Umschulung Ü50

kerosin

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Hallo zusammen!

Eine Bekannte möchte gerne mit ihren Ü50 ein Umschulung absolvieren. Sie ist erwerbstätig und hat nichts mit dem Jobcenter zu tun.

Nun meine Fragen:

1. Welcher Träger ist hierfür zuständig? Ich vermute die DRV.
2. Wie stehen die Chancen, in diesem Alter noch eine Umschulung gewährt zu bekommen, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?
3. In welche Berufe wird überhaupt umgeschult?

Danke für hilfreiche Antworten!
 

Holger01

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Einfach so umschulen macht kein Kostenträger.

Weshalb möchte sie denn umschulen,

aus gesundheitlichen Gründen
oder wegen gestiegener Anforderungen an ihren Arbeitsplatz?

Ist sie von Arbeitslosigkeit bedroht?
 

kerosin

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Einfach so umschulen macht kein Kostenträger.

Weshalb möchte sie denn umschulen,

aus gesundheitlichen Gründen
oder wegen gestiegener Anforderungen an ihren Arbeitsplatz?

Ist sie von Arbeitslosigkeit bedroht?
Sie möchte aus gesundheitlichen Gründen umschulen. Ihre derzeitige körperlich eher schwere Arbeit kann sie nicht bis zur Rente ausüben.
 
G

Gast1

Gast
2. Wie stehen die Chancen, in diesem Alter noch eine Umschulung gewährt zu bekommen?
Sehr schlecht. Mit fast 47 wurde mir von einem Berater der Deutschen Rentenversicherung (DRV) gesagt, ich sei zu alt für ne Umschulung (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind bewilligt). Weil wenn ich damit fertig wäre, dann wäre ich fast 50, und dann würde mich kein deutscher Arbeitgeber als Anfänger im neuen Beruf nehmen, so der Berater der DRV.

Da hat er leider Recht. Ich sehe das auch so.

Eine Umschulung mit fast 50 bzw. mit Ü50 führt wahrscheinlich nicht zu der gewünschten "Anschlussverwendung". Die DRV will und muss Kosten sparen.

Man kann natürlich bei so einer Mitteilung sich diese Entscheidung in Form eines Bescheids schritftlich geben lassen und dann gegen den Bescheid Widerspruch einlegen und dann klagen. Aber das Klageverfahren dauert wahrscheinlich so seine 1 - 2 Jahre, und dann ist man entsprechend noch älter, wenn der Richterspruch steht. Bringt also nix, vor allem wenn man Ü50 ist.
 

stummelbeinchen

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Das klingt jetzt eher so, als sei das gesundheitliche Problem noch nicht sooo akut, als dass sie nicht noch einige Jahre weitermachen kann. In diesem Fall wirds wohl keine Umschulung geben. Mögliche Alternativen jetzt noch was zu tun, sind:

a) Fortbildungen aus eigener Tasche zu finanzieren (kann man dann über die Steuer sich wiederholen),
b) den Arbeitgeber nach Fortbildungen fragen (die er dann bezahlt), um die Person rechtzeitig für eine andere Tätigkeit im Unternehmen fit zu machen, die dann gesundheitlich auch geeignet ist,
c) sich auf eine gemeinsame Finanzierung von AG und der Person
einigen,
d) dass der AG mal bei seinem Vermittler der Agentur nachfragt, ob die Person für eine Förderung nach WeGebAU in Frage kommt, dann finanziert die BA (aber auch nur Fortbildungen - keine Umschulungen!).
e) bei der Rentenversicherung bereits jetzt nach Fortbildungen zu fragen (da sind die Aussichten aber sowas von gering..).
 
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