Umschulung - ist das noch normal?

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PatrickMK

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Hallo allerseits,

ich war vor 3 jahren schon einmal arbeitslos und hatte das Vergnügen mit der Agentur für Arbeit, dort war man überraschenderweise hilfsbereit und wollte mir ein ziemlich teure Umschulung in meinem Traumberuf ermöglichen, ich hätte nur den Berufspsychologischen Test bestehen müssen. Daraus geworden ist leider nichts, da ich zwar ewig gearbeitet habee (als Student) aber erst im letzten Jahr Sozialversicherungspflichtig angestellt war und mir für den Antrag dann ein paar Tage gefehlt haben.

Die nächste Station war dann das Jobcenter, erst hat man behauptet man würde das mit der Umschulung prüfen, dann hat man mich gezwungen eine EGV zu unterschreiben (ich wusste damals nicht auf was ich mich einlasse), dann hat man probiert mich keine 48h später in einen Zeitarbeitsjob zu zwingen!!!

Glücklicherweise habe ich quasi im selben Zeitraum einen sehr gut bezahlten Job in der Online Branche gefunden und hatte dann erstmal Ruhe.

Meine jetzige Firma steht jetzt allerdings vor der Pleite und so wurde mir Ende August, am Tag meiner Abreise in den gebuchten Urlaub, gekündigt. Ich habe mich direkt telefonisch arbeitslos gemeldet.

Da ich nach wie vor sehr großes Interesse an dieser Umschulung hätte habe ich direkt den Umschulungsanbieter angerufen und gefragt ob es diesen Kurs noch gibt und wann der nächste anfangen würde, man hat mir Unterlagen zugesandt und mich zu einem Einstellungstest eingeladen. Zu dem Test bin ich während meiner Urlaubszeit gefahren (10.09), habe diesen wieder bestanden, Vorort noch mit potientiellen arbeitgebern geredet und eine mündliche Einstellungszusage bekommen. Am 12.09 habe ich mich dann persönlich bei der AGFA gemeldet, sämtliche Unterlagen abgegeben und um einen zeitnahen Termin gebeten weil die Umschulung bereits am 01.10 anfangen würde. Diesmal war man recht patzig, bezüglich eines Termines wollte man mich auf 3-6 Wochen vertrösten!!! Am 13.09 habe ich dann per email auch noch schriftlich eine Einstellungszusage bekommen und diese zusammen mit einem schriftlichen Antrag auf zügige Bearbeitung, sowie der EGV von 2015 (in welcher diese Umschulung aufgeführt wird) meiner Nachbarin (arbeitet bei der Agentur) übergeben welche diese direkt meiner Sachbeabeiterin übergeben wollte und die Übergabe auch einen Tag später bestätigte, dabei sagte meine Nachbarin noch, ich würde vorgezogen werden sobald jemand einen Termin absagen würde.

Dann am 18.09 erhielt ich einen schriftliche Einladung zum... 28.09 !!! (das schreiben war datiert auf den 13.09) sonst habe ich seit der Abgabe der Unterlagen nichts mehr gehört. Sämtliche Unterlagen die ich persönlich und über meine Nachbarin habe abgeben lassen wurden von mir inzwischen auch im Online Portal hochgeladen.

Irgendwie komme ich mir langsam ziemlich verar***t vor. Als ich die Umschulung bei der anderen AGFA beantragt habe war alles kein Problem, einen Termin habe ich innerhalb von 3 Tagen bekommen, die Sachbeabeiterin stand mit mir regelmäßig in Kontakt um mich auf dem laufenden zu halten. Der BPS Termin wurde auch zeitnah vereinbart. Ich habe das Gefühl hier hat meine keine Lust mich zu fördern, probiert mich hinzuhalten. Gibt es irgendetwas das ich dagegen tun kann? Ich habe hier im Forum einen Beitrag gefunden in dem eine Weisung verlinkt war wo etwas von einer Bearbeitungsdauer von 7 Tagen steht, ist dies korrekt? Der Umschulungsanbieter würde ja gerne meine Sachbearbeiterin kontaktieren aber die Agentur gibt keine Daten raus (sprich Telefon oder email Adresse). Der Umschulungsanbieter meinte noch ich solle probieren mit dem Teamleiter zu sprechen und einen früherern Termin zu bekommen.

Mal abgesehen von der Arbeitslosigkeit belastet mich die aktuelle Situation gerade schon sehr... ich kann es überhaupt nicht verstehen warum es einer Stadt ohne Probleme läuft und in der anderen gar nicht. :doh:

Erwähnenswert wäre vermutlich noch: Ich habe weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch ein abgeschlossenes Studium. Aufgrund meines recht hohen Lohnes in meinem letzten Beruf und in Ermangelung einer Ausbildung ist es mir vollkommen unklar was die AGFA jetzt mit mir vor hat.

Frustrierte Grüße

Patrick
 

faalk

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Das mit den Terminen ist so eine Sache. Für die bearbeitende SB ist nichts wichtig. Dementsprechend die Bearbeitungsdauer, die übrigens auf den ersten Blick garnicht mal so lang aussieht.
(12.09. Antrag, 18.09. Terminzusage für 28.09.)

Leider ist es so, dass eine Umschulung eine kann Leistung ist. Auch wenn man vor Zeiten schon mal eine Umschulung von SB A. genehmigt bekommen hat, muss SB B. heute selbige nicht mehr bewilligen. Gerade wenn die letzte "Bewilligung" für eine Umschulung drei JAhre her ist.

ist es mir vollkommen unklar was die AGFA jetzt mit mir vor hat.

Das weis man natürlich nicht. Maßnahme? Vermittlung in Zeitarbeit?
 

BerndB

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Wenn ich § 81 SGB III so lese, denke ich, dass eine Weiterbildung notwendig sein muss um gefördert zu werden. Dafür gibt es zwei Gründe:
  • Abs. 1
    ... wenn die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern ...
  • Abs. 2
    Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wegen fehlenden Berufsabschlusses ...
Bei Abs. 1 kann ja alternativ auch Vermittlung in Frage kommen. Bei Abs.2 ist es m. E. aber eindeutig, dass Notwendigkeit vorliegt, für die sogar eine eigene Kündigung möglich ist, ohne dass eine Sperrzeit droht (Punkt 159.1.2.1 Buchstabe s). Arbeitslosigkeit liegt in diesem Fall ja schon vor. Wollte nur sagen, dass sie für das Erreichen eines Berufsabschlusses sogar herbeigeführt werden könnte.
 

PatrickMK

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Wenn ich § 81 SGB III so lese, denke ich, dass eine Weiterbildung notwendig sein muss um gefördert zu werden. Dafür gibt es zwei Gründe:
Abs. 1
... wenn die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern ...
Abs. 2
Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wegen fehlenden Berufsabschlusses ...
Bei Abs. 1 kann ja alternativ auch Vermittlung in Frage kommen. Bei Abs.2 ist es m. E. aber eindeutig, dass Notwendigkeit vorliegt, für die sogar eine eigene Kündigung möglich ist, ohne dass eine Sperrzeit droht (Punkt 159.1.2.1 Buchstabe s). Arbeitslosigkeit liegt in diesem Fall ja schon vor. Wollte nur sagen, dass sie für das Erreichen eines Berufsabschlusses sogar herbeigeführt werden könnte.
Gestern 16:08

Genau aus diesem Grund wollte mir die SB in der anderen AFA auch die Umschulung bewilligen, ich habe keinen verwertbaren Abschluss. Durch diverse Berufskollegs habe ich mal den Abschluss "Technischer Kommunikationsassistent" bekommen, das ist aber keine anerkannte Ausbildung und zu 100% nutzlos.

Wie gesagt, aufgrund der 20/30% Regel ist es quasi unmöglich mich zu vermitteln, mir würde kein anderer Betrieb auch nur ansatzweise soviel zahlen wie mein letzter Arbeitgeber. Es mir daher vollkommen unklar was die jetzige SB mit mir vorhat wenn Sie mir das nocht bewilligt...

Immerhin hoffe ich durch die Zumutbarkeitsregelung vor bösen Zeitarbeitsfirmen geschützt zu sein :biggrin:

Abwarten was passiert...

Grüße

Patrick
 
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