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Umstellung des Bewerberprofils auf "anonym - intern" - wie vorgehen?

JobcenterAffe

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#1
Da mich der Arbeitgeberservice des hiesigen Jobcenters des öfteren mit unerwünschten VV's von Leiharbeitsjobs nervt, möchte ich mein Bewerberprofil auf "anonym - intern" umstellen.

Frage: Hilft das überhaupt was dagegen?

Nun stellt sich mir die Frage, wie ich das am einfachsten mache.

Ich möchte dabei meinen Sachbearbeiter wenn möglich umgehen. Er soll davon am besten nichts mitbekommen. - Ist das irgendwie machbar?

Und wie geht man grundsätzlich vor? - Reicht es, unter der Servicenummer des JC anzurufen, seine Kundennummer zu nennen, und dann die Umstellung zu verlangen? - Oder wird das abgewiesen dort, weil sich ja jemand anderes für einen selbst ausgeben könnte?

Oder soll man das schriftlich (per Einschreiben oder nur normaler Post?) machen? - Dann würd's halt ganz offiziell und viel Wirbel machen, oder?

Und wie formuliert man das Schreiben?

An wen adressiert man es genau?

Der einfachste Weg wäre der beste. Termin habe ich mit meinem SB erst wieder in 6 Wochen. Dann würde ich das zur Not ansprechen. - Das ist mir aber zu lang!

Fragen über Fragen...

Ach ja: Das Profil steht momentan nur auf "anonym".
 

Onkel Tom

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#2
...möchte ich mein Bewerberprofil auf "anonym - intern" umstellen.

...Ich möchte dabei meinen Sachbearbeiter wenn möglich umgehen.

Und wie geht man grundsätzlich vor ?
Das macht Sinn, verschont Dich jedoch nicht vom Arbeitgeberservice des JC.. (blieben bei mir über.)

Den SB für diesen Vorgang umgehen ? Vergiss es. Diese Umstellung wirst Du entweder beim
JC-Besuch mit Beitstand oder schriftlich nachweisbar mit deiner SB aushandeln müssen.

Ich hatte x Datenschutzunstimmigkeiten erlebt, bis hin zum Telefonterror von Meinungsforschungsinstintuten..

Protokoll angelegt, Sachverhalt beschwert und um "anonym - intern" gebeten..
Anbei konnte ich ein Zustandekommen über die Mobbörse nachweisen und SB folgte mein Anliegen.

Als Bonbon bekam ich danach hin und wieder nach Laune des Arbeitgeberservice "Bewerbungscontainer"..

Inhalt: Das Übliche..
 

romeo1222

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#3
Bei mir wird es aktuell auch so gehandhabt. Aber helfen gegen Zeitarbeitsfirmen wird es nicht, wenn dir ein Vermittlungsvorschlag eintrudelt.

Den SB zu umgehen ist nicht möglich, da er dieses einstellen würde.

Ich würde dieses nachweislich schriftlich einreichen und auf Datenschutzbestimmungen / DSGVO verweisen, dass du möchtest, dass es schnellstmöglich auf anonym - intern umgestellt wird.
 

Claus.

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#4
auf [...] DSGVO verweisen
Nicht versehentlich lächerlich machen ... die DSGVO gilt im Sozialrecht nicht bzw. allenfalls äußerst eingeschränkt.

Wir haben die Datenschutzvorschriften im SGB X, SGB I und SGB II. Und natürlich^^ ggf. noch im SGB III - sowie im Grundgesetz.
Letzeres ist kein Witz. Der Datenschutz ist "Ausfluß" des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes. Gemäß seines ureigensten Persönlichkeitsrechtes kann ein jeder frei entscheiden, "wie" er in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden will; ergo auch wie er sich präsentieren will.

Dieses "wie" lässt sich recht einfach zu einem "will nicht" umbauen.
Suche dazu ggf. auch im allseits beliebten NSA-Ersatz nach ´BVerfG Volkszählungsurteil´. Das ist zwar von 1981 oder so, aber immer noch ein/das Non-plus-Ultra.

Ich würde die Begehr^^ schriftlich einreichen. Denn sowohl der SB als auch ein freundschaftlich gesinnter TL kann das Häkchen jederzeit wieder umsetzen. Was auch verflixt noch mal immer wieder gemacht wird; so alle 3-9 Monate. Schriftlich eingereicht können die sich deutlich länger dran erinnern, daß das Häkchen nicht "versehentlich falsch" platziert wurde.

Meine Begründung ist

a) daß ich das nunmal so will, und ich nicht begründen muß warum ich mein Recht wahrnehme.

b) daß nunmal aufm Dorf (und Dorf ist enorm relativ - ich hab den Eindruck daß auch etliche Kleinstädte /Mittelstädte /ganze großstädtische Stadtteile ganz ähnliche negative Dorfgepflogenheiten aufweisen) doch von vielen Leuten der Lebenslauf soweit bekannt ist, daß bei einem neugierigen Blick in den völlig ungeschützten Jobbörse-Arbeitgeberzugang binnen wenigster Sekunden eine Verbindung zwischen einem "anonymen" Profil und einem konkreten Nachbarn /Bekannten hergestellt werden kann (ich z.B. meine zu den unter meiner PLZ vorhandenen 40 Profilen gut 15 Namen zu erkennen - und auch nur deswegen nur 15 Namen weil mir gute 7-10 weitere Namen nicht einfallen wollen). Sowie

c) daß sowohl der Gesetzgeber wie auch die Kommentarliteratur immer und immer wieder vom persönlichen Ansprechpartner pAp sprechen (und m.M.n. nur von einem -1- pAp); ein Arbeitgeberservice in Leeptsch oder sonstwo zählt da ganz sicher nicht dazu ("alles aus einer Hand" = vorgeschobene Grundintention bei der Einführung des SGB II anno 2003-2005). Nicht zuletzt muß einem jeden halbwegs verständigen Bürger und Behördenmitarbeiter auffallen, daß bei den "Serviceangeboten" Jobbörse und AG-Service (welcher reel oft zu irgendeiner AfA gehört) tatsächlich rechtliche Schwierigkeiten vorhanden sein müssen - denn andernfalls bräuchte es auch nicht die ständigen Versuche, sich das mittels EGV-Passus genehmigen zu lassen.

verschont Dich jedoch nicht vom Arbeitgeberservice des JC.. (blieben bei mir über.)
Dann dürfte dein Profil lediglich auf ´intern´ stehen, oder wieder mehr oder weniger komplett offen sein.

Bei ´intern anonym´ ist m.W.n. der ´interne´ Jobbörseauftritt auch für den AG-Service ´anonym´ - die müssten sich dann selber erstmal an den pAp wenden ... und Arbeitsaufwand ... An den persönlichen Verbis-Daten wird weitaus häufiger manipuliert als daß Termine oder sonstige Kontaktaufnahmen vorhanden wären.

Ich nehme die AG-Service -Schreiben mittlerweile als Alarmzeichen. Kommt da wieder was, ist schon wieder mal am Veröffentlichungsstatus gedreht worden. Hab´s ausprobiert: flattert sofort ein "ermahnendes" Fax in Richtung SB - ist sofort wieder Ruhe. Warte ich mit dem Gemaule etwas - liegt wieder fast jeden Tag ein unpassendes AG-Service-Schreiben oder gar "Ein AG möchte Sie auf eine Stelle aufmerksam machen" im Briefkasten. Und für was die mich alles tauglich halten :doh:
 

romeo1222

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#5
Nicht versehentlich lächerlich machen ... die DSGVO gilt im Sozialrecht nicht bzw. allenfalls äußerst eingeschränkt.
Kann schon sein, dass ein anderer Datenschutz gilt. Ich wollte ein Gutachten gelöscht haben beim JC und da hatte dann die Datenschutzbeauftragte des JC mir geschrieben, dass sie es unter Bezugnahme auf die DSGVO gelöscht hatte. Ich selbst hatte nichts von DSGVO genannt. Keine Ahnung, ob dieses eine der Einschränkungen deiner Meinung nach ist oder die Datenschutzbeauftragte vorschnell die DSGVO ins Spiel gebracht hatte.
 

dagobert1

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#6
Kann schon sein, dass ein anderer Datenschutz gilt. Ich wollte ein Gutachten gelöscht haben beim JC und da hatte dann die Datenschutzbeauftragte des JC mir geschrieben, dass sie es unter Bezugnahme auf die DSGVO gelöscht hatte. Ich selbst hatte nichts von DSGVO genannt. Keine Ahnung, ob dieses eine der Einschränkungen deiner Meinung nach ist oder die Datenschutzbeauftragte vorschnell die DSGVO ins Spiel gebracht hatte.
Das ist alles miteinander verzahnt, und dadurch leider recht unübersichtlich.
Nach § 67c SGB X dürfen nur die Daten gespeichert werden, die für die Arbeit der Behörde erforderlich sind.
Liegt diese Voraussetzung nicht (mehr) vor, besteht nach Art. 17 DS-GVO ein Anspruch auf Löschung dieser Daten, es sei denn es trifft eine der in § 84 SGB X genannten Ausnahmen zu.
 

Onkel Tom

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#7
Nicht versehentlich lächerlich machen ...
...
Dann dürfte dein Profil lediglich auf ´intern´ stehen, oder wieder mehr oder weniger komplett offen sein.
...
Nicht kirre machen lassen.. Hat Erwerbsloser das geschafft, sein Bewerberprofil auf "anonym-intern"
setzen zu lassen, haben nur noch JC/AfA-SB,s sowie der Arbeitgeberservice Zugriff auf
das Bewerberprofil. Sollte nach der Umstellung sogenannte Bewerbungscontainer kommen,
liegt es daran, das der Arbeitgeberservice davon ausgeht, das der Erwerbslose sich nun nicht
einbilden soll, künftig vom Bewerbungsterror des JC befreit zu sein..

Weiter hält sich das JC/AfA an ihrem "Vermittlungsgeschäft"..

Ein persönlich bekannter SB kann im Gegensatz zum Arbeitgeberservice zielgenauer Bewerbungs-
aufforderungen finden und versenden.

Dem Arbeitgeberservice beibt anbei fast verborgen, wie es mit den Umständen des §10 SGB II beim
Erwerbslosen ausschaut.. Bekommst also garantiert mehr Müll in den Briefkasten.

Kaum hatte ich das gewuppt, kam darauf 15 Bewerbungsaufforderungen zu den derbsten Leihbuden ins
Haus. 2 Wochen später nochmal 10. Der Mist nahm erst nach 3 Monaten ab. War ne echte Vollbeschäftigung.

Mensch könnte ja meinen, das sei zu viel, doch nun gegen diese VV-Flut vor zu gehen, erweist sich oft
schwierig, weil bei diesen VV oft der Name des SB fehlt, somit der Ansprechpartner ermittelt werden
muss.. Naja, wenn mann das dann auch noch eingrenzen will, gleich sein dickes "Q" in der E-Akte bekommt
und darauf noch mehr Heimtücken kennenlernen darf.

Ideal ist ein Mittelmaß hin zu bekommen, worauf sich jedoch zikkige SB,s nicht einlassen, da sie sich auch
als halbe ungelernte Erzieher betrachten.
 
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