Überprüfung der Erwerbsfähigkeit/Sozialhilfe

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GoldenGirl

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Hallo,

ich habe ein paar dringene Fragen bez. Überprüfung der Erwerbsfähigkeit.

Ich befinde mich in der Situation nun geg. meiner Anwältin bzw. dem JC Stellung beziehen zu müssen, ob ich mich in der Lage sehe, in absehbarer Zeit vermittlungsfähig zu sein oder ob mich als nicht erwerbsfähig sehe, was wohl eine Wechsel in die Grundsicherung bzw. eine Überprüfung meiner Erwerbsfähigkeit zur Folge hätte.

Gesundheitlich geht´s mir nicht so gut, war gerade in einer Klinik, evtl. schließt sich eine Reha an. JC drängt auf Abklärung des Gesundheitszustandes, wollen den Klinikbericht haben, Schweigepflichtsentbidungen... Ich möchte das nicht! In Bezug bin ich seit dem 1.5.14, seitdem krankgeschrieben.

Ich weiß gar nicht so recht was es für mich bedeuten würde, ins SGB XII zu rutschen... Viele sagen, dann habe man erstmal seine Ruhe, aber was bedeutet das noch? Ich schätze, daß ich nicht dauerhaft erwerbsunfähig eingestuft werden würde, aber z.Zt. evtl. zumindest voll erwerbsgemindert. (Ab wann könnten sie eigentlich Informationen miteinbeziehen? Ab Antragstellung vermutlich? Der aktuelle Bericht ist aber relevant, oder) Was hat das für Folgen? Entfallen dann Ansprüche auf Rehas etc.? Ich möchte ja schon noch etwas zur Verbesserung machen dürfen. Jedoch möchte ich mir keinesfalls etwas aufzwingen lassen. (Horrorvorstellung!)

Kann ich irgendetwas tun, um insbesondere diese umfangreichen Gesundheitsdatenforderungen einzuschränken? Ich habe schon Angst, daß ich mich ab dann in einem ständigen Begutachtungsmarathon befinden werde und mir es es absolut nicht recht, evtl. psychologische/psychiatrischen Untersuchungen über mich ergehen zu lassen.

Wenn ich zunächst eine Reha abwarten würde, dann bliebe ich wohl im ALG II, aber dann müßte ich ja anschließend den Bericht abgeben.... (Wer genehmigt die jetzt eigentlich?) Da man dort ja evtl. länger bleiben kann, wäre mir dann fast doch der aktuelle Bericht lieber...

Was passiert denn, wenn man vorübergehend in die Sozialhilfe fällt? Kann ich da jederzeit wieder raus? Da ich vermutlich die Voraussetzungen für eine Rente nicht erfülle, bliebe ja nur diese Unterstützung, jedoch scheint mir, daß man dort eben als "behindert" eingestuft wird und div. Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit entfallen. Läuft man da Gefahr in einen geschützen Arbeitsplatz geschoben zu werden? Das scheint ja in der Berentung keine Gefahr zu sein.

Mir ist jedenfalls sehr unwohl zumute...

Vielen Dank

LG
 

Fabiola

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(...)Gesundheitlich geht´s mir nicht so gut, war gerade in einer Klinik, evtl. schließt sich eine Reha an. JC drängt auf Abklärung des Gesundheitszustandes, wollen den Klinikbericht haben, Schweigepflichtsentbidungen... Ich möchte das nicht! In Bezug bin ich seit dem 1.5.14, seitdem krankgeschrieben.
(...)

Dein JC/SB hat wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank! :icon_motz:

Zur Abklärung des Gesundheitszustandes eines LE gibt es den ärztlichen Dienst (äD) beim JC.
Wofür will JC/SB Deine Gesundheitsunterlagen? Sind das Ärzte? Die haben kein Recht darauf und dürfen diese auch nicht von Dir fordern (Datenschutz)!

Wenn JC/SB etwas über den Umfang Deiner Erwerbsfähigkeit wissen möchte, dann ist der bürokratische Weg der, dass JC/SB Dich zum äD des JC schicken muss.
Da mußt Du auf Verlangen auch hin.
Dir würde dann ein Gesundheitsfragebogen ausgehändigt und Blanco-Schweigepflichtsentbindungen (SPE), die für den äD gedacht sind (nicht für JC/SB).

Das Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens und der SPE sind freiwillig!,
selbst wenn Dir JC/SB was anderes erzählen will. :icon_laber:
Wenn Du einen Gesundheitsfragebogen und SPE (bitte zeitlich begrenzen - ca. drei Monate) freiwillig ausfüllen möchtest , dann gibst Du den nicht der SB, auch nicht in einem verschlossenen Umschlag, sondern nimmst das direkt zum äD mit.

Geh hier mal in die Stichwortsuche "Gesundheitsfragebogen", da lernst Du bereits sehr viel.

Aufgabe des äD ist, einzuschätzen welche gesundheitlichen Einschränkungen Du für den Arbeitsmarkt hättest.
Z.B.: nicht lange sitzen, nichts über Kopf heben, kein Kundenkontakt, keine Schichtarbeit etc. Arbeitsfähig bis zu drei Stunden tgl., drei bis sechs Stunden tgl. oder vollschichtig.

Der äD darf dem JC/SB keine Diagnosen nennen (Datenschutz), lediglich die Einschränkungen (s.o.) nennen.

Schau mal hier, ehe ich hier das weitere Prozeder beschreibe: https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai397423.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI397426

Alles erst mal halb so schlimm.

Selbst wenn der äD in seinem 'Gutachten' eine abenteuerliche Einschätzung Deiner Leistungsfähigkei bescheinigen sollte, dann steht die AU Deines Arztes über dem 'Urteil' des äD.
Also bitte nicht bange machen lassen!

Du kannst dann Teil A und B des Gutachtens beim äD anfordern (Kopie des Perso beilegen) oder aber direkt dort abholen (Perso mitnehmen).

Soviel vorerst, um Dir ein wenig die Panik zu nehmen. :icon_hug:
 

GoldenGirl

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Hallo Fabiola,

vielen Dank für deine Antwort und für´s Mutmachen! :)

Schreibe nur kurz, da es schon so spät ist.

Aber was ist dann die Folge, wenn man Sozialhilfe bezieht? Oft zu lesen: "in die Grundsicherung abgeschoben werden" etc... Klingt nicht gerade beruhigend bzw., als ob es mit Einschränkungen verbunden wäre.
 

Nimschö

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Soweit ich weiß macht es finanziell eigentlich keinen Unterschied. Und ob Du EU geschrieben bist oder nicht, bewerben kannst Du Dich immer noch, wenn Du Dich wieder fit fühlst udn wenn Du dann einen Job bekommst, meldeste Dich bei der GruSi wieder ab und sagst freundlich "Bis demnächst".

Wie das mit der Verfügbarkeit eventueller Reha-Maßnahmen während der EU aussieht, da kann ich allerdings nichts zu sagen. Warten wir auf Experten. :wink:
 
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