Überprüfbarkeit einer Vorgabe (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

lilime

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Hallo,

ich habe folgende Frage:

Von der Rehaberatung der Agentur für Arbeit habe ich die Vorgabe bekommen, eine Verhaltenstherapie aufzunehmen, damit der IFD mit meiner Eingliederung auf den Arbeitsmarkt beauftragt wird (lange Geschichte).

Im Moment bin ich mit dem Widerspruch beschäftigt, weil mir diese Vorgabe zu allgemein ist:

Ich soll eine Verhaltenstherapie aufnehmen und deren Erfolg der AfA nachweisen.

Für mich ist diese Forderung aber nicht nachvollziehbar und zum Anderen: Was versteht die AfA unter "Erfolg"??

Bis jetzt hat man mir diese Frage auch nicht beantworten können.

Gibt es einen Paragraphen im SGB, auf den ich mich berufen kann? So nach dem Motto: "Vorgaben müssen für den Hilfeempfänger plausibel und nachprüfbar sein"

Ich habe zwar schon gegoogelt, allerdings erfolglos :-(

Hat jemand von euch vielleicht eine Idee?

Danke im Vorraus!

lilime
 

Anna B.

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Hallo.

m.E. haben gesundheitliche Vorgaben nichts in einer EGV zu suchen.

Das sind persönliche Daten und persönliche Probleme, die von der Agentur gar nicht "verordnet" werden dürfen.

Eine Verhaltenstherapie verordnet immer noch ein Arzt und kein SB bei der Afa..

ich würde den Datenschutz davon in Kenntnis setzen und den direkt danach fragen, ob das erlaubt ist, unter Nennung der Rechtsgrundlage..
da wirst du dann für die Afa eine entsprechende Information erhalten.
Du solltest dann auch dem Datenschutz den Termin mitteilen, zu dem du die Unterlagen wieder abgeben mußt..und ob dir Sanktionen angedroht werden..

und hier die Addi:
per e-mail mit Dateianhang

poststelle@bfdi.bund.de
 

lilime

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Hallo Anna B.

vielen Dank für deine Antwort!

Blöderweise habe ich die EV jedoch bereits aus Angst vor Sanktionen unterzeichnet :-(

Es ist so, dass ich Ende letzten Jahres in einer Belastungserprobung für Behinderte war. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde ein Gutachten erstellt, dessen Inhalt mir zum Zeitpunkt der "Maßnahmenergebnisbesprechung" und der EV (beides im Januar diesen Jahres) nicht bekannt war. Mittlerweile liegt mir das Gutachten vor und es wird an keiner Stelle das Wort "Verhaltenstherapie" erwähnt, sondern es ist nur die Rede von einer begleitenden Unterstützung (was meiner Ansicht nach der IFD ja leisten kann).

Ich muss dazu sagen, dass ich u.a. Asperger (eine Form von Autismus) habe und schon allein aus dem Grund niemals "normal" funktionieren werde...

Jedenfalls konnte ich zum Ende der EV (Juli) keine Aufnahme einer Verhaltenstherapie nachweisen und die Rehaberatung stellte daraufhin ihre Arbeit (bis zum Nachweis einer Verhaltenstherapie) ein ---> Statistischer Verfahrensabschluss.

Ich legte Widerspruch ein, erfolglos. Jetzt soll ich mitteilen, ob ich meinen Widerspruch aufrecht erhalte (JA!) oder nicht.
 

Anna B.

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Hallo,

nun, es kommt darauf an, wie taff du das ganze durchstehen kannst..

ich würde auf jeden Fall auch den Datenschutz einschalten...die EGV schien mir eh schon mal nicht zulässig zu sein, weil eben gesundheitliche Probleme mit angesprochen wurden...
da du sie unterschrieben hast...tja..eigentlich müßtest du alles dann einhalten...

aber da sie eigentlich nciht gültig ist..

da müssen andere User her, die sich mit ALG II besser auskennen..

aber den Datenschutz würde ich genauestens darüber informieren...mit den Schriftstücken des JC als Anlage...
die sollen doch mal die Datenverstöße im einzelnen feststellen...

ansonsten..wie gesagt, helfen hoffentlich andere User, die sich besser in ALG II auskennen...

dir alles Gute
 
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