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Überstunden bei Minijob

GABI1963

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#1
Bin ich bei einem 450 euro Job zu Überstunden verpflichtet?
 
E

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Gast
#4
Werden die Überstunden denn bezahlt?
Wenn ja, und Du kommst über die 450 Euro, handelt es sich eigentlich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.
 
E

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Gast
#5
Wenn mit Freizeitausgleich oder Bezahlung. Du musst doch auch diesen Stundenzettel ausfüllen, womit die Einhaltung des Mindestlohns überwacht wird.

Da gehören Überstunden natürlich auch rein.
 

GABI1963

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#6
Die Überstunden werden nicht bezahlt sondern damit sollen die Monate, in denen ich nicht auf 53 Stunden komme, aufgefüllt werden. Nur davon gibt es fast keinen Monat.
Diesen Zettel muss ich ausfüllen, aber was bringt mir das?
 
E

ExitUser

Gast
#7
Die Überstunden werden nicht bezahlt sondern damit sollen die Monate, in denen ich nicht auf 53 Stunden komme, aufgefüllt werden. Nur davon gibt es fast keinen Monat.
Diesen Zettel muss ich ausfüllen, aber was bringt mir das?
Dann musst du zum Überstundenausgleich frei nehmen.
Der Zettel zeigt zumindest, dass es sich noch um einen Minijob handelt.
 

Ferum

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#8
Irre ich mich oder sollte man nicht auch bei einem Minijob immer einen Arbeitsvertag bekommen? Immerhin brauchst du doch auch etwas Schriftliches um dich selbst abzusichern.

Ferum
 

GABI1963

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#10
Irre ich mich oder sollte man nicht auch bei einem Minijob immer einen Arbeitsvertag bekommen? Immerhin brauchst du doch auch etwas Schriftliches um dich selbst abzusichern.

Ferum
Ja, im Gesetz steht das so drin, macht mein Arbeitgeber aber nicht und ich kenne viele, die auch keinen Arbeitsvertrag haben. Steht mir eigentlich Urlaub zu? Bin neu auf dem Gebiet 450 euro job. Habe 30 Jahre lang in Vollzeit gearbeitet? Und was ist, wenn ich krank bin, muss ich die Stunden nacharbeiten?
 

Kerstin_K

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#11
Selbstverständlich stehen dir bezahlter Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu. Da wird auch nichts nachgearbeitet, Du hast die selben Rechte wie jeder Vollzeitarbeitnehmer.

Wenn Dein AG keinen Vertrag schreibt, dann leg Du ihm doch einen zur Unterschrift vor. Etwas Schriftliches spart im Zweifelsfall Nerven.
 

GABI1963

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#12
Würde also bedeuten, wenn ich zwei Wochen krank bin, muss er mir die Stunden die ich in der Zeit nicht gearbeitet habe, gutschreiben?
 

Kerstin_K

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#13
Genau. Und ebenso, wenn Du im Urlaub bist, nur Krankengeld von der KK gibt es nichts.
 
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Gast
#14
Werden die Überstunden denn bezahlt?
Wenn ja, und Du kommst über die 450 Euro, handelt es sich eigentlich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.
https://www.minijob-zentrale.de/DE/...lten/04_minijob/02_verdienstgrenzen/node.html

Minijobzentrale - August 2016 sagte :
Überschreitet in einem 450-Euro-Minijob das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt den Betrag von 450 Euro, so tritt vom Tage des Überschreitens an Versicherungspflicht ein. Für die zurückliegende Zeit sind die Minijob-Regelungen anzuwenden.

Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro führt hingegen nicht zur Versicherungspflicht. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum von bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen (bis 31. Dezember 2014 sowie ab 1. Januar 2019: zwei Monate).

Der 12-Monats-Zeitraum für die Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts ist ausgehend vom Beschäftigungsbeginn zu bestimmen. Eine neuerliche vorausschauende Betrachtung unter Zugrundelegung eines neuen 12-Monats-Zeitraums ist dann vorzunehmen, wenn sich eine dauerhafte Änderung im Beschäftigungsverhältnis ergibt. Aus Vereinfachungsgründen empfehlen wir, stets zu Beginn eines jeden Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Betrachtung zur Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts vorzunehmen.

Im Einzelfall kann es somit nicht nur zum Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro, sondern auch der jährlichen Arbeitsentgeltgrenze von 5.400 Euro kommen. Dabei ist die Höhe des Arbeitsentgelts in dem Monat, in dem die Entgeltgrenze unvorhersehbar überschritten wird, unerheblich. Der für die Prüfung maßgebliche Jahreszeitraum endet in diesen Fällen mit Ablauf des Monats, in dem die Entgeltgrenze von 450 Euro überschritten wird. Unvorhersehbar wäre z. B. ein erhöhter Arbeitseinsatz wegen des krankheitsbedingten Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers.
 

Doppeloma

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#15
Hallo GABI1963,

Würde also bedeuten, wenn ich zwei Wochen krank bin, muss er mir die Stunden die ich in der Zeit nicht gearbeitet habe, gutschreiben?
Das bedeutet, dass diese Zeit bezahlt werden MUSS, was heißt hier "gutschreiben" und wo bitte kannst du diese zusätzlichen Stunden überprüfen ???

Für "Arbeitsmangel" musst du nicht vor arbeiten, das geht ja sehr in Richtung ZAF und "Stundenkonto", kommen die Minijob-AG also inzwischen auch auf diesen "Trichter".

Genau deswegen ist es wichtig einen schriftlichen Vertrag zu verlangen, wie willst du denn Ansprüche auf geleistete Arbeitsstunden durchsetzen können OHNE was Schriftliches in der Hand ???

Mit welchem Recht verlangt der AG "unbezahlte" Überstunden, die er irgendwo "für schlechte Zeiten sammelt" und dir nicht bezahlen will ... Überstunden und der finanzielle "Umgang" damit, sind AUCH im Arbeitsvertrag zu regeln.

Kein Vertrag dazu = KEINE Überstunden = FERTIG, warum lasst ihr euch eigentlich alle wie Sklaven behandeln ???

Du solltest dich mal selbst an die Minijob-Zentrale wenden und nachfragen ob du dort überhaupt offiziell vom AG angemeldet bist ... den Link hast du ja schon bekommen.

MfG Doppeloma
 

ela1953

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#16
Keine Bezahlung an Feiertagen (wenn z.B. Kantine zu), keine Lohnfortzahlung bei Krankheit, Sammeln und angeblich abfeiern von Überstunden, keine Bezahlung bei 8 Wochen Schließung wegen Renovierung.
Die Rechtspfleger vom Arbeitsgericht freuen sich über solche Anzeigen.
 

Surfing

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#17
Das mal alles durchlesen:

HENSCHE Arbeitsrecht: Arbeit auf Abruf (Abrufarbeit)

Für einen Minijob gilt das:

Nach § 12 Abs.1 Satz 2 bis 4 TzBfG muß durch Vereinbarung eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festgelegt sein. Ist dies nicht geschehen, gilt eine wöchentliche Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart. Wenn die Dauer der täglichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen.

HENSCHE Arbeitsrecht: Teilzeitbeschäftigung (Teilzeitarbeit, Teilzeit)
 
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