Umschulungsträger wechseln - aber wie?

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ExUser 32211

Gast
Guten Morgen,

ich weiß, andere Leute wären froh darüber, in einer Umschulung zu sein, aber ich bin es nicht. Ich absolviere meine Umschulung im kaufmännischen Bereich im Berufsförderungswerk und habe nichts zu tun. Wenn ich es hochrechne, komme ich auf drei Stunden am Tag (von etwa sieben bis acht), an denen ich wirklich arbeite.

Die meiste Zeit sitze ich entweder am Rechner oder habe Pause. Für einen Arbeitstag bekommen wir sogenannte Lernaufträge, in denen wir eigenständig kaufmännisches Grundwissen erarbeiten sollen. So etwas wie Frontalunterricht oder ein Mix aus Frontalunterricht und Praxis gibt es hier nicht, obwohl (!) es vorher mindestens von drei verschiedenen Leuten aus der "Obrigkeit" angekündigt wurde.
Textverarbeitung - da bekommt man ein Zettel mit Nummerierungs- und Aufzählungszeichen in die Hand gedrückt und dann heißt es, "machen Sie das jetzt mal bis 15 Uhr" (Feierabend). Habe ich auch innerhalb von 5 Minuten fertig. Mehr Aufgaben, klar, die gibts. Fordere ich auch ein, wenn ich fertig bin. Leider bleiben die Aufgaben von der Grundthematik her gleich.

Oder es hieß auch vor der Umschulung, dass wir jeder in unsere eigene Berufsgruppe kommen, also Bürokaufleute zu Bürokaufleute, Speditionskaufleute zu Spedis usw. Nein, wir bleiben jetzt in gemischten Gruppen und das bis zu den Sommerferien bzw. zum ersten Praktikum. Was danach kommt, wissen die Verantwortlichen nicht so genau.

Es hat eine Woche gedauert, ehe wir einen Stundenplan bekamen und ebenso lange hat es gedauert, bis wir mal Unterrichtsmaterialien bekamen, sprich Schreibblock, Kugelschreiber, Schnellhefter. Unser Integrationsmanager hat von nichts eine Ahnung. Nächste Woche sollen wir uns schonmal für das Praktikum in diesem Sommer bewerben. Wo gibt's hier auf dem Gelände das Fotostudio für die Bewerbungsfotos? Weiß er nicht. Kann man in dem bfw-internen Laden Bewerbungsmappen kaufen? Weiß er auch nicht. Wie wird diese Bewerbungswoche von statten gehen? Kann er auch noch nicht sagen :icon_klatsch:

Seit über einem halben Jahr geht das schon so - im Vorbereitungssemester, das der Umschulung im bfw vorausgeht, war ich nämlich auch. Ich sage euch, (und ohne es böse zu meinen) für Leute, die etwas mehr im Kopf haben, eine reine Lebenszeitverschwendung, wenn da nicht die Umschulung am Ende des Semesters wäre. Anderen Leuten erging und ergeht es mit der Unterforderung nämlich ebenso.

Habe auch mit dem Integrationsmanager (der, der sich so gut vorher informieren kann) über diese Unterforderung gesprochen und ihm gesagt, dass ich bald den Träger wechseln will. Da hat er mir angeboten, die Umschulung zu verkürzen. Ich habe ihm erwidert, dass ich vor fünf Jahren das letzte Mal theoretischen Unterricht in der Berufsschule hatte (hatte eine kaufmännische Ausbildung absolviert, die ich aus psychisch-krankheitsbedingten Gründen abbrechen musste) - außerdem: Wenn das mit den Lehrbüchern so läuft wie mit den Materialien, dann Prost Mahlzeit. Dann hat er mir eher schwammig als konkret angeboten, ich könne eine betriebliche Ausbildung im bfw machen. Ein verlockendes Angebot, nur wer zahlt dann meine Miete? Auf einen Kampf mit den Behörden habe ich kaum Lust, zumal es schon ein Kampf war, diese Umschulung zu bekommen.

Meinen Reha-Berater bei der Agentur für Arbeit muss ich mittlerweile auch wieder hinterherschreiben bzw. -rennen, weil der sich trotz dringender Bitte um einen schnellen Termin, seit einer Woche nicht meldet und ich die Befürchtung habe, nächste Woche bei ihm persönlich vorbei zu kommen, weil er nicht reagiert.

Was soll ich tun? Langsam weiß ich wirklich nicht mehr weiter :confused: :icon_neutral:

Danke und viele Grüße,

Petite Biscuit
 

KARLderWEHRER

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Hallo,

hast du hierzu einen Vertrag mit dem BFW?

Schau mal dort rein, ob dort irgendetwas steht, mit vorzeitiger Vertragsbeendigung. Allerdings solltest du unbedingt mit deinem PAP beim JC/Arbeitsagentur sprechen.
 

hartz5

VIP Nutzer*in
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Wenn es eine Umschulung ist, die mit einem IHK-Abschluss enden soll, dann wende Dich an die IHK und schildere die Zustände.
Wende Dich auch an die Stelle, die Deine Umschulung finanziert.
 

Suppensusi

Neu hier...
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21 Februar 2013
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Hallo,

ich bin neu hier in dem Forum und kann die o.g. Zustände in dem Bfw nur bestätigen.
Auch ich habe gerade mit der Umschulung im kaufmännischen Bereich angefangen und vorher einen sogenannten Rehavorbereitungslehrgang gemacht.

Bei mir hat die geschilderte Situation schon gesundheitliche Auswirkungen.
Ich habe schon versucht den Bildungsträger zu wechseln, aber das scheint laut meiner Rehaberaterin ausgeschlossen zu sein, da sie mit dem Bfw zufrieden ist.
Es muss wirklich was passieren. Ich habe zwei Jahre gekämpft, um diese Umschulung zu bekommen.

Bei wem hast du dich denn schon beschwert? Vielleicht können wir zusammen etwas schriftlich verfassen und noch andere ins Boot holen!?
Allerdings musste ich bis jetzt feststellen, dass zwar viele sehr unzufrieden sind, sich aber nicht offiziell beschweren mögen.

Viele Grüße

Suppensusi
 

Zeitenwende

Elo-User*in
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18 März 2011
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Hallo ,
das ganze kommt mir sehr bekannt vor :eek: Berufsförderungswerk .
Im Unterricht sitzen und kein Ausbilder ist da ...ich war jetzt knapp 1,5 Jahre in einem Berufsförderungswerk , die umbedingt mich darauf gedrängt haben nach der 6 Wochen langen Berufsfindungsphase , das ich meine Umschulung nur im BFW machen darf und auch nur als Bürokauffrau . :eek: Hatte mich dann soweit noch durchsetzen können als KIG umgeschult zu werden ,weil es laut der Info keine Umschulung als IK im Teletouring Bereich mehr geben würde... Als Kig angefangen und es kam raus das die IKs doch auch Teilzeitmässig ausgebildet werden , Trägergerspräch mit der Rehaträger der auch sagte wir hätten sie von Anfang an zu gelassen als IK . :icon_neutral:
Umwechsel nach einem halben Jahr KIG auf IK ( ein halbes Jahr umsonst ,dank falscher Info des Berufsförderungswerkes) ...
leider aus gesundheitlichen Gründen im Februar auf Eis gelegt ( die nichts mit meiner Grunderkrankung zu tun hatte ) , nächste Woche Mittwoch habe ich ein Trägergespräch , an sich könnte ich im Mai wieder im BFW einsteigen allerdings auch wieder fast ein Neuanfang weil ich wieder in einen Kurs zurück müsste...

Ich habe mich bei der DAA informier die bei mir um die Ecke liegt , wo ich am Di ein Gespräch habe .Soweit wie ich es im Hinterkopf habe dürfte die Umschulung dort auch für meinen Träger billiger sein . Klar auch ohne psychologischen und medizinischen Dienst , den ich allerdings auch im BFW bis auf 2 mal nie in Anspruch genommen habe.
2,5 Stunden weniger Fahrzeit , es währe für mich an sich auch stressfreier und ich könnte die Zeit auch mehr zum lernen nutzen und für meine Kinder.
Ob das klappt wie ich möchte weiß ich nicht aber ins BFW will ich an sich nicht wieder zurück .

LG
Tina
 

Zeitenwende

Elo-User*in
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18 März 2011
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Hatte heute das Gespräch bei der DAA wegen der gleichen Umschulung , wenn ich jetzt sage das ich fast rückwärts vom Stuhl gefallen bin ist die andere Sache.

Kleiner Klassen höchstbesetzung mit maximal 9 Teilnehmern ... im BFW waren wir 27 Teilnehmer . :eek:
Mischung aus Modulsystem und Frontalunterricht genauso wie beim BFW , die Umschulung ist knapp 2 Monate kürzer...jeder Woche bis alle 3 Wochen Klausuren . BFW war einmal im Monat.
Zur Veranstaltungskauffrau hat er mir abgeraten , die Arbeitsmarktchance danach ist sehr schlecht momentan .

Morgen ist das Gespräch bei der Rehaabteilung ,warten wir mal ab .
 
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