Umzug in eine Hofgemeinschaft

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naturelle

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Hallo zusammen,

folgende Situation:
Mein Partner, keine Arbeit (hat Rente beantragt, Verfahren läuft schon mit Widerspruch) und ich, aus gesundheitlichen Gründen auch nur in einem Minijob tätig, haben letztes Wochenende Freunde besucht.

Diese haben einen Hof etwa 2,5 Std von uns entfernt gemietet und wollen dort in einer Lebensgemeinschaft, mit ca. 8 bis 10 Personen leben, quasi soweit als möglich autark. Die beiden leben von einem Verdienst aus ihren Schreiner und Innenausbauarbeiten und beziehen keine Gelder vom Staat.

Auf dem Hof soll einiges gestartet werden in den nächsten Jahren und wir wären gern ein Teil davon.

Mein Frage lautet nun, was zu bedenken ist, wenn wir dort einziehen würden.

Es verhält sich so, das eben Küche und ein Gemeinschaftsraum, sowie ein Bad gemeinsam genutzt wird, aber sonst jeder auch ein eigenes Zimmer bekommt.

Ich kenne das ja schon aus der Bedarfsgemeinschaft mit meinem Freund, dass hier alles auf uns beide angerechnet wird. Wie verhält sich das in so einer Hofgemeinschaft?

Zumal wir vorhaben, nur vorerst Zimmer im Haus zu beziehen um dann später eventuell in einen Bauwagen zu ziehen, oder Jurte/Tipi ... Platzt hat es dort genug ...

Dann ist da auch noch die Frage des Umzuges. Wie ich jetzt schon recherchiert habe, kann ich also "einfach" umziehen. Dachte immer, man muss auf jeden Fall vorher beim Amt nachfragen.

Derzeit bin ich noch in einem Beschäftigungsverhältnis, ein MIniminijob, mit ca 4,5 Stunden Minimum und Maximum ca 12 Stunden in der Woche.
Ich betreue zwei Kinder und die Kleine kommt dieses Jahr dann auch in die Schule und ab da würde ich dann auch gern wechseln und versuche auch schon jetzt etwas ähnliches in der neuen Umgebung zu finden.

Was könnt ihr mir raten, auf was ist zu achten, gerade in Bezug auf die neue und ungewöhnliche Wohnsituation.

Liebe Grüße
naturelle
 

Banquo

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Diese haben einen Hof etwa 2,5 Std von uns entfernt gemietet und wollen dort in einer Lebensgemeinschaft, mit ca. 8 bis 10 Personen leben, quasi soweit als möglich autark.

In der heutigen Welt zumindest hier in D ein ungewöhnlicher Ansatz. Arbeitsteilung statt Autarkie heisst es seit vielen Jahrzehnten. Aber dennoch viel Glück und Erfolg diesem Projekt.

Jeder, der nicht Hofeigentümer, Pächter oder zumindest Hauptmieter ist, hat in diesem Arrangement eine rechtlich schwache Stellung. In einem Umfeld, wo 8-10 Leute so eng und gut miteinander auskommen müssen, ist das gewagt. Mir wäre das zu riskant, dafür bin ich zur sehr Stadtmensch und Individualist.

Das SGB II ist auf diese ungewöhnliche Situation sicher ebenfalls nicht ausgelegt.
 

naturelle

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Ja und ich bin eben kein Statdmensch, ich werd hier krank in diesem anonymen "gegeneinander!" ... ich mein das echt ernst.

Im Grunde habe ich ja auch nichts zu verlieren.

Das Ziel ist auch über kurz oder lang eben mit dem Hof auch den kompletten Lebensunterhalt zu verdienen, so dass keiner auf irgendwelche Gelder von außen angewiesen ist, aber dafür muss es erst mal eine Zeit lang noch mit Hilfe vom JC los gehen.

Gibt es nicht eine Stelle wo ich mich da vorab erkundigen kann, bevor ich es beim JC anspreche?

Ich brauch da wirklich Hilfe, weil ohne Geld geht es nicht. Ich bin krank und habe auch einiges an Naturmedizin zu bezahlen, habe noch einen Kredit vom Auto ab zu bezahlen und muss ja auch, so lang der Garten noch nichts abwirft, mich von irgend etwas ernähren ... was sagt ihr dazu?

Hat hier keiner damit Erfahrung wie es ist, wenn man quasi in einer WG lebt?

Würde es etwas bringen, wenn ich eben meinen eigenen Kühlschrank aufstelle und mich dadurch eben von der Gruppe etwas distanzieren kann? Oder reicht das noch nicht aus?

Es muss doch möglich sein.

LG
naturelle
 

naturelle

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Hier hab ich jetzt noch was gefunden, von wegen Unterschied von Bedarfsgemeinschaft, die ich ja mit meinem Lebensgefährten habe und einer Haushaltsgemeinschaft ... was der Unterschied unterm Strioch genau ist, bekomm ich auch noch raus. Scheint so, als habt ihr diesen Fall hier auch noch nicht gehabt :)

Guts Nächtle
naturelle
 

naturelle

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Hier, das hab ich bei der Seite vom Arbeitsamt gefunden :)

Was passiert, wenn ich in einer Wohngemeinschaft lebe?
Im Antrag auf Arbeitslosengeld II müssen die Antragsteller keine Angaben über die persönlichen Verhältnisse eines Mitbewohners machen. Es reicht in den Fällen einer reinen Wohngemeinschaft aus, wenn im Formular der Mietanteil des Mitbewohners genannt oder die Untermietzahlung als Einkommen angeben wird. In einer Wohngemeinschaft mit mehreren erwerbsfähigen Erwachsenen können sich somit theoretisch genauso viele Bedarfsgemeinschaften ergeben, wie es Mitglieder der Wohngemeinschaft gibt.
 

Puschelkuschel

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Ja und ich bin eben kein Statdmensch, ich werd hier krank in diesem anonymen "gegeneinander!" ... ich mein das echt ernst.

Im Grunde habe ich ja auch nichts zu verlieren.

Das Ziel ist auch über kurz oder lang eben mit dem Hof auch den kompletten Lebensunterhalt zu verdienen, so dass keiner auf irgendwelche Gelder von außen angewiesen ist, aber dafür muss es erst mal eine Zeit lang noch mit Hilfe vom JC los gehen.

Gibt es nicht eine Stelle wo ich mich da vorab erkundigen kann, bevor ich es beim JC anspreche?

Ich brauch da wirklich Hilfe, weil ohne Geld geht es nicht. Ich bin krank und habe auch einiges an Naturmedizin zu bezahlen, habe noch einen Kredit vom Auto ab zu bezahlen und muss ja auch, so lang der Garten noch nichts abwirft, mich von irgend etwas ernähren ... was sagt ihr dazu?

Hat hier keiner damit Erfahrung wie es ist, wenn man quasi in einer WG lebt?

Würde es etwas bringen, wenn ich eben meinen eigenen Kühlschrank aufstelle und mich dadurch eben von der Gruppe etwas distanzieren kann? Oder reicht das noch nicht aus?

Es muss doch möglich sein.

LG
naturelle

Ich finde die Idee gut,wir haben in einen Haus drei Wohnungen gemietet,und sehen uns sooft wir wollen.Natürlich gibt es auch Spannungen,aber ohne Freunde oder Netzwerk geht es nicht.Teurer als alleine wird es eh nicht.Viel kraft und freude, nur Mut.:icon_klatsch:
 

naturelle

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Spannungen gibt es immer und sie helfen uns ja auch uns weiter zu entwickeln, in den Dialog und die Konfrontation zu gehen. Mich nervt das so hier bei uns im Haus, das man mit niemandem reden kann, wenn es um die Gemeinschaft geht.

Und wenn jeder sein Reich hat, kann man sich auch mal aus dem Weg gehen und zurück ziehen.

Ich denke über denke jetzt aber schon, dass man es Miete technisch so machen kann, das mein Partner und ich eben wieder als Bedarfsgemeinschaft gemeldet sind und aber ebenj in einer Haushaltsgemeinschaft leben. Oder?
 
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