Umgang mit (Nicht-) Reaktionen bei Online-Bewerbungen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Fragestellende

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Guten Abend,

ich setze langsam das Thema Online-Bewerbung in die Praxis um und gewinne den Eindruck, dass E-Mail-Bewerbungen Arbeitgeber dazu animieren, gar nicht zu antworten bzw. einen über weiteres Vorgehen im Unklaren zu lassen. Das finde ich grade in Bezug auf Wertschätzung potenzieller Arbeitnehmer und dem Thema Datenschutz schwierig.
Ich melde mich nun hier in dem Thread, weil ich ein paar Beispiele der letzten Wochen nennen und fragen möchte, ob ihr so etwas kennt bzw. wie ihr reagieren würdet.

Vielen Dank für die Antwort.

...und nun hier die Beispiele:

A.) Ich habe mich initiativ bei einem großen Unternehmen beworben. Man lud mich auf eine bestimmte Stelle ein. Sie sollte im Sommer 2018 beginnen. Da ich in dem Bereich bisher kaum gearbeitet habe, überlegte man, mich zu Hospitationen einzuladen. Bisher kam keine Einladung, keine Absage, keine Aussage darüber, ob die noch im Bewerbungsprozess sind, meine Unterlagen vernichtet oder intern weiter geleitet haben.
Das Unternehmen ist sehr groß, so dass ich mich eigentlich auch noch auf andere Stellen dort bewerben könnte.
Soll ich da nochmal anrufen? Mich einfach auf etwas anderes dort bewerben? Die bitten, meine Bewerbungsdaten datenschutzkonform zu vernichten?

B.) Ich hatte ein Vorstellungsgespräch. In der Stellenanzeige stand drin, dass Bewerbungen nicht zurück gesendet werden. Ich schickte meine Kopien per Post. Die weitere Kommunikation ging per Mail. Ich bekam eine Absage. Auf meine Frage, wie nun mit meinen Unterlagen verfahren wird, bekam ich keine Antwort.
Kann ich sicher gehen, dass die ordnungsgemäß vernichtet werden?

C.) Ich schickte meine Unterlagen per Mail. Es kam keine Antwort. Ich rief an. Man sei noch im Bewerbungsverfahren. Es gibt weiterhin keine Antwort, obwohl die Bewerbung Monate her ist. Soll ich nochmal da anrufen und fragen, wo meine Bewerbungsunterlagen sind?

D.) Es gibt mehrere Stellenanzeigen ohne Datum auf einer Arbeitgeberseite. Soll ich mich einfach bewerben und meine Daten durchs Netz schicken, obwohl ich nicht sicher bin, ob die Stellen noch frei sind?

E.) Bewerbung in Absprache mit dem Arbeitgeber schriftlich zugesandt. Nachfrage von dort, ob man meine Mappe einscannen darf. Habe zugestimmt. Mappe kam zurück. Keine Reaktion mehr. Ich rief nach Wochen dort an. Man konnte mir nicht sagen, ob die Stelle noch frei ist und wollte eine Person informieren, die sich bei mir deswegen meldet. Keine Reaktion. Stattdessen sehe ich jetzt die gleiche Stellenanzeige nochmal im Internet.
Nochmal anrufen und um ordnungsgemäße Löschung meiner unnötig eingescannten Daten bitten?

F.) Ich hatte ein Gespräch mit einem mir bereits bekannten Arbeitgeber. Ich soll mich über eine Weiterbildung informieren, die ich dafür brauche. Das versuche ich. Es steht weiterhin offen, ob es Weiterbildung A oder B ist. Weitere Versuche mit dem Arbeitgeber darüber per Mail zu kommunizieren, scheitern. Soll ich nun einfach meine Bewerbung hinschicken und ggf. im Vorstellungsgespräch meine Fragen klären oder es lassen, weil es eh schon komisch ist, wie schwierig es ist, Näheres von denen zu erfragen?
(Gehalt zu erfahren war auch schwierig, aber das kenne ich schon, dass man im Netz selber gucken muss, wo man ggf. eingestuft wird.)

G.) Initiativbewerbung auf Arbeitgeber-Website. Nie was gehört. Anrufen? Löschen?
 

Kerstin_K

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Also zumindes im Fall A würde ich nochmal nachhaken.

Der Sommer ist noch nicht vorbei.
 

Zeitkind

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Du machst in Deinen Bewerbungsprozeß regelmäßig die gleichen Fehler;

Qualifizierungen nennt man im Lebenslauf und kündigt im Anschreiben
eine Vorlage der Nachweise beim Vorstellungsgespräch an.
Beispiel meinte:
Ich stehe Ihnen jederzeit für ein persönliches Vorstellungsgespräch zur Verfügung.
Bitte lesen Sie dazu das ausführliche Bewerbungsanschreiben.
Im Anhang übersende ich Ihnen meinen Lebenslauf mit Tätigkeitsbeschreibung.
Zum Vorstellungsgespräch werden folgende Unterlagen vorgelegt:

1. letztes Arbeitszeugnis
2. Zeugnis IHK Dachdecker
3. Abschlußzeugnis Schulbildung
5. Führerschein Rollator
Dem Lebenslauf sollte man ein Tätigkeitsprofil beifügen,
in welchem alle bisherigen Tätigkeiten und Fähigkeiten chronologisch aufgelistet sind.
Damit kann der AG realistisch einschätzen, ob er Dich für die Stelle verwenden kann.

Ebenso im Anschreiben kann der Bewerbende darum bitten, wie mit seinen Daten umgegangen werden soll;
Beispiel meinte:
Ich bitte Sie, meine persönlichen Daten nach Datenschutzrichtlinien des BDSG vertraulich zu behandeln
und bei Nichtverwertung nach Zweckerfüllung entsprechend zu löschen.
Was die Wertschätzung und Resonanz auf Bewerbungen betrifft, machst Du Dir Illusionen.
Du bist nicht unbedingt der einzige AN, welcher sich auf die gleiche Stelle bewirbt.
Manche besetzte Stellen werden mehrfach ausgeschrieben, um Personalkosten zu senken.
Nimmt ein pot. Bewerber für die gleiche, befristete Stelle schlechtere Konditionen inkauf,
wird (manchmal sogar überlappend) knallhart ausgetauscht.
 

Fragestellende

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Hm, mir ist bei der 2. Antwort hier nicht ganz klar, wie sich diese auf die Beispiele oben im Threadbeginn beziehen.
Bei Kerstin sehe ich einen. Sie hat auf einen Teil von Beispiel A geantwortet.
 

Zeitkind

Super-Moderation
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Hm, mir ist bei der 2. Antwort hier nicht ganz klar, wie sich diese auf die Beispiele oben im Threadbeginn beziehen.
Sie beziehen sich auf die Sachverhalte A, B, C sowie E und weisen auf Vorbeugung mittels Datensparsamkeit hin.
Es ist eine konstruktive Antwort, deren Umsetzung Verständnis für Zusammenhänge erfordert.
:sorry:, daß ich in manchen meiner Beiträge auch mal die Ursachen aufzeige.
Oder was soll ich Dir auf diese Fragen antworten?:
Die bitten, meine Bewerbungsdaten datenschutzkonform zu vernichten?
Kann ich sicher gehen, dass die ordnungsgemäß vernichtet werden?
Soll ich nochmal da anrufen und fragen, wo meine Bewerbungsunterlagen sind?
Nochmal anrufen und um ordnungsgemäße Löschung meiner unnötig eingescannten Daten bitten?
Mein Beitrag bringt Dir nahe, wie Du in Zukunft diese Sorgen vielleicht verhindern könntest.
Mit dem aufgezeigten Beispielen sparst Du nicht nur Daten,
sondern bei postalischen Bewerbungen auch Unmengen von Papier.
 

Matt45

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Ich habe die "ähnlichen" Probleme und Erfahrungen bei E-Mail Bewerbungen gemacht.

Von 10 Bewerbungen erhält man überwiegend keine Reaktionen.

Einige schicken nur die typischen "Floskeln", wenn man nachfragt bekommt man die typischen Antworten:
Frau "Meier" ist im Urlaub...
Wir haben uns noch nicht entschieden....
Gründe teilen wir nie mit...
Herr "Müller" ist krank...

Ehrliche Antworten vom AG sucht man fast vergebens.

Ich frage mich manchmal ob die Firmen wirklich Personal suchen. Firmen laden zu einem VG ein, aber nur noch max. 2-3 Leute haben die Chance.(ich war angeblich der vierte nach meinen Anruf; ob es stimmt habe ich Zweifel).

Wenn man sich aus einen Arbeitsverhältnis bewirbt ist es auch nicht viel besser. Uninteressant, weil man schon arbeitet.
Dies kann ältere "Aufstocker" betreffen, wie in meinen Umfeld(ich kenne schon 3).

Es kann "tausende" Gründe geben warum die AG sich nicht mehr melden. Für den Bewerber ist es allerdings sehr frustrierend.
 

Fragestellende

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Oder was soll ich Dir auf diese Fragen antworten?
Was Du (oder jemand Anderes) im Falle der jeweiligen Beispiele machen würdest. Kerstin hat zu einem Teil aus Beispiel A geantwortet. Vielleicht antworten ja noch welche zu den anderen Beispielen.

Mit dem aufgezeigten Beispielen sparst Du nicht nur Daten,
sondern bei postalischen Bewerbungen auch Unmengen von Papier.
Du meinst, in der E-Mail in den Anhang gar nicht soviel reinpacken (bzw. in die Papier-Bewerbungsmappe)?
Das käme zumindestens meinem Datenschutzproblem näher, eben damit ich nicht soviel durch die Gegen schicke. Kann natürlich auch dazu führen, dass AG´s die Bewerbung beiseite legen, weil andere ihre kompletten Unterlagen mitschicken.

Die Sache ist aber nun anders. Von daher wäre gut, wenn noch jemand etwas zu den oben genannten Beispielen sagen könnte. Ich wollte nicht für jedes Beispiel einen eigenen Thread aufmachen und habe die Beispiele, um sie auseinander zu halten, nochmal extra markiert.

Es kann "tausende" Gründe geben warum die AG sich nicht mehr melden. Für den Bewerber ist es allerdings sehr frustrierend.
Ja. ...und es verringert die Motivation, seine Daten durch die Gegend zu schicken und erhöht den Eindruck, dass das keine guten Firmen für einen sind (wenn die schon so mit einem umgehen) und erhöht die Ratlosigkeit, wo man sich sonst hin bewerben soll.

...aber wie gesagt: Vielleicht kann noch jemand ein paar Tipps zu den einzelnen Beispielen nennen.
 

desmona

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Ich frage mich manchmal ob die Firmen wirklich Personal suchen. Firmen laden zu einem VG ein, aber nur noch max. 2-3 Leute haben die Chance.(ich war angeblich der vierte nach meinen Anruf; ob es stimmt habe ich Zweifel).
...ich kann dich/ Euch durchaus verstehen
...ich kann natürlich keine Einschätzung tausender Firmen geben

...ich kann nur mal eine kleine Story dazu betragen

...unser Städtchen besetzte im März die Stelle einer Kämmerin...von dieser mußten wir uns schon im April wieder trennen (versprochene Kenntnisse und Fähigkeiten, Fertigkeiten waren nicht vorhanden, das Betriebsklima wurde vergiftet)

...uns stand das Wasser bis zum Hals...wir brauchten dringend einen aktuellen Haushalt

...also neue Ausschreibung (zwingend 1 Monat Laufzeit)

...Ergebnis: 37 Bewerbungen (auch online) davon 17 Bewerber ausgewählt

...es folgten Marathon-Gespräche...immer mit Bürgermeister, Personalrat etc.

...die "letzten" 5 kamen in den Hauptausschuss (vorgeschrieben) -> 3 Bewerber

...da die Stelle einer Kämmerin zwingend durch die Stadtverordneten bestätigt werden muß:

...stellten sich die 3 kurz vor Toresschluß (Sommerpause) in der letzten SVV vor ->1 wurde dann "genommen"...bestätigt...

...unsere erste SVV-Sitzung (nach der Sommerpause) ist erst Ende Sept...und wie ich zwischendurch höre ist der Haushalt noch nicht fertig...


------------

...so das mal nen bischen aus dem Nähkästchen geplaudert wie u. U. das Procedere intern ablaufen kann

...auf jeden Fall (auf Grund Eurer Intentionen) werde ich verstärkt auf die zeitnahe Beantwortung von online-Bewerbungen achten
 

atasteofbunny

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Ich kenne das auch, es ist frustrierend. Ich versuche, mich nicht drüber zu ärgern - es bringt ja nichts.

Bei deinem A) würde ich aber auf jeden Fall nachhaken.

B) Eventuell ist auf der Unternehmenswebsite vermerkt, wie sie mit den Bewerbungsunterlagen bzw. gespeicherten Daten umgehen? Viele Unternehmen machen das heutzutage.

C) Meinst du deine Daten? Bewerbungsunterlagen aus Papier gibt es ja gar nicht.

D) In solchen Fällen rufe ich vorher an, ob die Stelle noch vakant ist

E) siehe B)

F) Verstehe ich nicht so ganz. Wenn du dort schon ein persönliches Gespräch hattest, müsstest du doch eine Ansprechperson haben? Und diese ist überhaupt nicht per Mail oder telefonisch erreichbar? Das wär natürlich doof.

G) Initiativ bewerbe ich mich nur, wenn ich vorher angerufen habe oder sonst aus sicherer Quelle weiß, dass sie jemanden wie mich brauchen könnten. Sonst ist das nämlich vergebliche Mühe.
Außerdem besser schriftlich oder, wenn per Mail, nur persönlich an den Ansprechpartner. Diese Bewerbungswebsites versuche ich zu vermeiden, ich habe zu selten Erfolg damit.

Ansonsten versuche ich, den Großteil meiner geplanten Bewerbungen Anfang des Monat herauszuschicken, dann habe ich Ende des Monats mehr Luft und mehr Struktur drin. Und am Wochenende keine Bewerbungen, dann ist Freizeit angesagt :wink:
 

Fragestellende

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Danke Dir, atasteofbunny.

Zu Deinen Fragen:

Zu B.) Nein, auf der Internetseite von denen (Stadt) stand nichts davon drin, was nach dem Bewerbungsprozess mit den Daten passiert.

Zu C.) Ja, ich meinte meine Daten. Ich hab ja nichts gehört, weder Absage, noch sonst was. Irgendwo müssen meine Daten ja sein.

Zu F.): Sie antwortet einfach nicht auf meine Mail. Bei der letzten Begegnung (ich kenne die Chefin aus privateren Zusammenhängen) meinte sie, ich soll mich an xy wenden. Mit dieser habe ich kurz gesprochen, aber sie musste weiter. Ich habe sie dann angeschrieben und es hat lange gedauert, bis was zurück kam.
Ich habe auch bei zwei Einrichtungen angerufen, wo ich die entsprechende Weiterbildung machen kann, aber Einrichtung a erzählt was von einem zweijährigen Aufbaustudium und Einrichtung b von einem dreijährigen Vollzeitstudium oder einem einjährigem Grundkurs. Keine Ahnung, welches der Arbeitgeber nun haben möchte (und damit auch, ob es für mich in Frage kommt).

Ansonsten versuche ich, den Großteil meiner geplanten Bewerbungen Anfang des Monat herauszuschicken, dann habe ich Ende des Monats mehr Luft und mehr Struktur drin. Und am Wochenende keine Bewerbungen, dann ist Freizeit angesagt :wink:
Das ist echt eine gute Idee!!!!
Besonders der letzte Satz!!!! :bigsmile:


…und @Desmona: Prima, wenn mein Thread auch jemanden weiter geholfen hat, der auf der Arbeitgeberseite sitzt (ob als Entscheider oder als Ausführender).
 

atasteofbunny

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Wundert mich, dass nirgendwo ein Hinweis zur Speicherung bzw. Löschung der Bewerberdaten steht. Ich kenne es so, dass viele - gerade große - Firmen darauf hinweisen, z. B. dass die Daten nach einem halben Jahr gelöscht werden, wenn es nicht zum Vorstellungsgespräch kommt. Oder auch nach drei Monaten. Oder, auf Wunsch, auch sofort.
Wenn du es genau wissen willst, bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als dort anzurufen. Habe ich allerdings noch nie gemacht.

Nochmal zu F) Das ist ja etwas verzwickt. Wenn du die Stelle wirklich gern haben möchtest und auch die Weiterbildung machen, vielleicht kannst du da persönlich mal vorsprechen? Oder ist das zu weit entfernt / zu teuer?
 

Fragestellende

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Wenn ich mich auf so einer firmeninternen Bewerberplattform anmelden sollte bzw. darüber die Bewerbung ging, dann stand da schon meist was dazu, was mit den Unterlagen passiert.
...aber so auf einer normalen Website, wie jetzt von der Stadt, habe ich nichts davon gefunden.

...und wegen der Stelle mit der Fortbildung: Nein, es ist nicht weit weg. Nur die Fortbildung wäre es. Es ist eine Stelle mit einer eher knappen Stundenzahl und eben jener Fortbildung. Dafür könnte sie mal unbefristet sein. Sowas brauche ich.
Mich verunsichert im Moment das Verhalten, denn ist das ne Basis für ne gute Stelle? Sind die wirklich interessiert oder ist es mir hinterher peinlich, denen meine Unterlagen geschickt zu haben, wo von deren Seite vielleicht schon recht klar war, dass das nichts wird? Ich bin ja nicht eine ganz Fremde für die. Zumindestens nicht für alle.
Mal sehen. Das Vollzeitstudium kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Das wäre mir zuviel.
 

Spiegelsaal

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Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass ein Vorstellungsgespräch per E-Mail zeitlich nicht eingehalten werden kann, sofern man nicht 24 Stunden Online ist. Also z.B. Montag Abend 20Uhr E-Mail für ein VG, am Dienstag 9Uhr erhalten. Da fragt man sich auch, was in manchen AG vorgeht? Bittet man dann um einen erneuten Termin zum VG, wird sich nicht mehr gemeldet.
 

Kerstin_K

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Genau aus diesem Grund habe ich früher, als ich noch beruflich mit Bewerbungen zu tun hatte, immer versucht die Leute vorher telefonisch zu ereichen und den Termin abzustimmen. Ich gehe einfach nicht davon aus, dass jeder Bewerber ständig auf dem Sprung steht. Die Mail war ann nur noch eine Terminbestätigung.

SO kurzfristig habe ich allerdings auch nicht eingeladen. Höchstens mal, als wir eine Putzfrau auf Minijobbasis gesucht haben. Wenn die dann ganz in der Nähe wohnte, habe ich mal gefragt, ob das so kurzfristig geht.

Ich beschäftige ja auch eine Haushaltshilfe. In der letzten Bewerberrunde hatte ich mal das Glück, dass eine Bewerberin sogar noch am gleichen Tag vorbeigekommen ist. Die wohnte allerdings auch keine 500 Meter entfernt und ich dachte einfach, ich frage mal. Wenn es dann passt, warum nicht und sonst hätten wir einen anderen Termin gefunden.
 

Spiegelsaal

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Vor allem macht mich sowas als Bewerber auch stutzig, wenn ein AG es sooo eilig hat, (außer bei ZAF, die wollen alles am besten vorgestern:bigsmile:) da kann irgendwas nicht stimmen, grad wenn dann auf ein weiteren Versuch ein Vg auszumachen gar nicht erst reagiert wird und die Stelle 3 Wochen später immer noch zur Ausschreibung steht. Tel. Nr. gibt man aber nicht ohne Grund - nicht an.
 

Kerstin_K

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Naja, bei den Bewerbungen, die ihc auf dem Tisch hatte, stand schon in der Regel die Telefonnummer dabei. Das waraber auch eine andere Liga. Die Bewerber kamen in der Regel nicht von AfA oder Jobcebter, sondern haben sich aus freiene Atücken zum Beispiel auf Zeitunganzeigen beworben, viele aus ungekündigter Stellung.

Und von einer Puztfrau oder ähnlichen Minijob-Stellen habe ich bisher auch noch nie eine schriftliche Bewerbung gesehen. Meistens haben die gleich angerufen oder einen kurze Mail geschickt.
 

Fragestellende

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Blöd auch, wenn man Gespräche hatte, zudem noch Bewerbungen draußen sind und man nicht weiß, wann sich wer mit welchem Ergebnis meldet. Kann natürlich bei schriftlichen Bewerbungen auch passieren - also aus Papier.
Blöd dann natürlich auch, wenn man von den Stellen, wo die Bewerbungen draußen sind, bisher gar nichts gehört oder gelesen hat. Nicht mal ein "Danke für ihre Bewerbungsunterlagen." "Wir melden uns, wenn wir eine erste Vorauswahl getroffen haben". ...noch sonst was. Hab eben überlegt, ob ich in Zukunft alles mit Lesebestätigung verschicken soll. Ändert natürlich nichts daran, dass man dann nicht weiß, ob sich wer, wann und wie meldet.
 

Matt45

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Ich kann mich noch an Bewerbungen aus den 80er Jahren erinnern. 3 Bewerbungen und 2 Einladungen.

@Fragestellende: Ich habe mal eine Antwort(Absage) nach fast 8 Monaten erhalten! Ich wusste erst gar nicht mehr wer mir geschrieben hat. Finde ich aber wirklich eine Frechheit! Nicht die Absage, sondern die Wartezeit.

Will nicht "schwarz" malen, aber die meisten Bewerber(gerade vom JC) haben es trotz "Wirtschaftsaufschwung" schwer etwas vernünftiges zu finden. Ich glaube auch: Alles was aus freien Stücken gemacht wird ist besser als die VV vom Amt. Das wissen auch die Firmen. Nur ZAF ist auch nicht das wahre zum arbeiten.
Für Familien sowieso weniger geeignet, weil der Lohn zu wenig ist und man keine/wenig Möglichkeiten zum Aufstieg hat.

Allerdings sind Arbeit und Lohn auch verschiedene "Paar Schuhe". Ich kenne selber einige die von Aufstocker zum Aufstocker werden. Schon bei einen Kind und in einigen Branchen reicht der Lohn leider nicht mehr.
 

Fragestellende

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Ich hab mehr ein Problem mit den Befristungen. Die fressen Energie und Motivation und halten über Jahre Unsicherheit aufrecht. Das betrifft letztlich dann auch andere Bereiche wie Kontakte (welche Gruppen kann man noch besuchen, wenn nicht klar ist, wann man arbeitet?...und ist man noch fit genug für Kontakt?), Rente (wie soll so die Rente reichen, wenn die Stellen befristet ist und man bei jedem neuen Arbeitgeber gehaltsmäßig fast wieder unten anfängt?) und auch Wohnen (Wie findet man eine Wohnung, bei einem befristeten Vertrag oder wenn man zwischen zwei Arbeitsphasen ist? Wie teuer darf eine Wohnung sein, um sie möglichst auf Dauer finanzieren zu können? Wo zieht man hin, so dass man sich noch wohl fühlt, aber dennoch für verschiedene Arbeitsorte in Frage kommt?).
Wie lange man (ich) das aushält, ist auch so eine Frage.

....und wegen den Bewerbungen: Ich finde das einfach keine gute Basis, für eine Stelle, wenn man schon zu Beginn so mit einem umgeht. Man weiß nicht, wann und ob sich noch jemand meldet und wie. Man weiß z.T. nicht mal, ob die Unterlagen (und damit die eigenen Daten!!!) angekommen sind.

Ich habe schon ein paar Mal versucht nachzuhaken, aber oft erreicht man die Person dann nicht oder die sind noch im Prozess. Ich überlege, ob ich nächste Woche alle Stellen, die länger als 2-3 Monate offen sind und von denen ich nichts weiß, nochmal per Mail und kontaktieren, nachzufragen und um Vernichtung (oder Rücksendung, wenn es Papierbewerbungen waren) meiner Unterlagen zu bitten.
 

Kerstin_K

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Ist lange her, Anfang der 90iger, Internet gab es noch nicht, da habe ich das so gemacht: Wenn ich 6 Wochen nichts gehört habe, ging eine freundliche Anfrage zum Stand des Bewerbungsverfahrens raus. Wenn danach nichts kam, nach weiteren 6 Wochen die Aufforderung, mir meine Unterlagen zurückzuschicken, da wenn man sich 12 Wochen nicht bei mir meldet, offensichtlich kein Interesse an meiner Bewerrbung besteht.

Dann nochmal 6 Wochen gewartet und dann kam das dritte Schreiben. Darin habe ich meie Bewerbungskosten aufgelistet. Mappe, Umschläge, Porto (incl. der Mahnschreiben), usw.+Arbeitszeit. Ich kam damals auf 80 DM je Bewerbung. Einer hat mir atsächlich mal nen Scheck geschickt. Im Begleitschreiben stand, dass er meine Forderung unverschämt findet....

Ich habe das mal so gelernt: Auf Verlangen eingeschickte Bewerbungen müssen zurückgeschickt werden, denn sie sind Eigentum des Bewerbers. Dazu reicht die Aufforderung in einer Stellenanzeige.

Unverlangt geschickte Bewwerbungen müssen nicht zurückgeschickt werden. Aber sie müssen aufgehoben werden und dem Bewerber muss Gelegenheit gegeben werden, sie abzuholen. Einfach vernicten darf der Arbeitgeber sie nicht oder erst nach einer angemessenene Frist.

Heutzutage steht ja oft in anzeigen.dass die Bewerbungen nicht zurückgeschickt werden oder nur, wenn ein frankierter Rückumschlag beiliegt. Inwiefern so etwas rechtswirksam ist, keine Ahnung.
 

franky0815

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Wenn ich mich bewerbe egal ob Mail Brief oder Telefon, da erwarte ich eigentlich auch eine Antwort in irgendeiner Form, ich hab mich am anfang auch darüber aufgeregt wenn es dann gar keine Resonanz mehr kam, irgendwann get man dann dazu über das als die Norm anzusehn und abzuhaken.

Wenn man diesem Arbeitgeber einen mitgeben will dann kann man das ja auf Kununu tun, ich glaube aber kaum das die an ihrem verhalten was ändern.
 

Fragestellende

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Porto (incl. der Mahnschreiben), usw.+Arbeitszeit.
Was für ein Mahnschreiben? Du hast Deine schriftlichen Bitten um Rücksendung als Mahnschreiben bezeichnet?...und was für einen Stundenlohn hast Du für Deine Arbeitszeit angegeben?

...Ich finde das unmöglich, wie die mit einem umgehen. Man selber soll möglichst perfekt sein und die bekommen nicht mal hin, auf Mails zu reagieren. Dabei hat das auch etwas mit Achtung und Wertschätzung des Bewerbers zu tun. ...und, wie gesagt: Was für Daten da jedes Mal durchs Netz gehen.... . Für was?

...Im Moment mag ich da nicht mehr hinterher telefonieren. Es ist jedes Mal ein erklären, gucken, dass man den passenden Ansprechpartner bekommt, warten, usw. .

...und ich finde wirklich, dass das zugenommen hat, seitdem das Online-Thema stärker wird. Bei den meisten schriftlichen Bewerbungen der letzten Jahre habe ich zumindestens irgendeine Reaktion bekommen.
Da macht man es den Unternehmen schon leichter und schickt seine super persönlichen Daten übers Internet und es kommt "Nichts".

Ich bin für mehr Entfristung. Dann braucht man sich auch nicht so oft bewerben...und die scheinbar vor Mails überarbeiteten Arbeitsnehmer müssen nicht zurück antworten.
 

Kerstin_K

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Ich habe die drei von mir beschriebenen Schreiben nur für mich als M1 bis M3 bezeichnet. Als Stundenlohn habe ich damals 15 DM angesetzt.

Sachgrundlose Befristung gehört aus meiner Sicht abgeschafft, das wird nur als verlängerte Probezeit missbraucht.
 
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