Umschulung - Weiterbildung (1 Betrachter)

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Maximilian246

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Guten Morgen

Ich bin seit über 3 Jahren krank und kann in meinem Beruf nicht mehr arbeiten. Bin Schwerbehindert und habe eine Rente auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Von einem Gutachter zu dem anderen, das kennen viele hier. Der eine Gutachter schreibt, grenzwertig das ich noch 3 Stunden arbeiten kann, der andere 3-6 Stunden und der andere mehr wie 6 Stunden. Es nervt nur noch. Meine Frau arbeitet als Friseurin und verdient 1050 € Netto und ich bekomme 160€ Hartz 4 und das nach über 25 Dienstjahren im ö.D. (mein Arbeitsplatz ruht bis was geklärt ist).Ich denke immer wieder über eine Umschulung oder Weiterbildung nach. Wieviel Geld würde bei einer Umschulung ich bekommen ? Was könnt ihr mir raten ?

Gruss Max
 
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Wenn, dann wird eine Umschulung von der DRV fianziert, und Du bekommst für die Zeit Übergangsgeld.

Dazu musst Du einen Antrag zur Teilhabe ans Arbeitsleben stellen, bei der DRV.

Nur ob das jetzt geht, weil Du Erwerbsminderungsrente beantragt hast, dass weiß ich nicht.
Erkundige Dich am besten bei der Rentenversicherung.
 
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Wenn, dann wird eine Umschulung von der DRV fianziert, und Du bekommst für die Zeit Übergangsgeld.

Dazu musst Du einen Antrag zur Teilhabe ans Arbeitsleben stellen, bei der DRV.

Nur ob das jetzt geht, weil Du Erwerbsminderungsrente beantragt hast, dass weiß ich nicht.
Erkundige Dich am besten bei der Rentenversicherung.

normalerweise wird doch erstmal eine LTA vor der Rente genehmigt. heisst doch immer Reha vor Rente.
 
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normalerweise wird doch erstmal eine LTA vor der Rente genehmigt. heisst doch immer Reha vor Rente.

Ich weiß ja nicht, wie der TE vorgegangen ist.

Mein Antrag zur Teilhabe beinhaltete ja auch die Frage, wie die DRV mir helfen könnte.
Ob mit Weiterbildung, Umschulung oder Erwerbsminderungsrente.

Wäre schön, wenn sich der TE äussern würde, welchen Antrag er genau gestellt hat, und ob ihm von der DRV dazu geraten wurde.
 

Maximilian246

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Hallo

Ich war 2011 in der Reha. Wurde krank entlassen, in meinem Beruf unter 3 Std. ansonsten über 6 Std. Teilhabe zum Arbeitsleben wurde genehmigt. Bin seit 01/2010 krank. Erwerbs-Rente beantragt 3/2012.

Gruss Max
 
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Also bist Du teilweise erwerbsunfähig.
Das heißt doch, dass Du eine Umschulung machen könntest.
Wenn in Deinem alten Beruf nichts mehr über drei Stunden geht, dann ist es doch sinnvoll.

Ich kann in meinem alten Beruf gar nicht mehr arbeiten, und werde ab Oktober eine 5 wöchige Arbeitsbelastungserprobung über die DRV machen.
Danach wird entschieden, als was ich umgeschult werde.

Ich würde an Deiner Stelle mal mit Deinem Rehaberater sprechen, ob eine Umschulung bei Dir Sinn macht.
Denn die volle Erwerbsunfähigkeitsrente wirst Du ja auf jeden Fall nicht bekommen.

Darf ich fragen, wie alt Du bist?

Ich werde nächsten Monat 43, und bekomme trotzdem noch eine Umschulung.
Obwohl viele Quellen gesagt haben, dass die DRV ab 42 Jahren keine Umschulung mehr finanziert.

Hier im Forum ist allerdings auch so ein Fall.
Ein User, oder eine Userin, ein paar Jahre älter als ich, und bekommt keine Umschulung mehr.
Und Rente ist in dem Fall auch nicht drin, da der User oder die Userin auch noch als arbeitsfähig gilt.
 

Maximilian246

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Hallo ExitUser

Ich bin wie du 43. Ich kann nicht mehr körperlich arbeiten. Kann nicht länger wie 30 min. sitzen. Kann keine 30 min. am PC arbeiten. Kann nicht länger wie 15 min stehen. Mein Idealzustand ist liegen.
Als was soll ich Umschulen ?

Gruss Max
 
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Hallo ExitUser

Ich bin wie du 43. Ich kann nicht mehr körperlich arbeiten. Kann nicht länger wie 30 min. sitzen. Kann keine 30 min. am PC arbeiten. Kann nicht länger wie 15 min stehen. Mein Idealzustand ist liegen.
Als was soll ich Umschulen ?

Gruss Max
Gut, dass konnte ich nicht wissen.
Aber dann verstehe ich auch nicht, wie der Gutacher schreiben konnte, dass Du noch bis zu 6 Stunden am Tag arbeiten könntest.

Vielleicht können Dir hier andere bessere Tipps geben.
Denn ich würde jetzt erstmal abwarten, wie über den Antrag zur Erwerbsminderungsrente entschieden wird.

Aber wie gesagt, vielleicht hat hier jemand bessere Ideen.
 

Sani73

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Gut, dass konnte ich nicht wissen.
Aber dann verstehe ich auch nicht, wie der Gutacher schreiben konnte, dass Du noch bis zu 6 Stunden am Tag arbeiten könntest.

Vielleicht können Dir hier andere bessere Tipps geben.
Denn ich würde jetzt erstmal abwarten, wie über den Antrag zur Erwerbsminderungsrente entschieden wird.

Aber wie gesagt, vielleicht hat hier jemand bessere Ideen.
Das geht, wenn ein Gutachter relevante Sachen einfach ignoriert oder verharmlost. Dazu kommt noch das sich ein Gutachter keine Gedanken macht, hauptsache das Geld stimmt.

@Maximilian
wenn du so eingeschränkt bist wird dir leider bloß der Kampf mit der DRV übrig.

Gruß
Sani
 

Doppeloma

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Hallo Maximilian246,

Ich war 2011 in der Reha. Wurde krank entlassen, in meinem Beruf unter 3 Std. ansonsten über 6 Std. Teilhabe zum Arbeitsleben wurde genehmigt. Bin seit 01/2010 krank. Erwerbs-Rente beantragt 3/2012.
Was wurde dir denn da genehmigt als "Teilhabe am Arbeitsleben", wenn man seitens der DRV damals eine Umschulung für sinnvoll gehalten hätte, dann würdest du bereits schon länger "auf der Schulbank" sitzen ... aber wie du schreibst ist das ja auch nicht möglich ...

Also nehme ich mal an diese Bewilligung ist eine LTA "dem Grunde nach" und soll einem AG deine Einstellung (leidensgerecht /versicherungspflichtig) finanziell versüßen, eventuell auch noch die dortige Einarbeitung (ohne umfangreiche Schulung /Weiterbildung) kostenmäßig "erträglicher" machen für die Firma und du bekommst dann den Lohn, den die Firma halt zahlt für diese Arbeit ...

Das hat mit Umschulung nichtmal entfernt was zu tun und diese AG findet letztlich auch Keiner wirklich dem das bewilligt wurde, aber die DRV hat LTA bewilligt :icon_klatsch:, ... wenn du das nicht umsetzten /nutzen kannst ist doch die DRV nicht schuld daran (Ironie Ende) ... :icon_dampf:

Wenn es was anderes gewesen wäre, dann schreibe mal bitte was dazu, genützt hat es dir ja offenbar bisher nicht, sonst wäre der Antrag auf EM-Rente ja nicht erfolgt, ist immer noch der Antrag "in Arbeit" ... wie lange denn schon genau ???

Ich bin wie du 43. Ich kann nicht mehr körperlich arbeiten. Kann nicht länger wie 30 min. sitzen. Kann keine 30 min. am PC arbeiten. Kann nicht länger wie 15 min stehen. Mein Idealzustand ist liegen.
Als was soll ich Umschulen ?
Damit beantwortest du doch deine Frage aus Post 1 bereits selber, keine Sorge, ich kenne diese Probleme /Zwickmühle ziemlich gut, war selber fast 3 Jahre im Kampf um die EM-Rente "gefangen" und mein Partner brauchte fast 5 Jahre und 2 Anträge bis auch die DRV begriffen hat, dass NIX mehr geht, seine beste "Arbeitshaltung" entspricht etwa deiner, nach (u.A.) mehreren Bandscheiben-OPs und mit chronischer Schmerzkrankheit.

Die Gutachter hatten auch prima Ratschläge, wie er dagegen was machen kann, einfach mehr Medis höherer Dosierungen (nach BTM) einnehmen, "Andere müssen auch Tabletten nehmen und gehen arbeiten" .... kennen wir alles (leider) sehr gut ...auch die Kenntnis der LTA kommt nicht von ungefähr ... nur ist mein Männe rund 15 Jahre älter als du ... kaputter hatte er aber trotzdem nicht zu sein ... :icon_neutral:

Du wirst aktuell nur weiter um die EM-Rente kämpfen können und müssen, denn eine Umschulung /Weiterbildung (LTA) jetzt zu beantragen würde dir wegen der EM-Rente sozusagen "das Genick brechen" ... wer umschulen will muss auch ziemlich belastbar sein dafür und dann kannst du auch arbeiten gehen und brauchst keine EM-Rente ...

Der Antrag auf LTA (und die sofortige Bewilligung) hat jedenfalls dafür gesorgt, dass mein Männe den ersten Renten-Antrag zurückziehen mußte am Sozialgericht, nachdem der DRV-Vertreter grinsend eine "Verlängerung" dieser Wohltat für weitere 2 Jahre angekündigt hatte, sah der Richter keinen Erfolg mehr für seine Klage auf EM-Rente. :icon_kratz:

Den LTA-Antrag hatte er übrigens auch nicht "freiwillig" gestellt, sondern weil ihn die KK (unter Androhung von Krankengeld-Entzug) dazu gezungen hatte ... dabei wußten die, dass die EM-Rente schon beantragt war ...

In Hartz 4 haben wir dann (bis zur Renten-Bewilligung letztlich für uns beide) auch noch fast 2 Jahre verbracht, aber die Gedanken daran "einfach wieder arbeiten zu gehen" sind irgendwann einfach "abgestorben" ... denn das ging ja schon gar nicht mehr ... unsere Arbeitsplätze hatten wir übrigens (mit Ü 50) beide noch, die "ruhten auch so vor sich hin" ...

Alles Gute für dich, es sieht leider danach aus, dass du noch einen langen Atem brauchen wirst.

MfG Doppeloma
 

Maximilian246

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Hallo und vielen Dank für eure Antworten.

Demnächst habe ich meine Ersparnisse aufgebraucht um die mtl. Rate für mein Haus zu bezahlen. Mit dem Geld vom Amt schaffe ich das nicht. Und wenn ich noch Monate ist Jahre kämpfen muss ist mein Haus weg. Natürlich geht die Gesundheit vor aber es kann doch nicht sein das man was man sich schwer erarbeitet hat drauf geht. Habe über 24 Jahre voll gearbeitet und immer geklebt. Seit 8 Jahren bezahle ich jetzt mein Haus und soll es demnächst aufgeben nur weil die nicht wollen oder ihren ***** bewegen.

Genau wie das Gutachten das 20 min. gedauert hat, aber 1500 - 2000€ kassieren :-( .

Sorry für die Ausdrucksweise.

Gruss Max
 

saurbier

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Sorry Maximilian246,

so ist das leider im Leben und beim Umgang mit unseren Sozialkassen. Viele dieser Errungenschaften haben wir unserem Altkanzler Schröder mit seinem Freund P. Hartz sowie dem Gewerkschaftsfunktionär Herrn Riester zu verdanken. (Kürzungen bei der Rente, besonders bei der EMR ich sage dazu nur 10,8%, Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe mit Sozialhilfe zu ALG-II, etc.)

All die Fehlentwicklungen nutzt natürlich die Unternehmerfreundliche CDU/FDP voll und ganz aus, weshalb hier auch keine Korrekturen erfolgen.

Auf der Strecke bleiben dann Leute wie wir, welche nach Jahren schwerer Arbeit gesundheitlich angeschlagen sehen können wie sie weiter überleben.

Ich hab 1997 nach meinem LWS-Problem bis 2002 um meine damals noch machbare BU-Rente vor Gericht kämpfen müssen.

Jetzt, nachdem ich von 2002 bis 2010 als BU-Rentner mit einem sehr gut bezahlten Teilzeitarbeitsplatz durch einen neuerlichen Unfall wieder längerfristig Krank wurde (1 OP mit anschließender Reha ohne Erfolg) und sich während der Reha abzeichnender weiterer gesundheitlicher Probleme mit sich abzeichnender neuerlicher OP an der nächsten Baustelle hatte ich das wohl mehr als außerordentliche Glück, dass die DRV mir Ratz Fatz die EM-Arbeitsmarktrente anerkannte.

Du kannst mir glauben, auch damit kann man als lediger kaum überleben und ist auf Hartz IV zusätzlich angewiesen, selbst wenn da nur ein Paar Euro raus kommen.

Zum Glück hab ich jetzt einen Minijob ergattert, der mich vom Jobcenter unabhängig macht.

Mein alter Arbeitsplatz (Teilzeitarbeitsplatz) dürfte allerdings nach mehr als 4 Jahren (Auslauf der jetzigen Arbeitsmarktrente) dann nicht mehr existent sein und einen neuen dürfte ich in Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters sicherlich auch nicht mehr ergattern können (schon jetzt werden alle passgenauen Bewerbungen abgelehnt). Was damit bleibt, ist mit Minijob bis zur regulären Altersrente weiter machen.

Da die dann allerdings auch nicht gerade rosig ausfallen wird (es fehlen dann halt 12 Jahre), heißt es eben bis zum Lebensende Minijob plus kleine Rente.

Es verwundert mich hierzulande auch nicht mehr, dass die einzigste Partei die Linken sind, welche eine EM-Rente fordern, die zum Leben ausreichend ist, so wie es früher mal war als die EM-Rente das letzte Einkommen absicherte.

Hierzulande will die Mehrheit des Volkes eben lieber Merkel und Co..

Für dich kann ich nur sagen, wenn es dir so schlecht geht, bleib bei deiner Rente und unternehme jeden Versuch einen Minijob (450,-€) zu ergattern, mit dem du gesundheitlich irgendwie klar kommst. Das dürfte besser sein als sich auf eine fragwürdige Umschulung einzulassen.

Bei mir hat die DRV das damals (BU-Rente) auch gemacht und nach den ersten gesundheitlichen Problemen während der Umschulung dann alles sofort gestoppt.

Mein einziges Glück war, dass die Verhandlung bezgl. meiner BU-Rente erst nach dem Umschulungsabbruch zustande kam und der Richter über das Verhalten der DRV (BU-Rente ablehnen und Umschulung fragwürdig abbrechen) dermaßen Sauer war, dass er mir aufgrund meiner bisherigen beruflichen Qualifikation sofort die BU-Rente zusprach.

Wie Doppeloma schon ausführte, ist es riskant wenn man sich Blind auf die Aussagen der DRV verlässt.

Nimmst du die LTA in Anspruch, verlierst du die Rente. Gibt es dann gesundheitliche Probleme während der LTA die dich zur Aufgabe zwingen bzw. eine längerfristige Unterbrechung erfordert, dürfte die LTA auch weg sein.

Dann kannst du wieder von vorne anfangen. Antrag auf EMR stellen, warten und hoffen und ggf. vor Gericht klagen. All das dauert dann unendliche Zeit. Zeit die du dann bestenfalls Leistungen vom Jobcenter erhalten dürftest, also 382,-€ zum Leben plus Miete mit Heiz-/Nebenkosten.

Dein bisher aufgebautes Vermögen, gleich welcher Art dürfte damit dann abgeschrieben sein.



Gruß saurbier
 
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