• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Umschulung zeitl. Abfolge bis Genehmigung durch BA

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

HeinzPlenk

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Jan 2010
Beiträge
5
Gefällt mir
0
#1
Hallo!

Bin gerade dabei einen Bildungsgutschein von der BA zwecks Umschulung zum Bürokaufmann durchzuboxen.

Meine Berufsberaterin hat mir per Mail mitgeteilt, ich solle zunächst einen Umschulungsvertrag zwischen mir und dem Ausbildungsbetrieb abschließen, indem mir eine Ausbildungsvergütung zugesichert wird.

Zudem werde eine "Kammerzusage" benötigt, damit die reguläre Ausbildungszeit um mind. 1/3 verkürzt werden kann.

Wenn meiner Berufsberaterin diese Unterlagen vorlägen, könne sie mir einen Bildungsgutschein aushändigen.

Jetzt habe ich mit meinem eventuellem Umschulungsbetrieb gesprochen und mir wurde gesagt, dass dieser Ablauf völliger blödsinn sein denn:

- Zunächst müsse ein Bildungsgutschein ausgehändigt werden.
- Dann werde ein Umschulungsvertrag abgeschlossen, in dem steht, dass die BA der Kostenträger der Umschulung ist (also keine Ausbildungsvergütung von Seiten des Betriebes).


Außerdem habe ich die Auflage bekommen, mich bis Ende des Monats auf mindestens 6 Stellen zu bewerben.


Warum will meine Berufsberaterin eine Zusage vom Umschulungsbetrieb zwecks Ausbildungsvergütung, damit sie mir einen Bildungsgutschein ausstellen kann? Ist ein Bildungsgutschein nicht quasi eine Ausbildungsvergütung seitens der BA?

Warum soll ich mich zusätzlich auf Stellen bewerben, wenn abgesprochen ist, dass ich mich um eine Umschulung kümmere und was passiert, wenn ich diese Bewerbungen nicht vorweisen kann?



Beste Grüße

Heinz
 

martinpluto

Elo-User/in
Mitglied seit
4 Nov 2005
Beiträge
609
Gefällt mir
189
#2
Kann es sein dass da zwei Unterschiedliche Dinge zusammengewürfelt werden? Bei dem Bildungsgutschein geht es lediglich um die Kosten für die Bildungsmaßnahme (und die Fahrkosten). Eine Umschulung ist eher eine ersatzweise Ausbildung über die Arge und ein anderer Sachverhalt
 

HeinzPlenk

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Jan 2010
Beiträge
5
Gefällt mir
0
#3
Hallo martinpluto!

Nach meinem Kenntnisstand ist eine Umschulung eine Bildungsmaßnahme der Arbeitsagenturen oder Jobcenter, die über den Bildungsgutschein finanziert wird.
 

martinpluto

Elo-User/in
Mitglied seit
4 Nov 2005
Beiträge
609
Gefällt mir
189
#4
Ja, vielleicht geht das auch: Dazu im SGB III nachlesen (dejure.org zum Beispiel); dort ist der Bildungsgutschein erwähnt; demnach müsste irgendwo dort auch eine eventuelle Umschulung stehen (les mal den dabeistehenden Paragrafen nach)
 

martinpluto

Elo-User/in
Mitglied seit
4 Nov 2005
Beiträge
609
Gefällt mir
189
#6
Noch ein Tipp: Nach diesem SGB III können Fahrtkosten erstattet werden für eine Bildungsmaßnahme. Achtung! diese Erstattung ist rechtlich nicht verbindlich (du hast keinen Rechtsanspruch)! Genau wie bei den Bewerbungskosten, da zahlen die auch was sie lustig sind. Es wäre eine Überlegung wert sich die Übernahme der Fahrkosten schriftlich verbindlich zusichern zu lassen (die Arge ist immer zuständig und nicht der Träger!)
 

HeinzPlenk

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Jan 2010
Beiträge
5
Gefällt mir
0
#7
Habe ich Dich richtig verstanden - immer wenn im SGB III "kann" oder "können" anstatt z.B. "Anspruch" o.ä. verwendet wird, liegt es im ermessen der (in meinem Fall) Arbeitsagentur bzw. des Berufsberaters?
 

hergau

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Aug 2009
Beiträge
1.103
Gefällt mir
152
#8
Habe ich Dich richtig verstanden - immer wenn im SGB III "kann" oder "können" anstatt z.B. "Anspruch" o.ä. verwendet wird, liegt es im ermessen der (in meinem Fall) Arbeitsagentur bzw. des Berufsberaters?
Richtig.
Ich kann Dir auch 100 Euro schenken.
Damit habe ich jetzt aber nicht gesagt, das ich das auch tun werde.

Es gibt "Kann" , "Soll" und "Muß"
 

martinpluto

Elo-User/in
Mitglied seit
4 Nov 2005
Beiträge
609
Gefällt mir
189
#9
Auch wenn die Arge das ganze zu Papier bringt schreibt die meist nur: Fahrkosten können übernommen werden nach §bla bla...
Dann bleibt das ganze aber immer noch unverbindlich
 

HeinzPlenk

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
26 Jan 2010
Beiträge
5
Gefällt mir
0
#10
Ich dachte immer, wenn jetzt beispielsweise Fahrkosten nach §blabla erstattet werden können, so bezöge sich dieses "können" darauf, dass ICH sie mir erstatten lassen kann, aber nicht "muss".

Oder davon die Rede ist, dass ich eine Umschulung machen kann, heißt ja nicht das ich muss.

Wenn ich meinem Berufsberater jetzt z.B. sage laut SGB III §77 können mir Fahrtkosten erstattet werden, könnte er sagen "ja können aber nicht müssen" ohne diese Ablehnung in irgend einer Form zu begründen?
 

martinpluto

Elo-User/in
Mitglied seit
4 Nov 2005
Beiträge
609
Gefällt mir
189
#11
Genau, die Fahrkosten und die ganze Bildungsmaßnahme kann von der Arge nach Belieben festgesetzt werden (die haben natürlich schon ihre Kriterien; entscheidend ist aber du hast auf nichts eine rechtlichen Anspruch).
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten