Umschuldung ohne anrechnung als einkommen möglich?

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zarba

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Hallo,

gerade habe ich dieses vielversprechende forum entdeckt. Vielleicht weiss hier jemand rat?

Ich bin arbeitslos und beziehe seit über einem jahr ALG2, verfüge aber trotzdem noch über eine kreditkarte aus der zeit vorher. Diese verwende ich hauptsächlich dazu, kostenlos geld abzuheben, das ich jeweils am monatsersten vom ALG2 auf die karte zurück überweise. Barabhebungen mit meiner EC-karte direkt vom girokonto würde an den hiesigen automaten je 5 bis 8 € kosten.

Da ich vom ALG2 monat für monat auch einige fixkosten berappen muss, deren notwendigkeit das amt nicht anerkennt, habe ich meine barabhebungen mitunter nicht komplett ausgleichen können, so dass sich im verlaufe meines ALG2-bezugs die belastung der kreditkarte deutlich erhöht hat.

Insgesamt sind es nun knapp 2000 €. Mit dieser summe gehöre ich vielleicht nicht zu den ganz schweren fällen (manche tragen ja noch ein, zwei nullen mehr mit sich herum), um aber nicht doch noch zu einem solchen zu werden, muss ich wohl oder übel etwas ändern, damit die erwähnten fixkosten nicht mehr anfallen und ich letztlich auch das bereits geliehene geld wieder zurückzahlen kann.

Leider sind bei 20% p. a. allein schon die zinsen beängstigend teuer - um die 35 € pro monat. Daher möchte ich versuchen, mein kreditkartenkonto so bald wie möglich wieder auf null zu bekommen und das geld stattdessen anderswo günstiger abzustottern. Dass beides (das geliehen-bekommen und das abstottern) nicht leicht wird, ist mir bewusst, aber noch ist meine schufa sauber und das soll auch so bleiben.

MEINE FRAGE ist nun:
Sofern mir gelingt, ein solches umschuldungsdarlehen zu erhalten, dürfte ich es überhaupt zweckentsprechend zum ausgleich des kreditkartenkontos verwenden oder würde es mir als einkommen angerechnet und abgezogen werden?



p. s. Ich habe absichtllich das unterforum "ALG2" gewählt, da meine frage vor allem dem einkommensbegriff bei ALG2-bezug gilt. Sollte dieser thread dennoch besser unter "schulden" aufgehoben sein: bitte einfach dorthin verschieben.
 

Martin Behrsing

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Habe das Ganze in Schulden verschoben. wir möchten Dich auch bitten, den Link aus Deiner signatur zu nehmen. du hast dich mit den Bedingungen des Forums einverstanden erklärt und damit auch, dass Links aller Art in der Signatur nicht erwünscht sind.
 

zarba

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Abschnitt 13 der forumsregeln hatte ich beim lesen (vorschnell) als "verbot kommerzieller, jugendgefährdender und verfassungsfeindlicher links" abgehakt, wogegen zu verstossen mir so fern liegt, dass ich seinen letzten satz überlas. Der link entsprang nicht missionarischem eifer, sondern sollte sachfremde diskussionen vermeiden helfen. Ich bitte um entschuldigung und hoffe, so ist's ok.
 

zarba

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Hat wirklich niemand eine idee dazu? :icon_sad:
Schliesst HartzIV-bezug eine umschuldung aus, weil der vorübergehende geldzufluss als einkommen gelten würde?

Es wird für mich immer enger, und die örtliche schuldnerberatung ist auf monate hin ausgebucht.
 

VerBisUser

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Hat wirklich niemand eine idee dazu? :icon_sad:
Schliesst HartzIV-bezug eine umschuldung aus, weil der vorübergehende geldzufluss als einkommen gelten würde?

Es wird für mich immer enger, und die örtliche schuldnerberatung ist auf monate hin ausgebucht.


Hallo Zarba,
grundsätzlich ist eine Umschuldung möglich. Wenn Dir ein Insitut oder eine Privatperson Geld leiht, ist m.E. folgendes zu beachten:
Es ist ein Darlehensvertrag abzuschließen, aus dem hervorgeht:
Darlehenssumme, bei Privatdarlehen auch Darlehenszweck, und Benennung der monatlichen Rückzahlungsverpflichtung. Achtung: Wenn eine Rückzahlung vereinbart wurde, ist diese durch Kontoauszüge auch zu belegen.

Schau mal hier im Forum rum..
Igrndwo habe ich ein Urteil gelesen, dass -sofern die caritative Schuldnerberatung keine freien Termine hat- Du einen Anspruch hast, einen kommerziellen Schuldnerberatung mit Kostenübernahme der ARGE in Anspruch nehmen kannst. Bitte mit der ARGE klären und Achtung: In diesem Metier treiben sich viele schwarze Schafe rum.
Frag doch mal die ARGE, ob diese nicht Kontingente bei einer Schuldnerberatung eingekauft hat und sofort zuweisen kann...
Toi Toi Toi!
 

zarba

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Juchu, doch eine antwort!

Es ist ein Darlehensvertrag abzuschließen, aus dem hervorgeht:
Darlehenssumme, bei Privatdarlehen auch Darlehenszweck, und Benennung der monatlichen Rückzahlungsverpflichtung. Achtung: Wenn eine Rückzahlung vereinbart wurde, ist diese durch Kontoauszüge auch zu belegen.
An belegen für meine rückzahlungen soll es nicht scheitern. Ich komme meinen zahlungsverpflichtungen ja nach und möchte das auch weiterhin. Zu diesem horrenden zinssatz fällt es mir allerdings immer schwerer. Wenn sich nichts ändert, geht es so bald gar nicht mehr.

Leider kenne ich niemanden, der oder die mir zu umschuldungszwecken mit darlehensvertrag geld leihen würde. Zur entlastung dachte ich eher an für mich (dank sauberer schufa) noch verhältnismässig leicht erhältliche implizite darlehen, wie man sie etwa zusammen mit mobilfunkverträgen bekommt. Dabei würde ich das erhaltene telefon sofort originalverpackt verkaufen, mit dem erlös die kreditkarte entlasten und den betrag in form von grundgebühren über 24 monate abstottern. Wenn man lange genug sucht, findet man immer mal wieder ein angebot, bei dem das telefon sogar etwas mehr wert ist als die anfallenden fixkosten - nur leider nicht mit darlehensvertrag ...

Bitte mit der ARGE klären und Achtung: In diesem Metier treiben sich viele schwarze Schafe rum.
Frag doch mal die ARGE, ob diese nicht Kontingente bei einer Schuldnerberatung eingekauft hat und sofort zuweisen kann...
Toi Toi Toi!
Danke für den tipp! Die ARGE weiss zwar bis jetzt nichts von meinen schulden, aber ich werde auch dort mal nach beratungsmöglichkeiten fragen.
 

VerBisUser

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Mach Dich bitte nicht unglücklich mit nem Handyvertrag!
Erstens: Die meisten Handy´s sind subventioniert. Klaro: Schließlich sollst Du über die Gebühren das Handy abzahlen.
Zweitens: Du zahlst für die laufenden Vertragskosten deutlich mehr als das Handy wert ist.
Drittens: Du bekommst nur einen verschwindend geringen Preis für das Handy, wenn Du es verkaufst.
Ich bin FM und habe jede Menge Menschen bereits aufgrund eines Handyvertrages, den sie selbst nicht genutzt haben, in die Schuldenspirale taumeln sehen.
Ein, zwei Laufzeitbeträge nicht bezahlt - Inkasso-Verfahren, Mahnverfahren, Vollstreckungsbescheid, Schufa.
Schau doch, ob Du irgendwo für 100€ eine Nebenbeschäftigung findest, 100€ sind nämlich auf jeden Fall anrechnungsfrei.
 

zarba

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Mach Dich bitte nicht unglücklich mit nem Handyvertrag!
100€ [...] anrechnungsfrei
Das sind zwei themen für sich. In diesem thread geht es mir um umschuldungsmöglichkeiten. Deine hinweise sind mir aber willkommen, daher will ich sie nicht unbeantwortet lassen:

handyverträge
Die von dir geschilderten gefahren sind mir bewusst. Viele mobilfunkverträge eignen sich nicht für mein vorhaben. Ohne dass man geduldig sucht und interessant erscheinende angebote auch durchrechnet wird man kaum wirkliche schnäppchen finden. Geht man aber überlegt vor und bringt anschliessend auch die nötige disziplin auf (das erhaltene geld solllte man tunlichst nicht anderweitig verwenden), können solche verträge durchaus helfen. Vor einigen jahren habe ich zwei male ähnliches gemacht und bin gut damit gefahren. Beim ersten mal hatte ich im verlaufe der 24 monate zwar ca. 50 € rückbuchungsgebühren für fehlgeschlagene lastschrifteinzüge aufzubringen. Selbst mit diesen draufgezahlten 50 € war der ansonsten kostenlose "kredit" aber noch günstiger als der, den ich jetzt auf meiner kreditkarte herumschleppe.

Wären nicht die zinsen so horrend, könnte ich die schulden natürlich einfach auf der kreditkarte lassen und dort abbezahlen, doch die knapp 40 € pro monat, die ich zur zeit für zinsen berappen muss, sind eben auch 40 € pro monat, die zur tilgung fehlen.

100 €
Vor meinem ALG2-bezug war ich gewerblich tätig. Mein gewerbeschein gilt noch immer, so dass das gewerbe formal weiterläuft, auch wenn es praktisch ruht. Wohnen und gewerbe sind bei mir so eng verknüpft, dass ich alles aufgeben müsste, um in eine normale wohnung zu ziehen, denn zusätzliche lager- und arbeitsräume könnte ich mir nicht leisten. Das wäre nicht nur sehr aufwändig, sondern würde mich auch einiger chancen berauben, die ich mir so für die zukunft noch erhalte. Aus diesem bereich stammen allerdings auch die eingangs erwähnten fixkosten, deren notwendigkeit die ARGE nicht anerkennt.
Da ich sie mit den geringen einnahmen, die gelegentlich doch noch zustande kommen, nicht verrechnen kann, schlagen sie voll zu buche und die einnahmen fressen den 100 €-freibetrag zumindest teilweise auf.

Alles in allem eine ziemlich vertrackte situation, deren einzelheiten ich aber wegen der sonst möglichen persönlichen zuordnung hier nicht ausbreiten möchte.


Zurück zur umschuldungsfrage. Ich habe nun verstanden, dass ein expliziter darlehensvertrag nützlich wäre. Ist er aber unbedingte voraussetzung? Das "gratistelefon" wird aus dem gleichzeitig abgeschlossenen mobilfunkvertrag ja quersubventioniert und wäre ohne diesen so nicht zu haben. Daher sieht es für mich danach aus, dass das in form des telefons zufliessende sachvermögen nicht als einkommen anzurechnen ist - trotz fehlens eines eigentlichen darlehensvertrages.

Wird dieses telefon nun verkauft, erfolgt keine vermögensänderung, also ebenfalls kein einkommen.

Sehe ich das falsch?
 
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