dir einen Untermietvertrag, den du dann in Ruhe vom JC bewilligen lassen kannst, bevor du ihn unterschreibst.

Das wird aber nur passieren, wenn die neue Miete noch angemessen ist, was ich mir bei 600€ nur schwer vorstellen kann.

Ansonsten wäre es wohl sinnvoller, erst umzuziehen, wenn du das JC nicht mehr nötig hast.
Sollte es mit dem Job nicht klappen, hängst du sonst in der unangemessenen und viel zu teuren Wohnung fest, wenn du außerhalb des Bezugs umziehst, müsste das JC bei nem neuen Bezug erstmal die volle Miete zahlen und dich zur Kostensenkung auffordern.

Wenn dein jetziger Vermieter das Spielchen mitmacht, ist es rein technisch sicher möglich, erst im November offiziell umzuziehen und bis dahin alles auf die jetzige Wohnung weiterlaufen zu lassen. Allerdings ist das astreiner Betrug, der relativ leicht auffliegen kann (spätestens falls du in der Probezeit gekündigt wirst, Kontoauszüge vorlegen musst und die Miete auf einmal ganz woanders hin geflossen ist...).
Kannste natürlich machen. Ne gute Idee ist das sicher nicht.
 

Sonnenkind90

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Danke für die schnelle Rückmeldung. Ich denke, weil wir (dummerweise) einfach keine Ahnung hatten, wie das Ganze abläuft. Ich hatte meinen Umzug damals aus einem anderen Bundesland bereits genehmigt und eine Wohnung in Aussicht. Leider bin ich auf einen Immobilien-Betrug über Ibäh-Kleinanzeigen hereingefallen und brauchte dann innerhalb von ~48h eine Notlösung, da ich sonst auf der Straße gelandet wäre. Da bot sich die, von mir gegenwärtig bewohnte Wohnung an.

Ich habe vom jetzigen Vermieter ein Schreiben erhalten, aus dem hervorgeht, dass um eine Aufhebung des Mietverhältnisses aufgrund von Sanierungsarbeiten gebeten wird. Allerdings ohne festen Zeitpunkt.

Der neue Vermieter willigt leider nur ein, wenn sowohl meine Mutter als auch ich im Mietvertrag stehen, daher fällt die Option mit meiner Mutter als alleinige Mieterin weg.

Ist es in dem Sinne denn Betrug, wenn meine Mutter bis November die Miete zahlt und ich überwiegend in der neuen - aber auch in der alten Wohnung wohne? Meine Mutter wäre bereit auch diese Situation in Kauf zu nehmen, auch wenn es finanziell keine Ideallösung ist. Wir suchen gerade einfach einen Weg aus dem Schlamassel. Mir ist bewusst, dass man hier im Vorfeld hätte anders handeln müssen.

Trotzdem vielen Dank für die Rückmeldung. Ich werde mir noch weitere Gedanken machen. Möchte aber so gewissenhaft wie möglich handeln.
 

Kerstin_K

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Ein Problem enntsteht aus meiner Sicht eigentlich nur, wenn es mit dem Job nicht klappt.

Du brauchst eigentlich keine genehmigung für den Umzug. Dann wird aber nur die bisherige Miete weiter gezahlt und du bekommst auch keiene Kation oder Umzugskosten. Von daher kannst Du dic enfach ummelden und dies dem Jobcenter mitteilen. Die bisherige Miete teht dir auf jeden Fall zu, Du müüstest nur die Differenz bis November schultern. Wenn es mit dem Job nicht klappt, hast Du allerdings ein Problem....
 

Sonnenkind90

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Ein Problem enntsteht aus meiner Sicht eigentlich nur, wenn es mit dem Job nicht klappt.

Du brauchst eigentlich keine genehmigung für den Umzug. Dann wird aber nur die bisherige Miete weiter gezahlt und du bekommst auch keiene Kation oder Umzugskosten. Von daher kannst Du dic enfach ummelden und dies dem Jobcenter mitteilen. Die bisherige Miete teht dir auf jeden Fall zu, Du müüstest nur die Differenz bis November schultern. Wenn es mit dem Job nicht klappt, hast Du allerdings ein Problem....
Vielen Dank für die Rückmeldung. Das war eigentlich meine Hoffnung. Also dass ich die bisherige Miete weiter gezahlt wird. Kaution- und Umzugskosten brauche ich nicht. Ich bin wirklich nur von der bisherigen Miete abhängig. Und sollte es mit dem Job im November doch nicht klappen, sollte ich eigentlich dennoch über die Runden kommen - oder worin siehst Du das Problem? Ich habe gegenwärtig glaube ich ~850€ monatlich zur Verfügung. Minus der Miete von 600€ bleiben noch ~250€ zum Leben. Natürlich ist das nicht optimal aber es reicht mir, bis ich wieder im Berufsleben Fuß gefasst habe. Oder bezieht sich deine Sorge auf etwas anderes, was ich hier übersehen habe?

Vielen Dank!
 

Kerstin_K

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Nachzahlungen von Betriebs- und Heizkosten bekommst Du dann auch nicht.

Ausserdem halte ich es für sehr schwierug, diese Differenz über einen längeren Zeitraum zu stemmen.
 

Buchfan

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Ausserdem halte ich es für sehr schwierug, diese Differenz über einen längeren Zeitraum zu stemmen.
Sehe ich auch so. Wenn Du sehr sparsam wirtschaftest. Sonderangebote einkaufst und selber kochst, brauchst Du nicht unter 140€ im Monat für Lebensmittel. Dazu kommt noch alles andere.
Hast Du Dich nicht mal gefragtb, wieso die neue Wohnung sooo teuer ist? Muss das sein? Gibt es keine anderen Möglichkeiten um an eine kleine Wohnung zu kommen?
Du kommst zweifelsohne in eine Enge, ob mit Job oder ohne. Wäre ich Deine Mutter, würde ich mir Sorgen um Dich machen.
 

Sonnenkind90

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Danke für die Rückmeldungen. Der momentane Wohnungsmarkt erlaubt es leider nicht, viele bessere Alternativen in Großstädten in Erwägung zu ziehen. Zumindest haben wir nach 2 Monaten Besichtigungen nur Absagen erhalten und halten die Wohnung nach wie vor für eine akzeptable Lösung.

Ich habe einen Bachelor-Abschluss im Einser-Bereich. Natürlich muss das nichts heißen, dennoch hoffe ich, mit dieser Qualifikation schnell etwas geeignetes zu finden. Selbst, wenn es mit der Stelle im November doch nichts werden sollte.

Alternativen, die ich hier sehe wären: Das Bundesland zu wechseln oder in eine WG zu ziehen. Von daher möchte ich den Schritt mit der ~600€ Wohnung zunächst einmal auf mich nehmen.
 

Nena

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Ich schreibe dies, obwohl ich davon ausgehe, dass einigen nicht gefällt, was ich denke. Aber ich möchte Dir wirklich dringend davon abraten, eine Wohnung zu mieten (und in die Geld und Arbeit zustecken), die Du Dir nicht leisten kannst.

Ich habe einen Bachelor-Abschluss im Einser-Bereich. Natürlich muss das nichts heißen, dennoch hoffe ich, mit dieser Qualifikation schnell etwas geeignetes zu finden.
Wenn sich Arbeitgeberinnen um Dich reißen würden, hättest Du nahtlos nach der Uni eine Stelle gehabt. So was gibt es.

Der momentane Wohnungsmarkt erlaubt es leider nicht, viele bessere Alternativen in Großstädten in Erwägung zu ziehen. Zumindest haben wir nach 2 Monaten Besichtigungen nur Absagen erhalten und halten die Wohnung nach wie vor für eine akzeptable Lösung.
Du willst die nächsten Jahre in etwas "Akzeptablen" leben? Wirklich? Kannst Du Dir vorstellen, auf 39qm zu leben?
Zwei Monate reichen nur sehr selten.
Ja, ich glaube, dass Du Dir das finanziell für ein paar Monate leisten kannst. Aber wie wird es Dir damit gehen? In so einer winzigen Wohnung und mit dem Wissen, dass Du weiterhin abhängig von Deiner Mutter bist?
Ich könnte mir (für mich) nicht vorstellen, eine Verpflichtung einzugehen, von der ich weiß, dass ich sie auf Dauer nicht werde einhalten können!

Ich wünsche Dir, dass Du schnell eine Stelle findest. Und dann passend zu der Stelle (muss ja nicht am aktuellen Wohnort sein?) eine passende Wohnung.
 

Sonnenkind90

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Liebe Nena, Danke für die Rückmeldung.
Eine Stelle habe ich nicht direkt nach dem Bachelor bekommen, weil ich zum Ende meines Studiums schwer erkrankt bin und mich noch in Therapie befinde. Ein derzeitiger Arbeitsantritt ist aus medizinischer Sicht nicht möglich.

Ich denke das Problem liegt eher darin, dass Ihnen der derzeitige Mietspiegel in Städten wie München, Köln, Hamburg oder auch Berlin nicht vertraut ist. Statistisch gesehen liegt die, von mir zu zahlende Miete im Mittelfeld. In einigen Regionen liege ich damit sogar unter dem Durchschnitt. Dass der Preis dennoch enorm ist, ist mir bewusst. Aber daran kann man wenig ändern.

Selbstverständlich kann ich mir vorstellen auf 39qm zu leben. Warum wird das so abwertend betrachtet? Ein Wohn- und Schlafraum von 20qm. Eine eigene Küche und ein Bad, was will man als Single mehr?

Die Abhängigkeit meiner Mutter sehe ich auch keineswegs als notwendig. Dies ging aus den vorherigen Antworten ja bereits hervor. Dem Jobcenter wird der Umzug gemeldet => es fällt keine doppelte Miete an => es entsteht keine Abhängigkeit. Daher gehe ich meinem Anschein nach auch keine Verpflichtung ein, die ich auf Dauer nicht halten kann.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich verstehe Ihre Bedenken. Allerdings bezog sich das Ausgangsthema auf etwas vollkommen anderes. Nun wird darüber diskutiert, wie schnell ich einen Job finden werde und ob meine Mutter mich unterstützen kann. Leider fehlt es für einen solchen Exkurs dann doch ein wenig an Hintergrundwissen Ihrerseits.

Aber wie gesagt, ich verstehe Ihre Bedenken. Nur wie gesagt, ich sehe keine Hürde darin einen Job zu finden (selbst in Teilzeit), um eine Miete von 600€ zu stemmen, sobald ich wieder gesund bin.
Auch Ihnen natürlich alles Gute.
 
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