„Umverteilung von oben nach unten“

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ExitUser

Gast
„Umverteilung von oben nach unten“

Studie der Wirtschaft zu Arm und Reich

Der deutsche Sozialstaat ist zwar ein kompliziertes Gebilde. Das System aus Beiträgen, Freibeträgen, Zuschlägen und Transfers führt jedoch – anders als vielfach geglaubt – zu einer klaren Umverteilung von oben nach unten. Zu diesem Schluss kommt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer repräsentativen Untersuchung der privaten Einkommensverhältnisse in Deutschland.
Durch die Daten würden gleich mehrere Vorurteile widerlegt, sagte IW-Chef Michael Hüther in Berlin. So zahle etwa das obere Drittel der Einkommensbezieher mehr als die Hälfte der Beiträge zur Sozialversicherung. Auch bei der Verteilung der Steuerlast kämen die Besserverdiener keinesfalls günstiger weg. „Die untere Hälfte der Haushalte mit den niedrigen Markteinkommen schultert gerade einmal zehn Prozent des Einkommensteueraufkommens, die obere Hälfte trägt dagegen 90 Prozent“, erläuterte Hüther.
Immer größere Lücke

Bei ihren Berechnungen stützen sich die Kölner Forscher auf die jüngste verfügbare Einkommens- und Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2003, deren Angaben bis 2007 fortgeschrieben wurden.
Dass sich die Einkommensschere in den vergangenen Jahren weiter geöffnet hat, wird in der IW-Studie nicht bestritten: Zwischen den Einkommen aus Löhnen, Gehältern sowie Kapital- und Mieteinkünften „klafft eine immer größere Lücke“. Durch die staatliche Umverteilung werde die Kluft zwischen den Markteinkommen aber „nahezu vollständig“ eingeebnet, sagte Hüther.
„Umverteilung von oben nach unten“ | Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt - mainpost.de

wie ich schon mehrmals geschrieben hatte, Umfragen, die im Sinne der Auftraggeber ausfallen.

Was diese "Superschlauen" aber immer wieder vergessen, wenn die "untere Hälfte" wesentlich mehr verdienen würde, wäre deren Anteil an den Ausgaben auch höher. Bisher sind aber die unteren Einkommen gesunken, dagegen die Oberen nicht zu knapp gestiegen, deswegen auch die Unterschiede.

Echt nur noch zum Kopfschütteln.
 

nine82

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Ab nem bestimmten einkommen zahlen die Oberen garkeine Einkommenssteuer.... ops das habn die Herren bei der "studie" oder dem "bericht" ja vergessen ;)
Japp im Sinne des Auftraggebers mal wieder .......
 

mercator

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Ab nem bestimmten einkommen zahlen die Oberen garkeine Einkommenssteuer....

Bitte? Ab einem bestimmten Einkommen ist man von der Pflicht befreit, Krankenkassenbeiträge zu zahlen (Versicherungspflichtgrenze). Ansonsten greift bei den Sozialversicherungen ab einem bestimmten Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze sowie, was die Einkommenssteuer angeht, der Steuerhöchstsatz. Beides hat zur Folge, das ab dem Grenzeinkommen die Beiträge zur Sozialversicherung bzw. der Steuersatz nicht mehr steigen. Mal wieder nix kapiert?

Die Studie ist natürlich Unfug bzw. mangelhaft durchgeführt. Aber was will man erwarten, wenn das IW dahinter steckt.
 

jane doe

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dialektik

der denkfehler dieser studie ist die mangelhafte bezahlung von arbeitenden, die es nötig macht, ergänzende zahlungen des staates in anspruch zu nehmen, bei gleichzeitigem höheren gewinn der kapitalgeber.

richtig hingegen wäre, wenn angemessener, zum leben ausreichender lohn, ohne weitere nötige transferleistungen, gezahlt würde. das findet aber nicht statt.

niedrige löhne sind doch gewünscht und ebenfalls dann auch transferleistungen. beides ließe sich einfach abschaffen. dann würden wir aber ein gejammer über zu niedrige gewinne bekommen.

aber so werden die menschen mit niedrigen löhnen abgespeist und dann noch ein schlechtes gewissen eingeredet. das grenzt an volksverhetzung.
 
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ExitUser

Gast
Dazu ne kleine Geschichte aus den Weiten des Netz...


Code:
"Es waren einmal zehn Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen
gingen. Die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100
Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern, und das
sah ungefähr so aus:

Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts. Der Fünfte zahlte einen
Euro. Der Sechste drei Euro. Der Siebte sieben Euro. Der Achte zwölf
Euro. Der Neunte 18 Euro. Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.

Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und
alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte,
indem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren
- wie nett von ihm!

Jetzt kostete das Essen für alle zehn Männer nur noch 80 Euro. Aber
die Gruppe wollte unbedingt weiter so zahlen, wie sie besteuert
werden.
Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin
umsonst. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten
sie 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die Sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs
Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen
abziehen würden, bekämen der Fünfte und der Sechste noch Geld dafür,
dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen
vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte,
wie er beisteuerte.
Heraus kam dabei folgendes: der fünfte Gast zahlt ab sofort nichts
mehr (100 Prozent Ersparnis). Der Sechste zahlte zwei statt drei Euro
(33 Prozent Ersparnis). Der Siebte zahlte fünf statt sieben Euro (28
Prozent Ersparnis). Der Achte zahlte neun statt zwölf Euro (25
Prozent Ersparnis). Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22 Prozent
Ersparnis). Der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro (10
Euro Ersparnis).

Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen
immer noch kostenlos. Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal
nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal, wie sie dachten.
»Ich habe nur einen von den 20 Euro bekommen!« sagte der Sechste und
zeigte auf den Zehnten, den Reichen, der kriegt zehn Euro!«

»Stimmt«, rief der Fünfte, »Ich habe nur einen Euro gespart und er
spart zehnmal soviel wie ich.« »Wie wahr!« rief der Siebte. »Warum
kriegt der 10 Euro zurück und ich nur zwei? Alles kriegen mal wieder
die Reichen!« »Moment mal«, riefen die ersten Vier aus einem Munde.
»Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten
aus!« Und wie aus heiterem Himmel gingen die Neun gemeinsam auf den
Zehnten los und verprügelten ihn.
Am nächsten Tag tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also
setzten sich die übrigen neun zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es
an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas
Außerordentliches fest. Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um
auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können. Und wenn sie
nicht verhungert sind, dann wundern sie sich noch heute..."
 

Trajan

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Sozialstaat funktioniert von oben nach unten

Der deutsche Sozialstaat mit seinem System aus Beiträgen, Freibeträgen, Zuschlägen und Transfers führt zu einer klaren Umverteilung von oben nach unten. Zu diesem Schluss kommt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW).
Berlin. Das obere Drittel der Einkommensbezieher zahlt mehr als die Hälfte der Beiträge zur Sozialversicherung. Das sagte gestern Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft. Auch bei der Verteilung der Steuerlast kämen die Besserverdiener keinesfalls günstiger weg. "Die untere Hälfte der Haushalte mit den niedrigen Markteinkommen schultert gerade einmal zehn Prozent des Einkommensteueraufkommens", erläuterte Hüther. Bei ihren Berechnungen stützen sich die Kölner Forscher auf die jüngste verfügbare Einkommens- und Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2003, deren Angaben bis 2007 fortgeschrieben wurden.

Dass sich die Einkommensschere in den letzten Jahren weiter geöffnet hat, wird in der IW-Studie nicht bestritten: Zwischen den Einkommen aus Löhnen, Gehältern sowie Kapital- und Mieteinkünften "klafft eine immer größere Lücke". Durch die staatliche Umverteilung werde die Kluft aber "nahezu vollständig" eingeebnet, betonte Hüther. Zwischen 1993 und 2003 habe der Abstand zwischen dem höchsten und niedrigsten Nettoeinkommen nicht zu-, sondern sogar um 2,3 Prozent abgenommen. Die Berechnungsbasis reicht allerdings nur bis zu durchschnittlichen Bruttoeinkünften von monatlich 10 751 Euro. Spitzenbezüge von mehr als 18 000 Euro netto werden vom Statistischen Bundesamt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfasst. Nach Einschätzung Hüthers wirkt die staatliche Umverteilung aber nicht nur beim Ausgleich nominaler Einkommensabstände. Sie helfe auch in erheblichem Umfang, Armut zu vermeiden. Entgegen vieler Befürchtungen stellten Kinder "in der Regel kein Armutsrisiko dar", so Hüther. Als "zentrales Armutsrisiko" erweise sich vielmehr die Arbeitslosigkeit. Dazu liefert das IW ebenfalls einen Zahlenvergleich: Während fast jeder zweite Arbeitslose über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt und damit als einkommensarm gilt, verzeichnen die Beamten mit ihren staatlichen Beschäftigungsgarantie eine Armutsquote von weniger als 1,5 Prozent. "Statt pauschaler Forderungen nach höheren Lasten für Besserverdienende verspricht die Beschäftigungsförderung einen größeren Erfolg bei der Armutsbekämpfung", schlussfolgerte Hüther.
 
E

ExitUser

Gast
Man nennt das Parität. Sie ist aber durch die Beitragsbemessungsgrenzen massiv eingeschränkt.

Der Beitrag soll wohl die Reichen als Gutmenschen darstellen. Übersehen wird/werden soll, daß die Großreichen bzw. -kriminellen das Volk gnadenlos ausbeuten und versklaven.
 

Trajan

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Hier die Pressemappe dazu: https://www.iwkoeln.de/Portals/0/pdf/pressemap
pe/2009/pm_040609_Statement.pdf :

Was ich besonders witzig fand, steht auf
Seite 18 der Pressemappe von Professor Doktor
Michael (Be)Hüther (der Reichen):
"Unterm Strich könnten sogar die bislang
privat Krankenversicherten günstiger
abschneiden statt stärker belastet zu werden.
Denn in der gesetzlichen
Kranken- und Pflegeversicherung würden sie
von der beitragsfreien Absicherung
der Familienmitglieder profitieren, statt wie
bislang für jedes nicht erwerbstätige
Familienmitglied eine separate Prämie zu
zahlen."
 
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