• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Üble Nachrede?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

kleine

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Jun 2009
Beiträge
713
Gefällt mir
21
#1
Hallo zusammen!
So langsam wird es immer bunter gegen den Kreis.

Alles begann damit, dass ich mich entschlossen habe eine Umschulung anzustreben, da ich lange aus meinem Beruf raus bin, für den ich auch nicht unbedingt geeignet bin. Es fehlt Berufserfahrung und ich habe einfach das Interesse verloren. Somit beantragte ich eine Umschulung. Diese wurde abgelehnt. Der übliche Gang. Widerspruch, Untätigkeitsklage und Klage vor SG. :icon_mued:

Nun berufe teile ich dem Sozialgericht während eines Verfahrens mit, dass ich von einer angeborenen Krankheit betroffen bin. Das ist eine komplexe Sache und eher selten. Der Hammer ist jetzt aber folgendes:

Die Rechtsabteilung des Antragsgegners unterstellt dass ich mir das was aus dem Internet gesucht habe. Ich wäre total unglaubwürdig und wolle einfach nicht an irgendwelchen Maßnahmen teilnehmen und arbeiten. Darum suche ich mir jetzt sowas raus und bringe das auf einmal als Argument ein.

Ärztliche Atteste kann ich jederzeit organisieren. Die gibt es. :biggrin:

Eigentlich sollte mal der GdB festgestellt werden anstatt sowas abzuziehen.

Fällt das nicht unter Üble Nachrede?
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#2
Die Gegenseite arbeitet mit allen erlaubten Mitteln, so wie Du, sie muss ihre Behauptungen beweisen, so wie Du , das erlebe ich fast täglich bei Prozessen
 

kleine

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Jun 2009
Beiträge
713
Gefällt mir
21
#3
Welche Mittel sind denn erlaubt, und wann geht es zu weit?
Insbesondere im Sozialrecht?

Ich komme mir bald eher wie in einem Strafrechtsprozess Marke RTL vor als in einer sozialrechtlichen Verhandlung.

Zählt vor dem Sozialgericht allgemein die ZPO?
Gibt es da noch etwas anderes?
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.070
Gefällt mir
1.854
#4
Die Vorschriften der ZPO gelten, soweit das SSG keine eigenen Vorschriften hat. Außerdem kann man immer Rechtsgedanken de ZPO anführen bei Unklarheiten, schließlich ist die ZPO schon uralt.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#5
Oh, sind denn der ARGE deine Einschränkungen noch nicht bekannt? Dann hat sie ihre Arbeit nicht richtig gemacht, denn die Ermittlung derartiger Umstände gehört eigentlich zum Aufgabenfeld hinzu. Wobei das auch auf dich zurückfallen könnte und die ARGE sagen könnte, dass du hättest dich in die Zusammenarbeit auch einbringen können, indem du auf Einschränkungen selbständig hinweist ...

Mario Nette
 
Mitglied seit
1 Sep 2009
Beiträge
1.051
Gefällt mir
223
#6
Hast Du das denn der Arge mal mitgeteilt? Und wieso konntest Du die Ausbildung zum Erzieher zu machen, obwohl Du gesundheitlich angeschlagen bist? Muss man da nicht auch einen Gesundheits- bzw. Eignungstest machen?
 

kleine

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Jun 2009
Beiträge
713
Gefällt mir
21
#7
Das wäre eine lange Geschichte. Meine Ausbildung ist schon 8 Jahre her und lief auch nicht so, wie man es sich wünschen würde. Ich habe nach der Ausbildung zwischenzeitlich andere Dinge gemacht und finde heute auch nichts mehr in dem Bereich. Ausserdem HATTE ich einmal alles was ich benötigte, was mir dank einem Auslandsaufenthalt wegen Arbeit verloren gegangen ist. Nun sehe ich nicht ein mich als 1-Teuro-Jobber ausnutzen zu lassen. :icon_smile:

Der ARGE sollte eigentlich alles bekannt sein, weil ich nie einen Hehl daraus gemacht habe. Die wissen einfach nichts damit anzufangen. Dummerweise gibt es keine schriftliche Dokumentation. Darum bin ich ja so sauer auf die. Vorallem, weil ich jetzt als Lügnerin diffamiert werde.
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#8
Dummerweise gibt es keine schriftliche Dokumentation
Warum gibt es die nicht? Man teilt der ARGE doch alles schriftlich mit und bittet um schriftliche Bescheide
 

kleine

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
2 Jun 2009
Beiträge
713
Gefällt mir
21
#9
Weil das eben so ist. Ich habe nicht eingesehen bei meinem Erstantrag mein innerstes preiszugeben. Und ein Profiling hat nie stattgefunden. Ich wurde von vornherein irgendwelchen Schwachsinns-Maßnahmen zugeteilt ohne Rücksprache mit mir.

Ach, warum rechtfertige ich mich eigentlich hier? :icon_laber: Ich glaube es hakt. Jeder hier sollte wissen was in Optionskommunen abgeht. Typisch deutsch. Bye. Machts gut.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.070
Gefällt mir
1.854
#10
kleine, du bist nicht die einzige, die mit diesem üblem Benehmen von Ämtern und Behörden kämpfen muss. Sogar der Schwerbehindertenvertreter vom Ministerium ist davon betroffen. Ich habe ihm einen Schriftsatz meines Klagegegners vorgelesen, der mir bösartigen Unterstellungen nicht gespart hat. Er sagte mir, in Klageverfahren wäre das eine normale Tonart von Behörden, auch ihn hätte man davon nicht verschont gelassen.
 

Mario Nette

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
12.345
Gefällt mir
846
#11
Und ein Profiling hat nie stattgefunden.
Sowas meine ich. Wobei mit der Behauptung vorsichtig umgegangen werden sollte. Zum einen um zu vermeiden, dass sie dann wirklich mal eine ganzheitliche Analyse machen (Wer will schon komplett durchleuchtet werden?), zum anderen weil es durchaus Diskrepanzen gibt in der Auffassung, was getan wurde und was nicht. Bei dem, was getan wurde, mag es da auch noch einmal Versäumnisse geben.

Mario Nette
 

Tamina

Elo-User/in

Mitglied seit
3 Nov 2009
Beiträge
435
Gefällt mir
78
#12
Meine Erfahrungen dazu:

Bei fast allen in meinem Bekanntenkreis wurde kein Profiling gemacht. Von Interesse war lediglich der erlernte Beruf, ob man Führerschein und evtl. Auto hat.
Desweiteren wurde, wenn man von sich aus gesundheitliche Einschränkungen ansprach, nach dem GdB und dem Bescheid vom Versorgungsamt gefragt.
War keiner vorhanden, wurde das Gesundheitliche nicht berücksichtigt.

Danach gabs dann gleich (zumindest der vehemente Versuch) eine Zuweisung zu einem 1-Euro-Job oder in eine Maßnahme.
Weitere Fähigkeiten oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten waren nicht gefragt.
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.070
Gefällt mir
1.854
#13
Tamina, so kenne ich das auch, ohne ein GdB keine gesundheitliche Einschränkung. Selbst den können die SBs nicht einmal ordnungsgemäß in den Computer eintragen.
kleine, wenn du wegen "übler Nachrede" vorgehen willst, vergiss die 3-Monats-Antragsfrist des § 77 I 1 StGB nicht. Bei uns in NRW landet man dann vor dem Schiedsmann und muss 50 schlappe Rappen (DM-Zeiten) abdrücken. Wenn man die Geschichte gewonnen hat, bekommt man das Geld wieder.
 

Piedro

Elo-User/in

Mitglied seit
12 Mrz 2012
Beiträge
1.090
Gefällt mir
342
#14
Hallo zusammen!
So langsam wird es immer bunter gegen den Kreis.

Alles begann damit, dass ich mich entschlossen habe eine Umschulung anzustreben, da ich lange aus meinem Beruf raus bin, für den ich auch nicht unbedingt geeignet bin. Es fehlt Berufserfahrung und ich habe einfach das Interesse verloren. Somit beantragte ich eine Umschulung. Diese wurde abgelehnt. Der übliche Gang. Widerspruch, Untätigkeitsklage und Klage vor SG. :icon_mued:

Nun berufe teile ich dem Sozialgericht während eines Verfahrens mit, dass ich von einer angeborenen Krankheit betroffen bin. Das ist eine komplexe Sache und eher selten. Der Hammer ist jetzt aber folgendes:

Die Rechtsabteilung des Antragsgegners unterstellt dass ich mir das was aus dem Internet gesucht habe. Ich wäre total unglaubwürdig und wolle einfach nicht an irgendwelchen Maßnahmen teilnehmen und arbeiten. Darum suche ich mir jetzt sowas raus und bringe das auf einmal als Argument ein.

Ärztliche Atteste kann ich jederzeit organisieren. Die gibt es. :biggrin:

Eigentlich sollte mal der GdB festgestellt werden anstatt sowas abzuziehen.

Fällt das nicht unter Üble Nachrede?


wieso interessiert es eigentlich, was die arge-n für glaubwürdig halten? glaubwürdigkeit hat das gericht festzustellen. die gegenpartei bezieht stellung, die andere partei erwidert entsprechend darauf.

lieber herr gerichtshof,

nur weil die arge-n ihren job nicht gescheit machen brauchen die mich doch bitte nicht für unglaubwürdig halten. es erscheint mir seltsam, dass die gegenpartei von internetrecherchen phantasiert statt um entsprechende atteste zu bitten oder anfällige untersuchungen zur sachverhaltsfeststellung einzuleiten. an meiner glaubwürdigkeit besteht nicht der geringste zweifel, wie sie auch beiligenden attesten leicht entnehmen lässt.

ich verbleibe mit vorzüglichen grüssen an die rechtsprecher der republik im allgemeinen und ihnen im besonderen mit dem bedauern, dass diese nachhaltig mit derart willkürlichem blödsinn belastet werden, und mit ihnen die steuerzahler unseres rechtsstaates

kraxel.

:biggrin:



(als filmscript würde die sache wohl ins komödiengenre fallen...)
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten