Umschulung, aber zu was...

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Balkonia

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Hallo,
ich bin gerade seit 01. Juli erwerbslos. Auf meinen erlernten Beruf kann ich nicht mer bauen, da ich den nie richtig ausgeübt habe.
Nun wurde mir bei der Agentur gesagt, ich könne einen Bildungsgutschein und eine Weiterbildung machen. Doch das was er mir da zeigte war ein Kurs, der für mich keinen Sinn macht. Gut, noch ist ja noch nichts festgelegt. Das war das Eine.
Hinzu kommt, dass ich noch eine OP vor mir habe, die ich jetzt vorziehen werde. Denn vorher stellt mich keiner ein, oder ich würde in der Probezeit gekündigt.
Meine erste Frage: Wie überbrücke ich die Zeit bis zur Operation, ohne sie sinnlos zu vergeuden? Soll ich mich bis dahin krankmelden?
Meine zweite Frage: Welche Berufe haben Zukunft, wo macht eine Umschulung Sinn. Wo bekomme ich neutrale Informationen hierzu? Wo kann ich, wenn ich die Berufsauswahl gemacht habe, einen Eignungstest für diesen Beruf, um dann sicher zu sein, dass es das Richtige ist?
Balkonia
 

Arania

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Das kann man wohl pauschal nicht sagen, kommt auf Dein Alter an, das was Du gelernt hast, wo Du wohnst, ob Du Single bist oder oder

Müsstest mehr Infos geben
 

Balkonia

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@Arania

Ich bin Ende 30, wohne im Raum Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen, habe mal einen Produktionsberuf erlernt, möchte jetzt (wenn möglich u. es sich lohnt) zum Elektrotechniker (Automatisierungstechnik) umschulen lassen. Bin ungebunden. Habe eine Schwerbehinderung von 40%.

Balkonia
 

Arania

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Ich kann Dir jetzt nicht sagen ob Elektrotechniker ein Beruf mit Zukunft ist, aber so wie ich es sehe, solltest Du eine Umschulung beantragen, allerdings erst nach der OP, denn vorher hätte das wohl keinen Sinn

Bis dahin kann der Arzt Dich natürlich krankschreiben, wenn es dafür einen Anlass gibt

Ob der SB Deinem EWunsch statt gibt, das wird wohl niemand vorhersagen können, musst halt alles was dafür spricht aufzählen
 

Balkonia

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Och je, (das ist irorisch gemeint) - also nochmal zum SB. Hat also mit Weiterbildung nichts zu tun? Der SB zeigte mir, bei der Arbeitslosenmeldung, das Kurs.net - ich solle mal schauen was ich da finde.
Er meinte noch, das jetzt solche Sachen gefördert werden (von der Bundesregierung).
Balkonia
 

Filou

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Ohne gesundheitliche Einschränkunen glaube ich kaum das du eine Chance auf eine Umschulung hast. Bei mir hat das mein Arzt beantragt.
 
E

ExitUser

Gast
Von Schwerbehinderung spricht man erst ab 50%.

Du könntest eine berufliche Reha beantragen, wenn du sonst keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast. Zuständig ist der Rehaträger (Rentenversicherung oder Arbeitsagentur).

Den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben stellst du beim zuständigen Träger. Du musst dann im Kursnet auch beachten, dass du dir eine entsprechende anerkannte Rehamaßnahme raussuchst. Es gibt auch Maßnahmen zur Berufsfindung und Arbeitserprobung. Du bräuchtest aber ein Gutachten, was die Notwendigkeit einer beruflichen Reha bescheinigt und die medizinische Behandlung muss natürlich vorher erledigt sein.
 

Balkonia

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Ohne gesundheitliche Einschränkunen glaube ich kaum das du eine Chance auf eine Umschulung hast. Bei mir hat das mein Arzt beantragt.
Gesundheitliche Einschränkungen, zur Ausübung meines erlernten Berufes, sind vorhanden.
Kann ich mir also vom Hausarzt oder Facharzt bestätigen lassen.
Balkonia
 

Filou

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Von Schwerbehinderung spricht man erst ab 50%.

Wer spricht von Schwerbehinderung?

Bei mir in der Klasse waren Leute die hatten einen Bandscheibenvorfall und haben im Baugewerbe gearbeitet. Die durften nicht mehr auf dem Bau arbeiten aber die haben keinen Schwerbehindertenstatus gehabt.

Ich selber habe 23 Jahre als Betonbauer gearbeitet und damals auch keinen Schwerbehindertenstatus.

Der Rehaträger zahlt nur, wenn er in seinem Beruf gearbeitet hat, als er krank wurde.

So war es 2004, als ich meine Umschulung gemacht habe.
 

Filou

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Ich würde an deiner Stelle erst mit deinem Arzt sprechen wegen dem ganzen. Auch wie er es sieht wegen einer Umschulung.

Dan soll er dir das Bescheinigen und auch was du nicht abreiten darfst. Also z. B. nicht mehr, wie 10 kg tragen usw. Aber ich denke das weis dein Arzt schon, was er da schreiben muss.

Wenn du bei einem Facharzt bist, ist das natürlich noch besser, wenn er das schreibt. Es kann sein das du aber dafür bezahlen musst, wenn er dir an Attest ausstellt.

Wenn du alles hast ab zum Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit.

Du bist damit schwerer vermittelbar und hast vielleicht eine Chance auf eine Umschulung.
 

Balkonia

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@Filou
Wie sieht es aus, wenn eine Einschränkung (Handicap bzw. Behinderung) angeboren oder eben im Laufe des Lebens eben entstanden ist, also nicht durch vorherige Arbeit hervorgerufen wurde, jedoch jetzt diese aber einschränkt oder erschwert? Wer wäre dann der Träger für eine solche Umschulung
Balkonia
 

Filou

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@Filou
Wie sieht es aus, wenn eine Einschränkung (Handicap bzw. Behinderung) angeboren oder eben im Laufe des Lebens eben entstanden ist, also nicht durch vorherige Arbeit hervorgerufen wurde, jedoch jetzt diese aber einschränkt oder erschwert? Wer wäre dann der Träger für eine solche Umschulung
Balkonia

Ich versuche es dir mal zu erklären Wie gesagt das ist Stand 2004, wie es bei mir und anderen in meiner Klasse war zu dem Zeitpunkt.

Einer war Bäcker in unserer Klasse er war damals 22 Jahre alt und hatte eine Mehlallergie bekommen. Bei ihm war die Berufsgenossenschaft der Kostenträger, da er eine Berufskrankheit gekriegt hat.

Ich habe 23 Jahre als Betonbauer gearbeitet und habe Rheuma gekriegt durch meine Schuppenflechte. Also ich habe keine Berufskrankheit gekriegt. Bei mir war damals die LVA (heute Deutsche Rentenversicherung) weil ich schon über 15 Jahre in meinem Beruf gearbeitet habe zuständig.

Ein andere in der Klasse war Maurer und Arbeitslos. Er hat während der Arbeitslosigkeit einen Bandscheibenvorfall gekriegt und wurde operiert. Da er damit nicht mehr als Maurer arbeiten konnte, hatte ihm die Agentur für Arbeit die Umschulung bezahlt.

Das sind die 3 Kostenträger, die bei uns in der Klasse waren.

Was nun auf dich passt, kannst nur du beurteilen. Ich denke das für dich die Agentur für Arbeit zuständig ist. Aber wie gesagt das musst du beurteilen.
 

Erolena

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Ansprechpartner für eine Beratung zur beruflichen Rehabilitation sind z.B. Integrationsfachdienst (Beratung und Vermittlung in berufliche Ausbildung, Begleitung im Betrieb usw.) Die IFD sind häufig bei freien Trägern angesiedelt.
Es gibt auch freie Träger die eine Reha-Beratung anbieten, ohne direkt IFD zu sein. Da sich bei diesen viele verschiedene Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen melden, dürfte die Chance bestehen, dass der Berater auf die Möglichkeiten und zu beachtenden Fragen hingeweist, die direkt im örtlichen Nahraum zu beachten sind (auch aus der Erfahrung mit den vorhergehenden Rehabilitanten).
Vielleicht ist es ganz gut, sich nicht nur auf das Wissen / die Ratschläge der Arbeitsagentur zu stützen.
Berufsbilder die geeignet sind kann man auch auf den Seiten der Berufsförderwerke (BFW) finden. Diese bieten separate Ausbildungen für erwachsene Behinderte, Chronisch Kranke usw. an. (Für Jugendliche kommen die Berufsausbildungswerke in Frage).
 
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