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Umstellung auf Rente und Grundsicherung

Rente65

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Ich bin unruhig, da ich sehr wenige Infos zum Übergang von HartzIV zur minimalen Rente plus Grundsicherung habe. Da wir hier in D nichts automatisch bekommen sondern uns selber kümmern müssen, bitte ich euch um Hilfe und Unterstützung.

In einigen Monaten werde ich 65 und bekomme dann wahrscheinlich meine Rente in Höhe von ca. 550€ ausgezahlt. Bekomme ich eine automatische Information über die Höhe und den Beginn von meiner Rentenkasse? Auf jeden Fall muß ich dazu dann noch GruSi beantragen. Welche Stelle ist dann mein Anlaufpunkt? Welche Unterlagen benötige ich?

Wie finanziere ich den Monat der Umstellung? Die ArGe zahlt ja Anfang des Monats, die Rente kommt am Ende des Monats. Also 1 Monat ohne Geld zum Leben und keine Miete?

Welche Leistungen bekomme ich dann nicht mehr? Ich habe was vom Zahnarzt gehört, obwohl ja die Krankenkasse eine Einstufung vornimmt... Werden die Krankenkassenbeiträge weiter gezahlt? Gibt es noch Nachteile, auf die ich vorbereitet sein muß und kann ich dem vorbeugen?

Versteht mich richtig: ich habe schon jetzt kaum genügend Geld, um mein Leben zu bestreiten. Wenn nun irgend etwas bei der Umstellung nicht klappt, bin ich am Ende! Kann ich mir bei einer bestimmten Stelle praktische Hilfe und Begleitung holen?
 

Fraggle

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Hatte da ähnliche Bedenken als ich in Rente ging. Habe dazu einen Thread hier. Schau mal da rein, dort sind wertvolle Informationen enthalten.
Bei mir lief alles relativ glatt.
 

Rente65

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Oh, das sind ja reichlich viele Infos! Danke für den Link!

Den Beiträgen entnehme ich, dass sich die Rentenkasse erst kurz vor der Umstellung ungefragt bei mir meldet? Und ich dann sofort mit diesem Bescheid bei dem JobCenter einen Antrag auf Überbrückungsgeld stellen sollte. Das kriege ich alleine vielleicht gerade noch hin. :icon_frown: Aber ist es dann nicht schon zu spät? Wenn die dann auf Zeit und Hilfe von außen spielen, ist mir nicht wirklich geholfen! Zumindest könnte ich bei meiner WoBau vorab schon mal Bescheid geben, dass sich meine Mietzahlung im Oktober verzögert... und hoffen, dass ich Ende Oktober dann die Rente und die Grundsicherung auf meinem Konto befinden... Toll, dass es bei dir so reibungslos geklappt hat, Fraggle. Leider habe ich keine Behinderung eingetragen, da ginge es wohl schneller?

Bei welcher Stelle beantrage ich denn eigentlich die Grundsicherung? Sozialämter gibt es ja anscheinend nicht mehr. Und das neue Problem, was in deinem Thread aufgetaucht ist, ist die Befreiung durch die GEZ. Ich habe jetzt einen Bescheid, gültig bis 2017 vorliegen. Da melde ich mich also erst mal nicht, oder?

Wie ist das mit dem Zahnarzt? Wird die Instandhaltung meiner Prothese noch übernommen?
 

mathias74

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Bei welcher Stelle beantrage ich denn eigentlich die Grundsicherung? Sozialämter gibt es ja anscheinend nicht mehr.
JC sind ja kein Sozialamt sondern unterstehen der AA.

Natürlich gibt es die Sozialämter noch - die Anträge findest du in deiner Gemeindeverwaltung und die reichen es dann zu der Behörde weiter oder du fährst da selber hin. Mich hat vom Sozialamt auch noch keiner gesehen, sowas läuft alles über die Stadt weil die ja deinen Ausweis sehen wollen.
 

Fraggle

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Das hat nicht mit einer Behinderung zu tun.

Beantragt hatte ich kein Darlehn, sondern eben das Geld zur Überbrückung. Den antrag hatte ich, wie auch geschrieben, schon 2 Monate vor dem eigentlichen Wechsel zur Grundsicherung formlos gestellt. Den eigentlichen Antrag dazu habe ich im letzten Moment dort hin gebracht, weil das JC so spät den Aufhebungsbescheid geschickt hatte. Diesen bescheid brauchst du damit das Sozialamt - Grundsicherung - zuständig ist. Ehe der nicht vorliegt kann nicht bearbeitet werden.

Also vorher schon formlos Grundsicherung beantragen. Dann die Formulare ausfüllen und wenn der Aufhebungsbescheid des JC vorliegt, mit diesen Unterlagen zum Sozialamt hin.
 

Hartzige

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meine Rente in Höhe von ca. 550€ ausgezahlt
Krankenkasse und Pflegeversicherung schon abgezogen? Pflegeversicherung musst Du voll zahlen, Krankenkasse anteilig, Rest die Rentenversicherung.

Ich wurde vom Jobcenter 3 Monate bevor ich 65 (Ende Jan. 15 wurde ich 65) aufgefordert die Rente zu beantragen. Machte ich bei der Gemeinde und ich erhalte Ende des Monats meine erste Altersrente wegen Arbeitslosigkeit, ohne Abzüge, ausgezahlt.
Vom Jobcenter erhielt ich das letzte Geld im Dez. für Januar.
Die Überbrückung nun bis Ende Februar konnte ich privat wuppen, ansonsten hätte ich einen Darlehensantrag, geht auch über die Gemeinde ans Sozialamt, gestellt.

2 Jahre fast habe ich mich der Rente wegen verrückt gemacht und muss sagen, es war umsonst, klappte alles bestens. Vorausgesetzt ich habe die 1. Rente Ende Februar auf dem Konto.
Die Auszahlungsstelle Post/Berlin hat mich jedoch schriftlich benachrichtigt, dass sie angewiesen wurde die Rente ab da und da auszuzahlen.

Wird schon klappen @Rente65
 

Rente65

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Ende Jan. 15 wurde ich 65
Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Allerdings wirft sich jetzt wieder eine Frage auf: du bist -wie ich- Jahrgang 50. Bei Wiki fand ich folgende Tabelle:

Renteneintritt.jpg

Demnach wäre ich 4 Monate nach meinem Geburtstag Anfang Oktober erst rentenberechtigt? Also Februar 2016?
 

Hartzige

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Demnach wäre ich 4 Monate nach meinem Geburtstag Anfang Oktober erst rentenberechtigt? Also Februar 2016?
Ab September bist Du rentenberechtigt evtl. wenn Du die Wartezeiten beieinander hast, sonst mit empfindlichen Abschlägen. Ansonsten erst Febr. 16, da schmeisst Dich das Jobcenter dann ganz raus.

Ja, ich bin Jahrgang 50. Weiss nicht so recht was Du da liest. Wieso 1957????????

1950 steht in Deinem Bild 65 + 4 Monate. Das ist richtig wegen der Rentenzeiterhöhung mit 67 Jahren.

Normalerweise hätte ich also erst im Mai 2015 in Rente gehen können ohne Abschläge. Habe jedoch alle Zeiten beisammen um im Febr. 2015 abschlagsfrei in Altersrente wegen Arbeitslosigkeit zu gehen.

Meine Nettorente ist knapp unter Hartz IV und somit habe ich Wohngeldanspruch, (schon erledigt).
Würde meine Rente nicht reichen, hätte ich bis Mai 15 zusätzlich für 4 Monate, Sozialhilfe beantragen müssen, da die Altersgrundsicherung erst dann möglich ist, wenn das Rentenalter plus der neuen Rentenzeiterhöhung erreicht ist.

Grundsicherung im Alter wäre bei mir also erst im Mai 15 möglich gewesen. Bei Dir wird es wohl genauso sein, rückzahlungsfreie Grundsicherung erst im Febr. 16.

Mit Sozialhilfe bis dahin, versuchen sie es erstmal bei den Kindern.

Es reicht, wenn die Rente 3 Monate vorher beantragt wird. Zumindest war es bei mir so.
Alle anderen Anträge kann man eh erst stellen, wenn der Rentenbescheid da ist.

Wohngeldbewillung innerhalb von 3 Wochen, ebenso die Rentenbewilligung.

Ist Dein Rentenkonto geklärt?, dann geht das nämlich alles easy.
 

Hartzige

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Upps, Nachtrag: ab November 15 bist Du rentenberechtigt.
 

Doppeloma

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Hallo Rente65,

Demnach wäre ich 4 Monate nach meinem Geburtstag Anfang Oktober erst rentenberechtigt? Also Februar 2016?
Das ist richtig, wusstest du das nicht, diese gesetzlichen Verschiebungen des "regulären" Rentenalters gelten doch schon einige Jahre ... hast du nie eine Renteninformation dazu bekommen ???

Woher weißt du aber dann welche Höhe deine Rente mal ungefähr haben wird ... hat das JC dich noch nie aufgefordert deinen Renten-Anspruch ab 63 bei der DRV "prüfen zu lassen", da sind die doch immer ganz scharf drauf ???

Nein du brauchst und solltest deswegen ganz sicher "keine schafenden Hunde" wecken" es wundert mich nur etwas, weil das ja bei vielen LE so gemacht wird ... oft schon wenn sie gerade mal 61/62 Jahre alt geworden sind.

Den Beiträgen entnehme ich, dass sich die Rentenkasse erst kurz vor der Umstellung ungefragt bei mir meldet?
Diese Frage wundert mich allerdings auch etwas, von welcher "Umstellung" schreibst du da ... das geht nicht "automatisch", deine reguläre Altersrente musst du rechtzeitig ganz offiziell bei der DRV beantragen, sonst bekommst du gar nichts auch nicht ab Februar 2016 ... :icon_evil:

Nun ist ja (zum Glück) noch etwas Zeit bis dahin, am Besten machst du spätestens im Sommer mal einen Termin bei einer Beratungsstelle der DRV, dort wird man dir dann bei der Antragstellung behilflich sein und dir auch vorher sagen was du alles mitbringen musst dafür.

Den Antrag soll man ca. 6 Monate vor dem ersten Alters-Rentenmonat stellen, damit alles rechtzeitig erledigt und bearbeitet werden kann bei der DRV, sonst könnte es knapp werden mit der pünktlichen Zahlung deiner ersten Rente im Februar 2016.

Und ich dann sofort mit diesem Bescheid bei dem JobCenter einen Antrag auf Überbrückungsgeld stellen sollte. Das kriege ich alleine vielleicht gerade noch hin.
Wenn du mit der Rente zusätzlich auch Geld aus der Grundsicherung des SGB XII (Sozial-Amt) brauchst dann wird man dich vermutlich direkt dort hin verweisen, da ist das JC dann nicht mehr für dich zuständig.
Es wäre also durchaus günstig wenn du deinen Rentenbescheid nicht erst im Januar 2016 in der Hand hast, denn den wollen die dort auch sehen ehe sie überhaupt einen Antrag annehmen auf Grusi im Alter.

Aber ist es dann nicht schon zu spät? Wenn die dann auf Zeit und Hilfe von außen spielen, ist mir nicht wirklich geholfen!
Auf "Hilfe von Außen" darf man dich natürlich nicht verweisen, die müssen schon zahlen und notfalls hat das JC noch in Vorleistung zu gehen bis die erste Rente wirklich auf dem Konto ist, die dürfen erst einstellen wenn das Grusi-Amt (SGB XII) die laufenden Zahlungen übernommen hat ... und müssen das notfalls untereinander ausgleichen.

Zumindest könnte ich bei meiner WoBau vorab schon mal Bescheid geben, dass sich meine Mietzahlung im Oktober verzögert...
Da wird es also eher um die Miete für den Februar 2016 gehen, denn für Oktober 2015 hast du (wahrscheinlich) noch gar keinen Anspruch auf Altersrente, kläre das bitte unbedingt sehr bald mit der Rentenkasse.

und hoffen, dass ich Ende Oktober dann die Rente und die Grundsicherung auf meinem Konto befinden...
Die Rente wird sicher pünktlich auf deinem Konto sein, wenn du die früh genug beantragt hast und die Grusi wird meines Wissens auch zum Anfang des Monats (im Voraus) überwiesen ... :icon_kinn:

Toll, dass es bei dir so reibungslos geklappt hat, Fraggle. Leider habe ich keine Behinderung eingetragen, da ginge es wohl schneller?
Wie dir schon geschrieben wurde geht es nicht "schneller" wegen einer Behinderung, es gibt aber zusätzliche Möglichkeiten früher in Rente zu gehen, ob du diese Möglichkeiten überhaupt hast kann dir nur die DRV erklären.

Die Altersgrenzen für den Bezug von ALGII wurden allerdings auch an die aktuellen Altersgrenzen für die reguläre Altersrente angepasst, man darf dich also gar nicht zwingen schon eher (mit glatt 65) in Rente zu gehen, wenn du dann in die "normale" Sozial-Hilfe fallen würdest.

§ 7a SGB II Altersgrenze

Außerdem hat gar nicht Jeder den Anspruch erworben in "vorzeitige" Altersrente zu gehen ... das können wir hier aber nicht beurteilen, wie das bei dir aussieht, entsprechend deinem gesamten Arbeitsleben.

Bei welcher Stelle beantrage ich denn eigentlich die Grundsicherung? Sozialämter gibt es ja anscheinend nicht mehr.
Frage bei deiner Stadtverwaltung /Bürgerbüro o. Ä. nach, die sollten dir das beantworten können, es gibt durchaus noch Sozial-Ämter ... oft sitzen die sogar im gleichen Gebäude wie das JC, die sollten dir das (eigentlich) auch beantworten können, schließlich bist du nicht der erste LE dort der in Altersrente gehen wird ...

Und das neue Problem, was in deinem Thread aufgetaucht ist, ist die Befreiung durch die GEZ. Ich habe jetzt einen Bescheid, gültig bis 2017 vorliegen. Da melde ich mich also erst mal nicht, oder?
Wenn du anschließend über den Zuschuss aus der SGB XII-Grusi weiter befreit bist, dann brauchst du dich nicht extra schnell dort melden, es ändert sich ja zunächst mal nichts daran, dass du befreit bist von den Gebühren.

Allerdings solltest du schon mal eine kurze Mitteilung hinschicken, dass du nun in Altersrente bist, wenn sich alles eingepegelt hat, du bist ja auch dort verpflichtet Änderungen der "finanziellen Verhältnisse" mitzuteilen.

Wie ist das mit dem Zahnarzt? Wird die Instandhaltung meiner Prothese noch übernommen?
Wie meinst du das jetzt, das ist doch Sache der Krankenkasse und hat nur vom Betrag her (für die Härtefall-Regelungen) was mit deinem Einkommen zu tun, oder hat das JC davon was übernommen ... kann ich mir nicht vorstellen.

Auch die Zuzahlungsbefreiungen bei der KK sollten weiterhin kein Problem sein, meines Wissen ist es dafür egal von welchem Leistungsträger (SGB II / SGB XII) du dann zukünftig deine sozialen Zuschüsse bekommen wirst.

Die Beträge sind doch fast gleich in beiden Rechtskreisen ... und die Bedingungen für Leistungen des SGB XII eher noch strenger ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

Rente65

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Ich wollte nur Bescheid sagen, dass sich der neue Bezug doch als etwas schwieriger herausgestellt hat, als erwartet. Ich habe mir dann doch Hilfe geholt. Und auch da gab es Probleme.

Stichwort Geburtstag am ERSTEN des Monats! Dann wird nämlich der gesamte Monat angerechnet und ich habe die Rente schon zum 1.2.16 bekommen. Da meine gesamten Bewilligungen aber bis 31.2. liefen (und ich die auch nur einreichen konnten), waren die Sachbearbeiter bei der Grundsicherung natürlich von diesem Sachverhalt ausgegangen und zahlten daher nicht. Ich habe dann die Aufhebung mit dem neuen Datum hin geschickt und bekam die Grundsicherung auch erst Ende des Monats. Daher mußte ich mir nun doch einen Überbrückungskredit bei der ArGe aufnehmen. Den zahle ich nun mit monatlichen Raten von 20.-- € ab.

Beide Gelder bekomme ich nun zum Ende des jeweiligen Monats.
 

Rente65

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Es ist jetzt einige Zeit her und der Wechsel SozHi zu Rente mit GruSi ist gut gelaufen.

Ich habe damals noch Überbrückungsgeld beantragt, weil ja die Zahlungen vom Monatsanfang zum Monatsende nicht so einfach zu wuppen waren. Also bekam ich 2 Darlehen (1. Miete / 2. Regelleistung 404 €), die ich mit je 10€ monatlich zurück zahle.

Heute war ich als Begleitung wieder beim Amt und erfuhr durch Zufall, dass der § 37a SGB XII, zuletzt geändert durch Art. 2 G am 17.8.2017 I 3214, besagt, dass Rentner nur 50% der GruSi zurück zahlen müssen. Also 202€ anstatt 404€.

https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/37a.html

Ich habe jetzt den Inkasso-Service des Arbeitsamtes angeschrieben mit der Bitte um Neuberechnung. Ich finde diese Information sehr wichtig und es hilft vielleicht einigen Rentnern!
 

Rente65

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Mittlerweile habe ich heraus gefunden, dass es wichtig ist, an welcher Stelle man das Überbrückungsgeld beantragt. Die Auskunft damals, selbiges könne nur beim JobCenter beantragt werden, war definitiv falsch!

Hätte ich seinerzeit beim Sozialamt das Überbrückungsgeld gleich mit der GruSi beantragen dürfen (was möglich war!), wäre SGB XII zum Tragen gekommen und nur 50% der GruSi fällig gewesen.

Beim JobCenter beantragte Überbrückungen fallen unter SGB II und sind in voller Höhe zurückzahlbar. Das ist eine Lücke im Gesetz und kann nur durch die Regierung angeglichen werden. Ich versuche jetzt, einen Ansprechpartner im Sozialausschuß zu sprechen, um eine Petition einzureichen.

Herr Spahn wird solche Lücken ja nicht von sich aus schließen, vermute ich mal. Den Abgeordneten, die ich bis jetzt sprechen konnte, war diese unterschiedliche Gesetzeslage für den selben Dienst jedenfalls völlig unbekannt!
 
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Annie

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Vielen Dank für den Tipp!

Das man es nur zu 50% zurückzahlen muss wusste ich auch noch nicht. Da können bestimmt einige Leute noch einen Überprüfungsantrag stellen und ihr Geld zurück kriegen. :peace:
 

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382 € gespart bei Überbrückungsgeld Sozialamt!!! - Darlehen nach § 37a SGB XII -

gegenüber Überbrückungsgeld Jobcenter


Danke super Tip!

Habe heute Bescheid erhalten.

seid alle umarmt :cheer2::peace::feiern:seid alle umarmt :cheer2::peace::feiern:

Jobcenter Köln stellt sich mal wieder tot:

also grundsätzlich HIER im Forum Rat holen, und danach handeln

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und ich habe NUR gewonnen, seit dem ich vor 10 Jahren hier beigetreten bin! DANKE DANKE DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:first::first::first:
 

Kerstin_K

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Wieso spart man bei einem Darlehen?
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hansklein

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Hi Kerstin
wegen §37a SGB XII, Absatz 2
(2) 1Das Darlehen ist in monatlichen Raten in Höhe von 5 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 zu tilgen; insgesamt ist jedoch höchstens ein Betrag in Höhe von 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 zurückzuzahlen. 2Beträgt der monatliche Leistungsanspruch der leistungsberechtigten Person weniger als 5 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28 wird die monatliche Rate nach Satz 1 in Höhe des Leistungsanspruchs festgesetzt.
 
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