Umbau Jobcenter

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destina

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28.12.2008 15:13 Uhr

INTERVIEW: BA-Manager Alt warnt vor grundlegendem Umbau der Jobcenter

Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt, hat mit Blick auf die wirtschaftliche Krise vor einem grundlegenden Umbau der Jobcenter gewarnt. "Es wäre nicht sinnvoll, in einer heraufziehenden Wirtschaftskrise das System radikal umzustellen und damit die Kunden zu belasten. Dafür fehlt mir jedes Verständnis", sagte Alt in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dass ein wirtschaftlicher Abschwung komme und für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen einen Rückschlag bringen werde, stehe inzwischen außer Zweifel.
Der BA-Manager wies damit unter anderem Vorstellungen des Freistaats Bayern zurück, die gemeinsam von Kommunen und Arbeitsagenturen gebildeten Arbeitsgemeinschaften wieder aufzulösen und bestimmte Betreuungsaufgaben getrennt wahrzunehmen. Bayern ist damit vor einigen Wochen aus einem zwischen Bund und Ländern erzielten Kompromiss in Sachen Jobcenter-Gestaltung ausgestiegen. Pro Jahr betreuen die Jobcenter rund sieben Millionen Hilfebedürftige.
BAYERN-MODELL NUR MIT GROSSEM ORGANISATORISCHEN AUFWAND UMSETZBAR
Das sogenannte Bayern-Modell klinge einfach, umsetzbar sei es aber nur mit großem organisatorischen Aufwand. So müssten bundesweit rund 40.000 Mitarbeiter zwischen Kommunen und den örtlichen Agenturen ausgetauscht werden. "Wir haben jetzt rund 20.000 kommunale Mitarbeiter, die mit Integrationsaufgaben beschäftigt sind, und wir haben rund 20.000 BA-Mitarbeiter, die mit der Leistungsgewährung beschäftigt sind. Wenn wir die Systeme trennen, müssten wir auch die Mitarbeiter wieder austauschen", sagte Alt.
Um die Arbeitsfähigkeit der Jobcenter zu garantieren, fordert Alt ein rasches Signal der Politik, "dass im Kern in der organisatorischen Aufstellung alles weiter geht wie bisher". Hintergrund des Streits ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die in den Jobcentern praktizierte Mischverwaltung bestehend aus einer Bundesbehörde und Kommunen für verfassungswidrig erklärt hatte. Als Reaktion auf dieses Urteil verständigten sich Bund und Länder darauf, das Grundgesetz entsprechend anzupassen./kt/DP/he
 

Hetman

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Als Reaktion auf dieses Urteil verständigten sich Bund und Länder darauf, das Grundgesetz entsprechend anzupassen.
jo, dabei kann man auch gleich einige andere dinge ins "rechte" lot rücken.
aber was soll diese anpasserei - am besten, man schafft es gleich ganz ab, dann erspart man sich viele arbeitsstunden.
 
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