Umzug abgelehnt - Gründe aber vorhanden

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KleinPingu

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Hallo,

ich habe schon in anderen Foren nach Hilfe gesucht, nur leider kann mir keiner weiterhelfen. Nun hoffe ich, dass mir hier jemand helfen kann/möchte.

Es geht darum:

Mein Freund (22), meine Tochter (1) und ich (23) wohnen derzeit in einer eigenen Bedarfsgemeinschaft. Wir leben in einer 3-Zi.-Wohnung.

Doch folgende Punkte machen es uns schwer, hier wohnen zu bleiben:

1. Wir wohnen höchstens 100m von den Bahngleisen entfernt. Es gibt dort keinen Schutz vor Lärm. Leider ist es so, dass ich und auch meine Tochter oftmals durch den Zuglärm wach werden. Selbst wenn die Fenster zu sind und die Güterzüge fahren, hört es sich manchmal an, als würden sie direkt durch unsere Wohnung fahren.
Wir wohnen in einer Dachgeschosswohnung und im Sommer kriegt man kein Auge zu, weil die Wohnung sich einfach nicht abkühlt. Selbst nicht mit einer Klimaanlage. Fenster auflassen geht natürlich nicht, wegen den Zügen. :(

2. Unsere Nachbarn machen uns das Leben hier zur Hölle. (Sind alle sehr alt). Am Anfang wurde sich noch gefreut über unsere Maus, doch jetzt wo sie sich fortbewegen kann, beschweren sich unsere Nachbarn über sie. Sie solle doch in der Mittagszeit von 13 Uhr - 15 Uhr mit einem Teddy spielen. Das ist aber unmöglich, wie jeder weiß, der ein Kind hat. Nun meine Tochter wird älter und auch nicht ruhiger und die Nachbarn werden ja auch nicht jünger. Also wird das Problem weiterhin bestehen.
Sie versuchen uns hier rauszumobben, in dem sie uns unterstellen wir würden den Müll nicht trennen, die durchsuchen unseren Müll, werfen uns vor, wir würden ja das Treppenhaus nicht reinigen und dazu werfen sie unsere Sonntagszeitungen einfach in die Tonne.
Habe schon versucht mit denen zu reden, doch leider bringt es nix, und nun werden wir mit Nichtbeachtung bestraft und werden allg. ausgeschlossen.

3. Ich habe psychische Probleme. Diese habe ich auch meiner Sachbearbeiterin vorgelegt, diese hat mich dann zu einer Beratungsstelle geschickt. Die Termine habe ich wahrgenommen und auch dort wurde mir zu einem Umzug geraten, da ich ziemliche Probleme mit meiner Mutter & Schwester habe. Ich solle mich abkapseln. (Die beiden wohnen ein paar Straßen weiter).

4. Im Internet habe ich nachgeforscht, dass unsere Wohnung eig. 20 € über den Satz liegt. Das Amt bezahlt unsere Wohnung aber voll, bis auf 25 € welche für die Garage sind, welche wir aber nicht benutzen, da wir kein Auto haben.

Wir möchten unbedingt hier weg, in die nächste Stadt.
Da könnten wir neu anfangen. Mein Freund möchte dort einen Abschluss nachholen... Er kann dort aber nur aufgenommen werden, wenn wir dort wohnen...Und ich könnte dann, wenn die Kleine älter ist, das Abendgymnasium besuchen... Doch vorerst wollte ich mir dort einen Psychologen suchen, da hier im Ort alle keine Plätze frei haben. Doch die Fahrten dort hin könnte ich mir so nicht leisten.

Wir würden auch gerne so umziehen um die Kosten zu senken, da man ja auch arbeiten möchte, und sich die Wohnung leisten möchte.
Nur leider haben wir keine Mietkaution hier hinterlegt, welche wir für die nächste Wohnung nehmen könnten und leider ist hier eine Einbauküche drin, und haben das Geld nicht für eine neue Küche.
Freunde oder Helfer haben wir auch keine.... :(

Das Amt hat halt unseren Antrag abgelehnt. Was soll ich tun?
Zum Anwalt? Habe ich so Chancen?
Ein Attest besorgen?

Oder sind unsere Gründe wirklich unwichtig?

Danke schon mal.

LG
 

gelibeh

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Anwalt wäre eine Möglichkeit und ein Attest vom Arzt auch. Lärm kann gesundheitsschädlich sein. Darauf würde ich hinarbeiten.
 

KleinPingu

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Ja dieser Lärm ist wirklich enorm.
Hatten natürlich gedacht, dass es ganz praktisch ist mit Bahnhof vor der Tür.
Habe auch etwas gelesen, dass Umzüge dann übernommen werden, wenn auch nicht Hilfebedürftige aus diesen Gründen umziehen würden.
Ich denke schon, dass das ein Grund wäre.

Habe jetzt noch 20 Tage Zeit für den Widerspruch.
Werde dann wohl morgen mal zum Gericht und mich dort erkundigen. Am 27. steht ein Termin bei einem Psychiater an....
Ich hoffe so, dass es was bringt.
 

KleinPingu

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@Kiwi:
Ja, den Antrag habe ich schriftlich gestellt. Und auch schriftlich habe ich einen Ablehnungsbescheid erhalten.

Dort steht drin:

Die von Ihnen begehrte Zusicherung zum Bezug der o.g. Wohnung kann Ihnen im vorliegenden Fall nicht erteilt werden, da die Erforderlichkeit für einen Umzug nicht gegeben ist. Als erforderlich kann ein Umzug i.d.R. angesehen werden, wenn der Auszug aus der alten Wohnung aus einem leistungsrechlich anerkennenswerten Grund erfolgt.

Im vorliegenden Fall werden lediglich ihre persönlichen Befindlichkeiten und Probleme mit den Nachbarn von Ihnen als Umzugsgrund angeführt, welche jedoch keine Erforderlichkeit eines Umzuges begründen. Evtl. kann auch hier eine Rücksprache mit dem Vermieter und den Nachbarn die Lösung ihrer Probleme herbeiführen.
 

lpadoc

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Die vorhandenen Umstände zu 1. und 2. halte ich, meiner Meinung nach, nicht für ausreichend, diese als Notwendigkeitsgründe anzusehen. Die Nachbarschaft - auch hinsichtlich einer neuen Wohnung - wird man sich leider wohl kaum aussuchen können.

Ich persönlich sehe nur eine Möglichkeit, einen notwendigen Umzug zu erreichen, und dies ist eine schriftliche ärztliche Stellungnahme. Mittels gerichtlicher Beratungshilfe und anwaltlicher Fachbegleitung sollte hier nochmals nachgehakt werden.
 

gelibeh

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Mach das mit dem Psychiater und auch mit dem Anwalt. Du kannst, wenn es nicht so schnell mit einem Anwalt geht, auch einen Widerspruch schreiben, ohne Begründung. Damit ist die Frist gewahrt. Dann schreibst Du da nur hinein, Begründung wird nachgereicht und lässt die dann vom Anwalt machen.
 

KleinPingu

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@gelibeh: Danke, das ist schon mal gut zu wissen mit dem Widerspruch. Wusste gar nicht, dass das ohne Begründung geht bzw. das man die Begründung nachreichen kann. Danke.
 

KleinPingu

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Muss ich mal sehen, ob ich mir ein Wohnungsangebot einholen kann.

Dachte immer, dass man erst die Erforderlichkeit für einen Umzug einholen muss, und dann eben noch, ob die Wohnung angemessen ist. So war es zumindest bei unserer jetzigen Wohnung.
 

jimmy

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Am Anfang wurde sich noch gefreut über unsere Maus, doch jetzt wo sie sich fortbewegen kann, beschweren sich unsere Nachbarn über sie. Sie solle doch in der Mittagszeit von 13 Uhr - 15 Uhr mit einem Teddy spielen. Das ist aber unmöglich, wie jeder weiß, der ein Kind hat. Nun meine Tochter wird älter und auch nicht ruhiger und die Nachbarn werden ja auch nicht jünger. Also wird das Problem weiterhin bestehen.

Auch wenn mein Beitrag zur Lösung deines/euren aktuellen Umzugswunsches nicht Zielführend ist, muss ich dem zitierten widersprechen. Man kann auch einem Kind sagen, dass es nicht in der Wohnung rumspringen soll. Vorallem dann nicht, wenn es die Hausordnung nicht vorsieht, dass dein Kind den Tagesablauf anderer bestimmt. Und wenn das Problem weiterhin bestehen wird, solltest du deinem Kind das vermeidbare lärmen abgewöhnen. Sonst wird es in der Neuen Wohnung wieder Probleme geben. Wie soll dein Kind sonst lernen, dass auch andere Rechte haben?
 
E

ExitUser

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Auch wenn mein Beitrag zur Lösung deines/euren aktuellen Umzugswunsches nicht Zielführend ist, muss ich dem zitierten widersprechen. Man kann auch einem Kind sagen, dass es nicht in der Wohnung rumspringen soll. Vorallem dann nicht, wenn es die Hausordnung nicht vorsieht, dass dein Kind den Tagesablauf anderer bestimmt. Und wenn das Problem weiterhin bestehen wird, solltest du deinem Kind das vermeidbare lärmen abgewöhnen. Sonst wird es in der Neuen Wohnung wieder Probleme geben. Wie soll dein Kind sonst lernen, dass auch andere Rechte haben?


Kinderlärm, besonders der von Kleinkindern, gehört zu unserem Leben und sollte als Ausdruck der Lebensfreude akzeptiert werden. Kinderinfo - Urteile für Eltern und Kinder zu Recht, Miete, Wohnen
 
G

gast_

Gast
Evtl. kann auch hier eine Rücksprache mit dem Vermieter und den Nachbarn die Lösung ihrer Probleme herbeiführen.
Und deshalb habt ihr auch vor Gericht keine Chance: Dem Antrag auf Umzugsgenehmigung hätten Aufforderungen an den Vermieter, für Ruhe zu sorgen, beiliegen müssen...erst wenn man das nachweislich getan hat und der nicht reagiert, hat das JC die Möglichkeit zu bewilligen.
 

KleinPingu

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Auch wenn mein Beitrag zur Lösung deines/euren aktuellen Umzugswunsches nicht Zielführend ist, muss ich dem zitierten widersprechen. Man kann auch einem Kind sagen, dass es nicht in der Wohnung rumspringen soll. Vorallem dann nicht, wenn es die Hausordnung nicht vorsieht, dass dein Kind den Tagesablauf anderer bestimmt. Und wenn das Problem weiterhin bestehen wird, solltest du deinem Kind das vermeidbare lärmen abgewöhnen. Sonst wird es in der Neuen Wohnung wieder Probleme geben. Wie soll dein Kind sonst lernen, dass auch andere Rechte haben?

Ich weiß aber, dass wir im Recht sind.
Selbst unser Vermieter hat uns dies bestätigt.
Sie lernt gerade das Laufen, soll ich ihr verbieten hinzufallen?
Wenn sie Sachen durch die Gegend wirft, dann sage ich ihr, dass man das nicht macht. Aber hinfallen und spielen wird sie ja wohl noch dürfen.
 
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