Umschulung, aber wie??

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Hallo, ich bin 33 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und gelernte Bürokauffrau. In meinen Beruf habe ich nie wirklich gearbeitet. Habe 2003 die Prüfung erfolgreich abgelegt und bin 14 Tage später in Mutterschutz gekommen, danach keinen Betreuungsplatz gefunden usw.

Nun bin ich seit November in einer Qualifizierungsmaßnahme. Fachkraft für Bildung und Betreuung an der FGTS (gibts glaub ich nur im Saarland)
Das Problem: auch nach dieser Quali werde ich von Hartz IV nicht komplett weg sein, weil der Verdienst zu gering ist.

Nun hab ich die Möglichkeit, mich mit dieser Quali auf einer Erzieherschule anzumelden, da ich das Vorpraktikum dadurch erlassen bekomme. Würde also heißen 2 Jahre Vollzeitunterricht, Anerkennungsjahr und auf jeden Fall einen Job auf dem 1. Arbeitsmarkt.

Allerdings siehts so im Saarland aus, dass das Jobcenter diese "Umschulung" ablehnt. Erstens weils eine rein Schulische Ausbildung ist, zweitens weil ich eine abgeschlossene Berufsausbildung habe, die (angeblich) gefragt ist (davon hab ich die letzten 6 Jahre mit unzähligen Bewerbungen nichts gemerkt)

BaföG hab ich auch in betracht gezogen, leider erfolglos, Altersgrenze überschritten.

Nun meine Frage: was passiert mir, wenn ich die Schule besuche und dem Amt NICHT bescheid gebe? Ich bin nämlich wirklich langsam verzweifelt und hab keine Idee mehr, wo ich mich noch hinwenden könnte um Unterstützung in meinem Vorhaben zu bekommen.
 

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da bin ich gerade dabei. habe versucht übers netz eine brauchbare vorlage zu finden, leider auch erfolglos.

mündlich bekomme ich von allen seiten nur gesagt: machen wir nicht.

ich will einen antrag auf einzelförderung stellen. bin ich da richtig?
 

Paolo_Pinkel

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da bin ich gerade dabei. habe versucht übers netz eine brauchbare vorlage zu finden, leider auch erfolglos.
Du hast die Suchfunktion des Forums nicht genutzt. Es wird gefühlte 1 Trillionen mal auf den Direktlink zur Formularsammlung der DRV verwiesen, auf deren Webseite man den "Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben findet". Ausfüllen und abschicken. Die Zuständigkeiten klären dann die Träger unter sich und du brauchst auf solche Aussagen
mündlich bekomme ich von allen seiten nur gesagt: machen wir nicht.
keinen Wert mehr legen. Denn das sagen sie nur, um dich von der BEANTRAGUNG abzuhalten.
ich will einen antrag auf einzelförderung stellen. bin ich da richtig?
K.A. was das ist. Wichtig ist aber IMMER Anträge zu stellen. Denn Anträge eröffnen die den Klageweg.
 

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die drk ist aber doch nur dann zuständig, wenn man in seinem alten beruf nicht mehr arbeiten KANN (aus gesundheitlichen) oder bin ich da auch falsch informiert?
 

Makale

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Lass dir von der Schule schriftlich geben, ob die Ausbildung mittels Bildungsgutschein finanziert werden kann (sollte möglich sein normalerweise). Sollte das der Fall sein, kann man notfalls das JC auch "zwingen" (nicht wörtlich nehmen) dir den BG auszustellen, aber hierfür muss man sehr gut argumentieren, sodass praktisch ihr Ermessen auf 0 sinkt. Pauschale Aussagen wie sie haben ein Berufsabschluss oder unsere Haushaltsmittel sind karg usw. gelten nicht und führen letztendlich zum Ermessensfehlgebrauch in der Entscheidung; wäre also rechtswidrig.
 

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die schule ist im saarland kostenlos, das heißt auch kein bildungsgutschein, ich bräuchte also quasi "nur" die zusage des jc dass sie mich die nächsten zwei jahre weiterhin finanzieren bzw dass mein hartz iv ganz normal weiter läuft.
 

Makale

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die schule ist im saarland kostenlos, das heißt auch kein bildungsgutschein, ich bräuchte also quasi "nur" die zusage des jc dass sie mich die nächsten zwei jahre weiterhin finanzieren bzw dass mein hartz iv ganz normal weiter läuft.

Also das ist ja mal was ganz neues ... Ich kenn leider nur schulische Ausbildungen die mittels RV, BG oder Selbstzahlung finanziert werden können.
Das ist dann natürlich schwierig, weil du ja verpflichtet bist deine Hilfebedürftigkeit zu verringern. Ob es hier in deinem Fall eine Hintertür gibt entzieht sich meiner Kenntnis ...
 
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die drk ist aber doch nur dann zuständig, wenn man in seinem alten beruf nicht mehr arbeiten KANN (aus gesundheitlichen) oder bin ich da auch falsch informiert?

das ist richtig.Nur weil man im alten Beruf nicht mehr arbeiten will gibts da keine Umschulung.

So wird es auch das JC sehen.Wenn du da keine gesundheitlichen Sachen deutlich machen kannst, kannst du nur argumentieren dass du im alten Beruf keine Stelle finden kannst......
 

berlinerbär

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Weil eine Umschulung noch mehr Geld kostet, als eine Weiterbildung.
Wenn der Lebenslauf etwas zerrupft aussieht, bzw. keine oder kaum Erfahrungen in dem erlernten Beruf vorliegen, könnte auch eine Umschulung den Erfolg bringen. Alles aber Ermessenssache, im Zweifel sollte man sich immer an Entscheidungsträger, die nicht am Ende der Kette (Statistikschönern, um das eigene befristete Arbeitsverhältnis zu verlängern) sondern weiter oben und oft im Hintergrund des Centers angesiedelt sind, wenden. Aber selbst dort sitzen oft marktferne Personen. Eben manchmal keine leichte Aufgabe und Glückssache, leider.
Ich habe gerade jemanden kennengelernt, der eine teure Weiterbildung gegen seinen Willen per Verwaltungsakt bekommen hat, trotzdem diese Person schon einen Mehrbedarf wegen einer nicht ansehbaren, schweren Krankheit hat(Rentenantrag bereits gestellt): Da musste erst das SG per EA angerufen werden, um diese sinnlose Weiterbildung und zurückliegende Sanktionen zu kippen.
Derjenige, der den VA ausgestellt hat, ist nicht mehr im Amt tätig, aber es ist auch niemand verantwortlich. Statistikschönen eben, egal um welchen Preis.
 

Purzelina

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Wenn die Ausbildung im Grund nach förderfähig ist (und das scheint sie zu sein), dann ist man bis auf ganz wenige Ausnahmen ab Beginn der Ausbildung vom ALG2-Bezug ausgeschlossen.

Nun meine Frage: was passiert mir, wenn ich die Schule besuche und dem Amt NICHT bescheid gebe?

Dann stehst Du die gesamte Ausbildung unter einem ziemlichen Druck, dass das JC davon erfährt.
 
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