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Umschulung mündlich abgelehnt, wie lege ich Widerspruch ein

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kimini

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Hallo,

bevor ich mit meinem Problem anfange, muß ich erstmal meine Vorgeschichte erzählen. Ich bin mittlerweile 28 Jahre alt und habe bedenken, das ich keine Arbeit mehr finde und ewig als Hartz 4 Empfänger ende.
Ich habe Ende 2002 eine Ausbildung als Bürokaufmann abgeschlossen. Da die Ausbildung überbetrieblich war und ich nie in dem Beruf gearbeitet habe fehlt mir die Berufspraxis. Ich hatte seit 2002 2 Weiterbildungen in meinem Beruf und habe mich immer kontinuierlich in meinem Beruf beworben. Zwischenzeitlich habe ich über 2 Jahre bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet und irgenwelche sinnlosen Maßnahmen mitgemacht, wenn ich nicht arbeitslos war. Da ich immer nur Absagen bekommen habe, habe ich mich zuletzt mit Absprache mit meinem Sachbearbeiter bei der ARGe als Fachinformatiker/Systemintegration für eine Ausbildung beworben. In dem Beruf möchte ich auch meine Umschulung machen. Anfang Oktober 2009 sprach ich nochmal bei meiner Sachbearbeiterin wegen einer Umschulung vor und sie sagte mir das ich erstmal eine Feststellungsmaßnahme über 2 Monate mitmachen sollte, um meinen Wissenstand in meinem Beruf zu überprüfen, danach würde man noch mal über die Förderung für eine Umschulung in meinem angestrebten Beruf sprechen. Ich habe diese Maßnahme mitgemacht, in der Hoffnung, das ich meinen guten Willen zeige und ich dadurch eine bessere Chance habe, die Umschulung zu bekommen.Ich habe in der Maßnahme einen Bewertungsbogen bekommen, der zusammen mit der Maßnahmeleiterin individuell für jeden ausgefüllt wurde. Am Ende steht der Satz "Vorhandene Kenntnisse sind nicht ausreichend vorhanden, um im Berufsfeld tätig sein zu können". Was will die Arge noch mehr? Jedenfalls sagte mir meine Sachbearbeiterin Ende Januar, das die Umschulung vom Teamleiter abgelehnt wurde und das ich maximal eine Förderung für eine Weiterbildung im kaufmännischen Bereich bekommen könnte. Ich möchte aber nicht schon wieder eine Weiterbildung machen, weil ich der Meinung bin, das man in einem Jahr nicht die Defizite aufholen kann, die ich in meinem Berufsfeld habe. Nach 8 Jahren, habe ich absolut keine Ahnung mehr davon. Ich kann alle Absagen als Bürokaufmann nachweisen, da ich diese die letzten Jahre aufbewahrt habe. Nun zu meiner eigentlichen Frage. Da ich die Ablehnung nur mündlich bekommen habe möchte ich wissen wie ich nun vorgehen muß um einen Widerspruch dagegen einlegen zu können. Ich habe nichts schriftliches, lediglich die Ablehnung der Sachbearbeiterin. Sorry das ich soviel vorweg geschrieben habe, aber ich dachte es ist vielleicht wichtig meine Vorgeschichte zu kennen. Jedenfalls habe ich keinen Plan, wie ich nun vorgehen muß. Ich komme mir langsam verarscht vor. Jede meiner bemühungen wird untergraben. Wollen die nicht sehen, das ich wirklich arbeiten möchte. Langsam bin ich wirklich frusriert.

Vielen Dank schonmal im Voraus

Steffen
 

Erolena

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Ich würde einen schriftlichen Antrag auf Umschulung zum FI/Sytemintegration stellen.
Auf schriftliche Ablehnung warten.
Dann Widerspruch einlegen.

Günstig ist auch, wenn du zu einem Träger hingehst, der diese Umschulung anbietet. Evtl. kannst du gleich erfahren, ob gerade eine Ausbildung losgeht.

Andere Möglichkeit: Du bewirbst Dich einfach um eine Ausbildungsstelle. Mit 28 Jahren bist du noch nicht zu alt dafür. Dann bist du weg von der ARGE. Hättest Azubi-Vergütung und Berufsausbildungshilfe (BAB). BAB könntest du bekommen, weil die Zweitausbildung notwendig ist.

Es könnte sich lohnen, auch mal mit den Ausbildungsberatern der IHK zu sprechen. Vielleicht haben die noch Tipps für Dich.
 
E

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Gast
Ich habe Ende 2002 eine Ausbildung als Bürokaufmann abgeschlossen. Da die Ausbildung überbetrieblich war und ich nie in dem Beruf gearbeitet habe fehlt mir die Berufspraxis.
Zu dieser Zeit sind Zigtausende mit Unterstützung des Arbeitsamtes überbetrieblich und völlig an der Nachfrage des Arbeistsmarktes vorbei zum Bürokaufmann ausgebildet worden.

Da ich immer nur Absagen bekommen habe, habe ich mich zuletzt mit Absprache mit meinem Sachbearbeiter bei der ARGe als Fachinformatiker/Systemintegration für eine Ausbildung beworben. In dem Beruf möchte ich auch meine Umschulung machen.
Ich will Dir nichts vermiesen, aber bis 2003/2004 sind ebenfalls Zigtausende mit Unterstützung des Arbeitsamtes überbetrieblich zum FI ausgebildet worden. Die sitzen heute ganz überwiegend auch auf der Gasse bzw. haben in diesem Beruf nie einen Fuß auf den Boden gekriegt.

Wenn es eine Chance gibt, dann imho inform einer betrieblichen Ausbildung. Da gibt es zumindest die vage Hoffnung, vom Ausbildungsbetrieb anschließend übernommen zu werden.
 

Erolena

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Die Bedenken bezüglich des Fachinformatikers teile ich auch.
Deshalb auch mein Hinweis auf die Ausbildungsberater bei der IHK.
Die kennen ihren Kammerbezirk bezügl. Berufssituation.

Auch die Berufsinformationszentren (BIZ) der Arbeitsagentur sind nicht nur für Schüler sondern auch für Erwachsene da.

Zur "kollegialen Beratung" würde ich eine Diskussion hier empfehlen:
Link: [url=http://forum.fachinformatiker.de/]Forum Fachinformatiker.de[/URL]

Es gibt auch den Beruf Informatikkaufmann.
Weiß nicht, wie da generell die Berufschanchen sind.
Jemand aus unserer Umgebung hat in dem Beruf gerade wieder Arbeit gefunden in einer guten Firma.
Link: Berufsbild Informatikkaufmann/Informatikkauffrau - Beruf Informatikkaufmann/Informatikkauffrau
 
E

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Gast
Deshalb auch mein Hinweis auf die Ausbildungsberater bei der IHK.
Vorsicht, die IHK hatte zumindest Anfang der 2000er selbst die Finger im Ausbildungsgeschäft für FI und die anderen damals sogenannten "Neuen IT-Berufe" (wozu auch der Informatikkaufmann zählt) und hat an den Ausbildungen mitverdient. Ob es heute anders ist, kann ich nicht beurteilen.
 

kimini

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Thematiker*in
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Hallo Danke für eure schnellen Antworten,

ich werde dann erstmal einen Antrag auf Umschulung stellen und bewerbe mich nebenher sowieso auf betriebliche Ausbildungsstellen, alleine schon wegen der besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bei der IHK werde ich dann auch mal anfragen, daran hatte ich noch überhaupt nicht gedacht.
 
E

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Gast
Hallo,:icon_smile:
Du kannst auch gegen eine mündliche Ablehnung Widerspruch einlegen.
Diese mündliche Ablehnung ist ein Verwaltungsakt. Gegen diesen richtet sich der Widerspruch, nicht gegen die schriftliche Form dieses Verwaltungsaktes,den Bescheid.
 
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