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Umschulung Kranken-, Altenpfleger: das 3. Jahr hängt wieder in der Luft

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Erolena

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#1
Ich habe diese Meldung gefunden und nehme an, das interessiert einige User hier im Unterforum:
Es geht um Umschulung zum Altenpfleger / Krankenpfleger.

Bei Umschulungen in Pflegeberufen gab es für das dritte Umschulungsjahr zuletzt Geld aus dem Konjunkturpaket. Nun tritt ab 2011 wieder der frühere Zustand ein: Das dritte Umschulungsjahr muss von einem anderen Träger finanziert werden.

30.06.10 - 903

Umschulungen zu Pflegeberufen ohne drittes Förderjahr

AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend
AG Arbeit und Soziales

Zur Beantwortung der Kleinen Anfrage "Ausgestaltung der Pflegeberufe und Weiterentwicklung der Pflegeausbildungen" durch die Bundesregierung erklären die zuständige Berichterstatterin in der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion Petra Crone und die zuständige Berichterstatterin in der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales Gabriele Lösekrug-Möller:

Leider will die Bundesregierung die erfolgreiche Förderung der dreijährigen Umschulungen zum Altenpfleger beziehungsweise zur Altenpflegerin und zum Krankenpfleger beziehungsweise zur Krankenpflegerin über die Befristung bis Ende 2010 hinaus nicht weiter fördern. Zwar planmäßig, aber nicht zukunftsweisend wird die Bundesagentur für Arbeit ab 2011 nur noch zwei Jahre Umschulung finanzieren und die Kosten des dritten Ausbildungsjahres dem Ausbildungsträger überlassen....
Pressemitteilung weiterlesen: SPD-Bundestagsfraktion

Ich beschreibe mal, wie es zu dem Problem kommt (ohne weitere Recherche):
Umschulungen sind grundsätzlich auf zwei Jahre verkürzte Ausbildungen für Erwachsene.
In den Pflegeberufen gestatten die Bildungs-/Kultusministerien die Verkürzung auf zwei Jahre nicht. Aus gutem Grund - ist meine Meinung. Die ARGE/Arbeitsagentur bezahlt also die Ausbildungskosten für 1. und 2. Umschulungsjahr, dann enden deren Fördermöglichkeiten. Problem: Wer bezahlt die Umschulungskosten im dritten Jahr?

Nicht bei Umschulung zum Helfer:
Dieses Problem gibt es nicht bei der Umschulung zum Altenpflegehelfer oder Krankenpflegehelfer.
In der Helferausbildung gibt es kein 3. Umschulungsjahr. Damit ist die Finanzierung bis zum Ende der Umschulung gesichert.

Die Wörter "grundsätzlich" und "in der Regel" weisen immer darauf hin, dass es auch Ausnahmen gibt.

Fehler bitte ich zu entschuldigen und zu korrigieren. Danke.
 

Erolena

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#2
Die Kleine Anfrage habe ich hier gefunden (ohne Antworten).
Link:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/020/1702051.pdf

21. Plant die Bundesregierung, dreijährige Umschulungen zum Altenpfleger/ zur Altenpflegerin und zum Krankenpfleger/zur Krankenpflegerin über 2010 hinaus zu fördern, und entsprechende gesetzliche Regelungen zu än- dern?
Falls nein, warum nicht?

22. Inwiefern erachtet die Bundesregierung zusätzliche Ausbildungsfelder in der Altenpflege zukünftig als erforderlich?
Welche die Fort- und Weiterbildung bzw. die Umschulung betreffenden Pla- nungen gibt es?
 

minzee

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#3
Nicht bei Umschulung zum Helfer:
Dieses Problem gibt es nicht bei der Umschulung zum Altenpflegehelfer oder Krankenpflegehelfer.
In der Helferausbildung gibt es kein 3. Umschulungsjahr. Damit ist die Finanzierung bis zum Ende der Umschulung gesichert.

Die Wörter "grundsätzlich" und "in der Regel" weisen immer darauf hin, dass es auch Ausnahmen gibt.

Fehler bitte ich zu entschuldigen und zu korrigieren. Danke.
Tja, das wird der Knackpunkt sein:
Altenpflegehelfer sind billiger später bei der Entlohnung ...
Das ist Hartz Vier: Das Niedriglohnheer rekrutieren auch in modernen, demokratischen Zeiten.
 
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#4
hallo erolena,

ich arbeite ja selbst in einem klinischen betrieb. mir selbst sind keine umschüler bekannt, oder das welche ein drittes jahr absolvieren. bei uns gibt es lediglich die volle lehre mit abschließendem examen. warum das so ist weiß ich jetzt nicht, ich hab mich mit der frage so in der art noch nie beschäftigt. wer bei uns verkürzt macht, ist meist über den einstieg "soziales jahr" und oft auch ersatzdienst gekommen und kann dann ev. für 2 jahre die lehre bis zum examen durchziehen, eben mit den zuschüssen. so ist quasi das erste jahr billig, und verschmerzlich wenn jemand wieder aussteigt weil es ihm nicht zusagt.

weiterführende schulungen und ausbildungen finden in der regel bei einem so großen betrieb innerhalb der schon bestehenden belegschaft statt. d. h. von der examinierten krankenschwester/pfleger zum intensivpersonal, oder OP-assistenz, labor, etc.

liebe grüße von barbara
 

minzee

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#5
ich arbeite ja selbst in einem klinischen betrieb. mir selbst sind keine umschüler bekannt, oder das welche ein drittes jahr absolvieren. bei uns gibt es lediglich die volle lehre mit abschließendem examen. warum das so ist weiß ich jetzt nicht, ich hab mich mit der frage so in der art noch nie beschäftigt. wer bei uns verkürzt macht, ist meist über den einstieg "soziales jahr" und oft auch ersatzdienst gekommen und kann dann ev. für 2 jahre die lehre bis zum examen durchziehen, eben mit den zuschüssen. so ist quasi das erste jahr billig, und verschmerzlich wenn jemand wieder aussteigt weil es ihm nicht zusagt.
hallo,

hier geht es aber nicht um die betriebliche ausbildung (hier im klinischen betrieb).

es gibt eine dreijährige schulische ausbildung zum altenpfleger.
wer kein bafög mehr bekommen kann, konnte bisher über eine bestimmte regelung diese schule als alg II - umschulung über die arge voll finanziert bekommen.
das wird jetzt wieder gestrichen, bzw. man bekommt zwei jahre finanziert, wenn man zusagen kann, das dritte jahr aus eigenmittel zu finanzieren, was aber schwierig ist, da alg II - empfänger in der regel eher mittellos sind.
es geht hier auch nicht um junge menschen, sondern um welche, die in einer anderen lebensphase erwerbslos geworden sind.
 
E

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Gast
#6
hallo minzee,

deshalb hab ich es geschrieben, weil diese art von umschulung bei einigen betrieben anscheinend erst gar nicht möglich ist. so scheint es bei mir im betrieb wohl zu sein :confused:.

wenn das so ist wie von dir geschrieben, frag ich mich, wie soll man denn auf diese art zu einem qualifizierten abschluss kommen? das sind ev. ja zwei jahre für die katz.


liebe grüße von barbara
 

minzee

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#7
hallo minzee,

deshalb hab ich es geschrieben, weil diese art von umschulung bei einigen betrieben anscheinend erst gar nicht möglich ist. so scheint es bei mir im betrieb wohl zu sein :confused:.

wenn das so ist wie von dir geschrieben, frag ich mich, wie soll man denn auf diese art zu einem qualifizierten abschluss kommen? das sind ev. ja zwei jahre für die katz.


liebe grüße von barbara
hallo barbara,

ja, sgb II und III umschulungen finden fast immer in schulischer form statt, wobei diese längere praktika beinhalten.

zweiteres ist genau das problem:
offenkundig ist gewollt, die entsprechenden personen bei eignung in eine altenpflegehelferumschulung zu drängen, die sich aber vom späteren gehalt viel schlechter stellt.
ausgeübt werden danach dann wohl vor allem aletnpflegetätigkeiten, also im altenheim, alten-pflegeheim oder ambulant bei einer pflegstation.

im klinischen betrieb hast du wahrscheinlich weniger damit zu tun.
da gibt es ja vor allem krankenpfleger und krankenpflegehelfer.
 

Erolena

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#8
Der Ausweg für Betroffene könnte sein, erst die Helferausbildung zu machen und dann eine Ausbildung zum Altenpfleger, Krankenpfleger anzuhängen. Weil diese dann ggf. auf zwei Jahre verkürzt werden kann. (so auf diversen Internetseiten zu lesen)

Bei diesem zweistufigen Weg würde ich aber zur Sicherheit mit der ARGE schriftlich vereinbaren, dass das Integrationsziel der Abschuss Altenpfleger bzw. Krankenpfleger ist. (und eben nicht der Helferabschluss). Das als Vorsichtsmaßnahme.
 
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