Umzug durch Trennung notwendig,Ortswechsel,keine 'angemessene' Wohnung verfügbar (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Lukiger

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Hallo liebes Forum,

nachdem ich bisher mit eigener Recherche gut zu Recht gekommen bin, stehe ich aktuell vor einem Problem, bei dessen Lösung ich auf eure Erfahrung und Rechtskundigkeit angewiesen bin. Zunächst mal ein paar Hintergrundinformationen und der bisherige Verlauf:
Ich bin fast 27 und habe bis Anfang 2014 Studiert. In dieser Zeit habe ich, im Rahmen meiner 'ersten Ausbildung' , sowohl Unterhalt von meinem Erzeuger bekommen- als auch nebenbei gearbeitet. Durch meine Zwangs-Exmatrikulation im April 2014 habe ich umgehend den Anspruch auf weitere Unterhaltszahlungen- sowie praktischer Weise kurz zuvor meinen Nebenjob verloren und bin nahtlos in ALG II gerutscht. Ich beziehe also jetzt seit gut einem Jahr Leistungen, die kaum für das nötigste reichen, da ich noch laufende Kosten habe welche sich nunmal nicht direkt einsparen ließen.
Bei Antragstellung war meine Wohnsituation wie folgt: Gemeinsame Wohnung mit Partnerin diese ebenfalls im ALG II-Bezug, 3-Zimmer, 72m² Wohnfläche. Vor gut einem Monat haben wir uns, relativ plötzlich aber vor allem sehr unschön getrennt, wodurch ein Umzug nicht nur vom örtlichen JC veranlasst- sondern von mir auch sehr begrüßt wurde. Meine Ex hatte bereits geplant, eine Einliegerwohnung im Eigentum ihrer Eltern zu beziehen und in dieser ihrer Heimatstadt zu bleiben, ich möchte wieder in meine Heimatstadt zurück weil ich nur wg ihr hier her gezogen bin. Aufgrund der Art und Weise wie die Beziehung geendet ist (Fremdgehen etc, so wie man´s sich halt erträumt), haben wir, nennen wir es mal einvernehmlich, so bald als möglich, konkret zum 30.06. gekündigt.
Natürlich habe ich umgehend mit der Wohnungssuche angefangen und hatte gleich zu Beginn eine WBS-geförderte Wohnung in Aussicht - Allerdings mit 60m² Wohnfläche und der 'normale' WBS für eine Person erlaubt ja nur 50 respektive 55m², wie ich schnell erfahren habe. Zu der Hausverwaltung hatte ich allerdings von Anfang an einen guten Draht, die Korrespondenz war freundlich, von mir geforderte Unterlagen wie z.B. Schufa-Auskunft oä. habe ich immer noch am gleichen Tag vorgelegt und die Dame hatte mir angeboten, zu versuchhen die Wohnung vom WBS freistellen zu lassen. Darauf hin habe ich das Mietangebot vom dortigen JC prüfen lassen und mir wurde bescheinigt, die Wohnung sei für mich angemessen. Bei der kurz darauf folgenden Besichtigung sagte der Vormieter, es sei bisher auch nur ein Interessent da gewesen, weshalb ich mir große Hoffnung gemacht habe. Kurze Zeit später teilte mir die Hausverwaltung jedoch mit, die Stadt würde einer Freistellung nicht zustimmen, da es plötzlich andere Interessenten für die Wohnung gab, die als 2-Personen-Haushalt Anspruch auf einen WBS mit der gegebenen m²-Zahl hätten und diesen sei Vorzug zu gewähren.
Da ich so schnell nicht aufgebe, habe ich nach kurzer Recherche heraus gefunden, dass im Falle von allergisch bedingtem Asthma- oder bei einer Hausstaub-Allergie ein sog. 'erweiterter' WBS ausgestellt werden kann, mit dem man als Einzelperson 60m² respektive 2-Zimmer bewohen darf, da ein separater Schlafraum nötig ist. Als Heuschnupfen-Allergiker standen meine Chancen schon nicht schlecht - also fast notfallmäßig einen Termin beim Hautarzt gemacht, dort um einen Allergietest gebeten und die Hausverwaltung über mein Vorhaben und meine Bemühungen in Kenntnis gesetzt. Überraschender Weise nur 3 Tage später, um genau zu sein am 28.04. , einen Termin für den Allergietest bekommen, Ergebnis: Pollen- und (leichte) Hausstaub-Allergie, die Ärztin war allerdings bereit, mir die Notwendigkeit eines separaten Schlafraums zu attestieren, wodurch mir der erweiterte WBS sicher war. Auch das habe ich natürlich umgehend per email an die Hausverwaltung weiter gegeben, um weiterhin im Rennen um die Wohnung zu bleiben. Es kam zwar keine Reaktion, was ich jedoch so aufgefasst habe,dass die Wohnung zumindest noch nicht vermietet war. Ungünstiger Weise, war der Freitag der 29. ein Feiertag, weshalb die Ärtzin mir das Attest dann erst Montags, also nochmal 3 Tage später, tatsächlich aushändigen konnte. Allerdings hatte ich zumindest für Dienstag direkt einen Termin beim örtlichen Amt für Wohnungsbau vereinbaren können, um endlich den scheiß Special-B-Schein zu bekommen.
Als ich mich darauf hin wieder an die Hausverwaltung wandte, um meine Unterlagen endlich zu vervollständigen, bekam ich umgehend die erfreuliche Mitteilung, dass die Wohnung inzwischen vergeben sei - Traumhaft. Da es sich bei dem Ort um eine Kleinstadt handelt, gibt es dort (auf Nachfrage) sage und schreibe 3 Objekte, die staatlich gefördert sind und natürlich war das die einzig freie WBS-Wohnung - Sämtliche bisherigen Hoffnungen- und Mühen also vollkommen umsonst.
Kostenvoranschläge für den Umzug bereits eingereicht, Anträge auf Kautionsübernahme (natürlich als Darlehen) sowie für 'einmalige Beihilfe' in Form von Erstausstattung alle bereits aus dem Netz zusammenkopiert- und ausformuliert denn, idealerweise, gehört mir in der ehemals gemeinsamen Wohnung faktisch kein einziges Möbelstück, abgesehen von einem im Keller eingelagerten Bett.

Ich habe seitdem ununterbrochen sämtliche Online-Immobilienportale sowie die Online-Ausgaben der lokalen Zeitungen durchsucht und dabei keine einzige vermeindlich 'angemessene' Wohnung finden können, ein einziges Objekt gibt es, allerdings zum einen Courtage-gebunden da von Makler inseriert und zum anderen Warm zwar effektiv nur 9€ teuerer als die WBS-Wohnung, laut JC allerdings zu teuer wenn man die reine Kaltmiete+NK betrifft und daher: Unangemessen.
Nachdem ich heute 2 1/2std auf dem Amt verbracht habe und mit 3 verschiedenen SB sprechen musste, weiß ich jetzt dass ich die Wohnung trotzdem nehmen dürfte, unter der Premisse die Mietdifferenz von meinem Regelsatz zu bezahlen - kann ich absolut mit leben, nur was garnicht geht ist dass man mir im gleichen Atemzug sag, dass ich dadurch jeglichen Anspruch auf Umzugskostenübernahme, das Darlehen für die Kaution und sogar die Erstausstattung verliere - WAS ???
Zu letzterem habe ich heute Abend schon folgende Vorlage gefunden:


Widerspruch

BG-Nr.:

Hiermit lege ich Widerspruch gegen den Bescheid vom ..... ein.

Die Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung, ist keine
Anspruchsvoraussetzung, für Leistungen für Erstausstattungen der Wohnung.

Der Anspruch nach § 24 Abs. 3 Nr. 1 SGB II ist, wie alle Leistungen des SGB II, bedarfsbezogen zu verstehen (vgl. BSG vom 19. September 2008, B 14 AS 64/07 R, zitiert nach juris; ebenso Lang/Blüggel in Eicher/Spellbrink, SGB II, Kommentar, 2. Aufl., München 2008, Rdnrn 97 ff zu § 23).

Die Leistungen für Erstausstattung der Wohnung sind mir daher zu bewilligen. (Ich erwarte Ihre Entscheidung bis zum (max 7 Tage).)

Unterschrift

Ob du denen eine Frist setzt oder du gleich zum SG gehst musst du entscheiden.
Lass dir die Abgabe des Widerspruch vom JC bestätigen.


Das entlastet mich zwar geringfügig, allerdings habe ich schonmal keinerlei Bescheid oder sonst was schriftlich, worin mir die Erstausstattung verwehrt wird sondern lediglich die mündliche 'Information'.
Ich bin weiß Gott kein Pessimist aber tatsächlich bin ich definitiv von -relativ akuter- Obdachlosigkeit bedroht, weil ich absolut keine Ahnung habe, wie ich ohne staatliche Unterstützung die sog. 'Wohnbeschaffungskosten' (Umzug, Kaution, Courtage etc) aufbringen soll.
Das kann doch nicht sein, oder? Und mir läuft definitiv die Zeit weg weil durch den Ortswechsel muss ich ja gleichzeitig den ALG-II Haupt- oder Erstantrag neu stellen und mir wurde geraten, das bis spätestens Mitte Juni in die Wege zu leiten, um nicht noch komplett mittellos da zu stehen :sehrgut: , geile Perspektive!

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, da muss es doch Möglichkeiten geben...
Vielen Dank im Voraus!
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Lukiger,

dein Beitrag ist schwer zu lesen, weil keine Absätze im Text sind, bitte sei so gut
füge immer einen Absatz im Text ein, Danke!

Zu deinem Widerspruch der ist zwar richtig aber nur dann, wenn du eine Wohnung
hast, so ist dieser Abschnitt gemeint:

Die Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung, ist keine
Anspruchsvoraussetzung, für Leistungen für Erstausstattungen der Wohnung.
Als ich mich darauf hin wieder an die Hausverwaltung wandte, um meine Unterlagen endlich zu vervollständigen, bekam ich umgehend die erfreuliche Mitteilung, dass die Wohnung inzwischen vergeben sei - Traumhaft.
Ohne Wohnung macht dein Widerspruch keinen Sinn.

dass ich dadurch jeglichen Anspruch auf Umzugskostenübernahme, das Darlehen für die Kaution und sogar die Erstausstattung verliere - WAS ??
Das ist leider richtig, allerdings bleibt der Anspruch auf Erstausstattung wenn du
nachweislich eine Wohnung hast bestehen, also ohne Wohnung wie bereits oben
erwähnt geht da nichts.

Zum Thema noch mal ohne Zustimmung umziehen:

Wenn man ohne Zustimmung des aktuellen Leistungsträgers und innerhalb dessen Zuständigkeitsbereiches umziehen will, gibt es dabei einiges zu beachten:

1. Die neue Wohnung darf nicht teurer sein als die alte, da nach § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II nach einem nicht genehmigten Umzug der Leistungsträger für die neue Wohnung nur die Kosten zahlt, die es zuvor für die alte Wohnung gezahlt hat. Hierbei wird die Warmmiete insgesamt betrachtet.

Der Anspruch auf Übernahme von Betriebskostennachzahlungen für die neue Wohnung ist dabei i.d.R. ausgeschlossen.

Kostet die neue Wohnung mehr, muss man die Mehrkosten für die Zeit seines ALG II-Bezuges selbst tragen, auch wenn sie innerhalb der Angemessenheitskriterien liegen.
Dies gilt nicht, wenn man den Zuständigkeitsbereich des aktuellen Leistungsträgers verlässt oder den Wohnort wechselt, da einem eine freie Wohnortwahl zusteht.
2. Man muss mindestens 25 Jahre alt sein, denn:
- lt. § 22 Abs. 5 SGB II übernimmt sonst der Leistungsträger die Kosten der Unterkunft nicht, bis man 25 Jahre alt ist.
- lt. § 20 Abs. 3 SGB II erhält man, bis man 25 Jahre alt ist, statt der Regelleistung einer alleinstehenden Person nur die deutlich geringere einer volljährigen Person.
3. man bekommt mit Sicherheit keine Umzugskosten oder Mietkautio
https://www.elo-forum.org/kdu-umzuege/116387-umziehen-ohne-zustimmung.html

Schau auch mal in die örtliche Richtlinie deiner Stadt *hier*
 

Lukiger

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dein Beitrag ist schwer zu lesen, weil keine Absätze im Text sind, bitte sei so gut
füge immer einen Absatz im Text ein, Danke!
Den Gefallen würde ich Dir/euch gerne tun wenn mir jemand verrät wo ihr den Button zum editieren versteckt habt - wollte nämlich selber schon was an dem Post ändern, ua das Thema aber ich befürchte ich bin blind weil ich hab keinen gesehen....

Das ist leider richtig, allerdings bleibt der Anspruch auf Erstausstattung wenn du
nachweislich eine Wohnung hast bestehen, also ohne Wohnung wie bereits oben
erwähnt geht da nichts.
Soll das heißen ich müsste, sofern ich denn zumindest ne Hütte gefunden hätte, diese erstmal ohne jegliche Möbel beziehen weil ich den Antrag erst stellen kann wenn ich tatsächlich als Mieter eingetragen bin? Das kann doch nicht sein, muss man dann praktisch erstmal auf Apfelsienenkisten leben bis das JC iwann meint sich mit dem Antrag befassen zu können?
Und, falls tatsächlich ja - Wie lange dauert die Bearbeitung im Schnitt bzw wie lässt sich der Vorgang so gut es geht beschleunigen?


Zum Thema noch mal ohne Zustimmung umziehen:

https://www.elo-forum.org/kdu-umzuege/116387-umziehen-ohne-zustimmung.html

Schau auch mal in die örtliche Richtlinie deiner Stadt *hier*
Beide Seiten kenne ich schon,
zu 1: Ich finde mein Fall ist etwas außergewöhnlicher wg der durch Trennung sicheren Notwendigkeit und wg der durch drohende Obdachlosigkeit genau so sicheren Not

zu 2: Hat mich persönlich kein Stück weiter gebracht die Seite, die genaue Mietobergrenze inkl kalter Nk hatte ich bereits beim zuständigen Jobcenter erfragt oder habe ich etwas überlesen?


Danke schonmal/nochmal...


*Edit: Bei meinem Antwortpost sehe ich den 'Ändern'-Button direkt, bei meinem ersten zur Thread-eröffnung ist der aber nicht da?!
 

Seepferdchen 2010

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Soll das heißen ich müsste, sofern ich denn zumindest ne Hütte gefunden hätte, diese erstmal ohne jegliche Möbel beziehen weil ich den Antrag erst stellen kann wenn ich tatsächlich als Mieter eingetragen bin
Sowie du ein schriftliches Mietangebot hast und das JC dir schriftlich im Bescheid die Kosten der Unterkunft bewilligt, reichst du den Antrag für Erstausstattung ein.
Wenn die Kosten der Wohnung angemessen sind, kannst du auch zusammen
mit dem Angebot deinen Antrag zur Erstausstattung mit einreichen.
Beim Antrag beziehst du dich ja auf eine Wohnung samt Wohnadresse, wichtig!

Bedenke es gibt Wohnungen zum Beispiel wo erst ein Herd gekauft werden muß und von einer Fachfirma angeschlossen werden muß.
Also schau genau auf das Mietangebot!

Und, falls tatsächlich ja - Wie lange dauert die Bearbeitung im Schnitt bzw wie lässt sich der Vorgang so gut es geht beschleunigen?
Das kann ich dir zu 100% nicht beantworten, wie schnell die Leistungsabtlg. den Antrag
bearbeitet.
Mitunter kann es schnell gehen, manche user hier im Forum haben da von einer Woche geschrieben

oder habe ich etwas überlesen?
In dem Link etwas weiter unten steht auch was zur Erstausstattung schau mal ob deine
Stadt dabei ist.

konkret zum 30.06. gekündigt
Die Kündigung der Wohnung zu diesem o.g. Datum ist dem JC bekannt?
 

Lukiger

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Sowie du ein schriftliches Mietangebot hast und das JC dir schriftlich im Bescheid die Kosten der Unterkunft bewilligt, reichst du den Antrag für Erstausstattung ein.
Wenn die Kosten der Wohnung angemessen sind, kannst du auch zusammen
mit dem Angebot deinen Antrag zur Erstausstattung mit einreichen.
Beim Antrag beziehst du dich ja auf eine Wohnung samt Wohnadresse, wichtig!
Ok, dann bin ich was das angeht schon wieder schlauer, Danke

Bedenke es gibt Wohnungen zum Beispiel wo erst ein Herd gekauft werden muß und von einer Fachfirma angeschlossen werden muß.
Also schau genau auf das Mietangebot!
Über sowas bin ich mir schon im klaren :wink:

Das kann ich dir zu 100% nicht beantworten, wie schnell die Leistungsabtlg. den Antrag
bearbeitet.
Mitunter kann es schnell gehen, manche user hier im Forum haben da von einer Woche geschrieben
100% hab ich auch nie erwartet aber ich dachte es gibt bestimmt Phrasen, Urteile, § oder ähnliches, bei deren Nennung oder Verweis im Antrag sich der Vorgang beschleunigt oder es einem sogar zusteht dem JC eine Frist zu setzen...

In dem Link etwas weiter unten steht auch was zur Erstausstattung schau mal ob deine
Stadt dabei ist.
Ok, weiter als bis zu meiner Stadt hab ich nicht geguckt, mach ich direkt wenn ich hier fertig geschrieben habe...


Die Kündigung der Wohnung zu diesem o.g. Datum ist dem JC bekannt?
Das kann ich leider nicht direkt beantworten;

Zur vereinfachung geb ich dem Kind erstmal nen Namen: Ich wohne in Schwelm und will nach Leichlingen ziehen, denke das erspart im weiteren umständliche Formulierunngen;

Das JC Schwelm weiß definitiv um den Termin, da ich meiner SB auch mal die Kündigungsbestätigung geschickt habe - In Leichlingen habe ich zwar immer gesagt, dass ich ab dem 01.07. keine Wohnung mehr habe, der Schrift- bzw. Emailverkehr mit denen ist allerdings -warum auch immer- unmöglich, hinzu kommt, dass ich da ja keinen konkreten SB habe. Auf dem Leichlinger Amt ist die Organisation auch völlig anders respektive garnicht gegeben, weil sämtliche Anliegen (Egal ob von mir oder von anderen, es gibt ja Wartezeiten und der Wartebereich ist in direkter Hörweite) irgendwie von nur einer Person an der sog. Kundentheke bearbeitet werden.
Generell kann man die beiden Träger absolut nicht miteinander vergleichen, denn zum einen ist meine jetzige SB nicht nur aus der Leistungsabteilung sondern auch die Leiterin des JC und entsprechend gleichermaßen sowohl befugt- als auch kundig, dazu kommt aber vor allem, dass die Dame mich als Person schätzt und sogar immer richtig bemüht ist, egal ob telefonisch, per email oder auf dem Postweg.
Das ist in Leichlingen vollkommen anders, die Angestellten verhalten sich so, als würden sie sämtliche Gelder aus ihrer eigenen Tasche bezahlen, generell fühlt sich niemand zuständig und die rechte Hand weiß nie was die linke tut. Da ich ja mittlerweile, insbesondere zum aktuellen Thema, viel im Inet gelesen habe, scheint dieses Verhalten wohl usus beim sämtlichen JC´s zu sein aber hier in Schwelm ist das definitiv anders.

Zusammengefasst wissen es aber theoretisch beide, ja!


*Edit: Ich habe übrigens heute auch bei der örtlichen Sozialberatung angerufen und meinen Fall grob geschildert, man hat mir auch direkt nen Termin gegeben, allerdings sind diese Termine hier im Ort ausschließlich Donnerstags und diese Woche Do ist Feiertag, am 24. hab ich den Termin nur bleibt mir dann auch nur noch gut 1 Monat Zeit und sämtliche Mühlen malen definitiv immer langsam...
 

Lukiger

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In der Hoffnung dadurch nicht nur mehr Verwirrung zu verursachen, noch eine Zusatzinfo:

Als angemessen gelten, da wo ich hin will, aktuell 393,80€ für die Miete incl. kalter NK. Die eine Wohnung, die ich ansatzweise in dem Rahmen gefunden habe, liegt mit 430€ für beides ja kaum 10% über dem, was als angemessen gilt;
Ich habe die Tage iwo gelesen, dass eine Kostenüberschreitung von eben 10% vom JC zu bewilligen sei, sofern der Wohnungsmarkt nunmal keine Alternative bietet - stimmt das und, falls ja, hat jemand den entsprechenden Beschluss / das Urteil / whatever parat, sodass ich mich darauf berufen könnte?
 

Seepferdchen 2010

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es einem sogar zusteht dem JC eine Frist zu setzen...
Natürlich kannst du dem JC auch eine angemessene Frist setzen.

Urteile und §§ solltest du lieber dem Anwalt ggf. überlassen, wenn du eventuell
eine Klage führen mußt bzw. einen Eilantrag beim SG stellen, da setzt dir
der Rechtspfleger den Schriftsatz auf.

Als Laie kann das mitunter ganz schön daneben gehen, viele Urteile sind z.B.
Einzelfallentscheidungen.

der örtlichen Sozialberatung
Gut dann viel Glück und nimm alle relevanten Unterlagen mit.

Ich habe die Tage iwo gelesen, dass eine Kostenüberschreitung von eben 10% vom JC zu bewilligen sei, sofern der Wohnungsmarkt nunmal keine Alternative bietet
Wichtig hierbei ist das du deine Wohnungssuche schriftlich festgehalten hast und in deiner Stadt sich keine Alternativen finden, nachweisbar!
 

Lukiger

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Ich habe letzte Nacht noch weiter recherchiert und auf harald-thome.de eine interessante Pdf gefunden:

Es handelt sich um die:
Arbeitshilfe „Bedarfe für Unterkunft und Heizung nach § 22 SGB II“ , 6. Auflage, Stand: 1. Septemer 2013, verfasst vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; Titel und Verfasser lassen mich das als 'Handbuch' für die örtlichen JC verstehen und in einem Absatz heißt es wie folgt:

(Ich kopiere das mal im ganzen für andere User mit ähnlichem Problem, markiere aber die für mich relevanten Fett damit ich konkrete Antworten bekommen kann)

II.3.5.3. Abweichung von der Referenzmiete
Ein Abweichen von der Referenzmiete kann im Einzelfall nach konkreter
Prüfung notwendig sein. Bei der Prüfung, ob Besonderheiten vorliegen, müssen
alle Lebensumstände des Hilfebedürftigen berücksichtigt werden. Persönliche Beratungsgespräche sind hierzu empfehlenswert.


Gründe für die Berücksichtigung besonderer Umstände des Einzelfalles können
sein (nicht abschließend):


-Gesundheitliche Beeinträchtigungen, ---> Wie bereits erwähnt, bin ich allergiker und habe ein erst kürzlich ausgestelltes, ärztliches Attest in welchem mir die Notwendigkeit eines separaten Schlafraums bescheinigt wird; Nichts lebensbedrohliches aber definitiv Fakt...

-Pflegebedürftigkeit,

-Behinderungen, ins besondere Gehbehinderungen,

-besondere Wohngemeinschaften (betreutes Wohnen, Pflegewohngemeinschaften),

-lange Wohndauer bei älteren Menschen (soweit nicht SGB XII betroffen),

-nur kurzzeitige (absehbare) Hilfebedürftigkeit,

-Menschen, die auf bestimmte soziale Bezüge und Kontakte in ihrem
Wohnumfeld angewiesen sind (z.B. suchtkranke Menschen, Versorgung
durch Nachbarschaftshilfe), ---> Ich habe eine diagnostizierte und dementsprechend eindeutig nachweisbare Abhängigkeitserkrankung, dank 2maliger stationärer Langzeittherapie mittlerweile im Griff und generell ist das keine Karte die ich gerne ausspielen würde aber...


-Vermeidung von Wohnungslosigkeit, ---> Ich denke da brauche ich nicht mehr zu sagen, die Kündigung habe ich ja schwarz auf weiß....

-Umstände, die die Annahme rechtfertigen, dass eine Eingliederung in
Arbeit vom Erhalt des Wohnraums abhängig ist,

-Familien mit Kindern (z.B. Kindern, denen ein mit einem Umzug
verbundener Schulwechsel nicht zumutbar ist).



Jetzt ist die große Frage: Ob- und wie ich das JC dazu bringen kann, die in meinem Fall gegebenen 'besonderen Umstände' zu überprüfen und zu berücksichtigen?! Jemand eine Idee?
 

Lukiger

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Gut dann viel Glück und nimm alle relevanten Unterlagen mit.
:dank:


Wichtig hierbei ist das du deine Wohnungssuche schriftlich festgehalten hast und in deiner Stadt sich keine Alternativen finden, nachweisbar!
Wie soll ich (durchaus intensive) Internetrecherche auf sämtlichen Immo-Portalen und das nahezu tägliche Sichten der Wohnungsanzeigen in der/den lokalen Zeitungen (überwiegend ebenfalls in der Onlineversion) schriftlich festhalten?
 

Seepferdchen 2010

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Na entweder das du dort schriftlich angefragt hast beim jeweiligen Vermieter oder
per Telefon und du dir Name, Datum,Uhrzeit und Ansprechpartner aufgeschrieben hast.

Bei E-Mail - Anfragen diese ausdrucken und wenn vorhanden die Antwort.

So hast du einen Beleg über deine Bemühungen.
 

Lukiger

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Das habe ich natürlich nicht getan und das lässt sich auch größtenteils nicht mehr nachholen... Was sagst Du zu folgendem Thread und dem darin proklamierten Schreiben an das JC (abgesehen von Rechtschreibung und Kommata ;-) )

https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/107482-finde-keine-angemessene-wohnung.html

Wenn ich das lese, kommt in mir unweigerlich das Gefühl auf, dem nicht 'gewachsen' zu sein. Da brauche ich einen (Fach-)Anwalt...

Was mich besonders interessiert: Wie ermittle ich die für mich- und an meinem Ort definierte Höchstgrenze nach 'WoGG§ 12' ?
 

Lukiger

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Ergibt in meinem Fall 395,xy,-€ - Und das ist jetzt der als angemessen anzusehende Wert für die reine Miete oder für Miete inkl. Betriebskosten?

*Edit: Ich muss zugeben, seit von 'WoGG§ 12' die Rede ist, blick ich absolut nicht mehr durch... Bis dato hatte ich noch den Eindruck, die Angelegenheit sei ohne explizite Kenntnisse sondern lediglich mit gesundem Menschenverstand logisch nachzuvollziehen aber seit meinem letzten Beitrag habe ich absolut keine Ahnung mehr wovon respektive worüber ich rede und steig auch durch intensives googlen nicht dahinter...

Wie eben bereits erwähnt befürchte ich ohne Anwalt in der Angelegenheit nicht weiter zu kommen, es sei denn, der Termin bei der Sozialberatung schafft wieder Klarheit?!



Was ist mit den Passagen die ich aus der 'Arbeitshilfe' zitiert und markiert habe, komme ich auf diesem Weg iwie weiter weil bis dahin kann ich noch alles nachvollziehen...
 

Lukiger

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Das ist alles?

Kopie vom Kündigungsschreiben bzw. die Kündigungsbestättigung vom Vermieter falls vorhanden.
Letztere habe ich natürlich, liegt schon auf dem Stapel für die Sozialberatung

Den Ablehnungsbescheid vom Jobcenter in Kopie
Das wird nicht möglich sein, wie bereits erwähnt habe ich vom neuen Jobcenter bisher nicht schriftlich, wogegen ich wiederspruch oä. einlegen könnte.

*Break*

Ich habe allerdings gerade etwa eine halbe std mit meiner aktuell zuständigen, hoch gelobten SB telefoniert und sie hat mir alles was wissen wollte erklärt und mir zudem wirklich unter der Hand gute Tipps gegeben wie z.B. mir auch geraten, mich auf das was ich oben aus der 'Arbeitshilfe' eingefügt habe zu beziehen und explizit zu nennen mit dem Kommentar 'weil das kein SB gerne liest weil das immer Stress und Handlungsbedarf erfordert aber das haben sie nicht von mir' - gleichzeitig empfahl sie mir, denen eine Frist von max 7 Tagen zu setzen um zu reagieren, weil ich dadurch kurzfristig- und sicher etwas schriftlich habe, was ich anzweifeln oder wiederlegen etc kann... Und sollte es garnicht anders gehen hat sie als JC-SB mir geraten mit dem SG zu drohen weil das würde in den meisten Fällen schon ausreichen was mich sehr erleichtert hat denn das ist ein Weg, den ich wenn es iwie geht vermeiden möchte... Ich sag doch, die Frau ist ein Geschenk :wink:


Und jetzt kommt das Highlight: Ich habe eben eine Wohnung gefunden, super gelegen, hochwertig und einfach schön ist und zudem noch als angemessen durch gehen würde. Habe vom VM auch noch für Mo oder Di direkt einen Besichtigungstermin angeboten bekommen und bin gerade locker 200% zuversichtlicher und vor allem ruhiger als zuvor!
Ich harre jetzt erstmal der Dinge die da kommen aber bedanke mich schonmal für eure bisherige Beteiligung und halte euch auf dem laufenden.

Schönen Feiertag erstmal, Gruß
 

Lukiger

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Aktualisierung:
Die zuvor erwähnte Wohnung habe ich nicht bekommen, da für den Vermieter im Nachhinein ALGII-Bezug grundsätzlich ein Ausschlusskriterium war/ist und eine andere Wohnung habe ich in der Zwischenzeit auch nicht gefunden - stehe also nach wie vor vor dem gleichen Problem;

Zur Vorbereitung auf den Termin bei der Sozialberatung am Do:
Welche Unterlagen könnten, außer der o.g. Kündigungsbestätigung, relevant sein? ich denke z.B. an sowas wie die örtlichen 'Angemessenheitskriterien' und deren Berechnungsgrundlage vs. Mietspiegel (allerdings finde ich nirgendwo den offiziellen), eine Übersicht über den aktuellen Wohnungsmarkt (Ausdrucke), den WBS oder ähnliches?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Lukiger,

entschuldige ich konnte erst heute deinen Beitrag lesen, dennoch hoffe ich für dich
das der Termin am Donnerstag gut gelaufen ist für dich.

Wie geht es weiter bei dir?
 

Lukiger

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Hi, ist schon sehr edel dass Du überhaupt nachfragst, :dank:

Leider bin ich jetzt auch nicht schlauer als vorher bzw hab eig nur das bestätigt bekommen, was ich schon wusste:

Fakt ist, ich muss erstmal irgend ein vermeindlich unangemessenes Wohnungsangebot schriftlich vorlegen und, mit Fristsetzung, schriftlich um Prüfung und (bei Ablehnung) Begründung bitten, um eine Basis zu haben, auf welcher ich widersprechen kann;

Dann hat er mir auch geraten, in dem Widerspruch aus der bereits erwähnten 'Arbeitshilfe' für´s Jobcenter zu zitieren, weil 3 Punkte, die einen 'Mehrbedarf' rechtfertigen, bei mir zutreffen und ich diese auch belegen kann...
Was mich außerdem ein wenig entlastet hat, ist, dass ich die Bestätigung habe, dass ich auch bei Anmietung einer 'unangemessenen' Wohnung noch Anspruch auf meine Erstausstattung habe aber so weit sind wir ja noch nicht...

Wollte mich jetzt am We darum kümmern und denke zwar, dass ich die formulierung für das Schreiben auch selbst auf die Reihe bekomme aber falls Du oder jemand anders eine Vorlage für die 'Bitte um Prüfung der Kdu auf angemessenheit' parat hat, würde mir das die Sache natürlich enorm erleichtern...
 
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