Überprüfung der EGV (ALG II) und ich habe heute (den 06.06.19) eine EGV mit erneuter Einladung zur Jobakademie, bekommen, Bedenkzeit nur 4 Tage? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Pha1971

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Hallo und danke an alle, die sich das hier durchlesen :)

Seit etwa einem Jahr erhalte ich ALG II. Ich bin 22 Jahre alt. Bereits einmal bekam ich eine EGV zur Jobakademie. (Anhänge folgen) Diese unterschrieb ich und konnte innerhalb von 3 Wochen einen Ausbildungsplatz für mich klären. Diese Stelle wurde mir aber 2 Wochen vor Ende der Probezeit gekündigt, da ich 1 1/2 Wochen wegen einer Bänderdehnung krankgeschrieben war. (Ich konnte kaum auftreten.) Ich schreibe seitdem jeden Monat um die 10-12 Bewerbungen - von mir aus. Das JC war immer zufrieden. Da ich mein Fachabitur gemacht habe, dessen Schnitt eher "durchwachsen" ist, ist es auch nicht so leicht an eine Stelle im gewünschten Beruf zu kommen. Meine Bewerbung wurde immer als "sehr gut" bezeichnet.

Also bekam ich heute (den 06.06.19) eine EGV zur erneuten Einladung zur Jobakademie. Welche ich bereits am Montag, den 10.06. antreten soll (Etwas wenig Bedenkzeit, oder?)

Ich würde mich sehr freuen, wenn diese EGV jemand prüfen würde und - falls Grund zur Beanstandung gibt - mir Wege zeigen könnte, dort Einspruch zu erheben. Die privaten Daten, wie Namen, Adressen etc. sind geschwärzt.

PS: Dort steht, dass diese EGV besprochen wurde - wurde sie nicht.

Herzlichsten Dank schonmal!
 

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erwerbsuchend

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Wenn dir die Jobakademie bereits einmal geholfen hat, was spräche dagegen, deren Hilfe erneut in Anspruch zu nehmen? Was ist heute anders als beim ersten Mal?
 

Pha1971

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Danke für Deinen sehr hilfreichen Beitrag. Die Hilfe in Anspruch zu nehmen ist nicht das Problem. Ich schreibe bereits jetzt genügend Bewerbungen. Ich muss also täglich eine Stunde Weg in Anspruch nehmen, nur um vor Ort Bewerbungen zu schreiben. (Was wiederum ja eigentlich totaler Schwachsinn ist, oder?) Es geht mir lediglich darum, dass die Bedenkzeit doch etwas zu kurz ist und ich diese EGV gerne überprüft haben möchte. Darüber hinaus eventuelle Änderungen vornehmen möchte, so dass ich z.B. nicht in der Pflicht bin, dass ich einen 1-€-Job annehmen zu "müssen", da dieser m. M. n. eher weniger zielorientiert wäre.
Dass sie mir geholfen hat, stand dementsprechend nie zur Debatte. :)
Und da ich, vor der Unterschrift, erstmal wissen möchte, ob das okay ist, würde ich das gerne geprüft haben.
 

Onkel Tom

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Wie lange ist die letzte Teilnahme bei der Berufsakademie schon her ?
Zur EGV ein Änderungsvorschlag machen, ist eine Herausforderung, um
aus der Teilnahmeverpflichtung heraus zu kommen..
Dazu müsstest Du zunächst ein Brief zum SB senden, das die 4 Tage
Bedenkfrist viel zu kurz ist, um die EGV zu prüfen..

Warum wurdest Du während der Probezeit aus der Ausbildung heraus
geschmissen ? Dein SB hält diese Masnahme wohl als Erfolgsmodell
für dich, da du bereits über diesen Weg eine Ausbildung angefangen
hattest.

Genau da liegt der Überzeugungsbedarf an SB, das dies doch nicht so
erfolgsversprechend ist und dir nur wichtige Zeit darin stiehlt, eine
Ausbildung oder Arbeit zu finden.. Die Frage ist noch, was Du in nächster
Zeit machen möchtest. In Ausbildung gehen ist immer besser, zumal die
jungen Jahre auch nicht ewig sind ;)

Zur EGV denke ich, das es besser ist, es auf eine EGV-VA ankommen
zu lassen und diese auf Grund von fehlendem Erfolg vom letzten Mal
als sinnlos und überflüssig zu widersprechen.
Weiter wird anbei dein Recht auf informationeller Selbstbestimmung
mächtig unterwandert und JC / MT kann deine Daten in die Datenschleuder
werfen und Du hast kein überblick mehr, wo deine Daten hingehen.
Wie genau, wird wiedermal in der EGV nicht präzisiert beziehungsweise
verschwiegen.

Anbei schwingen die beim Masnahmenträger gemachten Erfahrungen am
meisten mit..

Was meinst Du dazu ?
 

Pha1971

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Danke für den Post.

Kündigung erfolgte in der Probezeit. Ich hatte eine Ausbildung im Lager. Ich habe mir eine Bänderdehnung am linken Fuß zugezogen und war für 1 1/2 Wochen Krankgeschrieben. (Danach wollte ich wieder hingehen, da Belastung kaum/wenig Schmerz verursachte.) Dann erfuhr ich aber schon am 1. Tag auf Arbeit wieder, dass ich morgen nicht wiederkommen bräuchte, da die Kündigung versendet wurde und ich ab dann meinen gesetzl. Urlaub bekomme, der mir anteilmäßig zusteht.
Meine letzte Teilnahme war vor etwa 10 Monaten.

Ich habe wie gesagt, eher weniger ein Problem damit zur Maßnahme zu gehen. Das einzige Problem liegt darin, dass ich dort einmal war, meine Unterlagen mitnehmen konnte und jederzeit zur Berufsberatung der Bundesagentur gehen kann, da ich dort eine Berufsberaterin habe, die ich noch aus der SEK 1 kenne, die mir immer sehr gute Ratschläge gibt.

Abgesehen davon, konnte ich alleine für diese Woche - ohne Maßnahme - 2 Vorstellungsgespräche organisieren. Beide im einen von 3 Berufswünschen, Kaufmann f. Büromanagement.

Also schaut der erste Schritt so aus, dass ich erstmal ein Schreiben an das örtliche JC schreibe, welches ich per Einschreiben verschicke, dass die Bedenkzeit von 4 Tagen viel zu kurz ist. (Ich meine ein Urteil gesehen zu haben, wo einem 10-14 Tage eingeräumt werden müssen, damit es geprüft werden kann.)

Die Begründung eines späteren "Einspruchs" für den VA dann begründen mit, dass ich noch jung bin und mir die "Zeit" davonläuft, was die Chancen auf eine Ausbildung verschlechtert, wenn ich jetzt "nur" Arbeiten gehen müsste?

Wie kann ich dann Argumentativ belegen, dass die Maßnahme vom letzten Mal sinnlos und überflüssig ist?

Wie gesagt, vielen Dank nochmal für Deine Hilfe!
 

Pha1971

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Wie schaut das denn aus. Mein Plan ist am Dienstag mit einem Zeugen hinzugehen (bevor die Maßnahme ja beginnt), um mitzuteilen, dass mir zu wenig Bedenkzeit eingeräumt wurde und ich die EGV gerne, wie mir auch zusteht (?) zu verhandeln. Das heißt, es ist für mich okay, eine EGV zu erhalten, wo ich "unüblich" viele Bewerbungen schreiben müsste, also 10+, wo ich sogar noch zustimmen würde. Oder wo ich bis zum 01.09 die Gelegenheit erhalte mich auf Ausbildungsplätze zu bewerben. Weil ja, bis zum 1.9. ein Eintritt in eine Ausbildung möglich wäre. Erst danach wäre für mich angebracht jede "zumutbare" Arbeit - außer 1-€-Jobs anzunehmen, da diese nicht zur maßgeblichen Berufserfahrung beitragen.

Ich hätte - unter Umständen - eine Notlösung parat, um dieser EGV eventuell aus dem Weg gehen zu können. Ich habe die Möglichkeit mein Abitur zu machen, an einer Schule in der Nähe. Somit wäre ich raus. Gibt es an der Stelle ein Problem mit den Bezügen? Oder gehört dies unter Umständen zu einer Ausbildung dazu?

Über Hilfe wär ich dankbar :)
 

Onkel Tom

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Danke für den Post.

Kündigung erfolgte in der Probezeit... ( Aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beendet..)
Ok, und das mit der Verletzung ist jetzt ca. 5 Monate her ?

...
Ich habe wie gesagt, eher weniger ein Problem damit zur Maßnahme zu gehen. Das einzige Problem liegt darin, dass ich dort einmal war, meine Unterlagen mitnehmen konnte und jederzeit zur Berufsberatung der Bundesagentur gehen kann, da ich dort eine Berufsberaterin habe, die ich noch aus der SEK 1 kenne, die mir immer sehr gute Ratschläge gibt.
...
Ok und wenn die Verletzung nicht dazwischen gekommen wäre, würde die Ausbildung mit
Aussicht auf Erfolg fortgesetzt worden ? Überhaupt Bock auf Lagerist gehabt ?

..
Abgesehen davon, konnte ich alleine für diese Woche - ohne Maßnahme - 2 Vorstellungsgespräche organisieren. Beide im einen von 3 Berufswünschen, Kaufmann f. Büromanagement.
...
Das mach deinem SB mal klar, das Du auch ganz ohne "Verfolgungsbetreuung" klar kommst.

...
Also schaut der erste Schritt so aus, dass ich erstmal ein Schreiben an das örtliche JC schreibe, welches ich per Einschreiben verschicke, dass die Bedenkzeit von 4 Tagen viel zu kurz ist. (Ich meine ein Urteil gesehen zu haben, wo einem 10-14 Tage eingeräumt werden müssen, damit es geprüft werden kann.)
...
Könntest Du so machen, fordert Dich jedoch zur Ausarbeitung eines Gegenvorschlag auf.

...
Die Begründung eines späteren "Einspruchs" für den VA dann begründen mit, dass ich noch jung bin und mir die "Zeit" davonläuft, was die Chancen auf eine Ausbildung verschlechtert, wenn ich jetzt "nur" Arbeiten gehen müsste?
...
Ok, in deinem Fall nicht wirklich der Hit so eine Masnahme durch "Flucht nach vorn, ab
zur Hilfsarbeit" los zu werden..

Begründungen zur Ablehnung der Teilnahme an der Masnahme solltest Du vom letzten
Mal nachweisen können. Komisch, das TN schon nach 1,5 Wochen AU aus der
"Berufsausbildung" fliegt.

Edit:

Abitur machen ?.. Gute Idee, aber wie man das durchsetzt, bin ich überfragt..

Den Träger vorzeitig aufsuchen, würde ich lassen. Dem geht dein Status zu einer
EGV eigendlich garnichts an !..

EGV verhandeln oder EGV-VA verpassen lassen..
 

Pha1971

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Danke nochmal an dich für deine Bemühungen :)

Die Verletzung ist ca 6 Monate her. War noch bis ca Februar Spürbar, jetzt nicht mehr. Ausbildung wäre in dem Fall abgeschlossen worden. Vorwissen aus der Höheren Handelsschule war ja dar, erste Klausuren waren alle 1 oder 2.
Hat in der Praxis wie auch in der Theorie echt Bock gemacht. Gab natürlich auch Tage, die nicht so geil waren, z.b. Sommer 40 ° in der Halle, etc pp. Aber erledigte meine Aufgaben immer zuverlässig.

Werde versuchen meinem SB klarzumachen, dass ich genügend Bemühungen habe, die auch in Gespräche führen.

Das Problem ist halt nur, dass ich U25 bin und befürchte, dass ich, wenn ich nicht erscheine zur Maßnahme eine Sanktion bekomme, die ja in meinem Fall direkt 60% beträgt. Gegenvorschlag wäre nur eine Abänderung, wie erwähnt. Bewerben auf Ausbildungsstellen bis zum 01.09. Nicht nur einen Monat, was dafür führen würde, dass ich wohl vollkommen keine Chance hätte eine Ausbildung zu bekommen, wenn ich durch Maßnahme eine Arbeit in Teil- oder Vollzeit aufnehmen müsste.

Damals habe ich die Maßnahme ja wahrgenommen. Daher eher weniger Ahnung, wie man das begründet ablehnen kann. Bei Ablehnung folgt ja ohnehin Sanktion + VA oder irre ich mich da?

Sonst wüsste ich nicht, wie ich das Ganze angehen sollte. Da das alles ja bereits am Dienstag beginnt. Somit übt man ja "bewusst?" Druck auf mich aus, so dass ich hingehen "muss" - sonst Sanktion. Klingt für mich ja schon fast nach Nötigung x)
 

Onkel Tom

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Werde versuchen meinem SB klarzumachen, dass ich genügend Bemühungen habe, die auch in Gespräche führen.
...
Gute Idee und solange SB dir kein Schwächeln deiner Bewerbungsbemühungen in eine
Berufsausbildung anhängen kann, dürfte sie in Erklärungsnot bezüglich Zuweisung
in die Masnahme geraten und du hast glaubwürdige Gegenargumennte.
Diese Masnahmen sind ja eher für Leute geschaffen, die "externe Unterstützung
gebrauchen könnten".

...
Sonst wüsste ich nicht, wie ich das Ganze angehen sollte. Da das alles ja bereits am Dienstag beginnt. Somit übt man ja "bewusst?" Druck auf mich aus, so dass ich hingehen "muss" - sonst Sanktion. Klingt für mich ja schon fast nach Nötigung x)
Naja, hat ja auch ein wenig mit Machtdemonstration von SBs zu tun, die meinen, Dich
"fördern" zu wollen und am Ende kommt doch heraus, das die Masnahme überflüssig
war.. Selbständiges Handeln ist für manchen SB ungewohnt und muss einfach mal
geklärt werden, das es auch ohne "Verfolgungsbetreuung" funktioniert. Mehr geht nicht.

...
Damals habe ich die Maßnahme ja wahrgenommen. Daher eher weniger Ahnung, wie man das begründet ablehnen kann. Bei Ablehnung folgt ja ohnehin Sanktion + VA oder irre ich mich da?
...
Daher Du ja doch in diesem Laden erscheinen musst, bietet sich die Gelegenheit,
keinerlei Vereinbarungen beim MT zu unterzeichnen..
Darauf wollen MTs Kanidaten lieber wieder gehen sehen, statt sich selbst Ärger ein zu holen.

Ein User mit Nikname Widerphorst ? hat den gleichen Mist an den Hakken gehabt und hat
die Überlistungsstrategien von JC und MT gut widerstanden. Wichtig bleibt ja, das nichts
vertraglich zementiert wird..
Mach deine Gegenvorschläge und wenn kein Weg beim MT vorbei führt, auf eine EGV-VA
ankommen lassen. Wichtig anbei, niemals sagen "das unterschreibe ich nicht" sondern die
Verhandlung auf abänderung aufrecht erhalten. Wenn SB meint, mit Dir kurzen Prozess
zu veranstalten, kann man sich bei einer EGV-VA besser wehren, als wenn schon was
"freiwillig" unterschrieben wurde.


Beim MT nur Unterlagen einsacken und sich nicht mit irgendwelchen Geschenken, wie
z.B. USB-Sticks beglücken lassen. Kann heftig werden..

Zum Thema Sanktion entscheiden SG-Richter oft anders, zumal es ja bereits bekannt
ist, das SB das Wort "Sanktion" gern dazu einsetzen, Erwerbslose weich zu kochen.

;)
 
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