Umschulung bewusst abbrechen um Heilung zu erhalten

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SelfDelUser_65624

Gast
Es ist so das ich mich vor 2 Wochen meinem noch einzig verbliebenen Freund offenbart habe, der ähnliche Probleme hat und ich gemerkt habe das mich das etwas zurück ins Leben geholt hat, mit jemanden der ähnliche Erfahrungen hat, zurück auf das Trümmerfeld meines bisherigen Lebens zu blicken, welches ich bravurös errichtet und hinterlassen habe, der einem nicht gleich als sonst etwas abstempelt.

Ich hatte da dann 1 oder 2 Tage ein hoch gehabt und wollte etwas ändern, mittlerweile bin ich wieder in meine alten Muster verfallen, Menschen zu meiden, nur im Dunkeln rauszugehen, Telefone abzuschalten, dem Postboten sowie Wartungsinstallateure nicht die Tür öffnen, den Gerichtsvollzieher meiden bis Haftbefehl erlassen wird und Post nicht zu öffnen, selbst wenn es Vollstreckungsbescheide von Gerichten sind, stattdessen verkrieche ich mich in meinen Dunklem Raum und tue einfach nichts.

Mich interessiert einfach nichts mehr, mir ist alles egal geworden, bis auf meinen alten, kranken Hund und ich weiß nicht warum das so ist, statt Sachen zu klären, lass ich es darauf ankommen bis es zu spät ist. Ich habe sogar meinen Geburtstag im Februar vergessen, weil ich nicht mal mehr nachschaue welchen Wochentag bzw welches Datum wir haben, wie ich später nachgerechnet habe war es mein 35'er, selbst das wusste ich nicht mal mehr.

Nun ist es so das ich Schulden aus einer längeren Beziehung, Wohnungsräumungen, kleinerer Sachen und krediten habe und das ich die Kontrolle über meine Finanzen komplett verloren habe nachdem ich mich 2008 auf nachdruck meiner Famillie (Wir oder Sie) von meiner Lebensgefährtin getrennt habe.

Ich bin schon mal dagegen angegangen, das war 2012 mit einem Anwalt für Privatinsolvenzrecht, bis ich wieder in eine der nicht endenden Episoden gefallen bin und mich um nichts gekümmert habe, auch hatte ich mal Kontakt zur Schuldnerberatung, den ich direkt wieder gekappt habe, diese nicht endende Flut an Inkasso schreiben, Mahnbescheiden, Vollstreckungsbescheiden, Kontopfändungen, Eidesstaatlicher Versicherungen sowie Vorladungen beim Gerichtsvollzieher und Androhungen von Beugehaft hab ich meißt mit übermässigen Konsum von Bier und Cannabis bekämpft.

Das Cannabis Rauchen habe ich nach Verlust meines Führerscheines wegen eines BTMG verstosses und anschliessendem ärztlichen negativen Gutachten seit einem Jahr komplett eingestellt. Am Bier hänge ich noch immer mit guten 4 Flaschen pro Abend, am Wochenende auch mal mehr.

Ich vernachlässige Körperhygene, Räume nichts mehr in der Wohnung auf, bringe den Müll alle 2 Wochen raus. Ich denke ich habe eine Alkoholsucht entwickelt und ich kann mir das gar nicht erklären, da mein Vater solange wie er lebte Alkoholabhängig war und das meine Kindheit geprägt hat, so wollte ich nie werden, er starb auch an den Folgen des missbrauches im August 2003 an Organversagen, nachdem wir, ihm sich selbst überlassen haben.

Etwas woran ich mir bis heute Schuld gebe, das wir ihm nicht helfen konnten, ich will verhindern, das dass mit mir passiert und meine Famillie nochmal da durch muss.

2008 verlor ich zudem meine Wohnung wegen Mietschulden und bekam auch keine mehr, meine Mutter hatte mich dann kurzerhand in Ihre 1 zimmer Wohnung geparkt, da lebte ich bis 2013, da ich da immernoch Mietschulden aus der Räumungsklage hatte, bekam ich nach wie vor keine Wohnung und mir fiel die Decke auf den Kopf nach dem eine neue Beziehung mit einer Nachbarin zerbrach die allerdings noch bis 2015 anhielt .

Ich bat meine Mutter mir eine 2 Zimmer Wohnung zu mieten, direkt einen Häuserblock weiter damit ich weg von der Frau komme und mein Hund keinen Treppen mehr steigen muss, da er an Athrose leidet, das tat sie auch, eine Erdgeschoss Wohnung, ich lebe dort alleine seit 2013 bis heute, keine Mietschulden dort gemacht, alles immer Pünktlich bezahlt, allerdings hatte meine Mutter Schulden beim Finanzamt von meinem verstorbenen Vater und musste in die Privatinsolvenz, sie ist momentan in der Wohlverhaltensphase und darf keine Schulden machen, das heißt die Miete von mir muss immer Pünktlich kommen.

Nun ist es so das ich 2014 nicht mehr zur Arbeit gegangen bin wegen meiner Depression und meinem Suchtverhalten und nach 7 Abmahnungen ohne Rückmeldung Fristlos gekündigt wurde, ich war der Firma sehr wichtig, da ich ein gut ausgebildeter Qs'ler bin/war, ich habe dann direkt bei einem neuem Unternehmen angeheuert, wo ich sehr gut bezahlt wurde und viel um die Welt gereist bin, das liess mich etwas vergessen, aber irgendwann holt es dich wieder ein, ich war dort im QM tätig, allerdings haben einige um mich herum Cannabis geraucht, da ich dem Stress irgendwann nicht mehr gewachsen war und ich wieder eine "ist mir alles egal Phase" hatte, hab ich direkt nachdem ich befördert wurde! meine Kündigung eingereicht, das war im April 2018.

Nun bin ich nach 10 Jahren das erste mal wieder Arbeitslos, inklusive 12 Wochen Sperrzeit, die ich eisern mit Flaschen Sammeln verbrachte um essen für mich und den Hund kaufen zu können, meine Brüder haben in der Zeit die Miete übernommen, ich habe dann für mich entschieden eine Umschulung zu machen über das Arbeitsamt, das habe ich auch durch bekommen und alles wurde genehmigt, 2 Jahre Umschulung.

Die Schulung startet am 17.12.18, in der letzten Januar Woche 2019 habe ich sie das letzte mal besucht, das ist nun fast 2 Monate her, ich habe mich nirgendwo abgemeldet, nun kam eine Einladung zum Gespräch zum 12.03.19 von der AfA die ich gekonnt ignoriert habe, die Schule hat sich bis heute nicht gemeldet, nun ist fast Anfang April und ich Grübel nach wie vor was ich jetzt machen soll.

In meinem Kopf ist so viel WirrWarr , ich kriege einfach keinen klaren Gedanken mehr zusammen, es zerreißt mich alles in Summe, ich glaube ich habe einen Burn-out, die Außenrollos sind 24H am Tag unten, die totale Dunkelheit herrscht jetzt über mich.

Mein Plan ist jetzt eigentlich abzuwarten und alle Einladungen zu ignorieren, das hab ich in 10 Jahren gelernt, bis die AfA mich aus der Umschulung schmeißt und mich sanktioniert, ich möchte mich dort nicht offenbaren, das konnte ich bisher nicht mal beim Arzt, um dann Alg2 zu beantragen, dazu müsste ich aber meiner Recherche nach einen Untermietvertrag mit meiner Mutter abschliessen, die ich ebenfalls gekonnt ignoriere.

Ich schaue zwar öfter auf Jobportale und finde auch gute Angebote, allerdings löst das mein Probleme nicht, wenn ich jetzt wieder alles von vorne durchmache, obwohl ich weiß wie es enden wird. Was würdet ihr mir raten? Vllt. sollte ich mich einweisen lassen, aber was ist dann mit meinem treuen Hund der mir seit 12 Jahren als einzigster immer zur Seite steht und der Miete, den Gerichtsvollziehern, Fragen über Fragen. Ich Spiel auch mit dem Gedanken einfach abzuhauen und alles hinter mich zu lassen, aber irgendwann wird es mich eh wieder einholen, selbst im Ausland. Manchmal wünsche ich mir einfach nur Erlösung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

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