Umzug in andere Stadt erzwingbar?

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Bimmelbahn

Elo-User*in
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Hallo,

ich befinde mich gerade im Weitergewährungsantragsverfahren. Mir wurden bei Erstantrag mitgeteilt, dass die Kosten der Unterkunft zu hoch und zu senken sind.
Ich habe mich um eine neue Wohnung bemüht, allerdings in dem Ort/der Stadt, in der ich auch lebe - allerdings in allen Stadtteilen. Mit dem Ergebnis, dass die Wohnungen bereits vergeben waren oder die Vermieter per sofort vermieten wollten, was ich nicht gewähren konnte, da meine Kündigungsfrist der Wohnung 3 Monate ab dem Folgemonat ist (zwei Wohnungen gleichzeitig zu finanzieren ist mir nicht möglich).
Sehr viele Wohnungen waren über Makler angeboten, die ich jedoch auch nicht kontaktieren konnte, da ich die Courtage nicht zahlen kann. Also habe ich die Übernahme der Courtage beantragt, wurde natürlich abgelehnt mit der Begründung, dass man solche Kosten selbst bestreiten und dafür vom ALG II-Betrag Rücklagen bilden muss. Was für mich ein Witz ist, wenn man mit 0 Euro Guthaben in den Erstantrag geht, dann wird man von dem bisschen Geld in weniger als 6 Monaten keine Rücklagen für 3 Monatsmieten Courtage zusammen haben.
Gleichzeitig wurde mit der Ablehnung diverse Ausdrucke von passenden Wohnungen von Immoscout mitgeschickt - allerdings befanden sich die Wohnungen teilweise in ganz anderen Städten im Landkreis. Für mich ist das jedoch nicht machbar, da ich in meinem Wohnort auch eine Mutter habe, die krankheitsbedingt (mit Schwerbehindertenausweis 100% + aG und B) mehrfach die Woche zu Krankenhausbesuchen/Arztbesuche begleiten und im Notfall ihre Wohnung schnell erreichen muss.
Kann das Amt verlangen, dass man ausserhalb des Wohnortes zieht?

In einem weiteren Schreiben teilte das Amt mit, dass meine Angaben der Bemühungen nicht ausreichen. Ich habe sämtliche Wohnungsanzeigen kopiert und mit dem Weitergewährungsantrag mitgeschickt sowie eine Liste erstellt, mit den einzelnen passenden Anzeigen und dem Ergebnis. Die fordern jetzt die Namen der Vermieter und weshalb es nicht erfolgreich war (letzertes hatte ich zwar bereits angegeben, aber kann es erneut tun) - kann ich nachreichen. Wie stehen die Chancen, dass die die Wohnungskosten weiterhin voll übernehmen?

DANKE
 

gelibeh

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Ich wüsste nicht, was Du noch mehr tun solltest und Du hast ja auch einen Grund, nicht in eine andere Stadt zu ziehen. Für mich, versuchen die zu tricksen, so nach dem Motte, Du hast nicht alles genau dokumentiert. Das Jobcenter muss notfalls auch Doppelmieten zahlen, nicht Du.
 

lpadoc

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Mir wurden bei Erstantrag mitgeteilt, dass (...) Wie stehen die Chancen, dass die die Wohnungskosten weiterhin voll übernehmen?

Wie mitgeteilt (?), oftmals sind die Chancen gut und setzt aber eine inhaltliche Prüfung voraus - ansonsten:

- die Daten des JC zur vermeintlichen Angemessenheit zunächst immer in Frage stellen

- über diesen Link interne KdU-Angaben des JC prüfen, falls gelistet

- uns mitteilen wann und zu welchem Zeitpunkt zur Kostensenkung aufgefordert wurde

- eine schriftliche Kostensenkungsaufforderung anonymisiert ins Forum stellen

- Wohnungsgröße, Personenanzahl, Kaltmiete, Neben- und Heizkosten hier mitteilen

- weitere User/Antworten abwarten - die kommen bestimmt

- Kontakt zu Betroffenen vor Ort aufnehmen

- Dich hier im Forum mittels Suchfunktion (Kosten der Unterkunft) umsehen

- das Jobcenter anschreiben um Auskunft über die Ermittlungsform der KdU zu erhalten - u.s.w.
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Ist das nicht standart das denen die Bemühungen nicht ausreichen?? Die Leben sowieso in einer Irrealen Welt. Diese hier, da existieren nicht täglich 1000ende neue Wohnungen wo der Vermieter nur so auf dich wartet.

Ich stimme Gelibeh und Idadoc zu.
 
S

silka

Gast
ich befinde mich gerade im Weitergewährungsantragsverfahren. Mir wurden bei Erstantrag mitgeteilt, dass die Kosten der Unterkunft zu hoch und zu senken sind.
Wie lange hat man dir Frist gegeben? Gibts ein genaues Datum?
Hast du deine sozialen Gründe (kranke Mutter, Betreuungsaufwand, evtl. Pflegestufe schon beantragt) dem JC mitgeteilt? Andere soziale Bezüge als Grund mitgeteilt? Lange Wohndauer z.b.
Nein, das Amt verlangt es nicht. Es wird anders ausgedrückt. Das Amt verlangt auch niemals einen Umzug.
Wie hoch ist denn die Differenz, die man dir ab xx nicht mehr zahlen will?
Vielleicht kann man damit an der *Angemessenheit* noch etwas schrauben.
Solange du deine Bemühungen nachweislich dem JC vorbringst, und gleichzeitig auch trotzdem den Umzug beantragst (grad, weil du nicht umziehen willst und kannst), sollte das JC weiterhin in tatsächlicher Höhe die KDU zahlen.
 
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