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Überweisungskosten

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Kerstin_K

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http://www.elo-forum.org/steht-ihm-alles-zu-t3928.html?t=3928

Mein Bekannter ist inzwischen nach Venezuela ausgewandert. Sein Vater kommt aus diesem Land und auh erselber hat große Teile seiner Kindheit dort verbracht. Da er mit 42 Jahren die Rente eigentlich nicht wollte, man ihn aber quasi dazu gezwungen hat, hat er in Deutschland keine Perspektive mehr gesehen. In Venezuela hat er noch Verwandte, Rehtsanwälte und Ärzte, und er hat sofort Auswahl zwischen mehreren Arbeitsstellen gehabt, die sich mit seiner Behinderung vereinbaren lassen, da er das meiste (Webdesign) von zu Hause aus machen kann. Außerdem bekommt das Klima dort seiner Erkrankung sehr gut, er braucht viel weniger Medikamente. Von seinem Verdienst kann er dort gut leben.

Er hat in Deutschland noch Schulden zurückgelassen. Etwa 500 Euro sind tituliert, Telefon und Internetkosten. Der Rest, ca. 1500 Euro verteilt sich auf über 40 Gläubiger, größtenteils Summen unter 50 Euro, er hat das alles akribisch in einer Exel-Liste festgehalten: Freunde, die ihm was geliehen haben für Essen, der Kneipenwirt, bei dem es auch mal ein Bier auf Pump gab, der Apotheker, der ihm seine Schmerzmitel gegeben hat, auh wenn er kein Geld für die Zuzahlung hatte, der Taxifahrer, der Ihn auf Pump zum Arzt gefahren hat ... In dem Dorf, wo er lebte, gab es wohl noch sowas wie eine Gemeinschaft.

Er glaubt zwar nicht, das der Arm des Telefon-Providers bis nach Venezuela reicht und die anderen Gläubiger rechnen eigentlich nicht mehr mit dem Geld, aber für ihn ist es eine Frage der Ehre und vielleicht kommt er ja auch irgendwann wieder zurück nach Deutschland.

Momentan könnte er ca. 100 Euro monatlich für die Tilgung einsetzen, ab Herbst vielleicht noch etwas mehr. Der Genau Betrag hängt aber immer auch von den Wechselkursen ab.

Unser Problem ist jetzt die Abwicklung. Er hat in Deutshland kein Konto mehr, aber er hat die Bankverbindungen aller Gläubiger. Wenn er jetzt die kleinen Sachen alle einzeln überweist, geht zu viel für Überweisungskosten drauf. Auch bei jeden Monat 100 Euro ist das noch heftig. Ich habe jetzt überlegt, ob er z. B. mir quartalsweise 300 Euro überweist und ich verteile das Geld dann weiter. So richtig glücklich ist er damit nicht, er möchte mich nicht belasten... Kann man eigentlich mit Wohnsitz in Venezuela ein Online Konto in Deutschland eröffnen? Dann könnte er in größeren Brocken, also z. B. Quartalsweise dorthin übeweisen und dann per Online-Banking weiterverteilen. Geht sowas? Oder habt ihr eine andere Idee?

Kerstin
 

Kerstin_K

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Niemand ein Meinung oder Idee dazu?
 

Dopamin

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Auch Deutsche Online-Banken haben einen Deutschen IBAN-Code auf das eingezahlt werden müsste...

Ist glaube ich nichts anderes wie "normale" Banken...

Dopamin
 

Kerstin_K

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Dopamin,

das ist schon klar. UNsere Idee ist halt nur, das er z. B. quartalsweise einen größeren Betrag von Venezuela auf ein deutsches Konto überweist und es dann von dort aus per Online-Banking weiterverteilt. Internetzugriff hat er ja von Venezuela.
 

gelibeh

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hab da jetzt nicht genauer geschaut, aber was ist mit paypal?
 

Kerstin_K

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Paypal

Hallo gelibeh,

danke für den Tipp. Muß ich am Wochenende mal in Ruhe checken. Ich kenne das bisher nur dem NAmen nach von Ibäh, habe es aber noch nie selber genutzt....
 

rama

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Pay-Pal wäre eine möglichkeit, da es für den Zahlenden ohne Gebühren ist. Jedoch muß derjenige, der von Pay-Pal auf sein Bankkonto übertragen will, mit Gebühren rechnen. Eine Übersicht der Gebühren gibt es aber bei pay-Pal auf jeden Fall.

Ich nutze das öfters, bei Zahlungen in Nicht-EU-Länder (von wegen ibäh, oder käufe übers Internet) funktioniert einwandfrei.
 

burki

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Hi,
da ich als Schatzmeister eines gemeinnützigen Vereines häufiger nach Kambodscha (aber eben nicht direkt) verteilen muss, mein Tipp:
Direkt die Banken vor Ort anfragen, da jeweils höchst unterschiedliche Verknüpfungen (was sich auf die Gebühren auswirkt) vorhanden sind.
Vielleicht macht es Sinn, z.B. in Spanien ein europäisches Treuhandkonto einzurichten, welches jemand aus der EU durchaus machen kann (bei uns ist es ein entsprechendes Konto in der USA).
PayPal ist schön und gut, aber für den Empfänger (der natürlich ein entsprechendes Konto unterhalten muss) nicht unbedingt wirklich günstig --> vergleichen lohnt sich.
Andere Möglichkeit (kenne aber die Zuverlassigkeit der Post in Venezuela nicht): Betrag wirklich in bar an den "Verwalter" verschicken, der dann dieses Geld "im Ort verteilt".
Ansonsten: I.d.R. lohnt es sich fast immer, das Geld zunächst zu sparen (kann man ja auch vertraglich festhalten, wenn man mag) und dann (Wechselkurs beachten) zu einem günstigen Zeitpunkt zu transferieren (evtl. auch bei einem Besuch in der "ehemaligen Heimat" z.B. als Travellerchecks).
Gruss
burki
 

Kerstin_K

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Problem gelöst

Hallo zusammen,

Paypal geht auch nicht wirklich gut, weil einige der Empfänger selber wenig Geld haben, da kann er denen keine Gebühren aufdrücken.

Aber es hat sich jetzt eine andere Lösung aufgetan. Mein Bekannter konnte die beim Auszug fällige Renovierung nicht machen wegen seiner Behinderung. Deshalb hat er mit dem Vermieter ausgemacht, dass er die von der Kaution zahlt und auh die noh ausstehende Endabrehnung der Nebenkosten.

Jetzt ist es aber so, dass der Vermieter erst zum 01.06. einen Nahmieter gefunden hat und da hat er die Zwischenzeit genutzt, die Wohnung komplett zu sanieren. Bad neu, Elektoleitungen, Fenster, Heizkörper, alles neu. Die Nebenkostenabrhnung ist auch fertig, da ergibt sich auch noch ein kleines Guthaben, knapp 100 Euro.

Der Vermieter will ihm die Kaution jetzt komplett auszahlen, weil er nah der Sanierung sowieso neu streichen lassen mußte. Mit Zinsen sind das rund 1000 Euro.

Wir haben jetzt mit ihm ausgemacht, dass das Geld in Deutschland bleibt und er bezalt davon erstmal die titulierte Forderung.

Bei den restlihen 500 Euro handelt es sich ja zu großen Teilen um Privatleute. Da wir uns jetzt nicht so sicher waren, wegen der Weitergabe der Bankdaten wegen Datenschutz, die anderen Gläubiger aber alle im Dorf wohnen, wird der Vermieter die leute persönlich ansprechen un das Geld verteilen gegen Quittung. Übrig belieb noch ca. 500 Euro. Die kann er bis zum Jahresende gut ansparen. Im Dezember fliegt ein Verwandter von ihm geshäftlich nach Europa, der wrd die letzten Überweisungen dann bei der Gelegenheit erledigen.

Ich verstehe nicht, warum in diesem Land noh keiner gemerkt hat, wie leicht es manchmal ist, Probleme zu lösen. Müssen erst alle ins Ausland vershwinden, bis einer was merkt?
 
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