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Umschulung wird von vornherein verweigert

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pumuckel2203

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#1
Moin,

ich möchte meinem Ärger mal Luft machen, im Bereich Umschulung. Kurz was zu mir persönlich: Ich bin 39 Jahre alt, habe 1990 meine Ausbildung zum Bergmechaniker (Steinkohlebergbau) beendet. Bin danach zum Grundwehrdienst gezogen worden, zum Grundwehrdienst und habe in dieser Zeit eine Ausbildung zum Materialbuchhalter gemacht. Als ich vom Bund zurück kam starb der Bergbau langsam aber sicher aus. Das war so um den Zeitpunkt 1992/1993, von daher fand ich keine Job mehr als Bergmechaniker. Da hab ich mir gedacht, da der Bergbau keine Zukunft hat, baue ich einfach mal auf den Materialbuchhalter auf den ich beim Bund gemacht habe, und wechsel in den Lagerbereich. Hier arbeitet ich mich dann, in den Jahren 1993 – 2009 bei diversen Arbeitgebern, ohne eine weitere Ausbildung/Prüfung oder Unterstützung vom Arbeitsamt, vom kleinen Kommissionierer bis zum Lagerverwalter hoch. Während dieser Zeit erlitt ich einen akuten Bandscheibenvorfall und im Jahre 2003 einen massiven Burnout, bis es letztlich im Februar 2009 zur Kündigung meinerseits auf anraten meiner Ärzte kam.
Soweit zur Vorgeschichte.

Dann ging es zum Arbeitsamt. Ich meldete mich arbeitslos, mit dem gesundheitlichen Attest vom Hausarzt, dass ich meinen zuletzt ausgeübten Job nicht weiter ausführen konnte (aus psychologischen Gründen). Auf dieses Attest wurde nicht weiter eingegangen, ich hatte keinen Termin beim Amtsarzt oder sonstiges, ich hatte den Eindruck, dass das niemanden groß interessiert. Ich bekam ganz normal die Berechnung für ALG I und sonst nichts weiter. Dann kam das so genannte Profiling, was für mich im Grunde so ein lapidar Profiling war, ein standardmäßiger Ablauf, ohne in irgendeiner Form auf Besonderheiten einzugehen. Natürlich durfte auch die ELG nicht fehlen, woraus hervorgeht, dass ich mich 2-3x wöchentlich bewerben soll. Natürlich auch sofort mit der Angabe, mich verstärkt bei Zeitarbeitsfirmen zu bewerben.

Dann sprachen wir in der Familie darüber, ob nicht vielleicht eine Umschulung besser wäre, oder die Gedanken schwirrten immer mehr zu einer Umschulung. Da dachte ich mir, bei meinem zweiten Gespräch beim Arbeitsamt, zur Vorlage meiner Eigenbemühungen, spreche ich das Thema doch einfach mal an. Nachdem das Gespräch soweit vorgeschritten war, dass wir meine Eigenbemühungen durchgegangen waren, stellte ich dann die alles entscheidende Frage: Wie sieht es denn mit einer Umschulung aus? Mir wurde sofort entgegnet, da wäre ja kein Geld für da, auf dem Flur warten noch andere Leute die einen Termin haben, und ich hätte ja eine Ausbildung als Bergmechaniker im Bergbau und Umschulungen wären nur für Leute die nichts gelernt haben. :confused: Da dachte ich mir, Umschulung....heißt doch eigentlich, dass Leute die in ihrem alten Beruf keine Job bekommen, umgeschult werden. Noch mal zur Erinnerung, alles was ich nach dem Bergmechaniker gemacht habe, habe ich mir sozusagen selbst beigebracht. Ich sagte der Dame, dass ich ihre Aussage nicht nachvollziehen kann, und jetzt kommt der Knaller. Während dieser Frage, stand die Dame vom Arbeitsamt auf, öffnete die Türe und gab mir zu verstehen, höfflich aber bestimmend, dass wie oben schon erwähnt, noch andere Leute auf dem Flur sitzen und auf ihren Termin warten. Sie wünschte mir ein schönes Wochenende und ich war entlassen. :icon_eek:
Da ich mich mit so einer Aussage jedoch nicht zufrieden geben wollte, versuchte ich über die Hotline des Arbeitsamtes einen Termin zur Beratung einer Umschulung zu bekommen. Hier wurde ich direkt gefragt ob ich mir schon Gedanken gemacht habe, in welchem Bereich ich die Umschulung machen wolle. Ich gab dann im Bereich Natur und Umwelt (Gärtner, Landschaftspfleger, Abfallentsorgung usw.). Ok, sagte die Dame, es wird sich jemand bei ihnen melden. Nach ca. 2 Stunden bekam ich einen Anruf vom Arbeitsamt. Diese Dame sagte dann zu mir, sie wisse nicht wo mein Problem sei, dieses Thema hätte man ja bei meinem letzten Gespräch schon ausführlich besprochen. Während des Gespräches stellte die Dame fest, kaum zu glauben, dass der Bergbau (also mein erlernter Beruf) tot sei. Ich versuchte der Dame dann auch noch mal meinen Fall zu erläutern, dass ich mich alleine im Lagerbereich hochgearbeitet habe, und in meinem erlernten Beruf keine Aussicht auf Anstellung gibt usw. usw. Sie entgegnete mir immer nur eine Satz, sie könne mich ja verstehen, aber wenn ich mich beschweren wolle, wäre ich bei ihr an der falschen Adresse. Auf meine Rückfrage an wen ich mich denn wenden könne, kommt der Hammerspruch der Dame, sie sagte: Sie haben Gesetzesgrundlagen nach denen sie sich zu richten haben, sie mache die Gesetze nicht, dann müsse ich mich an die Bundesregierung wenden!:confused::icon_neutral: Da war ich platt!!
Man merkte in diesem Gespräch, dass dieses Thema sofort im Keim erstickt werden sollte. Ich fragte auch nach einem Berufsorientierungsseminar bzw. nach einem Termin um mein Anliegen persönlich vorzutragen. Daraufhin entgegnete sie mir, wenn eine Umschulung bewilligt wird, dann nur aus gesundheitlichen Gründen, da ich ja einen Beruf erlernt habe, alles andere würde nicht gehen.
Man merkte der Dame an, dass sie durch meine Rückfragen immer mehr ins schleudern kam und extrem genervt war. Das Gespräch wurde dann abrupt beendet, mit der Aussage, man schicke mir jetzt Unterlagen zu, um meinen Gesundheitszustand zu überprüfen, um dann zu prüfen ob ich für eine Umschulung in Frage kommen würde. Also habe ich keinen Termin zur Beratung bekommen, lassen wir mal den gesundheitlichen Aspekt außen vor. Man weigert sich mit Händen und Füßen gegen ein Beratungsgespräch.

Meine eigentlich Frage, die sich mir stellt, ich lasse bewusst den gesundheitlichen Aspekt außen vor. Nehmen wir „nur“ den Sachverhalt, dass ich in meinem erlernten Beruf keine Aussicht auf einen Job habe, und ich den Lagerverwalter eigentlich nie wirklich richtig mit Prüfung usw. erlernt habe. Ist es nicht allein auf Grund dessen schon gegeben eine Umschulung zu beantragen? Oder ist es wirklich nur möglich aus gesundheitlichen Gründen beim Thema Umschulung etwas zu erreichen?

Ich finde es einfach eine Unverschämtheit wie mit Leuten umgegangen wird, die sich nie großartig vom Arbeitsamt Hilfe geholt haben oder unterstützt wurden, behandelt werden. Versteht mich nicht falsch, aber ich werde das so nicht auf mir sitzen lassen können. Wäre nett, wenn ihr ein paar Ideen oder Hilfestellungen zu diesem Thema hättet.
 

Rounddancer

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#2
Hm, hast Du schon mal versucht, bei der für Dich zuletzt zuständigen Berufsgenossenschaft Deinen Fall zu schildern und eine Umschulung zu beantragen?

Allerdings: Garnten- und Landschaftsbau haben schon massig Probleme, richtig bezahlte Stellen zu halten,-
denn gerade da fuhrwerken irgendewelche gemeinnützigen GmbH's herum, schnappen den richtigen Garten- und Landschaftsbauern, etc. die Aufträge weg,- um ihre Ein-Euro-Jobber, etc. zu beschäftigen ...

Aber generell ist es schon gut, wenn Du auf die Frage, was Du machen möchtest, vorbereitet bist.
 

pumuckel2203

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#3
Nein, dort habe ich noch nicht nachgefragt, da ich noch ziemlich am Anfang meiner Bemühungen stehe. Im Moment weiß ich ja nicht einmal was ich für Möglichkeiten habe um meine "Forderung" durchzusetzen, da ich von vornherein telefonisch abgewimmelt werde. Ich hatte ja um einen Beratungstermin gebeten, der mir jedoch verwehrt wurde.
 

blinky

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#4
Ich hatte 1997 bis 1999 ne Umschulung zum Gärtner - Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gemacht, nachdem ich in meinem Lehrberuf nichts gefunden hatte. Ich hatte damals im Staatsdienst ne Lehre gemacht und in der Privatwirtschaft hatte ich keine Chance, da es diesen Beruf nur im Öffentlichen Dienst gibt.

Ich kann Dir eins sagen: Das Gelbe vom Ei ist die Umschulung auch nicht zum GaLa-Bauer.
Du mußt da über 650 Pflanzen mit Lateinischen Namen lernen. Dann auch ohne Blätter erkennen können usw. Dann ist das teilweiser Knüppelharter Job. Bei deinem Bandscheibenvorfall könnte es sicherlich Probleme geben, wenn Du da Hochbordsteine (98 Kg) schleppen mußt. Dann weißte nicht, wenn Du über den Winter entlassen wirst ob Du im Frühjahr wieder eingestellt wirst. Wenn Termindruck besteht, dann stelle Dich auf Regelmäßige Überstunden ein. Teilweise wird die Fahrzeit nicht bezahlt.

Ich habe jetzt eine erneute Umschulung beantragt. Übernächste Woche darf ich deswegen zum Pychologischen Dienst deswegen.

Am besten macht Du es so wie ich und beantragst die Umschulung schriftlich und titulierst das als "Antrag auf eine Umschulung", dann müssen die innerhalb von 6 Monaten eine Entscheidung treffen. Tun die das nicht, dann stellst Du eine Untätigkeitsklage. Erhälst Du aber innerhalb von 6 Monaten eine für Dich nichtbefriedigte Antwort, kannste Widerspruch einlegen und danach ggf. die Umschulung einklagen. Allerdings musste dann den Richter gut überzeugen können.

Wenn Du Dir sicher bist, was Du genau machen willst, kannste ja zweigleisig fahren. 1. Umschulung schriftlich bei dem Arbeitsamt bzw. ARGE (je nachdem wer für Dich zuständig ist) stellen und 2. gleichzeitig bei der Berufsgenossenschaft schriftlich eine Umschulung beantragen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Gruß

blinky
 
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#5
Hm, hast Du schon mal versucht, bei der für Dich zuletzt zuständigen Berufsgenossenschaft Deinen Fall zu schildern und eine Umschulung zu beantragen?

Allerdings: Garnten- und Landschaftsbau haben schon massig Probleme, richtig bezahlte Stellen zu halten,-
denn gerade da fuhrwerken irgendewelche gemeinnützigen GmbH's herum, schnappen den richtigen Garten- und Landschaftsbauern, etc. die Aufträge weg,- um ihre Ein-Euro-Jobber, etc. zu beschäftigen ...

Aber generell ist es schon gut, wenn Du auf die Frage, was Du machen möchtest, vorbereitet bist.
Ich bin gelernter Gärtner. Richtige Arbeit die vernünftig bezahlt wird ( 10€ brutto / Stunde) gibt es ANGEBLICH nicht. Aber ARGe will mich zu 1€-Jobs und "Trainingsmaßnahmen" in genau diesem Berufsfeld verheizen.
Demnach ist, entgegen der LÜGEN, also Arbeit für Gärtner da. Nur die Nazischweine wollen keinen Lohn bezahlen!
Ich kann jedem nur DRINGEND von dem Berufsfeld Gärtner oder Gartenlandschaftsbau abraten!
 

Xivender

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#6
@pumuckel2203

Moinsen, Ich hatte des auch, ich hatte einen Termin bei meinen SB NUR für eine Umschulung / Weiterbildung.... dieses wurde auch nur mit einem Satz verworfen "Gibt es nicht...."

@ all

Lass uns doch ne gemeinnützige GmbH aufmachen...
Jeder beantragt Einstiegsgeld...

Dann mieten wir uns ne billige Räumlichkeit, hauen dort 20 PC rein, und installieren dort Excell und Word...

Das ist der erste Kurs den wir Anbieten, nennen wir dann "Bewerbungstraining - 14 Tage"

Das ist der Kurs für Leute die erst kurz Arbeitslos geworden sind.
Dann brauchen wir noch einen langen....c.a. 6 Monate
den nennen wir dann "Eingliederung in den Arbeitsmarkt mit Qualifikationserwerb" oder so ähnlich.

Der sieht so aus: Wir geben den Arbeitslosen Wochenaufgaben, und schalten Ihnen Internet frei, die können dort dann Ihre Zeit absitzen und Ihre Aufgaben lösen, und wenn Ihnen ma langweilig wird, dann haben se ja noch das Internet.

Gleichzeitig kann einer von uns dann eine Umzugsfirma eröffnen, und der ANdere ne Entrümpelungsfirma....

Für das 1 Monatige Praktikum vermitteln wir dann an (unsere) / die Entrümpelungs und Umzugsfirma.... dort können die Sklaven...ähm Arbeitslosen (billige Arbeit Entrichten) / sich qualifizieren....

Was haltet Ihr von der Geschäftsidee...... müsste doch eigentlich förderungsfähig sein diese Idee, in Zeiten der "Wirtschaftskriese"
 

Rounddancer

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#7
Natürlich geht das. Kein Problem. Und völlig legitim.

Wir müssen uns als Träger nach AZWV zertifizieren lassen.

Allerdings müssen wir dann damit rechnen, daß wir von AA/JC total im Preis gedrückt werden,- und trotzdem AA/JC die von uns angebotenen Maßnahmen nicht so gut zu ihren FM, PAP, SB in unserem Einzugsbereich kommunizieren werden, daß alle die auch von unserem Angebot rechtzeitig erfahren.
Das bedeutet: Wir müssen selbst in die AA/JC plus deren Außenstellen, und dort Flyer auslegen, und selbst auch die FM/PAp von unserem Angebot informieren. Denn was nutzt das beste Programm, wenn AA/JC-FM, PAp, SB nicht rechtzeitig davon wissen?

Aber: Wir brauchen auch einen Puffer. Denn wir müssen damit rechnen, daß AA/JC uns, obwohl sie uns so sehr im Preis drückten, nicht die versprochene Anzahl von "Kunden" schicken, und von denen dann auch noch ein Teil nicht kommen, oder wegbrechen werden.

Wir müssen den Teilnehmern glaubhaft zusichern, daß wir nur das an AA/JC melden werden, was unbedingt sein muß:
1.Wieviele da sind, 2. wer (unentschuldigt) fehlt, 3. Wer (unentschuldigt) zu spät kommt.

Dazu brauchen wir noch, bei der langen Maßnahme, die Kopie des Alg I, bzw. Alg II-Bescheids jedes Teilnehmers, weil sich aus dem berechnet, wieviel Geld wir für den jeweiligen TN berechnen können.

Wir brauchen, besonders für die längere Maßnahme einige Referenten,- davon ein paar, die die Teilnehmer fachlich mit sich reißen,- und einige, die einfach da sein müssen, als erfahrene Ansprechpartner, den XMV, den Xunden Menschenverstand und den EQ einsetzend, das können auch wir selbst machen.
Und für die längere Maßnahme brauchen wir ein, zwei Leute, die gut verhandeln können, die sich die Teilnehmer angucken, gucken, was die an Job möchten, in die Betriebe gehen, und gucken, wo es da für den jeweiligen Teilnehmer einen Arbeitsplatz gäbe,- und dann den jeweiligen Entscheider dazu bringen, diesem Teilnehmer die Chance zu geben ...

Doch das geht alles.
 

Juliane05

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#8
hallo,
ich hätte noch eine andere anregeung. bei längerer krankheit - wie bei deiner- kann es sein, dass du von der rentenversicherung als reha-fall behandelt wirst und maßnahmen zur widereingliederung von denen bezahlt bekommst. soweit ich das sehe, hast du ja längere zeit sozialversicherungspflichtig gearbeitet, da wärst vermutlich anspruchsberechtigt. eine nachfrage lohnt sich auf jeden fall, denn dann kriegt man die umschulungen oder weiterbildungen hinterher geschmissen, da sie die arbeitsagentur ja nicht mehr selber zahlt.
viel glück und viele grüße
 
E

ExitUser

Gast
#9
Lass uns doch ne gemeinnützige GmbH aufmachen...
Dann mieten wir uns ne billige Räumlichkeit, hauen dort 20 PC rein, und installieren dort Excell und Word...
Das ist der erste Kurs den wir Anbieten, nennen wir dann "Bewerbungstraining - 14 Tage"
Das ist der Kurs für Leute die erst kurz Arbeitslos geworden sind.
Dann brauchen wir noch einen langen....c.a. 6 Monate
den nennen wir dann "Eingliederung in den Arbeitsmarkt mit Qualifikationserwerb" oder so ähnlich.
Der sieht so aus: Wir geben den Arbeitslosen Wochenaufgaben, und schalten Ihnen Internet frei, die können dort dann Ihre Zeit absitzen und Ihre Aufgaben lösen, und wenn Ihnen ma langweilig wird, dann haben se ja noch das Internet....
Du bist nicht zufällig einer der anderen Teilnehmer in "meiner" Maßnahme ? :icon_twisted: Denn was du da beschreibst,ist so ziemlich genau das,was unser Maßnahmeträger gemacht hat. Offiziell soll das eine kaufmännische bzw handwerkliche Qualifizierung sein (je nachdem,wofür man sich entschieden hat).Ich bin bei den "Kaufleuten",welche sich aber seit Wochen nur mit Themen wie dem Verhalten am Telefon (!),dem Inhalt von Anfragen an andere Firmen usw. beschäftigen oder gar tagelang irgendwelche ausgedruckten (!) Dokumente/Formulare in Word/Excel/Powerpoint "importieren" sollen. Wer bei letzterer Aufgabe die Ironie findet,darf sie behalten :) Auch beliebt: Die kreative Erstellung irgendwelcher Vorlagen (Einladungen zu irgendwelchen Festivitäten etc).
Wer damit zu schnell fertig ist und sich dann selbst beschäftigt,wird schnell zum "Gespräch" mit dem Maßnahmeträger gebeten,wo einem 3 (!) Mitarbeiter des Maßnahmeträgers gegenübersitzen und einem verhörartig versuchen einzubleuen,daß derartige Selbstbeschäftigung unerwünscht ist. Herr im Himmel...ich kann nunmal nix dafür,daß ich dort maßlos unterfordert bin und mich selbst beschäftigen MUSS,um dort nicht ganz zu verblöden

Naja..in dieser Selbstbeschäftigungszeit konnte ich immerhin schon wesentlich interessantere Sachen machen als im Rahmen der eigentlichen Arbeitsaufträge. So hatte ich beispielsweise die Gelegenheit,das Netzwerk des Maßnahmeträgers mal unter die Lupe zu nehmen....sicherheitstechnisch ist das eine Katastrophe. Jeder Dödel hat dort Vollzugriff auf interne Dokumente wie Dozentenverträge, Korrespondenz des Maßnahmeträgers mit diversen Argen,Teilnehmerlisten usw. Ich hab zwar nicht vor,sowas auszunutzen, aber zumindest den Großteil erwähnter zu "digitalisierender" Dokumente konnte ich für meine Zwecke sichern. Man muss sich ja nicht mehr Arbeit machen,als sein muss :)
 
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