Umgangskosten nach Unfall DRINGEND

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
Hallo,
vom meinem Kind die Mutter ist verunglückt und schwer verletzt. Es kann niemand vorher sagen wie lange es dauern wird in der Spezialklinik. Das gemeinsame Kind ist jetzt erstmal bei mir, und soll so lange erstmals hier bleiben bis die KM wieder zuhause ist. Mein Anwalt meinte, dass sind dann erweiterte Umgangskontakte, dass ich einfach mal beim Amt vorsprechen sollte.

Die gute Sachbearbeiterin teilte mir mit, dass so eine Situation noch nie da gewesen ist, und ob ich nicht das Kind woanders unterbringen könnte!??? Oder ob ich nicht in der Wohnung von meiner EX schlafen könnte so lange.? Wohnort ist 20km entfernt von meinem Wohnort. Ich habe dann einfach einen Antrag der erweiterten Umgangskontakte gestellt, und eine tolle Antwort bekommen:

- Bescheinigung vom Jugendamt oder Amtsgericht besorgen über Aufenhaltsregelung und einreichen
- Möglichkeiten klären, ob Kosten von dort übernommen werden können ob ein Kontobevollmächtiger Geld auszahlen kann (Kindergeld, Unterhaltsvorschuss)
- Antrag auf Fahrkosten beim Schulverwaltungsamt stellen
- Kindergeld beantragen
- Unterhaltsvorschuss beantragen

Was mache ich den jetzt? Das Kind muss jeden Tag 20km in die Schule am Tag sind das 80km. Essen trinken + Schulzubehör musste ich auch kaufen. Es kann ja sein, dass die KM wieder in 5-6 Wochen erstmal in die Reha geht. Die KM liegt derzeit im Koma, und ich kann da ja schlecht hingehen und ne Bescheinigung holen. Das das gemeinsame Kind zu einem Elternteil kommt wenn etwas passiert, ist ja wohl normal. Auf jedenfall wird das Geld eng allein schon wegen den Fahrkosten.
 
G

gast_

Gast
Die gute Sachbearbeiterin teilte mir mit, dass so eine Situation noch nie da gewesen ist, und ob ich nicht das Kind woanders unterbringen könnte!???

Tickt die gute Frau noch ganz richtig???
Der hätte ich was erzählt...

Oder ob ich nicht in der Wohnung von meiner EX schlafen könnte so lange.?

Wär sicher für das Kind ne gute Lösung - aber nicht weil es für SB einfacher wäre!

Wohnort ist 20km entfernt von meinem Wohnort. Ich habe dann einfach einen Antrag der erweiterten Umgangskontakte gestellt, und eine tolle Antwort bekommen:

- Bescheinigung vom Jugendamt oder Amtsgericht besorgen über Aufenhaltsregelung und einreichen
- Möglichkeiten klären, ob Kosten von dort übernommen werden können ob ein Kontobevollmächtiger Geld auszahlen kann (Kindergeld, Unterhaltsvorschuss)
- Antrag auf Fahrkosten beim Schulverwaltungsamt stellen
- Kindergeld beantragen
- Unterhaltsvorschuss beantragen

Was mache ich den jetzt?

Mit Beistand, der Protokoll schreibt, zum Teamleiter...Vorschuß beantragen, weil du SOFORT finanzielle Hilfe brauchst... und die müssen vorrangig leisten, können ja später Überleitungsansprüche (z.B. bei der Familienkasse) stellen! Wenn Teamleiter abblockt, zum Geschäftsführer bzw dessen Stellvertreter - vor.

Das Kind muss jeden Tag 20km in die Schule am Tag sind das 80km. Essen trinken + Schulzubehör musste ich auch kaufen. Es kann ja sein, dass die KM wieder in 5-6 Wochen erstmal in die Reha geht. Die KM liegt derzeit im Koma, und ich kann da ja schlecht hingehen und ne Bescheinigung holen. Das das gemeinsame Kind zu einem Elternteil kommt wenn etwas passiert, ist ja wohl normal.

Eben!

Auf jedenfall wird das Geld eng allein schon wegen den Fahrkosten.
JC könnte dir auch erst einmal hilfsweise ein Darlehen bewilligen...
 

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
Habe gerade beim Jugendamt angerufen, die meinten, es könnte ein Antrag bezüglich der Fahrtkosten gestellt werden, aber für alles weitere wäre in diesem Fall der Jobcenter erstmal zuständig.

Kindergeld müsste mir Anteilig die KM auszahlen, ist aber derzeit ja nicht möglich. Tja toll so wirklich weiter gekommen bin ich nicht. Das Jugendamt meinte noch, dass ich erstmal von Anträgen bezüglich Kindergeld und Unterhaltsvorschuss absehen soll, da diese eh nicht zwecks Rückfragen von der KM beantwortet werden können ,und keiner etwas davon hat. Astreine Situation derzeit :-(
 
G

gast_

Gast
Habe gerade beim Jugendamt angerufen, die meinten, es könnte ein Antrag bezüglich der Fahrtkosten gestellt werden,

Dann mal los :)

aber für alles weitere wäre in diesem Fall der Jobcenter erstmal zuständig.

Ja, klar, hatte ich ja auch schon gemeint.

Kindergeld müsste mir Anteilig die KM auszahlen, ist aber derzeit ja nicht möglich.

Und weil das nicht möglich ist, muß das JC helfen.

Tja toll so wirklich weiter gekommen bin ich nicht. Das Jugendamt meinte noch, dass ich erstmal von Anträgen bezüglich Kindergeld und Unterhaltsvorschuss absehen soll, da diese eh nicht zwecks Rückfragen von der KM beantwortet werden können ,und keiner etwas davon hat. Astreine Situation derzeit :-(
Richtig.

Deshalb ist es ja so wichtig, wenn man Kinder hat, daß man für den Fall der Fälle Regelungen trifft.

Hätte jetzt jemand eine Vollmacht wäre das alles kein Problem...
Also: Beistand suchen und so schnell wie möglich zum JC.
 

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
Werde ich tun, da ich aber zur Wahrnehmung der Umgangskontakte Geld bekomme, wie sieht das rechtlich aus mit dem Anspruch. Jetzt ist er eine kompl. Woche hier, danach sind Ferien. Geregelt ist üblich eine Woche der Ferien ist er hier, und aufgrund der Situation jetzt die vollen Ferien. Wie oder was muss ich falls ich ein Darlehn benötige schreiben in diesem Fall?
 
G

gast_

Gast
Aufgrund der Ablehnung der Kostenübernahme beantrage ich hiermit hilfsweise ein Darlehen, das bar ausgezahlt werden soll, um die Kosten decken zu können, die mir durch Aufnahme meines Kindes entstehen. (Etwas detaillierter, welche Kosten.)

Begründung: Mutter im Koma usw, du keine Rücklagen und auch sonst niemanden, der aushelfen kann.
 

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
So wieder einen Schritt weiter, habe mit dem Verfahrensbeistand von meinem Kind gesprochen. Dieser kann mir eine Bescheinigung ausstellen, aber erst nachdem Aufenthalt. Er sagte es kann niemand im voraus sagen wie lange das Kind nun bei mir verbleibt. Daher kann er aus Juristischer Sachlage erst eine Bescheinigung ausstellen, wenn der kleine wieder nach Hause kommt, über die Tatsächliche Umgangszeit. Also bleibt mir in der Tat nun nix anderes übrig, ein Darlehn zu beantragen. Nur welche Höhe soll ich da angeben?
 
G

gast_

Gast
Ich würde schauen, was du brauchst, erstmal für 2 Wochen. Oder was meinen die Ärzte, wie lange sie mindestens nicht ansprechbar sein wird, dir keine Vollmacht ausstellen kann?
 

knox

Elo-User*in
Mitglied seit
23 Juni 2010
Beiträge
186
Bewertungen
58
schwierige Situation.

bei dem wort Darlehen bekomm ich Bauchschmerzen. maximal VORERST

da dies mit SICHERHEIT, ein unabweisbarer Bedarf ist (siehe Urteil 9.2. 2010) muss das übernommen werden. Umgangskosten sind bedarfsbezogen zu gewähren. eine temporäre Einschränkung ist nirgends verankert.

1. Laut Dienstanweisung der BA/Jobcenter ist die Liste der möglichen Zuwendungen ja nicht abgeschlossen. damit würde ich argumentieren.
und 2. ist dort auch keine temporäre Begrenzung erkennbar. Umgangskosten bleiben Umgangskosten.

vllt kann dir ein Doc irgendwie ne Bestätigung geben, dass die KM momentan nicht in der Lage ist, in irgendeiner Form zu kooperieren geschweige denn für das gemeinsame kind zu sorgen.

außerdem bist du laut GG Art. 6 dazu verpflichtet für dein Kind zu sorgen und die Umstände erfordern eine vorübergehende Gesamtbetreuung.

Ein Darlehen würde ich nicht akzeptieren. zur Not musst du Klage einreichen.
 

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
komme gerade vom JC. Darlehn wird nicht genehmigt, und sie bestehen weiterhin auf die Dokumente. KEIN GELD!

Es ist in jedem Fall Fakt, dass Kind wohnt nur bei mir solange die Mutter wieder nach Hause kann. Es sind und bleiben Umgangskontakte. Die Härte ist aber, dass ich eine Vergleichsreglung vom Familiengericht habe, dass mein Kind alle 14 Tage hier ist, und die Hälfte der Ferien. Seit nun einen Jahr kämpfe ich darum das Geld für diese Kontakte im Voraus zu bekommen jeden Monat. Was aber laut SB nicht möglich ist. Sie besteht immer jeden Monat darauf einen Brief zu erhalten, dass ich noch mal bestätige wann mein Kind bei mir war. Obwohl im Vergleich vom Amtsgericht steht, fällt ein Umgangswochenende aus, so wird dieses sofort am nächsten Wochenende nachgeholt.

Soeben habe ich dann schriftlich eingereicht mir wenigstens die zwei Umgangswochenenden, und die Ferienwoche im Voraus (laut Vergleich Familiengericht blah) zu bezahlen. Mal sehen was kommt. Diese Situation ist der Hammer.......
 

esbe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Dezember 2010
Beiträge
803
Bewertungen
177
Hast du dich mal um ein Gespräch beim Vorgesetzten (Teamleiter o.ä.) bemüht? So wie es sich rausliest, weiss die SB schlicht nicht wirklich, was genau sie da zu tun hat - und scheinbar fehlt ihr Zeit, Wille, Mut oder was auch immer, sich da schlau zu machen.
Ist ja klar, dass dir und deinem Kind gerade in dieser Situation der Nerv für solches Trara fehlt.
 

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
Sie meinte, dass die SB selbst ihre Chefin fragen musste aufgrund dieser Situation. Und diese selbst auch dieses angeraten hat. Wie es nun wirklich Juristisch jetzt aussieht habe ich keine Ahnung. Mein Anwalt meinte es handelt sich ganz klar um normale erweiterte Umgangskontakte, da das Kind nach Genesung zurück zur Mutter kommt. Das ist nun mal jetzt die Situation wovon man ausgehen muss.

Tja nur der JC will das ich Kindergeld etc beantrage usw. Wo der Anwalt ganz klar sagt FALSCH es sind Umgangskontake.
 

esbe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Dezember 2010
Beiträge
803
Bewertungen
177

Fairina

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
24 August 2007
Beiträge
4.726
Bewertungen
2.060
Ab zum Gericht und eine EA beantragen, auf die besondere Dringlichkeit hinweisen. Bei euch scheinen wohl alle maßgeblichen Stellen keinen Verstand mehr zu besitzen.

Beim Familiengericht anfragen würde ich auch, denn der Verfahrenspfleger scheint auch nicht der hellste zu sein.

Hat eigentlich irgend einer kapiert das die Mutter im Koma ist und daher weder ansprechbar noch entscheidungsfähig ist?

Geh ebenfalls zuvor noch zum Sozialamt. Eigentlich müßte das erst ein mal einspringen.

Bezüglich der Schule wäre auch eine vorübergehende Versetzung in eine Schule bei dir in der Nähe möglich.
 

Frederik26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
8 Januar 2007
Beiträge
66
Bewertungen
6
Denke das Hauptproblem ist, dass es aus juristischer Sicht Umgangskontakte sind, und der JC meint es wären keine, und ich müsste Kindergeld usw bekommen. Da es aber eine Notsituation ist bleibt mir nix anderes übrig wie einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Sozialamt habe ich gerade mit telefonisch gesprochen, und selbst die haben die gleiche Meinung! JC ist zuständig und es sind normale Umgangskontakte da die Mutter verhindert ist. JC müsste erstmal für 2Wochen Umgangskontakt im voraus bezahlen. Tja also Anwalt suchen ist zum heulen alles.....
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
11.735
Bewertungen
13.530
Ich sehe das noch ein wenig anders - man möge mal darüber nachdenken, bitte.

Zunächst wichtige Fragen:

1. hast du Sorgerecht? Warst du mit der KM verheiratet?
2. Was macht die KM? Bekommt sie Hartz oder arbeitet sie?

Dann: Verfahrenspfleger steht auf der Leitung - JC will nur wissen, aus welchem Klingelbeutel sie die Kosten wieder herein bekommen.

Ich würde fast sagen: es sind keine "Umgangskontakte", sondern Ihr bildet aus der Notlage heraus eine (zeitweise) Bedarfsgemeinschaft. Dann wäre das JC zuständig - wo sie das Kindergeld überleiten, soll JETZT mal nicht Priorität sein.

Auf ein Darlehen würde ich mich keines falls einlassen - denn das Überleben eines Kindes ist im Grunde ja geregelt. Entweder durch Arbeit der Eltern, Hartz, Kindergeld oder JA-Vorschuss.
Ein Kind hat PER SE Anspruch auf Unterstützung.

Eine temporäre BG wäret Ihr auch, wenn ein Wechselmodell bestünde.

Ich würde mich zuerst einmal an den Kinderschutzbund wenden, die haben überall auch Nottelefone, bevor man noch auf die Idee kommt (wenn du evtl. KEIN Sg hast), dass das Kind in einer Pflege "besser" aufgehoben ist. DANN kriegt ihr noch ganz andere Probleme.
 
G

gast_

Gast
schwierige Situation.

bei dem wort Darlehen bekomm ich Bauchschmerzen. maximal VORERST

Deshalb hatte ich ja auch Folgendes geschrieben: Aufgrund der Ablehnung der Kostenübernahme beantrage ich hiermit hilfsweise ein Darlehen, das bar ausgezahlt werden soll, um die Kosten decken zu können, die mir durch Aufnahme meines Kindes entstehen. (Etwas detaillierter, welche Kosten.)

Gegen die Ablehnung der Kostenübernahme kann man dann immer noch vorgehen!

Begründung: Mutter im Koma usw, du keine Rücklagen und auch sonst niemanden, der aushelfen kann.

da dies mit SICHERHEIT, ein unabweisbarer Bedarf ist (siehe Urteil 9.2. 2010) muss das übernommen werden.

Eben - aber er braucht jetzt schnell Geld - und das bekäme er am schnellsten über ein Darlehen, schätze ich. Sozialgericht dauert Wochen...

Umgangskosten sind bedarfsbezogen zu gewähren. eine temporäre Einschränkung ist nirgends verankert.

1. Laut Dienstanweisung der BA/Jobcenter ist die Liste der möglichen Zuwendungen ja nicht abgeschlossen. damit würde ich argumentieren.
und 2. ist dort auch keine temporäre Begrenzung erkennbar. Umgangskosten bleiben Umgangskosten.

vllt kann dir ein Doc irgendwie ne Bestätigung geben, dass die KM momentan nicht in der Lage ist, in irgendeiner Form zu kooperieren geschweige denn für das gemeinsame kind zu sorgen.

außerdem bist du laut GG Art. 6 dazu verpflichtet für dein Kind zu sorgen und die Umstände erfordern eine vorübergehende Gesamtbetreuung.

Ein Darlehen würde ich nicht akzeptieren. zur Not musst du Klage einreichen.
Wie gesagt: Die Frage ist wie kommt er schnellstens an das nötige Geld?
Was nutzt es, wenn ein Gericht dann erst entscheidet, wenn die Mutter schon wieder bei Bewußtsein ist und selbst Vollmacht ausstellen kann?
 

knox

Elo-User*in
Mitglied seit
23 Juni 2010
Beiträge
186
Bewertungen
58
schulwechsel.... nee. des Kindes Mom kann ja durchaus schneller genesen als zu befürchten ist.

@ Kiwi

wusste nicht, dass "hilfsweise" so ausgelegt werden kann..( man lernt nie aus)

hast ja ansonsten soweit recht... keiner hat rückwirkend Hunger...

was mir sonst noch falsch erscheint, dass der TE alles vorfinanziert. bisher. da sollte er auch mal was machen. es steht ihm im voraus zu.

man könnte noch anführen, dass es dis zu 6 wochen als besuch zu zählen wäre.... also umgang

woanders argumentiert man auch damit. es würde vllt etwas "luft" verschaffen.....
weiterer punkt: das Kind muss das auch verarbeiten.... es zählt jetzt auf Papa... ist doch logisch...

Gruß
 
Oben Unten