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Überzahlung im 7. Monat - Habe Job, Arge zahlt weiter

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neustarter

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#1
Hallo...

Folgende Situation: War ALG2 Empfänger und habe mit viel Mühen einen unbefristeten Vollzeitjob gefunden. Mein Chef nahm die angebotene Förderung der Arge natürlich auch an und so startete ich am 1. Mai meinen neuen Job. Mein erstes Gehalt bekam ich am 4. Juni. ALG 2 erhielt ich erstmals ab dem 1. Februar.

Ich informierte die Arge mit einer kurzen Notiz, die ich in den Briefkasten der Arge warf und ging natürlich auch davon aus, dass die Arge das ja schon anhand der Förderung erkennen würde, dass ich wieder in Lohn und Brot stehe. Schliesslich zahlen sie meinem Boss ja einen Lohnzuschuss.

Heute schaute ich das erste Mal seit Monaten auf mein Girokonto und habe einen ordentlichen Schrecken bekommen: Die Arge hat jeden Monat immer pünktlich zum 1. weiter ALG 2 gezahlt, ich habe es nicht bemerkt weil ich selten aufs Konto schaue und immer nur Geld hole wie ich es brauche. Auszüge bekomme ich auch nicht, da Onlineauszüge zum abrufen.

Heute kam allerdings schon die 7. Zahlung. Ohne dass ich je einen weiteren Antrag gestellt hätte. Nach 6 Monaten hätte doch spätestens Schluss sein müssen oder nicht?
Dazwischen kam sogar mal ein Brief mit der Aufforderung zu einem Gespräch zwecks beruflicher Perspektiven bla bla zu kommen. Würde ich unentschuldigt fehlen, würden mir Leistungen gestrichen. Da ich da schon am arbeiten war, habe ich den Brief natürlich ignoriert. Leistungen wurden aber nicht gestrichen, sondern anscheinend blind weiter gezahlt.

Nun ist meine wirtschaftliche Lage noch alles andere als rosig. Ich muss einen Umzug finanzieren, besitze keine Möbel mehr und habe auch schon einen Teil des Geldes verbraucht. Erstausstattung steht mir ja nicht mehr zu, kurzum: Ich brauche die Knete zur Zeit sogar sehr dringend.

Wieso zahlt die Arge über die 6 Monate hinaus weiter?
Irgendwann will sie ihr Geld wieder haben, das ist mir wohl klar. Andererseits kann ich ja gar nichts dafür, ich habe weder betrogen noch arglistig irgendwas vorgetäuscht etc.

Ich würde mich über Infos freuen. Danke.
 

Kerstin_K

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#2
Kannst Du nachweisen, dass Du die Mitteilung über die Arbeitsaufnahme in den Briefkasten der ARGE geworfen hast, z. B. durch einen Zeugen?

Sei mir nicht böse, aber Du scheinst mir in mancheer Hinsicht etwas naiv zu sein: Einladung der ARGE einfach ignorieren, Kontoauszüge monatelang nicht kontrollieren .... MAchst Du das in allen Bereichen so? Wundert mich, dass Du damit noch nicht auf die Nase gefallen bist.

Wenn eines Tages die grosse Rückforderung kommen sollte (Pass auf, dass man Dich nicht gleich wegen SOzialbetrug anzeigt.), könntest Du versuchen, Raten auszuhandeln.
 
E

ExitUser

Gast
#3
Du musst dich jetzt möglichst schnell mit der Arge in Verbindung setzten und die Sache klären.

Das kann böse enden, wenn man versucht, dich wegen Leistungsbetrugs dranzukriegen. Man erwartet schon von dir, dass du ab und an einen Blick auf deine Kontoauszüge wirfst.
 

neustarter

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#4
Kannst Du nachweisen, dass Du die Mitteilung über die Arbeitsaufnahme in den Briefkasten der ARGE geworfen hast, z. B. durch einen Zeugen?
Ja das kann ich, wir waren zu zweit. Ist auch nicht das erste Mal, dass Briefe dort angeblich nicht ankommen.

Ich habe auch dort angerufen und Bescheid gesagt. Passiert ist nichts wie man sieht.

Und das mit dem naiv: Ich brauche mein Konto nicht regelmässig überprüfen, dort geht nichts ab, ich mache immer alles cash. Und ich weiss ja was dort drauf sein müsste bzw. Daher sah ich keine Veranlassung mir dort irgendwas anzusehen.

Sozialbetrug würde ja eine aktive Sache meinerseits voraussetzen. Ich habe aber nichts aktiv in Bewegung gesetzt, noch gelogen, noch hatte ich irgendwelche Betrugsabsichten etc. Und wieso merkt die Arge nicht, dass sie jemanden das Gehalt fördert und gleichzeitig Leistungen zahlt?
 

neustarter

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#5
Einladung der ARGE einfach ignorieren
Was soll ich mit einem Gespräch zur beruflichen Wiedereingliederung wenn ich bereits wieder "eingegliedert" bin und arbeiten gehe? Ich brauche keine Massnahmen oder Gespräche mehr. Ich habe mich selber um einen Job bemüht und auch bekommen, die Arge war da nicht sonderlich hilfreich bei der Sache.
 
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ExitUser

Gast
#6
Gut, wenn du nachweislich deine Änderungsmitteilung eingereicht hast, zahl das Geld so schnell wie möglich zurück und man wird sehen, ob die Arge mitspielt.
 

Kerstin_K

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#7
Wenn der Fehler eindeitig nei der ARGE liegt und der TE das durch den Zeugen nachweisen kann, mus das Geld eventuell nicht zurückgezahlt werden.
 

neustarter

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#8
Die Arge MUSS zudem doch wissen (selbst wenn ich nie reagiert hätte), dass ich Geld verdiene weil sie doch die Förderung auf Grundlage des Gehaltes selber an meinen Boss zahlt. Das ist das eine.

Das andere: Wieso zahlt sie weiter obwohl die 6 Monate doch längst rum sind und ich keinen weiteren Antrag gestellt habe? Schon allein das ist merkwürdig und eigentlich gar nicht möglich. Nach 6 Monaten stoppen die ALG 2 Zahlungen wenn kein Folgeantrag gestellt wurde.

Ich habe eigentlich auch besseres zu tun als denen ständig zu sagen, dass sie aufhören sollen zu zahlen. Was soll ich denn noch tun? Ich wohne auch nicht mehr im Einzugsgebiet der Arge. Alles sehr komisch.
 
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