UG oder gleich GmbH gründen/umfirmieren (1 Betrachter)

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BenniH

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Guten Abend,

ich habe bereits ein Einzelunternehmen (e.K.) und habe auf meinem Firmenkonto über 12.500€, ich würde nun gerne das Einzelunternehmen in eine GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) umfirmieren lassen. Wäre es, nun sinnvoll eine GmbH zu gründen, oder erst eine UG (haftungsbeschränkt)?

Zu einer GmbH Gründung würden ja auch theoretisch schon 12.500€ ausreichen, ich will mir die Arbeit ersparen, wenn ich das nötige Stammkapital habe von 25.000€ habe, die UG in eine GmbH zu ändern, wobei das kein großer Akt wäre.

Ich bin Kleinunternehmer, der Hauptgrund, weil ich umfirmieren möchte, ist der höhere Stellenwert einer Kapitalgesellschaft und weil ich die Haftung beschränken möchte und weil ich einen möglichen Kunden habe der aber erst mit mir in´s Geschäft kommen will, wenn ich eine Kapitalgesellschaft habe.
 

vidar

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... und weil ich einen möglichen Kunden habe der aber erst mit mir in´s Geschäft kommen will, wenn ich eine Kapitalgesellschaft habe.
Sehe den Sinn für diese Forderung nicht. Wenn er mit dir nur (gemeinsame, welche auch immer) Geschäfte machen möchte, wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest bzw. diese schon Besitz, dann solltest du schon mal genau hinterfragen, welchen Zweck dieser damit verfolgt. Dein e.K. ist momentan im Geschäftsleben mehr Wert, da du hier mit deinem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen haftest.

Unabhängig davon, würde ich ansonsten eine GmbH vorziehen. Eine UG mit meistens erheblich geringeren Haftungskapital ist nichts Wert. Zusätzliches, über die Bank finanziertes, Kapital wirst du nicht so leicht bekommen, oder du müsstest dann sowieso mit deinem Privatvermögen haften.
 

ZynHH

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Von erwerbslosigkeit bedroht bist du aber nicht?

Ansonsten ist Vidar zuzustimmen.
 

flandry

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Denke dran: Als Kapitalgesellschaft hast du höhere Anforderungen an Buchhaltung und Jahresabschluß zu erfüllen.
Du MUSST unter bestimmten Bedingungen Insolvenz anmelden und hast natürlich als Geschäftsführer ein höheres Gefahrenpotential / Risikopotential.
Als Geschäftsführer haftest du unter Umständen sowieso mit deinem Privatkapital.
Natürlich kostet die Umfirmierung erstmal DEIN Geld, da du zum Notar musst.
Vielleicht ist diese Forderung des Kunden ja nur die Umschreibung einer Absage???
 

BenniH

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Den höheren Anforderungen bin ich mir bewusst, ich habe einen guten Freund der Steuerberater ist, der hilft mir. Und in Sachen Buchführungskenntnissen kenne ich mich ausreichen aus, auch mit doppelter Buchführung.

Den Kunden der mir diese Vorgabe gestellt hat ist zu vertrauen.

Die Frage war ob ich mit über 12.500€ gleich eine GmbH oder eine UG gründen soll, und ob der Stand das ich Kleinunternehmer bin, eine rolle spielt?

Ich war bis vor einem Jahr noch ALG2 Empfänger.
 

vidar

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AW: UG oder gleich GmbH gründen/umfirmieren

... Die Frage war ob ich mit über 12.500€ gleich eine GmbH oder eine UG gründen soll, und ob der Stand das ich Kleinunternehmer bin, eine rolle spielt?
Da dein guter Freund Steuerberater ist, gehe ich schon mal davon aus, dass er auch gleichzeitig Bilanzbuchhalter ist, und somit ebenfalls dem Finanzrecht entsprechende gültige Bilanzen erstellen darf.

Im Grunde genommen müsste es dann dein Freund sein, der dir auch umfangreiche Ratschläge zur Unternehmensform machen sollte/müsste. Ansonsten gibt es hier weiterreichende Informationen:

GmbH und UG im Vergleich: Welche Gesellschaftsform ist fur meine Grundung geeignet? | impulse
UG (haftungsbeschrankt) vs. GmbH - Was kann die Mini-GmbH? | Grunderszene
.
 
C

ckl1969

Gast
Da dein guter Freund Steuerberater ist, gehe ich schon mal davon aus, dass er auch gleichzeitig Bilanzbuchhalter ist, und somit ebenfalls dem Finanzrecht entsprechende gültige Bilanzen erstellen darf.
Und das darf ein Steuerberater nicht? Wobei es im Zusammenhang mit einer unternehmerischen Buchführung den Begriff "Finanzrecht" nicht gibt.

Es gibt das Bilanzrecht, dass sich aus dem Handelsgesetzbuch und dem Einkommens-/Körperschaftssteurecht ableitet. Und dann halt noch ein paar internationale Rechnungslegungsvorschriften.

Der Bilanzbuchhalter (IHK) darf übrigens keine Bilanzen für 3. erstellen. Das darf er nur in den Unternehmen, in denen er angestellt ist, für das jeweilige Unternehmen.
 

vidar

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ckl1969

Gast
Könnte es sein, dass du die Berufe durcheinander bringst. Ein Steuerberater darf sehr wohl Bilanzen erstellen. Ein Buchhalter natürlich nicht, denn dieser macht hier ggf. nur die Vorbereitungsarbeiten.
Kann es sein, dass du nicht weisst was du schreibst?

Laut dem, was du geschrieben hast, gehst du ja davon aus, dass der gute Freund der ja immerhin Steuerberater ist, auch gleichzeitig Bilanzbuchhalter ist und somit ebenfalls dem Finanzrecht (das es in dem Zusammenhang nicht gibt) entsprechende Bilanzen erstellen darf.

Die Aussage impliziert doch, dass der Steuerberater das eben nicht darf?!
 

vidar

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Kann es sein, dass du nicht weisst was du schreibst?
OK, man kann natürlich jetzt auch noch weiter Erbsenzählerei darüber betreiben.:icon_sad: Trotzdem ist der Steuerberater, der oftmals auch Unternehmensberater ist, sicherlich bestens dafür geeignet eine Beratung zur Unternehmensform gegen.
 

taxman

Neu hier...
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Hallo BenniH,

Sie sollten selbstverständlich eine GmbH gründen, da diese von anderen Unternehmern/Firmen angesehener ist als eine UG und somit Ihre Auftragslage erheblich verbessern kann. Die GmbH ist gesellschaftlich fest verankert und vermittelt den Kunden/Geschäftspartnern Sicherheit.
 
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