Umzug in andere Stadt - Umzugskosten?

Together

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In einem anderen Thread hatte ich davon geschrieben, dass das JC uns letztes Jahr eine Kostensenkungsaufforderung, sowie eine Heizkostenfestsetzung gesandt hat. Der Anwalt, den ich beauftragt hatte, ruht sich auf dem Beratungsschein aus und macht nix.

Anfangs war es so, dass wir unbedingt hier wohnen bleiben wollten. Nun aber hat sich leider privat und gesundheitlich unsere Lage verschlechtert und ein Umzug ist auf Dauer unungänglich.

Wir wohnen im Dachgeschoß und mein Sohn hat nun einen Rolli bekommen, ich muß meinen Sohn, der nur eingeschränkt belastbar ist, oft die Treppe hochtragen - und das mit Arthrose in Knien und Hüfte - ich kann das nicht mehr. Mein Mann kommt mit seinen kaputten Knien ebenfalls die Treppe nicht mehr hoch, kurz, wir müssen hier dann doch wohl raus.

Vor Ort ist keine Wohnung zu finden die den Jobcentervorgaben entspricht und auch noch groß genug ist für uns ( mal davon abgesehn, dass es hier kaum 4ZKB-Wohnungen anzumieten gibt) - daher wurde die Frist vom JC nochmal verlängert.

Ich würde nun gerne - auch um in der Pflege, sowie Kinderbetreuung entlastet zu werden, gerne in meine Heimatstadt ( ca. 90Km von hier ) ziehen, sonst kann ich gesundheitlich irgendwann nicht mehr gesndheitlich.

Da ja das Jobcenter möchte, dass wir notfalls umziehen um die Kosten ( von 30 Euro!!) zu senken, hätte ich wohl gerne gewußt, ob die notfalls auch nen Umzug in eine angemessen Wohnung in meine Heimatstadt übernehmen müssen oder ob sich das nur auf diese Stadt bezieht ( ich kriege hier widersprüchliche Antworten von der Beratungsstelle und Jobcenter) .

Einen Umzug selber übernehmen können wir nicht, mein Mann ist gesundheitlich kaputt ( daher ja Frührentner auf Dauer), 2 der Kinder haben mittlerweile Pflegestufe 1, ein weiteres Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz. Ich selber darf nicht schwer heben und kann keinen Umzug mehr machen ( mal davon abgesehn habe ich nichtmal nen Führerschein und mein Mann darf aufgrund Epilepsie nicht fahren ) . Freunde haben wir keine, wer will schon mit ner Familie befreundet sein mit mehreren behinderten Kindern, alle machen nen Bogen um uns, könnte ja mal sein, dass wir mal um Hilfe fragen :-(


LG ToGether
 

Seepferdchen 2010

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Da ja das Jobcenter möchte, dass wir notfalls umziehen um die Kosten ( von 30 Euro!!) zu senken, hätte ich wohl gerne gewußt, ob die notfalls auch nen Umzug in eine angemessen Wohnung in meine Heimatstadt übernehmen müssen oder ob sich das nur auf diese Stadt bezieht ( ich kriege hier widersprüchliche Antworten von der Beratungsstelle und Jobcenter) .
Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg 19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall (s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug
durch den kommunalen Träger „veranlasst" worden ist, indem dieser (bzw. die ARGE) den
Hilfeempfänger zur Senkung der Unterkunftskosten aufgefordert oder sonst ausdrücklich oder konkludent final auf einen Wohnungswechsel hingewirkt hat (SG Dresden 6.6.2006 - S 23 AS 838/06 ER),

Quelle:
Berlit in LPK-SGB II, Münder, 3. Ausgabe/2009, § 22, Rn 84

Natürlich kannst du auch in eine andere Stadt ziehen.

Ich würde nun gerne - auch um in der Pflege, sowie Kinderbetreuung entlastet zu werden, gerne in meine Heimatstadt ( ca. 90Km von hier ) ziehen, sonst kann ich gesundheitlich irgendwann nicht mehr gesndheitlich.
Auch das ist ein wichtiger Grund, hier ggf. noch ein Attest mitbeibringen um
das ganze noch zu unterstreichen.

Wenn du ein Mietangebot hast, legst du das bei deinem jetzigen Jobcenter vor.

Dein zuständiges Jobcenter holt dann die Zusicherung zur Übernahme der Kosten für die neue Wohnung beim neuen Jobcenter ein.

Hier beachte die örtliche Richtlinie kannst du hier nachsehen.

Freunde haben wir keine, wer will schon mit ner Familie befreundet sein mit mehreren behinderten Kindern, alle machen nen Bogen um uns, könnte ja mal sein, dass wir mal um Hilfe fragen :-(
Hier für dich mal dieser wichtige Hinweis:

Wenn der Umzug wegen Alters, Behinderung, körperlicher Konstitution oder wegen der Betreuung von Kleinstkindern nicht selbst vorgenommen oder durchgeführt werden kann, kann auch die Übernahme der Aufwendungen für einen gewerblich organisierten Umzug in Betracht kommen (BSG, Urteil vom 6. Mai 2010, B 14 AS 7/09 ER (14)).

Umzugskosten: Pauschaler Verweis auf Selbsthilfe unzulässig
Umzugskosten: Pauschaler Verweis auf Selbsthilfe unzulässig | Sozialberatung Kiel

Quelle:Tacheles Forum: Umzugsbeihilfe

Du brauchst min. 3 Kostenvoranschläge von Umzugsfirmen.
 

gizmo

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Hallo

Und das ganze läuft immer noch :-( Der Anwalt hat nichts - gar nichts, getan. Einen neuen Beratungsschein bekomme ich nicht.
Bitte hier noch mal zum Amtsgericht und mit der Begründung das du mit deiner Familie Umziehen musst, aus gesundheitlichen Gründen, einen Beratungsschein beantragen, da ihr nicht in der Lage seit zu Überschauen was für Kosten übernommen werden müssen und was euch in eurer Lebenssituationan KDU alles zusteht.
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Wenn der Rechtspfleger sagt das es keinen Beratungsschein gibt, egal mit welcher Beründung, willst du das Schriftlich haben mit Stempel und Unterschrift.
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Wenn du dann das Schriftlich hast kannst du Erinnerung einlegen gegen die Ablehnung des Beratungsschein bein Amtsgericht, dauert in etwa 4 Wochen bis zur Antwort.

Erinnerung (Recht) ? Wikipedia
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Im Ramen eurer Kostensenkungsaufforderung was ist da alles passiert?

Widerspruch?

Klage?

Ü-Antrag?

Antrag auf volle Übernahme der KDU weil gesundheitliche Einschränkungen vorhanden sind?
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Wäre gut zu erfahren wo ihr hinziehen wollt um die KDU abzuklopfen?
-------------

Hoffe hier kann ein anderer Elo helfen!
Denke auch im neuen zuständigkeitsbereich des JC an euren neuen Wohnort wird es auf Grund eurer Lebensumstände Ärger mit dem JC geben.

Bin mir hier nicht sicher wo ihr den Beratungsschein Beantragen solltet, im Amtsgerichtbereich des jetzigen Wohnortes oder im Amtsgerichtsbereich des neuen Wohnortes?

Hoffe hier mal auf Hilfe?
 

Seepferdchen 2010

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Um alles besser nachzuvollziehen zu können, bitte auch mal den Post 68 aus diesem Beitrag lesen,der letzte Stand in dieser Angelegenheit:

https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/ploetzlich-mietkosten-unangemessen-129508/index3.html#post1897309

Im Ramen eurer Kostensenkungsaufforderung was ist da alles passiert?

Widerspruch?

Klage?

Ü-Antrag?
Im Kostensenkungsverfahren kann kein Widerspruch geschrieben werden, weil:

Kostensenkungsaufforderung hat "nur" eine Warn- und Hinweisfunktion

Eine schriftliche Kostensenkungsaufforderung seitens des Leistungsträgers stellt keinen Verwaltungsakt nach § 31 SGB X dar.

Quelle:
Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Rechtsprechungsticker von Tacheles 38/2010

Anmerkung: Bei dem Schreiben des Grundsicherungsträgers über die Unangemessenheit der Unterkunftskosten und Aufforderung zur Kostensenkung handelt es sich um ein Informationsschreiben mit Aufklärungs- und Warnfunktion und nicht um einen Verwaltungsakt(BSG, Urteil vom 19.2.2009, B 4 AS 30/08 R, Rdnr. 40; BSG, Urteil vom 7.11.2006 - B 7b AS 10/06 R, BSGE 97, 231 = SozR 4-4200 § 22 Nr 2).

Quelle: Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Rechtsprechungsticker von Tacheles 38/2010

Was hat das Gespräch beim Anwalt ergeben, welche Grund gab es das der Anwalt nicht tätig wurde, weil wie oben erwähnt, das Kostensenkungsverfahren noch lief?

Aus deinem anderen Thread schreibst du:

Wir haben nun die Wahl, die Differenz selber zu zahlen ( seh ich nicht ein ) oder in eine kleine Wohnung mit 2-3 ZKB zu ziehen ( seh ich auch nicht ein)
Hier die Frage hast du schon den neuen Bescheid und wenn ja von wann ist dieser Bescheid ?
 

gizmo

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Im Ramen eurer Kostensenkungsaufforderung was ist da alles passiert?

Widerspruch?

Klage?

Ü-Antrag?
Dann deutlicher.

Habt ihr in der Zwischenzeit einen neuen Bescheid bekommen, wenn ja wurde Widerspruch eingereicht durch euch oder dem RA?

Hat der RA eine Klage eingereicht?

Habt ihr einen Ü- Antrag gestellt?

Habt ihr einen Antrag auf volle KDU gestellt?
 

Together

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Habt ihr in der Zwischenzeit einen neuen Bescheid bekommen, wenn ja wurde Widerspruch eingereicht durch euch oder dem RA?
von uns, interessiert aber niemanden :-(

Hat der RA eine Klage eingereicht?
der hat nichts gemacht, gar nichts - außer uns im Stich zu lassen und nen neuen Beratungsschein bekomme ich nicht

Habt ihr einen Ü- Antrag gestellt?
einen was?

Habt ihr einen Antrag auf volle KDU gestellt?
ja, mit Begründung, ärztliche Atteste etc. pp - aber nichtmal ne Antwort bekommen


Ich schreibe gleich im eigentlichen Thema weiter. Der Umzug in die Heimatstadt hat sich mangels ausreichend große Wohnungen eh erledigt, da gibts nirgendwo was anzumieten was irgendwie zahlbar wäre.
 

ArNoN

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Wenn du ein Mietangebot hast, legst du das bei deinem jetzigen Jobcenter vor.

Dein zuständiges Jobcenter holt dann die Zusicherung zur Übernahme der Kosten für die neue Wohnung beim neuen Jobcenter ein.
na toll., ich 'durfte' die Rennerei selber erledigen, die 'alten' sahen sich da als nicht zustaendig an (statt dass die froh waren, mich endlich los zu sein...)
 
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