Umziehen in neue Wohnung mit Partner unter 25 Jahre

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laura99

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Hallo

und zwar würde ich gerne in eine neue wohnung umziehen. Der grund dafür ist, das ich mit meinem partner mit dem ich nun 6 jahre zusammen bin zusammen ziehen möchte. Zu unserer situation..

ich bin 23 jahre und bekomme schon alg 2 (was sich hoffentlich dieses jahr ändert im sinne von einer ausbildung) und mein partner ist 21 und macht zurzeit eine ausbildung.

zurzeit lebe ich in einer kleinen wohnung. mein partner hat sich vor kurzem bei mir angemeldet damit er bab bekommt und wohnt auch seit einem jahr bei mir. da meine wohnung aber viel zu klein für zwei personen ist ( 22qm) würden wir jetzt gerne zusammen ziehen.

bei einer neuen wohnung müsste das amt auch nicht viel mehr zahlen als jetzt .

zurzeit kostet meine warmmiete 268€ und die neue wohnung sollte nicht über 500€ warm kosten , da wir uns alles teilen würden wäre es also nicht mehr kosten und auf umzugs und renovierungskosten würde ich auch verzichten.

meine frage nun : würde das amt es erlauben? und wenn nicht kann ich einfach umziehen? ich habe schon mehrmals gelesen das wenn ich einfach umziehen würde unter 25 jahre das ich garkein geld mehr kriegen könnte. und wenn es so ist ,was kann ich als grund angeben damit man es erlaubt?

und wichtig wäre noch ob ich erst mit mietangebot zum jobcenter müsste oder schon dafür die zustimmung holen?

lg laura

p.s. sorry für die rechtschreibfehler ;)
 

axellino

Super-Moderation
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Hallo,

hast Du den Einzug deines Partners vor einen Jahr oder zumindest ab Anmeldung in deiner Wohnung den JC mitgeteilt???
Dazu wärst und bist Du verpflichtet,denn somit hätte Dir nur die Hälfte KDU vom JC zugestanden.

Nur wer nicht BAföG-berechtigt ist, kann ALG II bekommen.
 
T

teddybear

Gast
Leider kann man hier keine eindeutige Aussage treffen, weil die Entscheidung eine Eremessensentscheidung des jeweiligen Jobcenter-Strolches ist.

Wie bekannt, lässt der Gesetzgeber mit der Einführung des ALG II (Hartz IV ) nur noch unqualifiziertes, ideologisch fragwürdiges, über befristete Arbeitsverträge erpressbares, Personal auf die Hilfebedürftigen los. Infolge dessen "arbeiten" die Jobcenter auch alle unterschiedlich schlecht. Das ist ähnlich dem deutschen Bildungssystem, wo auch jede Schule ohne Plan (System) agiert.

Die meisten dieser unqualifizierten Mitarbeiter in den Jobcentern denken sogar ernsthaft, dass Ermessensleistungen nur nach Schönheit oder je nach Sympathiewert des Hilfebedürftigen zu erbringen sind.

In § 22 Abs. 1 zweiter Satz SGB II steht;

Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt

Du bist also gezwungen, erst einmal bei der hoffnungslos unterqualifizierten Jobcenter Bagage .die Auskunft nach § 15 SGB I einzufordern, ob diese den Umzug auch für ""erforderlich"" erachtet? Das ist in der Regel dann für die nicht der Fall, sobald es mehr kostet. Die haben von der BA für jeden Ablehnungsbescheid in der Regel zwecks "Begründung" auch stets einen passenden und völlig rechtswirren Textbaustein parat!

Es ist ratsam sich die Auskunft direkt vor Ort einzuholen, weil der unsoziale Gesetzgeber den JC -Strolchen zwecks Erledigung von Anträgen stolze 6 Monate eingeräumt hat! Kein Witz! - Beweis § 88 zweiter Halbsatz SGG.

Beachte zwecks Begründung zur Notwendigkeit des Umzuges § 22 Abs. 5 SGB II.

(5) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn

1. die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,

2. der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder

3. ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

Da in der Regel bei Abwarten einer derart unangemessenen lang andauernden Frist von sechs Monaten jede normale Wohnung bereits schon wieder vergeben sein dürfte, bestehe auf eine etwaige Absage vor Ort des JC und reiche danach wegen der Vereitelung eines Rechtszustandes sofort Widerspruch bei den JC -Strolchen und parallel einen Antrag auf einstweiligen Rechtschutz durch richterliche Anordnung nach § 86b Abs. 2 SGG bei deinem zuständigem Sozialgericht ein und hoffe, dass du dort einen der noch wenigen unparteiischen Sozial - Richter/in erwischst. Objektive Richter mit lebensnaher Rechtsprechung sind leider eine aussterbende Rasse in diesem Rechtsstaat für Reiche.

Ach übrigens komme denen bloß nicht mit Menschenwürde oder das alle vor dem Gesetz gleich sind oder so ähnlich! Die lachen sich da nur auf deine Kosten krumm und schief. Kostenloses Kabarett haben die nicht verdient!
 
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