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Umzug auf Etage wegen Sanierung

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Kerstin_K

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#1
Ich werde hier gerade mit einem Fall konfrontiert, zu dem ich gerne Eure Meinung wüsste:

Bei einer Bekannten von mir hat der Vermieter sämtliche Wasser- und Elektroleitungen im Haus erneuert, die Bäder und Küchen wurden bis auf die Grundmauern entkernt und die Sanitärobjekte ausgetauscht.

Das ganze lief so ab, dass immer alle untereinenderliegenden Wohnungen im Haus gleichzieitig saniert wurden.

Die Mieter hatten die Auswahl, entweder eine Grundmiete nicht zu zahlen und in der Wohnung zu bleiben oder die Miete zu zahlen und stattdessen in einer freien Wohnung im Haus oder in einem Hotel auf Kosten des Vermieters zu wohnen.

Wir haben das bei uns im Haus vor einigen Jahren auch mitgemacht. Mann kann in der Wohnung bleiben, aber das ist schon nervig. Staub und Lärm ohne Ende, Tagelang ohne Wasser und Strom, ohne eigene Toilette und ohne eigenes Bad.

Meine Bekannte ist selber gehbehindert und alleinerziehnd mit 2 Kindern im Grundschulalter. Deshalb hat sie sich entschlossen, die Miete normal weiterlaufen zu lassen und auf der selben Etage in die Nebenwohnung zu ziehen. Die ist zu Ihrer vorherigen absolut identisch nur die Ausrichtung ist genau gespiegel. Dadurch hat sie jetzt viel mehr Sonne. Sie hat sich dann mit dem Vermieter geeinigt, dass sie ganz da bleibt. Also wurden ihr Möbel usw. gleich komplett mit rübergeschafft. Den gesamten Umzug hat der Vermieter für sie abgewickelt. Einzugs- oder Auszugsrenovierung war auch nichts zu machen. Der Vermieter war eh frog, dass er freue Bahn in der Wohnung hatte und da sowieso genug Handwerker im Haus waren, haben die das mitgemacht.


Jetzt zum Problem: Da sich die Anschrift nicht geändert hat, nichts an der KdU (Miete wird nach der Sanierung nicht erhöht.), hat sie der ARGe nichts von der ganzen Aktion gemeldet. De ARGE hat das aber mitbekommen, weil im Haus noch ein ALG II Empfänger lebt, der sich für in der Wohnung bleiben und Grundmiete sparen entschieden hat, was dieser der ARGE auch gemeldet hat. Da die beiden BGs bei einem SB sind, hat der das mitgekriegt und meint jetzt STress machen zu müssen. Er ist der Auffassung, meine Bekannte hätte auch in der alten Wohnung bleiben müssen, weil die ARGE dann eine Grundmiete gespart hätte. Die He sei verpflichtet, ihre bedüftigkeit zu mindern, was sie auf diesem Weg getan hätte. Ausserdem hätte sie den Umzug melden müssen (keine Ahnung, woher die davon wissen, sie hat sogar den alten Briefkasten behalten, es wurde nur das Klingelschild umgesetzt.)

Meine Bekannte hat jetzt einen Anhörungsbogen vorliegen. Angedroht wird eien Sanktion für die gesamze BG, auch für die Kinder.

Was meint ihr, hat der SB eine Chance, damit durchzukommen?
 

opado

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#2
Hallo Kerstin_K

deine Bekannte braucht sich keine Sorgen zu machen
-Wohnung ohne WASSER und STROM ist UNZUMUTBAR-

der ARGE ist kein Schaden entstanden

Sie ist NICHT umgezogen
die Wohnung wurde im Zuge von Modernisierungen am und im HAUS NUR getauscht

gleiches Haus--gleiche ETAGE--gleiche MIETE--gleiche Quadratmeter

der SB ist ein DOOFMEISTER

soll sich an den Teamleiter der Abteilung wenden

wenn der SB Stress macht

oder sofort einen Anwalt einschalten

Gruß opado
 

Kerstin_K

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#3
Ich glaube, ich werde ihr raten, in den Anhörungsbogen zu schreiben, dass der Umzug aus ihree Sicht nicht meldepflichtig war, da sich für die ARGE nichts geändert hat und dass man mit kleinen Kindern nicht auf einer Baustelle leben kann.

Wenn die dann wirklich sanktionieren, sehen wir weiter.

Was meint ihr?
 

gelibeh

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#4
Ich sehe das genauso. Mit kleinen Kindern ist das nicht zumutbar.
 

Mario Nette

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#5
Sie ist doch gar nicht umgezogen. Sie hat schon immer in dieser Wohnung gewohnt :icon_party: Will ARGE Gegenteiliges beweisen? Dann frohes Schaffen.

Mario Nette
 

Kerstin_K

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#6
Mario, das haut nicht hin, den Umzug selber kann sie nicht abstreiten. Jede Wohnung in dem Haus hat einen Nummer. Diese steht neben der Wohnungstür, auf der Kellertür, im Mietvertrag. Und nen neuen Mietvertrag musste sie schon machen. Der ist allerdings aufs Wort gleich mit dem alten, ausser das noch druntersteht, dass für die Kündigungsfrist die Mietdauer aus dem vorherigen Mietvertrag der Wohnung Nummer NNN angerechnet wird.
 

alvis123

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#7
Viel Wirbel um nichts. Der ARGE ist kein Schaden entstanden. Wenn der SB sich unbedingt blamieren will, soll er doch. Nur schade, dass man ihn wohl nicht persönlich schadensersatzpflichtig machen kann.:icon_neutral:
Kurzes Schreiben an ihn oder sie, dass aufgrund der Sanierung innerhalb der Wohnanlage umgezogen wurde.
 

Mario Nette

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#8
Kerstin, das war auch nur spaßenshalber (da war doch dieser Tööörööö-Smiley).

Mario Nette
 
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#9
Antrag stellen.
Z.B. auf Kündigung dieses SB. Das spart
Antrag stellen.
Z.B. auf Abschaltung der Heizung in den ARGEn. Das spart.

ARGE hat doch heftig gespart. man denke nur an Renovierung(en). Sind in den nächsten Jahren wohl nicht notwendig.
Für die lte Wohnung hätte ARGE sogar noch Renovierung nach dem Umbau übernehmen müssen. Ein Vermieter braucht keinen Mehrwert an den Tapeten eines Mieters zu hinterlassen.
ARGE hat schon zweimal gespart.
Es gab hier nicht das Angebot wie bei der "Petze". Hier hätte es einen Kostenzuschuss zu den Reinigungsmitteln sowie eine Aufwandsentschädigung gegeben. Evtl. auch was für die Kinder.

SB wird es schwer haben nachzuweisen, was es denn u.U. gegeben haben könnte, wenn usw.

Eine eistungseinstellung zu lasten der Kinder, önnte dem SB ALG II näher bringen. Wenn er denn seinen Schreibtisch nur noch von der anderen Seite sehen wird.
 
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