Umschulung ohne med. Reha möglich? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

FrauHuber

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Hallo,

vielleicht könnt ihr mir helfen. Bin zur Zeit arbeitsunfähig krank geschrieben.
Habe einen Antrag auf Teilhabe bei der RV gestellt. Bin zu 40 % schwerbehindert.
Erster Antrag wurde abgelehnt. Widerspruch führt jetzt zu dem Ergebnis, daß ich eine med. Reha machen soll.
Nachdem 3 Klinikaufenthalte (Reha) meine psychosomatische Erkrankung verschlechtert statt verbessert haben, möchte ich keine med. Reha mehr machen. Was kann ich da machen? Reha ablehnen? Was passiert dann? Kann ich die Umschulung dann vergessen?
Oder gibt es Alternativen, die ich der RV vorschlagen könnte?

Danke für eure Hilfe!
 

KubaLibre

Elo-User*in
Mitglied seit
1 Januar 2014
Beiträge
101
Bewertungen
57
Also, ich bin in der AfA bei der "Beruflichen Rehabilitation" als "Kunde" :icon_wink: .

Bei mir gab´s bisher "nur" einen Termin beim BPS und die Vorlage vorheriger Atteste, wonach übereinstimmend festgestellt wurde, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann und deshalb jetzt Bemühungen laufen für eine Umschulung.

Ich habe weder Klinikaufenthalte oder andere medizinische Reha-Maßnahmen gemacht.

Allerdings geht´s bei mir nicht um RV oder eine Erwerbsminerung.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.198
Bewertungen
13.679
Hallo Frau Huber,

vielleicht könnt ihr mir helfen. Bin zur Zeit arbeitsunfähig krank geschrieben.
Habe einen Antrag auf Teilhabe bei der RV gestellt. Bin zu 40 % schwerbehindert.
Sehr wenige Infos um da irgendwas Konkretes drauf antworten zu können, nicht jede längere AU erfordert /bewirkt einen Anspruch auf eine Umschulung ...

Welchen Ausgangsberuf hast du denn aktuell ... wurde in den bisherigen Rehas schon festgestellt /bescheinigt, dass du diese Tätigkeit in Zukunft nicht mehr ausüben kannst (wegen deiner Gesundheitsprobleme), liegen die diese Reha-Berichte vor ...

Wird da was empfohlen, zum Thema Umschulung ... ich denke eher nicht sonst, hätte die DRV da schon von selber reagiert ... du solltest dir diese Berichte bei der DRV (oder deinem Arzt wenn der den schon hat) mal als Kopie anfordern.

Mit GdB 40 hast du zwar einen Grad der Behinderung, Schwerbehindert ist man aber erst mit GdB 50 und dem entsprechenden Ausweis dazu ... das bewirkt aber auch nicht zwingend einen Anspruch auf Umschulung.

Teilhabe am Arbeitsleben kann viele "Gesichter" haben, da gibt es auch Zuschüsse für einen AG, der bereit wäre dich ohne Umschulung einzustellen usw.

Welche konkrete Begründung wurde denn in der Ablehnung genannt (Rechtsgrundlage / §§), hast du generell keinen (versicherungsrechtlichen) Anspruch auf LTA oder meint man du brauchst das nicht, weil du in deinem bisherigen Berufsfeld weiter arbeiten könntest oder bist zu krank dafür ... das ist wichtig, um zu sehen, ob es überhaupt Sinn macht darum zu kämpfen ... :confused:

Auch dein aktuelles Lebensalter könnte eine Rolle spielen, bei der DRV gibt man nicht mehr gerne Geld aus für Umschulungen ab 40 + X, die späteren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind nicht so besonders ... das haben die inzwischen auch gemerkt ...

Erster Antrag wurde abgelehnt. Widerspruch führt jetzt zu dem Ergebnis, daß ich eine med. Reha machen soll.
Da steht ja sicher auch noch mehr dazu drin, warum die DRV das so sieht, wenn du dich schon einer med. Reha nicht gewachsen fühlst, wie willst du dann eine Umschulung schaffen können, die dauert 2 Jahre ... :icon_kinn:

Was kann ich da machen? Reha ablehnen? Was passiert dann?
Dann wird man dir wohl mitteilen, was ich auch gerade festgestellt habe, wenn du die Belastungen einer Reha schon nicht aushalten kannst /willst (dort soll ja dann festgestellt werden, wie es bei dir darum steht im Bezug auf eine eventuelle LTA), was soll da bei einer Umschulung rauskommen ...

Kann ich die Umschulung dann vergessen?
Oder gibt es Alternativen, die ich der RV vorschlagen könnte?
Einen sicheren Anspruch auf eine Umschulung hast du generell NICHT, eine LTA kann auch was anderes sein, was willst du der DRV für Alternativen vorschlagen, wenn du dich damit so wenig auskennst ... :icon_kinn:

Ich wollte was mit kaufmännisch machen.
Was genau stellst du dir da vor, kaufmännische Berufe gibt es auch viele verschiedene, am Liebsten "umgeschult" wird dann auf Bürokaufmann / -frau und wie sagte man damals meinem Männe auf dem (noch) Arbeitsamt, als er den Beruf (mit Mitte 40) abgeschlossen hatte ...

"Guter Mann, mit arbeitslosen Bürokaufleuten kann man die Straßen pflastern" ...
Jüngere Umschüler werden dann mit Vorliebe in CallCentern verheizt und die Älteren enden mit viel Glück als (angelernte) "Pförtner" im Sicherheitsdienst = viel Verantwortung/ 12- Stunden-Schichten und wenig Geld ...

Jedenfalls deutlich weniger als ein frisch ausgebildeter Bürokaufmann (theoretisch) verdienen würde, wenn er denn den entsprechenden Arbeitsplatz gefunden hätte ...

MfG Doppeloma
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.515
Bewertungen
1.955
Jeder hat Anspruch auf Teilhabe. Versicherungsrechtliche Voraussetzungen gibt es nicht.
 

FrauHuber

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Hallo Muzel,

heißt das dann, daß alles im Ermessen des Sachbearbeiters liegt?

Bin schon am Überlegen, ob ich da direkt mal bei der SB anrufe. Will aber nichts falsch machen.

Grüße von Frau Huber
 

FrauHuber

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
Hallo Doppeloma,

Danke für die Antwort.

Beruflich hatte ich eine leitende Position in einem Heim. (Verwaltung)
Ich war bereits schon mal 1 Jahr wegen der gleichen Sache krank geschrieben. Im Reha Bericht hieß es: "im jetzigen Beruf arbeitsfähig 3 bis 6 Stunden"
Momentan sind es auch schon einige Monate, die ich krank bin.
Antrag auf Teilhabe wurde jetzt abgelehnt mit der Begründung: "kann in an jeder Arbeitsstelle arbeiten nur eben in diesem Haus nicht"
Problem ist nun, ich möchte Verwaltung oder Büro machen (nicht als Leitung, will keine Fühugsverantwortung mehr) aber ich bekomme nur Absagen mit der Begründung überqualifiziert und keine richtige kaufm. Ausbildung. Deshalb meine Idee Teilhabe zu beantragen und vielleicht eine Umschulung zum Gesundheitskaufmann zu machen.
Vom Alter her bin ich 40+.
In meine alte Firma kann ich definitiv nicht zurück.
Eine Fortbildung würde ich mir schon noch zutrauen.

Eine med. Reha würde mich psych. wieder retraumatisieren.

Das ist das Problem.

Ich vermute halt, daß es vielleicht auch Streß mit der KK gibt, wenn ich die Reha ablehne.

Im Moment weiß ich keine Alternative.

Selber kündigen mit Attest und dann Bildungsgutschein vom AA?
 

KubaLibre

Elo-User*in
Mitglied seit
1 Januar 2014
Beiträge
101
Bewertungen
57
Selber kündigen mit Attest und dann Bildungsgutschein vom AA?

Bildungsgutschein vom AA ..... hört sich suuuuuper an: Wurde mir auch erzählt, hörte sich super-einfach an und als ob das dann alles "flutscht" wie mit Butter eingerieben..... :icon_laber:

Da gibt es scheinbar viele Stolpersteine, über die ich seit geraumer Zeit stolpere. Schau mal auf der Homepage von der AfA bei "Berufenet" nach Gesundheitskaufmann, ob das überhaupt eine "normale" Ausbildung ist, die dann auch von der AfA "gefördert" werden kann.... da ist nämlich durchaus nicht alles Gold, was glänzt, leider.:icon_laber::icon_pic:
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.198
Bewertungen
13.679
Hallo Frau Huber,

Beruflich hatte ich eine leitende Position in einem Heim. (Verwaltung)
Ich war bereits schon mal 1 Jahr wegen der gleichen Sache krank geschrieben. Im Reha Bericht hieß es: "im jetzigen Beruf arbeitsfähig 3 bis 6 Stunden"
Irgendeine konkrete Berufsbezeichnung gibt es doch aber sicher auch ...
In deinem Alter kann die DRV natürlich "großzügig" sein deine Leistungsfähigkeit (im erlernten Beruf/aktueller Tätigkeit) praktisch auf "Teilzeit" herabzustufen, denn es gibt ja keinen gesetzlichen Anspruch mehr auf Rente wegen Berufsunfähigkeit und eine Erwerbsminderung für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" liegt so auch nicht vor ...

Momentan sind es auch schon einige Monate, die ich krank bin.
Antrag auf Teilhabe wurde jetzt abgelehnt mit der Begründung: "kann in an jeder Arbeitsstelle arbeiten nur eben in diesem Haus nicht"
Genauso ist das, die DRV wird keine LTA bewilligen, weil du mit deinen vorhandenen Kenntnissen auch an anderen Arbeitsplätzen dein Geld verdienen kannst ... ob du so einen Arbeitsplatz finden kannst interessiert die nicht ... wie stand in meinem Ablehnungsbescheid zur EM-Rente: "Für die Vermittlung in (andere) Arbeit ist die AfA zuständig, das ist nicht Aufgabe der Rentenversicherung" ... :icon_neutral:

Zu diesem Zeitpunkt gab es übrigens bei mir schon ärztliche Feststellungen der AfA (Med. Dienst) und MDK der KK, dass ich aus rein gesundheitlichen Gründen am gesamten "allgemeinen Arbeitsmarkt" nicht mehr vermittelbar bin, hat die nicht weiter gestört, bis fast 3 Jahre später das Gericht eine Entscheidung dazu getroffen hat ... :icon_dampf:

Problem ist nun, ich möchte Verwaltung oder Büro machen (nicht als Leitung, will keine Fühugsverantwortung mehr) aber ich bekomme nur Absagen mit der Begründung überqualifiziert und keine richtige kaufm. Ausbildung. Deshalb meine Idee Teilhabe zu beantragen und vielleicht eine Umschulung zum Gesundheitskaufmann zu machen.
NaJa, ich glaube nicht dass jemand eine "Herabqualifizierung" bezahlen wird, damit du dann (vielleicht) besser Arbeit finden kannst, hier käme ja eher eine Art kaufmännische Ergänzungs-Weiterbildung in Frage (mit einem seriösen/anerkannten Abschluß natürlich), die natürlich auch Jemand bewilligen /finanzieren muss.

Einen Lebenslauf /Bewerbungsschreiben kann man ja auch etwas "anpassen", damit die "Überqualifizierung" nicht immer gleich ins Auge springt ... weil du den AG "zu schlau" bist, wird wohl keiner die Kosten für eine Komplett-Umschulung übernehmen (wollen) ... :icon_kinn:

Aber eine Fortbildung (BerufeNet wurde schon angesprochen) auf Bildungsgutschein, warum nicht, sowas klärt man aber NIEMALS telefonisch, da stellt man einen schriftlichen Antrag (nachweislich!!!) und dann muss man auch einen Bescheid dazu bekommen.

Wird bewilligt ist alles in Ordnung, wird abgelehnt, dann muss das auch schriftlich begründet werden, man kann dann Widerspruch und Klage nutzen, um seine Rechte durchzusetzen ... mit mündlchen /telefonischen Aussagen kann man da nichts anfangen.

Vom Alter her bin ich 40+.
In meine alte Firma kann ich definitiv nicht zurück.
Eine Fortbildung würde ich mir schon noch zutrauen.
Dann solltest du dir einen entsprechenden (sinnvollen) Kurs heraussuchen und klar begründen warum du damit bessere Chancen am Arbeitsmarkt siehst, das macht natürlich erst Sinn wenn du bei der AfA auch Leistungen bekommst, weil du (andere) Arbeit suchst.

Eine med. Reha würde mich psych. wieder retraumatisieren.
Das ist das Problem.
Kann ich nachvollziehen und von der DRV hast du vermutlich auch keine Aussicht auf LTA zwecks beruflicher Veränderung.

Ich vermute halt, daß es vielleicht auch Streß mit der KK gibt, wenn ich die Reha ablehne.
Im Moment weiß ich keine Alternative.
Wenn diese Reha aktuell schriftlich von der KK gefordert wurde (§ 51 SGB V), dann hast du tatsächlich keine andere Möglichkeit, es sei denn dein Arzt schreibt dich "Reise- /Reha-Unfähig", wenn du den Anreisetermin für die Klinik bekommen hast ... ansonsten kann die KK nach 10 Wochen dein Krankengeld einstellen (wenn du den Antrag nicht gestellt hast bis dahin) oder eben weil du die Reha nicht antreten willst zu diesem Zeitpunkt.

Selber kündigen mit Attest und dann Bildungsgutschein vom AA?
Ob das so eine gute Idee ist weiß ich nicht, solltest du besser vorher mit der AfA klären, ob die dann auf eine Sperre verzichten werden (bitte unbedingt schriftlich geben lassen !!!), dann kannst du es versuchen, aber nicht "labern" darüber mit den SB, sondern handfeste schriftliche Anträge stellen ... :icon_daumen:

Schon richtig, dass die Entscheidungen von den SB getroffen werden, aber bei Ablehnung müssen die auch (schriftlich !!!) begründen warum sie das nicht bewilligt haben und wenn die AfA sonst auch nicht viel für deine "Vermittlung" tut, kann das spätestens am Gericht auch böse für die enden ...

Alles Gute für dich, bin mal wieder froh, dass ich solche Sorgen nicht mehr habe ... !

MfG Doppeloma
 

FrauHuber

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 September 2013
Beiträge
12
Bewertungen
2
@ Doppeloma und Muzel,

Danke für die Tipps!!! Echt nett von Euch:danke:
Mir wäre es auch lieber, ich könnte gesund und munter in die Arbeit gehen. Dann könnte ich mir diese ganze Bürokratie ersparen. Man fühlt sich nur ausgeliefert.

Jetzt hat sich etwas neues getan und ich hab keine Ahnung warum sich das AA jetzt wieder mit mir beschäftigt.
Bis jetzt habe ich Antrag auf Teilhabe bei AA gestellt. Diese reichte mich an RV weiter.
Mein Antrag wurde abgelehnt, soll mich zur Arbeitssuche beim AA melden. Zwischenzeitlich hatte ich Widerspruch eingelegt und jetzt gehts auf med. Reha von der RV, um festzustellen, was man mit mir noch machen kann oder nicht.
Angeblich ist für mich die RV zuständig und nicht das AA.

Plötzlich bekomme ich Post vom AA. Man möchte meine berufliche Situation mit mir besprechen. § 309 SGB III und § 38. Das Schreiben gleicht einer Vorladung.

Was hat das jetzt wieder zu bedeuten? Könnt ihr euch einen Reim drauf machen? Weiß da die eine Hand nicht, was die andere tut?

Viele Grüße
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.515
Bewertungen
1.955
Wenn die Teilhabe von einem Amt abgelehnt wurde, dann man gegen die Zuständigkeit keinen Widerspruch einlegen. Du hast eine Teilhabe bei der RV gestellt, die hat dir eine medizinische Reha auf das Auge gedrückt und du hast die Reha nicht gemacht. Jetzt ist wieder das AA für dich zuständig und die wissen nicht, was sie mit dir machen sollen.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.198
Bewertungen
13.679
Hallo Frau Huber,

Plötzlich bekomme ich Post vom AA. Man möchte meine berufliche Situation mit mir besprechen. § 309 SGB III und § 38. Das Schreiben gleicht einer Vorladung.
Das ist eine ganz normale und übliche Einladung zum Meldetermin (die klingen immer nach "Vorladung", damit du auch merkst wie wichtig die sind), um über die weiteren beruflichen Möglichkeiten mit dir zu sprechen.

Was hat das jetzt wieder zu bedeuten? Könnt ihr euch einen Reim drauf machen? Weiß da die eine Hand nicht, was die andere tut?
Du bekommst doch ALGI von der AfA, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann dürfen die dich auch regelmäßig zu Gesprächen "über deine berufliche Zukunft" einladen ... welche rechte Hand soll da nicht wissen was die Linke tut ???
Die Rentenkasse hat deinen Antrag auf berufliche Reha abgelehnt und dir statt dessen eine med. Reha angeboten um wenigstens "irgendwas zu machen" ... das läuft jetzt völlig unabhängig davon, was bei der Afa weiter passiert.

Es ist richtig, dass ab bestimmten Beitragszeiten die DRV für med. /berufliche Reha-Maßnahmen zuständig ist, warum sollte dann die AfA Geld dafür ausgeben (müssen) ... das ist der übliche Weg, wenn bei der DRV bereits entsprechende Ansprüche bestehen.

Solange wegen einer med. Reha (von der DRV) kein Bescheid vorliegt versucht die AfA weiter dich in Arbeit zu vermitteln, hast du angenommen man würde dich jetzt in Ruhe lassen ... :confused:

Eine med.Reha kann man auch aus einem Arbeitsverhältnis heraus antreten (dieser Ansicht sind jedenfalls die Behörden, wie lange ein ganz neues Arbeitsverhältnis dann noch bestehen wird, ist eine andere Frage) ... hast du denn schon wieder was wegen der Reha gehört oder wurde die bereits von dir abgelehnt ... ???

Falls du eine bewilligte med. Reha doch antreten würdest, bekommst du während der Reha "Übergangsgeld" von der DRV, dein ALGI wird also am Beginn der Reha aufgehoben.

Nach der Reha steht dir dann der restliche Anspruch auf ALGI noch zur Verfügung, die AfA wird dann allerdings auch wissen wollen, was sich in der Reha (für die berufliche Zukunft) ergeben hat, ob du das beantworten möchtest (den Reha-Bericht zur Verfügung stellen) ist dann deine Entscheidung.

Aktuell zahlt die AfA dein Geld also kann die AfA auch verlangen, dass du sie mal "zum Plaudern" besuchen kommst, was die genau von dir wollen wirst du beim Termin erfahren, unterschreibe keine EGV, damit nimmst du dir im SGB III selbst deine Rechte.

Du brauchst dort keine Arbeit anzunehmen, bei der du weniger als deinen ALGI-Betrag verdienen würdest, das versucht man gerne durch deine "freiwillige" Unterschrift auf einer EGV zu ändern, so dass man dich auch in schlechter bezahlte Arbeit vermitteln kann.

Lass dir nicht drohen, dein Geld ist NICHT von dieser Unterschrift abhängig, verlange die Rechtsgrundlagen wenn man dir sowas erzählen sollte ... bitte schriftlich, damit das dein Anwalt überprüfen kann ... :biggrin:

Wenn du jemanden hast für diesen Termin, dann geh mit Beistand (§ 13 SGB X) hin, da sind die meist etwas "friedlicher", die haben nicht gerne (spätere) Zeugen für ihre ungesetzlichen Behauptungen.

MfG Doppeloma
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.515
Bewertungen
1.955
Liebe Doppeloma, man hat mich nach Rentenantragstellung als Nchtleistungsbezieherin ständig vorgeladen um über meine berufliche Perspektive zu sprechen.
Bevor du eine medizinische Reha antrittst solltest du au geschrieben sein.
Mir hat mal jemand gesagt, dass ein Angeklagter, der den Gerichtssaal in Handschellen betritt, ihn auch damit auch verlässt.
Wenn du gesund in eine Klinik gehst, wird man dich kaum krank entlassen.
 
Oben Unten