Umschulung - muss ich zu spät einsteigen?

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Hallo Ihr,

vielleicht hat ja doch jemand Verständnis, obwohl ich weiß, dass das an sich ein "doofer Thread" ist.
Ich bin wegen einer Erkrankung in der Rehaabteilung der AfA. Geld bekomm ich vom JC.
Nun hat man mir eine Stellungnahme meines behandelnden Psychotherapeuten abgepresst und diese kam beim Amt wohl so gut an (weil da viel Positives drin stand, dass ich pflichtbewusst bin, ehrgezeizig etc. den Teil meine Erkrankung betreffend, weswegen ich eine Umschulung vielleicht nicht schaffen könnte, blendet das Amt aus, ich vermute, die SB versteht diesen Teil einfach nicht)
, dass ich nun nächste Woche zu einem Termin beim BFW soll, um zu besprechen, wie ich verspätet in die Umschulung einsteigen kann!
Versteht mich nicht falsch, eine Umschulung machen zu dürfen empfinde ich als Privileg und ich freue mich drüber! Aber weil bei mir mir immer irgendwie alles schief läuft oder zu langsam, hat die Umschulung schon vor 3,5 Wochen angefangen. Und ich traue mir das einfach nicht zu, da dann knapp 5 Wochen später (meine Schätzung, wenn nächste Woche erst das Gespräch ist und die Umschulung jetzt schon 3,5 Wochen läuft) anzufangen und alles aufzuarbeiten. Und meine größte Angst ist. Ich "habe" Borderline, Depressionen und eine schwere soziale Phobie. Wenn ich zu so einer Umschulung gehe und alle "neu" sind, dann fällt mir das schon schwer. Aber wenn ich da 5 Wochen später einsteigen soll, dann hat sich die Gruppe doch schon gebildet, dann kennen die sich alle schon und es ist irgendwie klar, wer beliebt ist und wer nicht etc. Ich bin nicht so, dass ich da in so eine Gruppe komme und dann offen auf alle zugehen kann und schon meine Kontakte finden werde. Ich kann das nicht. Und wenn ich 5 Wochen verpasst habe, müsste ich mich da ja auch durchfragen, dass mir wer seine Unterlagen vielleicht leiht, damit ich alles nacharbeiten kann. Aber ich habe vor solchen Sachen wirklich Panik. Wer weiß, was eine soziale Phobie ist, versteht mich vielleicht. Grundsätzlich bin ich wirklich dankbar, dass ich die Umschulung machen darf. Aber wenn ich da verspätet anfangen soll und mich einfinden in eine bereits bestehende Klassengemeinschaft. Da weiß ich, das kann ich nicht, das kann nur schief gehen. Wenn ich unter Leute gehe, bin ich froh, wenn ich mich traue "hallo" zu sagen und verschämt zu lächeln. Mehr krieg ich nicht hin und da müsste ich direkt am zweiten Tag dann völlig Fremde um ihre Unterlagen bitten, mir Leute suchen, mit denen ich Gruppenarbeiten mache etc. Ich bin total verzweifelt.
Weiß jemand Rat? Ich würde am liebsten nächste Woche beim BFW sagen, dass ich die Umschulung lieber verschieben würde auf den nächsten Termin und dann direkt von Anfang an dabei sein und nicht Wochen später einsteigen. Oder gibt das dann Ärger? Wenn ich weiß, dass alle "neu" sind und sich alle noch nicht so kennen,dann fällt es mir etwas leichter, auf andere zuzugehen.
Außerdem weiß ich auch nicht, wie meine SB drauf kommt, dass ich 5 Wochen einfach so nacharbeiten kann. Inhaltlich krieg ich das vielleicht hin, aber ich bin sozial so minderbemittelt, ich müsste mich ja erstmal trauen, in Erfahrung zu bringen, was ich alles verpasst habe.

Danke fürs Lesen. Vielleicht hat ja wer eine Idee, wie ich mich nun am besten verhalte. Denn grundsätzlich bin ich schon sehr dankbar für die Umschulung, aber unter diesen Bedingungen traue ich mir das null zu und bin völlig verzweifelt.

LG
 
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