Umschulung beim privaten Bildungsträger - JC verweigert Prämie für bestandene Zwischenprüfung

Nina89

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Seit August letzten Jahres bin ich in einer Umschulung zur Fachinformatikerin. Dabei handelt es sich nicht um eine normale, also betriebliche Umschulung, sondern eine bei einem privaten Bildungsträger. Der Unterricht erfolgt im Internet im sog. virtuellen Klassenzimmer (nicht von daheim, nicht falsch verstehn).

Nun habe ich im März eine Zwischenprüfung, wie sie auch bei einer normalen Umschulung im Betrieb in der Ausbildungsverordnung steht teilgenommen bzw. sie war Pflicht und sie bestanden. Diese Prüfung fand allerdings seitens des Bildungsträgers und nicht der IHK statt.

Nun forderte ich folgende Weiterbildungsprämie beim Jobcenter an:
https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Detail/index.htm?dfContentId=EGOV-CONTENT461750

https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Weiterbildung/Foerdermoeglichkeiten/Hauptschulabschluss/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI518201

Darauf´hin bekam ich vom JC ein Schreiben, dass das Zwischenprüfungszertifikat des Bildungsträgers nicht ausreicht, sondern es ein IHK Zertifikat sein muss (was ich natürlich nicht habe).

Nun war ich beim JC und habe alles geschildert, allerdings hat man mich abgespeist und aufgefordert vom Bildungsträger (bis kommenden Freitag) einen Nachweis einzufordern dass dies Seitens der IHK konform sei. Der Punkt ist: Andere Umschüler (die in anderen Städten sind... Der Unterricht erfolgt ja deutschlandweit) haben allerdings die Prämie erhalten. Auf dieses Argument entgegnete man mir seitens des JC dass jedes JC da einen eigenen Ermessesspielraum habe.

Was soll ich nun tun? Mit dem Anwalt (den ich nicht habe) beim JC drohen/bluffen? Ich weiß, dass meinen Bildungsträger definitiv nichts unternehmen wird bzgl. eines Nachweises und mich spätestens morgen abspeisen werden. Also muss ich schonmal einen Plan zurechtlegen wie ich weiter vorgehe bis Freitag. Mein Argument ist jedenfalls, dass diese Zwischenprüfung auf jeden Fall eine Notwendigkeit war um die Umschulung weitermachen zu dürfen, getreu der Ausbildungsordnung für meinen Beruf (so haben auch die anderen Umschüler in meiner Klasse argumentiert). Und in den Links steht auch nix von eine IHK Prüfung sondern einfach nur Zwischenprüfung.
 

noillusions

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Vor zwei Jahren brauchte man diese Zwischenprüfung nicht bestehen, sondern nur dran teilnehmen (Name draufschreiben, abgeben und tschüss). Ist das nun anders oder liegt es vielleicht daran?
Kannst du dem JC nachweisen, dass die anderen die Prämie bekommen haben?

Und noch etwas: Machst du überhaupt eine Umschulung nach den Regularien der IHK oder ist das irgend etwas anderes?
Denn bei meiner (betrieblichen) Umschulung hat die IHK sowohl die Zwischenprüfung als auch die Abschlußprüfung durchgeführt und ich bekam für beides die Teilnahmebescheinigung (mit erreichten Punkten/Prozenten) bzw. das Abschlußzeugnis der IHK.
 

Kerstin_K

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Ich habe 1985-87 meine Erstausbildung in einem eigentlich fuer Umschueler gedachten Lehrgang in einem Bfz gemacht. Bei der Zwischenpruefung war niemand von der IHK anwesend. Trotzdem war das Bestehen dieser Pruefung Voraussetzung fuer die Zulassung zur Abschlusspruefung.
 
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