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Umschulung nur aus gesundheitlichen Gründen

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pumuckel2203

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Moin,

ich nochmal....

Also, ich habe nun mit 3 Sachbearbeiterinen von meiner zuständigen Arbeitsagentur gesprochen. Ich würde gerne umschulen, und zwar aus dem Grunde, dass mein Ausbildungsberuf Bergmechaniker ist und wie ja jeder weiß, ist der Bergbau tot! Nach meiner Ausbildung und Bundeswehrzeit habe ich mich vom Kommissionierer zum Lagerverwalter hochgearbeit, die alles ohne eine Prüfung oder ähnliches absolviert zu haben.

Ich hatte beim Arbeitsamt als Begründung zu meinen Umschulungswünschen angegeben, dass ich in meinem erlernten Beruf nun wirklich keinerlei Aussicht habe einen Job zu finden.

Nun haben mir alle 3 Sachbearbeiterinen mitgeteilt, dass eine Umschulung aus Gründen der nicht vorhandenen Jobaussichten nicht möglich wäre, sondern nur aus gesundheitlichen Gründen!

Ich bin nun doch etwas verunsichert, da dies nun bereits 3 Leute behauptet haben. Ich kann mir das allerdings nicht vorstellen, dass dem so ist.

Wißt ihr da näheres drüber?
 
E

ExitUser

Gast
Leider hört man da immer wieder andere Dinge. Umschulungen gibt es eigentlich schon länger nicht mehr (so seit 2001).

Aus gesundheitlichen Gründen wäre eine berufliche Rehabilitation möglich, das muss aber auch keine Umschulung sein.

Du solltest dich nach allen möglichen Weiterbildungsmöglichkeiten umschauen. Wenn es dabei um neue berufliche Perspektiven geht, kommt es ja einer Umschulung gleich. Mein Bruder hat etwas völlig fachfremdes bewillgt bekommen, allerdings aus ALG I heraus. Für Hartzer ist es sehr schwierig überhaupt längerfristige Weiterbildungen bewilligt zu bekommen, da es ja darum geht die Leute möglichst schnell loszuwerden.
 

Muzel

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"Nun haben mir alle 3 Sachbearbeiterinen mitgeteilt, dass eine Umschulung aus Gründen der nicht vorhandenen Jobaussichten nicht möglich wäre, sondern nur aus gesundheitlichen Gründen"

Dieser Satz ist in sich widersprüchlich. Wieso will man einen Kranken in einen Beruf umschulen, wenn die Jobaussichten schlecht sind? Für einen Kranken sind doch die Jobaussichten ohnehin schlecht.
Ich denke, dass die ganze Thematik eine Ermessensfrage der SBs ist.
 

Arania

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Nein, es geht darum das der alte Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann
 

pumuckel2203

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Moin,

danke erstmal für eure Meinungen. Aber sorry, mir will einfach nicht in den Kopf rein, aber vielleicht bin ich auch nur einfach zu blöd dafür, dass man, den gesundheitlichen Aspekt aussen vor gelassen, keine Umschulung bekommt, obwohl man einen Beruf erlernt hat (Bergmechaniker), den es definitiv nicht mehr gibt, und wie gesagt danach nie wieder eine Ausbildung gemacht hat.

Die Argumentation der 3 Sachbearbeiter will mir einfach nicht in den Kopf. Die reden immer davon, sowas wie früher würde es nicht mehr geben, aber wie hat man bitte schön eine berufliche Zukunft, wenn es den erlernten Beruf quasi nicht mehr gibt....?!
Also bin ich als ungelernter Lagerverwalter (ohne Ausbildung, Weiterbildung, Prüfung oder sonstiges) in den Augen des Amtes weiterhin vermittelbar????
 

Rounddancer

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Hm, sag mal, da muß es doch in den Bergbauregionen, wo nun immer mehr Arbeitnehmer freigesetzt werden, weil die Bergwerke geschlossen werden, Umschulungs, Konvertierungsprogramme geben? Im Rahmen der Sozialpläne dort, oder nicht?

Zuständig müßten da die Bergwerke, bzw. die Betriebsräte dort sein. Und zuständige Gewerkschaft auch.
 
E

ExitUser

Gast
Die Argumentation der SB ist vermutlich, dass du auch einen Job ohne Qualifikation machen kannst und sollst,um deinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Wenn du wirklich eine konkrete Idee hast, was du machen möchtest und nach der Ausbildung gute Chancen auf eine Beschäftigung in dem Bereich bestehen, solltest du einen Antrag stellen und entsprechend den Rechtsweg mit Widerspruch und Klage verfolgen, wenn die SB uneinsichtig sind.

Das größere Problem dürfte allerdings sein, so ein Weiterbildungsangebot zu finden, was dir auch zusagt.
 

Paolo_Pinkel

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Die Argumentation der SB ist vermutlich, dass du auch einen Job ohne Qualifikation machen kannst und sollst,um deinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Hi,

die kann man aber auch wieder kippen, denn:

- Tätigkeiten die ungelernte oder angelernte Kräfte durchführen werden meist schlecht bezahlt. Noch schlechter als die der sog. Facharbeiter. Die Zeiten wo man auch als ungelernter seinen Lebensunterhalt erfolgreich bestreiten konnte durch Schichtdienst z.B. sind schon lange vorbei. Ergo verbleibt man im ALG-II Bezug als Aufstocker. Noch wahrscheinlicher wird das wenn man nicht Single ist und Familie hat.

- Betet uns die Berliner Chunta doch immer vor, dass Bildung der Schlüssel zur Lösung aller Probleme ist? Das könnte man doch in einem solchen Fall doch bestens durch das viel gepriesene "Fördern" erfolgreich egalisieren.

- ...

Gruss

Paolo
 
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