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Umzug in anderes Bundesland

Saalekreiser

Elo-User/in

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#1
Hallo!

Ich hab mich neu hier angemeldet, da ich vor hab umziehen, was mir aber noch einige Fragen aufwirft.

Erst einmal zu meiner Person: Ich geh straff auf die 30 zu, wohne derzeit noch in Leipzig (Sachsen), wohne bei meinen Eltern mit im Haus (hab daher bisher keine Unterkunftskosten), bin gelernter Bürokaufmann und vor zwei Monaten vom ALG I ins ALG II gerutscht.

Zu meinen Fragen: Ich würde gerne nach Merseburg (Sachsen-Anhalt / LK Saalekreis) zu meiner Verlobten ziehen. Sie ist selbst erst mit ihrer kleinen Tochter (nicht meine leibliche) dahin gezogen und bezieht ebenfalls ALG II und die Wohnung wird ebenfalls vom Jobcenter bezahlt. Wie müsste ich nun vorgehen, wenn ich zu ihr ziehen will? Hab mal im Internet gegoogelt, aber so wirklich hab ich auf meine Fragen keine Antworten gefunden. Da stand, wenn ich in ein anderes Bundesland ziehen will, muss ich auf meiner jetzigen ArGe mit einem Mietangebot hin und die entscheiden dann, ob das Mietangebot angemessen ist. Nun hat ja meine Freundin schon eine Wohnung (3-Raum, völlig ausreichend für uns drei). Also Mietangebot wäre ja völlig nonsens. Ich brauch auch ehrlich gesagt keine Kaution oder Kosten für den Umzug (ist ja alles schon bezahlt worden und mitnehmen brauch ich ja nur meine Klamotten). Soll ich da jetzt nur auf die "neue" ArGe gehen und sagen, ich will zu meiner Verlobten ziehen, die schon bei euch eine "Kundenkarte" hat? Oder wie? Und anschließend zu meiner alten ArGe gehen und mich sozusagen abmelden? Kann ich aber, wenn ich soweit richtig gedacht hab, nicht erst dann zur neuen ArGe gehen, wenn ich auch in dem neuen Bundesland/Landkreis gemeldet bin? Oder geht das auch, wenn ich noch in dem alten Bundesland/Landkreis gemeldet bin? Läuft so eine Ab- und woanders wieder Anmeldung lückenlos, oder kann es dann schon mal passieren, dass man mal einen Monat ohne Geld dasteht (auch wenn es dann sicherlich nachgezahlt wird)? Weil hab jeden Monat laufende Kosten von 120€ und ich würde ungern Schulden machen!

Bin auf eure Antworten gespannt und bedanke mich schon mal im voraus!

MfG
Saalekreiser

P.S.: Würde es die Sache erleichtern, wenn ich in Merseburg einen 400€-Job in Aussicht hätte (würde ja trotzdem noch über die ArGe zwecks Sozialversicherung und Teil meiner Miete laufen müssen)?
 

Rechtsverdreher

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#2
Beim alten Amt abmelden, dann einfach umziehen, beim neuen Amt anmelden.

Du kannst Vorschuss beim neuen Amt beantragen; Die haben 1 Monat Zeit über Deinen Antrag zu entscheiden.
 

Seepferdchen

Mitarbeiter
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#3
Hallo Saalekreiser!

Na das du straff auf die 30 zugehst, ist hoffendlich für dich keine "Drama" oder?

Gut Spaß beiseite kurz was du bei deinem Umzug beachten mußt!

Umzug der gesamten BG (36.10) (BG - Bedarfsgemeinschaft, du bildest deine eigene)

(1) Zieht die gesamte Bedarfsgemeinschaft während des Leistungsbezugs in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Trägers um, ist sicherzustellen, dass

• keine Zahlungsunterbrechung i. S. d. § 2 Abs. 3 SGB X eintritt, wenn die Anspruchsvoraussetzungen durchgehend vorgelegen haben,
• keine Doppelzahlungen für deckungsgleiche Zeiträume erfolgen und
• die Leistungen auch für den Umzugsmonat in rechtmäßiger Höhe, also max./min. für 30 Tage
(§ 41 Abs. 1 S. 2) gezahlt werden, wenn der Umzug nicht zum Monatsersten, sondern im Laufe eines Monats mit mehr oder weniger als 30 Tagen durchgeführt wird.

(2) Deshalb sind die Zahlungen durch den abgebenden Träger grundsätzlich erst mit Ablauf des Umzugsmonats einzustellen. Vom aufnehmenden Träger sind Leistungen frühestens ab dem Folgemonat zu zahlen (s. a. Rz 36.11a). Bei einem Umzug zum Ersten eines Monats kann hiervon abgewichen werden, wenn die Mitteilung über den Umzug und die Meldung beim aufnehmenden Träger so rechtzeitig erfolgt, dass eine nahtlose Leistungszahlung durch den aufnehmenden Träger sichergestellt ist.

Beispiel:

Die Zustimmung zum Umzug am 01.07. wird am 25.05. eingeholt. Die Vorsprache beim aufnehmenden Träger erfolgt am 03.06.

Entscheidung:

Aufgrund der frühzeitigen Vorsprache des Hilfebedürftigen ist eine nahtlose Leistungsgewährung sichergestellt, so dass eine Leistungszahlung für den Monat des Umzugs durch den abgebenden Träger nicht geboten ist. Die Leistungen sind zum 30.06. einzustellen.

Wichtig ist das du vom alten JC dich abmeldest und einen Aufhebungsbescheid erhälst,
diesen in Kopie auch beim neuen JC einreichen, bitte alles nachweisbar, das ist ganz wichtig!!!!!

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 

ekel

Elo-User/in

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#4
Na dann willkommen im Saalekreis.:icon_daumen:

Ich wollte nur kurz bemerken, schaut euch bitte noch die "angemessenen" KdU an, denn unser Eigenbetrieb nimmt immer noch gern die alten Berechnungen (soll heißen, wenn man nicht speziell nachfragt, dann wir einem nicht gesagt, dass es seit 2011 höhere Werte gibt).
 

Wildkater

Elo-User/in

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#5
Hallo Leute,

ich habe eine so große Menge an Problemen, dass es mir schwer fällt, überhaupt an der richtigen Stelle anzufangen.


Also, ich bin von einigen Jahren aus der Bodensee-Region hierher nach Berlin gekommen, weil ich so blauäugig war, dass sich mir hier "bessere berufliche Möglichkeiten" bieten; - Was für eine Idiotie !!!


Statt Arbeit, welche auch nur ansatzweise meiner Qualifikation entspricht und von welcher man gnädigerweise auch noch leben kann, wurden mir nur 1 € - Jobs sowie Arbeiten bei "Sklavenhändlern" (Leiharbeits-Firmen) angeboten, bei denen man quasi "bei Wasser und Brot" schuften darf.


Aufgrund dieser Zustände und auch meines sozialen Umfeldes in einer HARTZ IV - Hochburg entwickelte ich eine massive Anpassungsstörung und es kam auch noch ein nicht unerhebliches Alkohol-Problem dazu, welches ich mittlerweile allerdings wieder sehr gut in den Griff bekommen habe.


Zu guter letzt brach auch noch eine bei mir latent vorhandene bipolare Störung (manisch-depressiv) in noch halbwegs moderater Form aus, welche jetzt von einem Psychiater mit hammer-harten Medikamenten wie z. Bsp. Haloperidol (die berühmt berüchtigte "Betonspritze"), Seroquel und andere Horror-Medis "therapiert" wurde, was jedoch erst zum totalen Ausbruch in schwerster Form (Absolute Manien im Wechsel mit schwersten Depressionen und einem Suizidversuch und allen anderen Horror-Geschichten,....usw.) führte; Es war der absolute Albtraum !!!


Ich bekam sogar ein sog. "malignes neuroleptisches Syndrom"!!!


Ich bin jetzt seit Wochen mit der Bereifung total am Ende und auch meine Mutter, welche zu meinem eigenen Schutz jetzt bei mir wohnt (weil Sie befürchtet, dass ich mir was antue) hatte bereits einen Nervenzusammenbruch!


Nun, mehrer Personen (auch mein Hausarzt) sagten bereits, dass ich Berlin so schnell wie möglich wieder verlassen und zurück in meine alte Heimat gehen sollte, zumal ich dort unter meine Familie habe und mir diese auch gut bezahlte Jobs vermitteln könnten, sobald ich mich wieder erholt habe.


Und jetzt kommt der Oberhammer !


Nachdem mich die inkompetente Tante vom medizinischen Dienst der ARGE letztes Jahr für absolut arbeitsunfähig erklärt hat, wurde mir vor wenigen Tagen "ihr abschließendes medizinische Gutachten" beim Jobcenter vorgelegt, wonach ich (oh Wunder!) wieder "voll erwerbsfähig" (ganztags mit körperlicher Belastung,...usw.) bin; Meine orthopädischen und anderen Gutachten wurden erst gar nicht berücksichtigt!


Einzige Begründung für meine "Top-Leistungsfähigkeit": Ich habe schließlich mein Alk-Problem wieder im Griff(Was allerdings nicht mehr stimmt, da ich aufgrund des ganzen Stress wieder einen heftigen Rückfall gebaut habe.)


Ich verstehe die Welt nicht mehr; - Das ist ja wie bei Franz Kafka !!


Nun meine Frage : Wie komme ich (mit oder ohne Anwalt, Gutachten, kleiner Tricks und Kniffe, Paragraphen-Reiterei,...usw.) so schnell wie möglich wieder in mein alte Heimat zurück, ohne mir eine "Sperre" bzw. Kürzung der Regelleistung oder anderen Ärger einzufangen ? Und wer Zahlt die Miete in meiner neuen Bude ?


Umzugskosten würden übrigens keine entstehen, denn mein Neffe würde meinen Plunder mit seinem LKW abholen.


Oder kennt jemand in Lindau und Umgebung, der mir möglichst günstig eine meldefähige Anschrift zur Überbrückung zur Verfügung stellt (und wenn es das letzt Loch ist)?


Ach ja, meine Verwandten können mir wegen der meldefähigen Adresse kaum helfen, da Diese auf der österr. Seite wohnen!


Ich hoffe auf Eure nette Hilfe, da ich ansonsten hier in Berlin total verrückt werde!


Vielen Dank im Voraus


Eurer Wildkater

P.S.: Meine Smileys funktionieren leider nicht?!
 
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