Umzug in eigene(s) Wohnung/Zimmer, jedoch andere Stadt (Ü25)

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Flobi

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Hallo Leute,

Wie laufen die Bewerbungsbemühungen?
Kürzlich habe ich meinen Antrag auf ALG II abgegeben, der sich in Bearbeitung befindet.

Ich wohne momentan unter einem Dach mit meinen Eltern in einer mittelgroßen Ruhrgebietsstadt und habe mit Antragsstellung entsprechend keine Kosten für die Unterkunft geltend gemacht.

Zum Sommer, Herbst bewerbe ich mich Deutschlandweit auch noch in meinem Alter nochmal für Ausbildungsstellen, so dass für den Fall eines Arbeitsantritts ein Umzug wohl kein Problem darstellen sollte.

Sollte ich allerdings bei meiner Stellensuche bis dahin keinen Erfolg haben, was eher wahrscheinlich ist, möchte ich mit über 30 Jahren nicht auf Dauer bei meinen Eltern wohnen bleiben, zumal diese Gegend, in der ich aufgewachsen bin, für mich mit sehr vielen emotionalen, unguten Erinnerungen verbunden ist.
Ich weiß z.B. nicht, ob ich so unbefangen einen 1-Euro-Job in den städtischen Grünanlagen antreten könnte, was mir woanders weniger bis gar keine Probleme bereiten würde.

Ich würde gerne 80 km weiter ziehen in eine große Stadt am Rhein, weil ich das, was ich mit meinen bescheidenen Qualifikationen zu bieten habe, schließlich überall machen kann, ob in Berlin, Wanne-Eickel, Buxtehude, Oberammergau oder eben Köln.

Nun wissen wir ja, dass das Recht auf Freizügigkeit während des Leistungsbezuges arg eingeschränkt ist.

Ich habe also nun die wohl berechtigte Sorge, dass einem Umzug nicht stattgegeben wird und ich hier im Wohnort meiner Eltern auf ewig versauern werde, wo ich ohnedies keine sozialen Kontakte mehr habe. Ich neige als chronisch Kranker ohnehin zu sozialer Vereinsamung.

Ich habe also folgende Idee: Was wäre, wenn ich meinen ALG II Bescheid beispielsweise einen Monat vor meinem geplanten Umzug von mir aus aufheben würde, so dass mir keine Leistungen mehr überwiesen würden?

Wenn ich also zum 01.09 umziehen wollte, im Juli hinzugehen, dass ich keine weiteren Leistungen mehr beziehen möchte. Für August würde also nichts mehr überwiesen.

Könnte ich sodann ohne weiteres in eine eigene Wohnung umziehen ohne Sorge zu haben, dass mir die Übernahme der Miete am neuen Wohnort vom zuständigen Träger (Köln=hohe Mieten) verwehrt würde?

Das Recht auf ein eigenes Zimmer bei Ü25 ist mir bekannt, allerdings muss man ja bei Umzug in eine andere Kommune die Genehmigung sowohl des Trägers am neuen Wohnort als auch die des am alten Wohnort zuständigen einholen, soweit ich weiß. Ohne Job sieht das bestimmt schlecht aus.

Könnte ich es also auf die oben geschilderte Weise anstellen?

Oder sollte ich besser meinen Antrag auf ALG II zurücknehmen und erst am neuen Wohnort stellen, -nachdem- ich ein Zimmer gefunden habe?
Allerdings muss ich dann die Zeit bis August/September hier bei meinen Eltern irgendwie ohne Leistungen überbrücken.

Ich dachte, ich poste einfach mal, vielleicht hat ja wer Erfahrungen damit.

Ich werde im Gegenzug versuchen, gleichfalls ein paar Fragen hier zu beantworten hier.

:icon_pause:Hartzer Grüße:icon_pause:,

Flobi!
 

Kikaka

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-Wenn die Eltern mal schriftlich bekunden,das ein Auszug erwünscht ist, so müssen Umzugskosten, Kaution sowie Erstausstattung übernommen werden.......
-Dann erst mal Antrag auf Zusicherung stellen und Bescheid abwarten . Abmeldung aus Bezug ist kontraproduktiv.
 

Flobi

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Tatü-Tata!

Gestern hier noch selbstkritisch über den eigenen Antrieb reflektiert. Vermutlich liest meine Sachbearbeiterin hier mit, denn prompt bekomme ich heute Post vom Jobcenter.

Mein Bescheid über die Leistungen nach dem SGB II ist aufgehoben.

Wie bereits berichtet, bin ich derzeit auf Wohnungssuche in Köln.
Das dortige Jobcenter hat mir telefonisch mitgeteilt, ich möge mich mit der Einholung der Zusage für ein Wohnungsangebot an mein derzeit zuständiges Jobcenter wenden. Gesagt, getan, habe ich eines von diesen mir mitgegebenen Vordrucken über eine Mietbescheinigung/Wohnungsangebot (seltsamerweise identisches Formular) mit einem WG-Angebot eingereicht. Es war zugegeben kein Feld für ein Datum darin vorgegeben.:icon_motz:

Lange Rede, kurzer Sinn, heute erreichte mich eben dieser Aufhebungsbescheid.

Ich bekomme also für Juni kein Geld mehr, wohne aber mindestens in dem Monat noch ganz normal bei meinen Eltern im zuständigen EN-Kreis.
Heute nämlich holte ich darüberhinaus die Auskunft der Vermietungsgesellschaft ein, dass der Quadratmeterpreis wohl zu hoch liege und von daher womöglich nicht vom Jobcenter Köln übernommen werden würde.

Das Blöde ist natürlich, dass auch meine Krankenversicherung nun nicht mehr gezahlt wird. Als armer bemitleidungswürdiger chronisch Kranker auch nicht unbedingt die beste Lösung.:icon_mad:


Ich habe euch mal den Aufhebungsbscheid angehängt sowie meinen postwendenden Widerspruch darauf.

Meint ihr, ich komme damit durch? Und wenn ja, bis wann?
Beziehungsweise: Kommt das Jobcenter damit durch? Und sollte ich jetzt besser meinen Beutel packen, an einen Stock binden und mit der Eisenbahn nach Kölle fahren?:icon_biggrin:

Allerdings brauche ich so oder so für Juni Geld und eine Wohnung habe ich dort ja auch noch nicht. Ohne Wohnung aber kein Antrag auf Leistungen.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Flobi - habe Deine PDF nicht aufgemacht, zu schnell hat man sich ungewollt nen Virus eingefangen. Geht nicht gegen Dich - mache ich nie.
Zum Thema: Einstellung der Leistungen würde ich an Deiner Stelle nicht akzeptieren - sprich: Widerspruch.
Dann: die einfachste Lösung einen neuen Wohnort zu nehmen, besteht darin, dort eine Arbeitsstelle zu finden. Dann kann man den Umzug nicht verbieten. Was Du dann aus der Arbeitsstelle machst, bleibt Dir überlassen.......
 

Flobi

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Ich bin immer wieder begeistert davon, dass immerhin einer sich bereit findet, auf meinen hier abgelieferten Senf einzugehen.

Zu deinen geradezu paranoiden Befürchtungen möchte ich hierauf verweisen, lieber Lupo.

Ansonsten aber vielen besten Dank für die aufmunternden Worte!

Hartzliche Grüße,


Flobi (allein der Name ist bescheuert, sonst nichts.)
 

Flobi

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Na immerhin scheint das Wohnungsangebot ja im richtigen JC gelandet zu sein und man erlaubt dir auch wegzuziehen....

Ja, das dachte ich mir auch und überlegte deshalb, ob ich überhaupt deswegen einreden sollte. Vielleicht ist deswegen mein Posting auch so flockig ausgefallen unter Zuhilfenahme diverser Smilies, die sich ansonsten unter meinem Niveau bewegen.

Ich betrachte deswegen meinen Widerspruch als rein pragmatisch begründet.
Eigentlich bereue ich ihn bereits jetzt, weil ich ja aus Witten tatsächlich wegziehen möchte. Nur kommt dieses Wohnangebot wegen des Preises/qm wohl leider nicht in Frage.
Und ich brauche doch insbesondere das Geld für die KV. Daneben habe ich einen SB von 800 €. Das ist alles gar nicht möglich ohne Geld.

ch möchte auch mal anderen Leuten hier im Forum helfen. Leider habe ich keine sozialrechtliche Ausbildung genossen.
Möchte gerne Wirtschaftsrecht auf der Fernuni studieren.Irgendwann komme ich dann wieder.

Prost!

Ich muss jetzt Bewerbungen schreiben.
 
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