Umschulung beendet *** Und nun ?

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ExitUser

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Hallo User und Macher dieses Forums,

bin ca. am 31.07.2009 mit meiner Umschulung zum Speditionskaufmann mit Abschluss fertig. Bin gerade im Praktikum und habe im Dunstkreis der allgemeinen Wirtschaftskrise kaum die Aussicht, eine Festanstellung zu bekommen. Arbeitslosengeld läuft noch bis zum 31. August 2009.

Danach wird es wohl Hartz4 werden und es steht eine wichtige Frage im Raum.

Ich bezahle eine 3 Zimmer Eigentumswohnung mit 70 qm³ ab, in der ich alleine Wohne. Monatliche Kosten: 510,00 €uro an die Bank, 145,00 €uro an die Hausverwaltung plus 180,00 €uro Gas und Strom an die Stadtwerke.

Die Wohnung habe ich mir vor 3 jahren angeschafft, um im Rentenalter keine Belastung durch Miete mehr zu haben.

Was kann / habe ich von der ARGE zu erwarten ?

Einen schönen Tag an alle und freundliche Grüße


Guido
 

Mario Nette

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Ich ahne, was du wissen willst. Stammtischantwort auf deine Frage: Neben Schikanen ein gutes Maß an Freimachung (in welcher Hinsicht auch immer). Ich denke, die ARGE wird die Raten nicht übernehmen, würde sie dir doch dein Eigentum abbezahlen.

Mario Nette

P.S.: Deine Wohnung hat 70 m³? Ist ja nicht sehr viel :cool:
 

Julchen68

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Wenn schon Haare spalten, dann richtig

70 qm³ sind ja eigentlich "m hoch 6" :icon_party:
 

Sumseline

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bin ca. am 31.07.2009 mit meiner Umschulung zum Speditionskaufmann mit Abschluss fertig. Bin gerade im Praktikum und habe im Dunstkreis der allgemeinen Wirtschaftskrise kaum die Aussicht, eine Festanstellung zu bekommen.
Versuch es über die Zeitarbeit. Ich bin damals direkt nach der Umschulung in die Zeitarbeit gegangen, weil ich keine Lust hatte auf Arbeitslosigkeit. Eine gute Einstiegsmöglichkeit, grade in deinem Bereich, da du über diese Variante, evtl. in einen Festvertrag reinkommst. Ist mir über diese Variante schon 2 x gelungen.

Denn ansonsten wird es wohl sehr schwierig werden. Natürlich ist es im Endeffekt nichts anderes als "eine Art" Miete die du bezahlst aber das Amt würde es so sehen, dass sie dir deine Raten bezahlen und das werden sie wohl kaum.

Gruß
Sumse
 

Maryland

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Wie teilen sich die 510 Euro an die Bank denn auf in Zinsen und Darlehenstilung?
Die Arge würde wohl die 145 Euro als Nebenkosten übernehmen, den Teil der 180 Euro, der Gas betrifft (nicht den Strom) und die Kosten der Zinsen übernehmen.
 
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ExitUser

Gast
Guten Morgen,

ersteinmal Danke für die netten Antworten.

Dann werde ich bei der Arge wohl mal vorstellig werden müssen um auszuloten was machbar ist.

Einen schönen Tag für alle

Guido
 

mucky

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Tipp 1
Prüfe nach, welche Unterkunftskosten die Behörde bei einer vergleichbaren Mietwohnung anerkennt. Bestehe auf der Anerkennung der Tilgungskosten, wenn die Unterkunftskosten inklusive Tilgung denen einer angemessenen Mietwohnung entsprechen. Du könntest die Tilgung nicht auf Dauer aus Deinem Regelsatz bezahlen.

Tipp 2
Wenn Dir wegen der Nicht –Anerkennung der Tilgungskosten der Wohnungsverlust droht, können rückständige Tilgungsbeträge als Darlehen übernommen werden.
Das sollte auch bei Alg II-Bezug gelten. Rückständige Tilgungsbeiträge sind Schulden.
Schulden „sollen übernommen werden, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist und sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht“ (§ 34 Abs. 1 SGB XII; ebenso § 22 Abs. 5 S.2 SGBII).

Bei Sozialhilfebezug liegt es im Ermessen der Behörde, ob sie die Tilgungsschulden als Beihilfe oder Darlehen übernimmt (§ 34 Abs.1 Satz 2 SGB XII). Wenn sich die Unterkunftskosten inkl. Tilgung im Rahmen der angemessenen Unterkunftskosten halten, sollten die Schulden als Beihilfe gewährt werden.
Bei Alg II-Bezug ist dagegen nur ein Darlehen vorgesehen (§ 22 Abs.5.S. 4 SGBII).

Kritik
Einerseits verkündet die Bundesregierung stolz, dass Immobilieneigentum bis zu 130qm geschützt sei. Andererseits aber sorgt sie dafür, dass in der Praxis Hausbesitzer, die Alg II/Sozialhilfe bekommen, in der Tendenz enteignet werden. Die übliche Sozialheuchelei.

-Die Nicht-Anerkennung der Tilgung führt zu einer mehr oder weniger massiven Senkung des Regelsatzes. Eigenheimbesitzer können in ihrem geschützten Eigenheim entweder eine Hungerexistenz weit unterhalb des Alg II/Sozialhilfeniveaus fristen.
Oder wenn sie das nicht mehr aushalten die Bedienung des Kredits einstellen. Dann wird der Kredit fällig. Sie werden enteignet und sind gezwungen, in eine Mietwohnung umzuziehen.

Forderungen
Anerkennung von Tilgungszahlungen- Gleichstellung von Mietern und Eigenheimbesitzern bei angemessenen Kosten der Unterkunft!
Aufnahme der SGB XII-Regelungen für Anerkennung der notwendigen Unterkunftskosten bei Wohneigentum ins SGBII!
Anerkennung der vollen Kosten der Unterkunft einer geschützten selbst bewohnten Immobilie!

 

Seminor

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@Mucky , bitte wenn du einen Text aus einem Buch nimmst gib wenigsten die Quelle an.

Mucky sein Hinweis stammt aus :

Neuerscheinung: Leitfaden Alg II/Sozialhilfe von A-Z

Frank Jäger, Harald Thomé
Stand 1.Oktober 2008
25. Auflage
449 Seiten
10 Euro incl. Versand
ISBN 3-932246-78-0
978-3-932246-78-4
 

Moon78

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Sorry, dass ich mich hier mit reinhänge, aber

Tipp 1
Prüfe nach, welche Unterkunftskosten die Behörde bei einer vergleichbaren Mietwohnung anerkennt. Bestehe auf der Anerkennung der Tilgungskosten, wenn die Unterkunftskosten inklusive Tilgung denen einer angemessenen Mietwohnung entsprechen. Du könntest die Tilgung nicht auf Dauer aus Deinem Regelsatz bezahlen.
Ist das wirklich so? Also hat das schon jemand genehmigt bekommen? Ich frage, weil meine tatsächlichen Kosten für meine Wohnung 210 € Darlehnsrate und 216 € Nebenkosten betragen. Von der ARGE werden allerdings insgesamt nur 263 € anerkannt...
 

mucky

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Hallo @Moon78,

der Maxenmann hat einen Bericht über "Übernahme der Tilgung nach Widerspruch genehmigt" geschrieben. Ich hoffe, dass es dich in o.g. Sache und deine Frage über die Tilgungngsraten einwenig weiter bringt.

Gruß Mucky
 
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