Umzug in eine andere Stadt, da Wohnung zu klein und Unklarheiten, was die Kosten der Unterkunft betrifft

Lattemacchiato

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Guten Tag,

ich bin ü25, seit etwas über einem Jahr Arbeitslosengeld II-Empfänger und bewohne zur Zeit ein ca. 25m² kleines Apartment. Bin vor einigen Jahren zum studieren von zu Hause in eine andere Stadt umgezogen, würde aber gerne wieder zurück in die Heimat, nach Möglichkeit aber nicht zu den Eltern, sondern in eine eigene Wohnung. Eine konkrete Wohnung am Wunschort habe ich noch nicht im Visier, habe mich aber schon über die angemessenen Kosten informiert. Jetzt ist aber das Problem, dass ich unterschiedliche Aussagen darüber gelesen habe, in welchem Umfang die Leistungen vom neuen Jobcenter übernommen werden. Klar, dass der Regelsatz übernommen wird, ist logisch. Aber wie steht es um die Kosten der Unterkunft? Werden die vollumfänglich übernommen, so lange diese im Rahmen und somit angemessen sind? Oder müsste ich die Differenz zwischen alten Kosten der Unterkunft und den neuen Kosten aus eigener Tasche zahlen? In der Stadt, in die ich ziehen möchte, wäre ein anderes Jobcenter als bisher für mich zuständig. Wenn der Umzug im Vorfeld genehmigt werden würde, wäre das alles wahrscheinlich kein Problem, oder? Aber wie sieht es aus, wenn ich ohne Genehmigung umziehen würde? Anfangs hatte ich ja die Größe meiner aktuellen Wohnung erwähnt, hier im Forum bin ich auf ein Thema aufmerksam geworden, indem davon berichtet wurde, dass einem wohl mindestens 30m² zustehen würden und eine kleinere Wohnungsgröße einen Umzug begründen würden?

Ich hoffe, ich hab mein Anliegen halbwegs verständlich formulieren können. Mir gehen gerade tausend Sachen durch den Kopf. Wenn etwas unklar sein sollte, bitte einfach nachfragen. Vielen Dank und liebe Grüße
 

abcabc

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Hallo und willkommen im Forum.

Werden die vollumfänglich übernommen, so lange diese im Rahmen und somit angemessen sind? Oder müsste ich die Differenz zwischen alten Kosten der Unterkunft und den neuen Kosten aus eigener Tasche zahlen? In der Stadt, in die ich ziehen möchte, wäre ein anderes Jobcenter als bisher für mich zuständig. Wenn der Umzug im Vorfeld genehmigt werden würde, wäre das alles wahrscheinlich kein Problem, oder? Aber wie sieht es aus, wenn ich ohne Genehmigung umziehen würde?
Wenn ein anderes JC zuständig ist, ist vollkommen egal, wie teuer oder billig deine vorherige Wohnung war. Dann werden die gesamten Kosten übernommen - sofern diese im Rahmen der örtlichen Richtlinien sind.
Einen Umzug kann dir niemand verbieten. Aber du wirst die Umzugskosten komplett selbst zahlen müssen, so wie die Kaution für die neue Wohnung. Da du die Kaution der aktuellen Wohnung vermutlich vor dem ALG II Bezug gezahlt hast, wird das leider als "Einkommen" angerechnet, wenn der Vermieter dir die Kaution zurückerstattet.
 

gizmo

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hier im Forum bin ich auf ein Thema aufmerksam geworden, indem davon berichtet wurde, dass einem wohl mindestens 30m² zustehen würden und eine kleinere Wohnungsgröße einen Umzug begründen würden?
Mindestgröße ist 35m², dann im Wohnraumförderungsgesetzt des Bundeslandes die max m² raus lesen.
Danach heraus bekommen wonach das JC die KDU bestimmt(schlüssiges Konzept, Satzung, WoGG + 10%).
 

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Birgit63

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Du kannst schon einmal davon ausgehen, dass dir der Umzug nicht genehmigt wird. Du hast keinen Grund umzuziehen. Das kleine Zimmer hat dir gereicht, als du die Kosten selbst tragen musstest während des Studiums. Jetzt reicht es dann plötzlich nicht mehr? Du kannst aber ohne Genehmigung umziehen. Du bekommst allerdings keine Umzugskosten. Ich denke aber, dass du nicht viel Möbel besitzt und den Umzug auf eigene Kosten stemmen kannst.
 

HermineL

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Da du die Kaution der aktuellen Wohnung vermutlich vor dem ALG II Bezug gezahlt hast, wird das leider als "Einkommen" angerechnet, wenn der Vermieter dir die Kaution zurückerstattet.
Nöö, das ist lediglich eine Vermögensumwandlung da es sich hierbei nur um eine Sicherheithinterlegung einer Summe x handelt über die man zeitweise nicht frei verfügen kann. Nach Beendigung des Mietverhältnis wird diese Sicherheitsleistung wieder freigegeben. Es handelt sich hierbei nicht um Einkommen.

Die Frage die sich hier auftut ist ob diese Kaution bei Antragstellung als Vermögen angegeben wurde ?
 

Seepferdchen 2010

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Jetzt reicht es dann plötzlich nicht mehr?

@Birgit63 ich möchte dich bitte sachlich zu bleiben, @Lattemacchiato hat höflich und sachlich hier sein Anliegen
geschrieben.

Ich denke aber, dass du nicht viel Möbel besitzt und den Umzug auf eigene Kosten stemmen kannst.

Das ist eine Vermutung und mehr nicht.............................allerdings auch nicht hilfreich.

Bin vor einigen Jahren zum studieren von zu Hause in eine andere Stadt umgezogen, würde aber gerne wieder zurück in die Heimat, nach Möglichkeit aber nicht zu den Eltern, sondern in eine eigene Wohnung.
Mal ein anderer Gedankengang, wie sieht es in der zukünftigen Stadt mit Stellenangebote aus, hier hättest du die Möglichkeit
bei Jobaufnahme aus dem Vermittlungsbudget § 44 SGB III eine Unterstützung zu bekommen.
 

Lattemacchiato

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Danke für die zahlreichen Antworten. Ich fasse zusammen: Die Kosten der Unterkunft der neuen Wohnung werden vollumfänglich übernommen, so lange die Kosten angemessen sind. Da am neuen Standort ein anderes Jobcenter als bisher für mich zuständig ist, spielen die Kosten der Unterkunft meiner aktuellen Wohnung keine Rolle. Möchte ich Umzugskosten erstattet bekommen, muss der Umzug vorher genehmigt werden. Eine zu kleine Wohnung ist kein Garant dafür, dass der Umzug genehmigt wird. Ich bin aber zum Glück in der Situation, dass ich den Umzug auch ohne Umzugskosten bewerkstelligen könnte. :)
 
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