Umzug als Aufstocker

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hsm1

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Hallo,
beim Großvermieter wurde mir gesagt, als Aufstocker müsse man das Jobcenter nicht um Erlaubnis fragen, ob man umziehen darf. Ich lese das Gesetz aber anders... Die neue Wohnung ist ein ganzes Stück preiswerter als die alte, aber immer noch ein paar wenige Euro teurer (Betriebskosten) als erlaubt, außerdem 3 qm zu groß. Wie gehe ich da jetzt am cleversten vor? (Es gibt in der Stadt ein paar Wohungen, die den Vorgaben entsprechen, aber in die passt meine Einbauküche nicht rein, und sie liegen am anderen Ende der Stadt, weit weg von der übrigen Familie.)

Wo kann ich mal ganz konzentriert zusammengefasst nachlesen, ob und welche Unterschiede es für Aufstocker gibt? Hab eben wegen Arbeit wenig Zeit, stundenlang zu recherchieren...
Dankeschön.
 
S

silka

Gast
Hallo,
beim Großvermieter wurde mir gesagt, als Aufstocker müsse man das Jobcenter nicht um Erlaubnis fragen, ob man umziehen darf. Ich lese das Gesetz aber anders... Wie gehe ich da jetzt am cleversten vor? (Es gibt in der Stadt ein paar Wohungen, die den Vorgaben entsprechen, aber in die passt meine Einbauküche nicht rein, und sie liegen am anderen Ende der Stadt, weit weg von der übrigen Familie.)

Wo kann ich mal ganz konzentriert zusammengefasst nachlesen, ob und welche Unterschiede es für Aufstocker gibt? Hab eben wegen Arbeit wenig Zeit, stundenlang zu recherchieren...
Dankeschön.
Zum Umzug muß man überhaupt niemals um Erlaubnis fragen oder um Genehmigung.
Nie, weder als Aufstocker noch als *Nur-Leistungs-Bezieher*.
Aber:
Wenn man den Umzug vom JC bezahlt haben will, muß man die Zusicherung vom JC haben, daß sie das zahlen.
Und auch vom neuen JC soll man zur Sicherheit die Zusicherung haben, daß sie die tatsächlichen KDU zahlen.

Man kann das auch ganz allein machen.
Welches Gesetz meinst du denn? Es gibt eigentlich nur 1
SGB 2 - Einzelnorm
Mit dieser Einschränkung:
Ziehst du in einen anderen JC-bereich, bekommst du die DORT angemessenen KDU.
Ziehst du innerhalb deines JC-Bereichs um(ans andere Ende der Stadt), bekommst du nur die bisherigen KDU. Sind die neuen niedriger, dann nur diese in angemessener Höhe.

Am cleversten:
Du zahlst den Umzug selber und die evtl. ein paar € drüber auch selber.
Und suchst dir eine Wohnung,wo die Küche reinpaßt.
Aber auch Kaution mußt du dann selber zahlen.
Aber Nachzahlungen für BK mußt du dann auch teilweise nachzahlen. Das JC übernimmt nur *angemessen*. Das ist oft nervig, das Mehr anerkannt zu bekommen.

Wenn du allerdings schon eine Kostensenkungsaufforderung bekommen hast, weil du jetzt unangemessen wohnst----dann stellt sich das alles anders dar.
Reich doch mal die Fakten rüber, bitte.
Danke.
 

hsm1

Elo-User*in
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Hallo Silka,

danke für Deine Antwort, ich hätte mich wohl von vornherein klarer ausdrücken müssen - aber ich übe noch :icon_question:, bin erst seit ein paar Wochen beim Jobcenter.

Die Aufforderung, die Mietkosten zu senken, bekam ich eher als den ALG II-Bescheid. Da steht der "schöne" Satz drin, dass ich vor Abschluss eines Mietvertrages die Genehmigung einzuholen habe, und ich glaube auch, irgendwo gelesen zu haben, dass das JC sonst überhaupt keinen Mietzuschuss zahlen muss, auch keinen angemessenen.

Für die von mir gewünschte Wohnung habe ich mich schon vor mehr als drei Monaten vormerken lassen, aber sie ist eben erst jetzt frei geworden. Einen (Vor-)Vertrag hatte der Vermieter aus irgendwelchen rechtlichen Gründen abgelehnt, bevor eine Wohnungsabnahme erfolgte.

Wenn ich diese Wohnung nicht bekomme, bleibe ich da, wo ich bin (derzeitige Wohnung ist durch nicht mehr benötigtes Kinderzimmer zu groß und zu teuer) - dann ist die Differenz noch größer, die ich selbst tragen muss, aber ich will nicht in eine Wohnung umziehen, die mir nicht gefällt, dafür bin ich psychisch nicht stabil genug, und das sehe ich auch nicht ein - erst recht nicht, wenn es so eine ideale Lösung in unmittelbarer Nachbarschaft gibt, von der mich nur ein wenig Bürokratie trennt. Die kleine Differenz und notfalls auch die Umzugskosten könnte ich selbst tragen, aber so viel Spielraum habe ich nun auch wieder nicht, um dem Amt was zu schenken, ohne es wenigstens versucht zu haben. Die Genehmigung als solche hat aber erstmal Priorität. Von Vermieterseite her gibt es keine Probleme, da möchte man mich als Mieter behalten, auch mit Hartz IV, dort weiß man, dass bei mir alles klappt, weil ich schon viele Jahre bei dieser Vermietergesellschaft wohne. Kaution liegt ja schon für die derzeitige Wohnung vor und könnte verrechnet werden. Und meine Küche passt leider ohne Umbaukosten nur in genau diesen Wohnungstyp. In einem anderen Haus wäre dann auch die Miete gleich oder sogar noch höher (diese Wohnung ist etwas preiswerter als die adäquaten desselben Typs, weil ganz oben und Haus ohne Fahrstuhl).

Das JC bleibt übrigens das gleiche, weil die Wohnung in der Nachbarschaft ist.

Danke für weitere Hinweise.
 

Purzelina

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Da steht der "schöne" Satz drin, dass ich vor Abschluss eines Mietvertrages die Genehmigung einzuholen habe, und ich glaube auch, irgendwo gelesen zu haben, dass das JC sonst überhaupt keinen Mietzuschuss zahlen muss, auch keinen angemessenen.
Vor Abschluss soll (nicht muss) die Genehmigung eingeholt werden, der zweite Teil des Satzes ist Humbug.
 
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