Umzug eines P-Kontos

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Abakus951

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Hallo,
ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

Mein Vater hat ein P-Konto bei der Sparkasse. Aufgrund der hohen Gebühren würde ich sein Konto gerne bei einer reinen Online-Bank eröffnen, da er ausschließlich einmal im Monat seine Rente abhebt. Gepfändet wird nichts, da die Rente unter dem Limit ist.

Ich wollte jetzt zuerst ein normales Konto bei der neuen Online-Bank eröffnen. Dies wurde aber aufgrund der Schufa Eintragungen abgelehnt.
Nun steht ihm meines Wissens nach ein Basis-Konto bei der neuen Bank zu. Bei der Eröffnung dieses Kontos kann man auch gleich angeben, dass es ein P-Konto sein soll. Allerdings setzt dies voraus, dass man kein weiteres P-Konto hat.

Hier ist das Problem. Wenn man es korrekt machen möchte, muss man ja erst mal das alte P-Konto kündigen und anschließend das neue Konto eröffnen. Allerdings habe ich hier etwas Angst, dass sich das ganze zeitlich etwas verzögert und dann Probleme bei der Rentenzahlung entstehen könnten. Weiterhin könnte es ja passieren, wenn es vom Timing her nicht klappt, dass seine Rentenzahlung gepfändet wird.
Auch dauert die Austragung des "P-Konto"-Eintrags in der Schufa sicherlich etwas, was dazu führt, dass die Neueröffnung des neuen P-Kontos sich verzögern kann, da ja sicherlich die Schufa geprüft wird, ob ein P-Konto vorhanden ist oder nicht.

Ich hoffe, ihr versteht die Problematik.
Danke schon mal für die Hilfe.
Grüße
 

axellino

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Guten Abend,

Ich wollte jetzt zuerst ein normales Konto bei der neuen Online-Bank eröffnen.

Genau das zuerst, eine Bank suchen die Vater als Kunden akzeptiert und ihm ein Konto auf Guthabenbasis anbietet, was aufgrund der angeschlagenen Bonität sicher nicht so einfach sein wird.

Nun steht ihm meines Wissens nach ein Basis-Konto bei der neuen Bank zu.

Das siehst Du nicht richtig.
Das vorhandene Konto (P-Konto) bei der Spasskasse kann doch sicher genutzt werden, Bareinzahlungen und Barauszahlungen, Ausführung von Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge, Zahlungsvorgänge mittels einer Zahlungskarte und somit müsste dann auch keine andere Bank, eine Basiskonto eröffnen. Desweiteren ist ein P-Konto vorhanden und durch den Pfändungsschutz ist grundsätzlich gewährleistet, das Pfändungsschutzkonto tatsächlich zu nutzen. Nach den gesetzlichen Vorgaben fehlt es somit an einem Grund, ein neues Basiskonto einzurichten.

Wenn man es korrekt machen möchte, muss man ja erst mal das alte P-Konto kündigen und anschließend das neue Konto eröffnen. Allerdings habe ich hier etwas Angst, dass sich das ganze zeitlich etwas verzögert und dann Probleme bei der Rentenzahlung entstehen könnten. Weiterhin könnte es ja passieren, wenn es vom Timing her nicht klappt, dass seine Rentenzahlung gepfändet wird.
Auch dauert die Austragung des "P-Konto"-Eintrags in der Schufa sicherlich etwas, was dazu führt, dass die Neueröffnung des neuen P-Kontos sich verzögern kann, da ja sicherlich die Schufa geprüft wird, ob ein P-Konto vorhanden ist oder nicht.

So denn man eine Bank gefunden hat, die Vater ein Konto gibt, kann dieser die seid 09/2016 bestehende gesetzliche Kontowechselhilfe in Anspruch nehmen. Dabei besteht der gesetzliche Anspruch, das der Kunde dem neuen Institut vorgibt, zu welchem Zeitpunkt es das alte Konto schließen lassen soll. Das neue Institut weiss dadurch genau, wann kein Pfändungsschutzkonto mehr vorhanden ist. Hat der Kunde direkt bei Eröffnung des Kontos beantragt, es als Pfändungsschutzkonto zu führen, muss das neue Basiskonto spätestens ab diesem Datum als Pfändungsschutzkonto zur Verfügung stehen.

Info

Wie Sie den Wechsel starten

Sie können den Wechsel komplett von der neuen Bank aus steuern. Eröffnen Sie dort ein neues Konto und ermächtigen Sie die Banken mit dem entsprechenden Formular zur Kontowechselhilfe. Das funktioniert per Formular in der Filiale oder per Online-Banking-Portal. Die neue Bank muss dann binnen zwei Geschäftstagen bei der alten Bank Folgendes einfordern:

-eine Liste der bestehenden Daueraufträge und der vorhandenen Informationen zu erteilten Lastschriftmandaten
-eine Liste der verfügbaren Informationen über eingehende Überweisungen und Lastschriften aus den vergangenen 13 Monaten

Die alte Bank muss dann:

-die angeforderten Informationen binnen fünf Geschäftstagen zur neuen Bank und zu Ihnen schicken
-Lastschriften und eingehende Überweisungen ab einem von Ihnen bestimmten Datum nicht mehr akzeptieren und die Personen und Unternehmen, die von Ihrem Konto Geld abheben oder welches darauf einzahlen wollen, informieren, warum das nicht mehr geht
-Daueraufträge ab einem von Ihnen gewünschten Datum nicht mehr ausführen
-restliches Guthaben auf Ihrem Konto zu einem von Ihnen gewünschten Datum aufs neue Konto überweisen
-das Konto zum von Ihnen gewünschten Datum schließen

Quelle

https://www.verbraucherzentrale.de/...banken-muessen-beim-kontowechsel-helfen-13051
 

Abakus951

Elo-User*in
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Vielen Dank für die Infos.
Ich vermute mal, dass das dann nicht so einfach sein wird zu wechseln.

1. Bei bestehendem P-Konto (und entsprechender Schufa) bekommt man meist kein "normales" Girokonto bei anderen Banken.

2. Um ein P-Konto bei einer anderen Bank zu bekommen (wozu man ja einen gesetzlichen Anspruch hat) darf aber kein P-Konto bei Kontoeröffnung vorhanden sein.

D.h. man müsste erst mal das alte P-Konto kündigen, dann bei der neuen Bank ein neues Basiskonto als P-Konto und hoffen, dass das dann genehmigt wird und die Schufa Eintragung des alten P-Kontos schon gelöscht ist.
Dann noch zeitig die Kontodaten des neuen Kontos dem Rentenamt mitteilen und auch hier hoffen, dass alles zeitig umgesetzt wird....

Mhhh... macht die Sache wirklich nicht einfach.
 
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