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Umschulung zur Altenpflegerin, falsches Verspreches der SB

Dirk1972NRW

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Hallo,

ich schreibe hier für meine Freundin. Sie wollte sich selber anmelden, aber irgendwas stimmt da mit der Registrierung nicht. Aber ok, zum Thema:

Sie ist gelernte Bürokauffrau seit 2010, hat aber in diesem Beruf keine dauerhafte Anstellung gefunden, trotz ungezählter Bewerbungen.

Da sie, einige Jahr zuvor schon einige Jahre Erfahrungen in der Behinderten- und auch Altenpflege gesammelt hat, dazu im letzten Jahr ihren inzwischen verstorbenen Vater gepflegt hat, möchte sie gerne eine Ausbildung/Umschulung zur examinierten Altenpflegerin machen (3 Jahre Ausbildungszeit).
Im Frühjahr musste sie auf Geheiß ihrer SB noch ein 6 wöchiges Bewerbungstraining absolvieren. Der Unsinn dieser Maßnahmen ist ja hinreichend bekannt. Selbst dort teilte man ihr aber mit, dass im kaufmännischen Bereich quasi unmöglich ist, noch was zu finden, wenn man von geringfügiger Beschäftigung einmal absieht.

Beim nächsten Termin bei ihrer SB teilte sie dann auch mit, dass sie gerne die Pflegeausbildung machen würde. Darauf hieß es seitens der SB, dass dies kein Problem sei, sie diese Ausbildung auch locker durchbekäme, sie müsse nur vorher ein 4 wöchiges Praktikum in einem Altenheim durchführen.
Dies geschah dann auch im Sommer diesen Jahres. Letzte Woche war dann der nächste Termin bei ihrer SB und dort hieß es auf einmal, dass der Kreis Steinfurt eh keine 3 jährigen Altenpflegeausbildungen bezahlen würde, sie davon eh nie ein Wort von sich gegeben hätte. Dafür möchte sie meine Freundin schnellstmöglichst in einen Brückenjob stecken und wenn sie bis Frühjahr 2015 keinen eigeneständigen Ausbildungsplatz vorweisen könne, in die einjährige Altenpflegehilfeausbildung stecken werde.
Diese ist allerdings komplett sinnbefreit, man hat in diesm Bereich so keinerlei Befugnisse, es ist kaum möglich, damit eine Anstellung zu finden.

Leider fanden alle Gespräche ohne Zeugen statt, auch hat sie leider nichts schriftliches in der Hand.

Nun meine Fragen:
Kann die SB so handeln, stimmt es, dass der Kreis Steinfurt diese Umschulungen generell nicht bezahlt? Ich persönlich habe im Bekanntenkreis, indem es auch Leute aus diesem Kreis gibt, andere Dinge gehört.
Was kann sie hier machen? Es kann ja nicht sein, dass hier erst vollmundige Versprechen abgegeben werden und dann auf einmal angeblich nichts davon gesagt wurde. Sollte sie die Ausbildung finanziert bekommen, gäbe es auch ein Altenheim, welches sie sofort nehmen würde, aber eben die Ausbildungskosten selber nicht tragen kann/will.

LG
 

gelibeh

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Das Problem ist, dass sie nichts davon beweisen kann.

Was ist denn ein Brückenjob? Und ich glaube nicht, dass man jemanden für diese einjährige Ausbildung zuweisen kann.
 

Dirk1972NRW

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Ich poste einfach mal einen Link zum Brückjob ein.

Das ist damit gemeint.

jobcenter - Kreis Steinfurt // Arbeitsgelegenheiten (Brückenjob)

Ja, das Problem ist leider wirklich, dass sie nichts von dem beweisen kann. Aber es muss ja eine Möglichkeit geben.

Ich weiß es nicht, ob es rechtlich möglich ist, sie in so eine einjährige "Ausbildung" ohne späteren Nutzwert schicken kann.
 

gelibeh

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Ah ja, also ein EEJ. Den soll man jemanden aber erst zuweisen, wenn alle andere Möglichkeiten versagt haben. Das passt aber nicht damit zusammen, dass mal ihr danach diese Ausbildung geben will. Schade, dass niemand dabei war, der das gehört hat. Das wäre ein guter Grund, um den EEJ abzubügeln.

Das ist eine Optionskommune, oder?
 

Dirk1972NRW

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Ja, quasi ein 1 Euro Job.

Nun fällt mir aber gerade noch was ein. Sie sagte wohl selbst, dass diese nur für Langzeitsarbeitslose wäre, da die aber im letzten Jahr bis Ende November in der Angehörigenpflege war, sagte auch besagte SB, dass sie danach erstmal nicht als langzeitarbeitslos gelte, sondern erst wieder nach 2 Jahren.
Was ist daran?

Ja, der Kreis Steinfurt ist eine Optionskomune. Hat das besondere Auswirkungen, bzw. ticken die Uhren dort anders?

Ja, es ist wirklich schade, dass es keine Zeuge gibt. Diese SB widerspricht sich mit jedem zweiten Satz. Ich war auch, allerdings eben nicht bei diesen beiden Gesprächen, schonmal dabei. Man merkt dieser Frau regelrecht an, wie sie auf Krawall gebürstet ist. Sie meinte damals auch zu mir, ich solle den Raum verlassen, Zeugen wäre dort nicht üblich. Nun, ich widersprach ihr, worauf sie äußerst widerwillig klein bei gab.
 

gelibeh

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Ja, der Kreis Steinfurt ist eine Optionskomune. Hat das besondere Auswirkungen, bzw. ticken die Uhren dort anders?
Natürlich. Die basteln sich gerne ihr eigenes Recht.

Mit dem EEJ abwarten, ob und was da kommt. Es gibt da einige Angriffsmöglichkeiten.
 

Dirk1972NRW

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Ok, ob die sich ihr eigenes Recht basteln, muss sich dahingehend ja noch erweisen, ob dies dann auch rechtmäßig ist.
Seit wann schlägt Kommune den Bund, sprich das SGB2?

Welche Angriffsmöglichkeiten gäbe es gegen den 1 Euro Job? Zielführend ist das ja, speziell in diesem Fall, mal überhaupt nicht (ok, kommt auf die Sichtweise an).
 

silka

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Ja, quasi ein 1 Euro Job.

Nun fällt mir aber gerade noch was ein. Sie sagte wohl selbst, dass diese nur für Langzeitsarbeitslose wäre, da die aber im letzten Jahr bis Ende November in der Angehörigenpflege war, sagte auch besagte SB, dass sie danach erstmal nicht als langzeitarbeitslos gelte, sondern erst wieder nach 2 Jahren.
Was ist daran?
Ja, der Kreis Steinfurt ist eine Optionskomune. Hat das besondere Auswirkungen, bzw. ticken die Uhren dort anders?.
Deine Freundin sollte am besten selbst auf die Suche nach einer Ausbildungsstelle gehen und sich nicht auf Diffuses und Widersprüchliches der SB verlassen. Damit ist sie in Jahren noch verlassen und ohne Job.
Es geht ja hier offenbar um eine geförderte Ausbildung und DIE will das JC nicht zahlen.
Wenn deine Freundin schon in der Pflege ( innerhalb der Familie) tätig ist bzw. war, hat sie mE. gute Voraussetzungen.
Die SB wird trotzdem nur daran interessiert sein, deine Freundin in irgendwas zu vermitteln, damit sie aus jeder Statistik fällt.
Ob sie derzeit als nicht LZA sondern nur als "einfach" arbeitslos gilt, ist doch nur Statistik-Tabellen-Schwindelei.
Das hilft gar nicht!
 

gelibeh

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Welche Angriffsmöglichkeiten gäbe es gegen den 1 Euro Job? Zielführend ist das ja, speziell in diesem Fall, mal überhaupt nicht (ok, kommt auf die Sichtweise an).
Die Zuweisung wäre zu prüfen, ob die den Vorgaben des BSG standhält und wenn sie in einer EGV zu Bewerbungen aufgefordert wird, dann ist das auch ein Indiz, dass sie ja nicht so ganz arbeitsfern sein kann und einen EEJ braucht. Das würde ich dem SB aber nicht auf die Nase binden. Lasst ihn die Fehler machen.
 

Headi

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In Sachen Ausbildung kannst du das Jobcenter vergessen!

Ich habe das Thema selbst schon durch! Man kann nichts machen, außer sich nen guten Anwalt zu suchen!

Man spricht immer davon, dass in Deutschland Fachkräfte fehlen. Nur werden darf man keine!

Hast du in der heutigen Zeit keine abgeschlossene Ausbildung machst du gar nichts!
Du kannst dich von den Zeitarbeitsfirmen ausnehmen lassen und weiterhin Hartz IV aufstocken!

Zurück zum Thema:

Das größte Problem ist, dass kaum ein Hartz IV Empfänger seine Rechte kennt! Hätte ich dieses Forum ein paar Jahre vorher gekannt, würde es mir vermutlich heute besser gehen!

Für jedes Gespräch, welches man bei seinem Fallmanager hat gilt folgender Grundsatz: Ohne Beistand, ohne schriftliche zusagen geht gar nichts!

Die Idioten erzählen immer viel, wenn ein Tag lang ist!
In meiner EGV stand sogar mal drinnen, dass man mich bei der Suche nach einer Ausbildung unterstützt!

Getan hat man es nicht! Ich war aber seinerzeit nicht schlau genug, mich dagegen zur Wehr zu setzen.

Das läuft aber mittlerweile alles ganz anders ab!

Ich habe gerade einen Lehrgang im Wert von 8500 Euro hinter mir. Trotzdem stehe ich mangels fehlender Beruferfahrung blöd da.
Das erzähle ich meinem Fallmanager aber schon seit Jahren! ne Ausbildung wollte ich immer nachholen, nur ist das mit Kindern nicht möglich.
 

elo237

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es gibt vom JC keine Umschulung

bei der man in dem Beruf sofort richtig anfangen kann

es sind immer nur Schnupperkurse :icon_mrgreen:
 

Lilastern

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es gibt vom JC keine Umschulung

bei der man in dem Beruf sofort richtig anfangen kann

es sind immer nur Schnupperkurse :icon_mrgreen:
Dann sind wohl diese Eingliederungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose auch nur mit mehreren Praktikas verbunden. Und nach dem Praktikum steht man wieder mit den gleichen Problemen dar.

Aber wenn du schreibst, du kannst wegen deinen Kindern keine Ausbildung machen. Aber im Pflegebereich gibt es doch auch Träger die eine Ausbildung im Altenpflegebereich in Teilzeit anbieten. Das hat mir eine alleinerziehende Mutter erzählt, die das auch macht.
 

Headi

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Nach 4 Wochen Praktikum bekommste nen feuchten Händedruck und darfst gehen! Der Arbeitgeber freut sich dann auf den nächsten Idioten, den das Jobcenter vermittelt!

Der nette Fallmanager bekommt dann sicherlich noch ne Provision dafür!
 

kunde 33

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Das Amt bezahlt Deiner Freundin wenn's hochkommt eine Ausbildung zur Pflegehelferin.

Diese Kurse werden von vielen "Bildungsträgern" angeboten. Nach Abschluss der "Ausbildung" erhält Deine Freundin dann ein "Zertifikat".

Inwieweit diese verkürzte "Ausbildung" Deiner Freundin zusagt, muss sie selbst entscheiden. Sie ist dann nur "Hilfskraft" und keine "Fachkraft", und macht im wesentlichen die Tätigkeiten, die auch ein Angehöriger, der ein Familienmitglied pflegt, machen würde.

Hier mal ein etwas älterer Artikel zu diesem Thema:

Grundqualifizierung Pflege - Sackgasse oder Chance? - Special - Stiftung Warentest

Natürlich werden auch in der Pflege "händeringend Arbeitskräfte gesucht". Aber eben "geringqualifizierte Arbeitskräfte", frei nach dem Motto: wir brauchen Pflegekräfte, aber schön billig müssen sie sein.
 

Headi

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Was hat man dann von einem Zertifikat? Nichts! Eine AUSBILDUNG ist das oberste Gebot!

Nochmal auf das Thema Praktikum zurück!
Sowas sollte man echt nur machen, wenn man nen sehr guten Draht zum Betrieb hat!
Gerade die Altenzentren stehen oft unter Städtischer Leitung, und die Städte arbeiten mit den Jobcentern zusammen!
Somit vermittelt man dann immer wieder Hartz Ivler, die für 4 Wochen nen Praktikum in der Pflege machen wollen!
Das dient nur dazu Geld zu sparen. Wenn du fertig bist, kommt der nächste. Es gibt ja schließlich genug Arbeitslose in den Komunen!

Unsere Stadt handhabt das mit ihren Technischen Betrieben auch so. Dort landen dann die armen 1-Eurojobber und dürfen die Müllabfuhr und die Grünflächenmitarbeiter unterstützen!
 

Lilastern

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@Ebolakunde;

Eben nicht. Ich muss noch dazu sagen, sie hatte mit der Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen und wurde Schwanger. Da war sie aber noch in der Probezeit. Sie selber hat die Schwangerschaft während der Probezeit verschwiegen.

Aber Ihre Kollegin hat den Chef darüber unterrichtet. Ihr wurde noch in der Probezeit gekündigt.

Jetzt macht Sie ihre Ausbildung in Teilzeit fertig.
 
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