Umschulung, welcher zuverdienst zum ALG 1? (1 Betrachter)

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Gamesbond91

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Hallo, ich habe jetzt ein Jobangebot bekommen, es geht da um einen Minijob, wo ich 450 € bekomme.
Ich erhalte bis zum Umschulungsende ALG1 + ein bisschen Wohngeld + Fahrtkosten.

Wieviel darf ich denn zum ALG1 dazuverdienen?
Ich denk mal 165 €?
Meine Mitschülerinnen und auch ein Kumpel hat gesagt, bis zu 400 €.

Was stimmt nun davon?

Danke im Voraus!


MfG
 

Tornator

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Du kannst soviel dazu verdienen wie du möchtest, es wird nur entsprechend angerechnet
 

Makale

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Die Antwort findest du im § 155 SGB III: 165 € sind anreichnungsfrei; das darüber hinausgehende Einkommen senkt den ALG Auszahlungsbetrag.

Die Beschäftigung darf aber (auf dem Papier) 14,9 Wochenenstunden nicht überschreiten, sonst entfallen die Voraussetzungen für den ALG Bezug (siehe hierzu §§ 136 ff. SGB III).

Den 400 € Freibetrag und deren Voraussetzungen findest du im § 155 Abs. 3 SGB III.

Beachte jedoch das Wohngeldgesetz verfügt über eigenständige Einkommensanrechnungsvorschriften. Mit dem Wohngeldrecht kenne ich mich nicht aus. Daher kann ich dir nicht sagen, ob dir die 165 € auch tatsächlich zusätzlich verbleiben würden. Bei ALG I und aufstockend ALG II ist dies zB nicht der Fall aufgrund der doppelten Einkommensbereinigung...
 

Doppeloma

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Hallo Gamesbond91,

Hallo, ich habe jetzt ein Jobangebot bekommen, es geht da um einen Minijob, wo ich 450 € bekomme.
Ich erhalte bis zum Umschulungsende ALG1 + ein bisschen Wohngeld + Fahrtkosten.
Ob das bei einer Umschulung (über die AfA ?) auch so einfach geht wage ich zu bezweifeln, hier soll ja vorrangig die Zeit für das Erreichen des Ausbildungszieles genutzt werden.

Wieviel darf ich denn zum ALG1 dazuverdienen?
Ich denk mal 165 €?
Theoretisch ja, jedenfalls ohne Anrechnung bleiben dir 165 € zusätzlich, gemeldet werden muss das Nebeneinkommen aber trotzdem bei der AfA ...

Meine Mitschülerinnen und auch ein Kumpel hat gesagt, bis zu 400 €.
Ohne Anrechnung ganz sicher nicht mehr als 165 €, wie das zur Umschulung passt kann ich nicht beurteilen, aber bei Wohngeld ist Zuverdienst ebenfalls anzugeben und der Mietzuschuss wird dann neu berechnet.

Wohngeld soll ja nur einen Mietzuschuss bieten, wenn das eigene Einkommen (also ALGI + 165 € als Einkommen aus Minijob) sonst nicht reicht um die Miete alleine zu bezahlen, kommt drauf an, wie viel Wohngeld du aktuell bekommst, also könnte das auch komplett wegfallen.

Die Fahrtkosten haben damit nichts zu tun, die gibt es ja wegen der Umschulung, für die zusätzlichen Ausgaben ... ist ja eher eine Aufwandentschädigung / Kosten-Erstattung.

Ob sich das lohnt kannst du nur selber erkunden, das kann dir hier mit den knappen Angaben auch keiner zuverlässig beantworten.

Habe vor vielen Jahren mal eine Umschulung gemacht (über die DRV), da war es NICHT erlaubt nebenbei zu arbeiten, man sollte sich ja voll auf die Umschulung konzentrieren können.

MfG Doppeloma
 
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