Übernimmt das Amt die Sanierungskosten eines versottenen Schornsteins im Eigenheim?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
G

Gelöschtes Mitglied 67361

Gast
Hallo!

Ich habe eine Frage:

Übernimmt das Amt die Kosten für die Sanierung eines versotteten Schornstein bei Eigenheim?

Gruß,
Miro
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.210
Bewertungen
9.662
Hallo!

Ich habe eine Frage:

Übernimmt das Amt die Kosten für die Sanierung eines versotteten Schornstein bei Eigenheim?

Gruß,
Miro

Lässt sich sonst die Heizanlage nicht betreiben und hast du das vom Schornsteinfeger schriftlich? Oder ist es bisher "nur" ein Schönheitsfehler wegen der Verfärbungen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 67361

Gast
Lässt sich sonst die Heizanlage nicht betreiben und hast du das vom Schornsteinfeger schriftlich? Oder ist es bisher "nur" ein Schönheitsfehler wegen der Verfärbungen?

Hallo!

Der Bezirks-Schornsteinfeger kennt den Schornstein seit 4 Jahren.
Immer das Gleiche mit dem. Der sagt nur Ist nicht so schlimm = Keine Bestätigung das etwas dagegen getan werden muss.

Doch jedes Jahr wird das Verfärbte an der Wand vom Schornstein schlimmer.
Die Wand vom Schornstein war mal weiß.
Jetzt: Der Schornstein bröselt, sieht schon eher schwarz aus und es riecht übel.
Auch außen bröseln die Fugen vom Schornstein ab.
"Das Braune" zieht schon die Wand entlang.
Der Bezirks-Schornsteinfeger hält es für nicht schlimm.

Wen muss ich beauftragen, um vom Amt eine Genehmigung der Sanierung genehmigt bekommen?
Also den Schornsteinfeger fragen, Handwerker für Schornsteine, Heizungsmonteure?

Wie gehe ich da vor?

Gruß,
Miro
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.210
Bewertungen
9.662
Wenn der Betrieb nicht gefährdet ist, wird das JC nichts übernehmen.

Das Gesetz (§ 22 Absatz 2 SGB II) sagt dazu:

(2) Als Bedarf für die Unterkunft werden auch unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbst bewohntem Wohneigentum im Sinne des § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 4 anerkannt, soweit diese unter Berücksichtigung der im laufenden sowie den darauffolgenden elf Kalendermonaten anfallenden Aufwendungen insgesamt angemessen sind.

Nach deinen Ausführungen ist es nicht unabweisbar, da der Heizanlage keine Sperrung durch den Schornsteinfeger droht.
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.295
Bewertungen
1.270
Warum säuft der Kamin ab?
Was für eine Heizung? Brennstoff? Abgastemperatur? Ungef. Länge des Schornsteins? Innerer Aufbau des Schornsteins? Regenmützi oben drauf? Nebenluftklappe vorhanden? ...

Es geht hier nicht einfach um irgendwelche Verfärbungen in Richtung "rein ästhetisch". Sondern die Standsicherheit geht dabei rapide nach unten.
Insofern ist hier auch die Frage vonwegen ´Sanierung´ falsch. Es gibt unterhalb von ´Sanierung´ noch einen riesigen Bereich in Form ´gar nicht so weit kommen lassen´. Und drüber noch den Bereich ´der Kamin tut nur noch so wie wenn er stehen würde´, ergo komplett rausreißen. Das Zeitfenster in dem eine Sanierung überhaupt sinnvoll bzw. unumgänglich (damit ist nicht gemeint "alte Mutti bequatscht und ihr dabei die Hucke vollgelogen") und wo eine Sanierung überhaupt noch möglich ist, ist dagegen extrem klein.

Der Bezirks-Schornsteinfeger hält es für nicht schlimm.
Da mal gleich vorne weg: was für ein Bundesland?
Die Monopolstellung des Bezirks-Schornsteinfegers ist ja "eigentlich" gerichtlich gekippt worden. Entsprechend reden wir evtl. auch aneinander vorbei; um nicht zu sagen ´von Äpfeln und Birnen´.

Bayern z.B. hat das nun so hingetrixt, daß zum kehren ein jeder Schornsteinfeger geholt werden kann/könnte. Der Bezirks-Schornsteinfegermeister ist nur noch notwendig für die "eigentlich" nur alle x-Jahre fällige Feuerstättenbeschau. Das letzte "eigentlich" weil die (erstmalige) Feuerstättenbeschau eigentlich schon bis 2015-2016 hätte komplett über die Bühne gehen müssen, aber zumindest hier mit der ersten Beschau erst in 2018 gestartet hat (also mind. noch eine zweite Beschau in ~2020, wenn nicht sogar eine dritte auch noch).
Der Rest ist freches Auftreten^^. Auf das Dingeldingdong "Ich komme zum kehren" müsste es ggf. nicht mehr einfach heißen "Ja klar ... kommen Sie rein", sondern "Nee danke ... hab schon".

Die Kaminkehrer, grad die Bezirks-Kaminkehrermeister, sind eh ein ganz besonderes Volk. Sind se frisch da, sind se gleich so brutalst übereifrig daß se richtiggehend auf Teufel komm raus bremsen brauchen. Und sind se dann irgendwann schon ein bisserl länger da, läufts genauso unpassend nur mehr nach ´mir egal´.
So Spielchen wie "ich muß von oben kehren, dafür brauche ich 15 Tritte a 200€ plus eine Leiter für 1200€ - innen in den Dachboden hochlatschen wie meine Vorgänger um von dort durch den Kaminkehrerausstieg auf das Dach zu steigen kann ich selbstverständlich nicht". Um 1 spätestens 2 Jahre später vom Keller aus nach oben zu kehren - "warum ... von oben kehren ist doch bei weniger als 10m gar nicht vorgeschrieben", um im gleichen Atemzug die Schornsteinkontrolle mit einem 5x4cm großen Schminkspiegel "durchzuführen". ... na gottseidank hat sich die Beschaffung und Montage der Tritte und der Leiter etwas "verzögert" :icon_pfeiff:.
Und ändert sich der Kaminkehrer, gibts von heut auf morgen neue Forderungen und andere "Ideen". Und das "Spiel" geht von vorne los. Ich warte eigtl. nur auf den Tag an dem ein neuer Kaminkehrer einen Hubschrauber vom Hausbesitzer gestellt bekommen will^^.

Also in deinem Fall ggf. auf einen (eh vorgeschriebenen) (anderen) Kaminkehrer gehen; neuer Kaminkehrer - neues Glück^^.
Eine zweite Meinung ist bei sowas so oder so nie verkehrt. Kann beispw. genauso sein daß sich die Ursache für die Nässe im Kamin für lächerliche 50-100€ beheben ließe, und danach nur noch 2 Jahren wieder durchtrocknen lassen notwendig wäre, um für die nächsten 20 Jahre wieder seine Ruhe zu haben.

Was steht denn eigtl. bei dir/euch im Feuerstättenbescheid? Zumindest hier steht in dem Wisch eher zu viel wie zu wenig drin; aber wirklich jeder Pups. Oder hast du /habt ihr sowas noch nicht?

unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur
-Unabweisbare- ist m.M.n. relativ. Zum Vergleich: mittlerweile müssen Mieter im AlgII-Bezug auch nicht mehr bis ´zu spät´ ala einer gegen sie gerichteten Räumungsklage warten um Unterstützung erbetteln zu können, entsprechend dürfte auch bei Eigentümern ein abwarten eines "oooh, der Schornstein liegt plötzlich im Wohnzimmer auf der Couch" nicht mehr verlangbar sein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67361

Gast
Hallo!

Warum säuft der Kamin ab?
Vorgängerheizung defekt, war Edelstahrohr drin. Neuer Heizungsbauer, da alter in Ruhestand, lässt flexibles Plastikrohr neben Edelstahlrohr verlegen.
Ob und wie das verlegt wurde ist bis heute der Streitpunkt.
Schornsteinfeger behauptet alles korrekt.
Was für eine Heizung?
Soll Brennwert sein. Ist aber völlig falsch eingestellt.

Gas

Weis nicht.

Ungef. Länge des Schornsteins?
11 Meter von Heizungskeller bis Dach laut Schornsteinfeger Abrechnung. Die Nichte vom Bezirksschorsteinfeger, ist Schornsteinfegerin, fegt den immer nur vom Keller aus.

Innerer Aufbau des Schornsteins?
Durch alte defekte Heizung Edelstahlrohr.
Durch neue Heizung SOLL ein flexibles Plastikrohr drin sein. Ob das so ist, will einem KEINER bestätigen.

Regenmützi oben drauf?
Ja direkt auf dem Edelstahlrohr ein "großer Hut". Vorher war dort eine intakte Metallplatte drüber. Seit der neuen Heizung hat diese ein Loch. Es regnet rein. Doch angeblich soll doch ein Plastikrohr im Schornstein sein. Da ist dieser "große Hut" doch völlig falsch.

Nebenluftklappe vorhanden? ...
Nein, nicht mehr seit dem flexiblen Plastikrohr. Die Nichte vom Bezirksschornsteinfeger, sagte kann weg. Handwerker macht die weg.

Da mal gleich vorne weg: was für ein Bundesland?
NRW

Der Rest ist freches Auftreten^^. Auf das Dingeldingdong "Ich komme zum kehren" müsste es ggf. nicht mehr einfach heißen "Ja klar ... kommen Sie rein", sondern "Nee danke ... hab schon".
So denke ich auch, kenne mich leider nicht aus und lasse den Bezirksschornsteinfeger rein. Ich will ja im Winter keine kalte Bude.

Was steht denn eigtl. bei dir/euch im Feuerstättenbescheid? Zumindest hier steht in dem Wisch eher zu viel wie zu wenig drin; aber wirklich jeder Pups. Oder hast du /habt ihr sowas noch nicht?

Mängel stehen keine im Feuerstättenbescheid drin. Das steht die Länge vom Schornstein, Kosten und Summe die zu zahlen ist und wo gemessen wurde.
Kein Wunder wenn man immer nur im Keller misst und so schnell wie möglich geht. Schon die Werte bei der Inbetriebnahme waren nicht korrekt. Doch der Herr Bezirksschornsteinfeger sieht keinen Handlungsbedarf.
Zum messen lässt der Bezirksschornsteinfeger seine Nichte kommen. Sie ist auch Schornsteinfegerin. Und misst nur im Keller und geht wieder. Der Bezirksschornsteinfeger wurde bei der Inbetriebnahme geholt und später auch noch 1 mal als man schon Blasen an der Schornsteinwand auf dem Dachboden sehen konnte. Kein Problem, Rohr ist drin. Auf meine Frage ob es ein Plastikrohr sein würde, stammelte er, ja ein Stahlro.. ähm Plastik.. ähm ein Rohr ist drin.


Gruß,
Miro
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.295
Bewertungen
1.270
Vorgängerheizung defekt, war Edelstahrohr drin. [...] lässt flexibles Plastikrohr neben Edelstahlrohr verlegen.
Ob und wie das verlegt wurde ist bis heute der Streitpunkt.
Seltsame Anwandlungen ...
War die alte Heizung noch gar nicht so alt? Wie alt ist denn eigtl. der Kamin bzw. das Gebäude? Die Edelstahlrohr-Verlegewut gibt es nämlich noch gar nicht so lange ... viiieeel zu teuer ... d.h. ist erst "bezahlbar" bzw. "in Mode" seit unser liebes Geld nichts mehr Wert ist.

Ich verstehe auch nicht wie die neben ein Edelstahlrohr noch ein Plastikrohr reinbekommen haben wollten. So dermaßen riesig ist so ein Zug normalerweise nicht; sofern der Kamin nicht von 1910 ist und nicht ursprünglich für einen Kachelofen oder den Anschluss von x Ölöfen gedacht war.
Oder ist das Plastikrohr in dem Edelstahlrohr? Letzteres funktioniert indem das neue Rohr von oben (geht so oder so nur von oben) in das bestehende Rohr eingeführt und durch neckische alle heilige Meter auf das Innenrohr aufgeschobene 3-Bein-Abstandshalter mittig gehalten wird. Oder ist der Kamin 2-zügig?

Was in dem Kamin jetzt tatsächlich drin ist oder nicht drin ist, kann man ganz einfach rausfinden. -> Uraltes T-Shirt anziehen (am besten gleich aus dem Altkleidersack rausholen), im Keller das Kehrtürchen am Kamin aufmachen, und bis zum Ellenbogen reinfahren. Und dann einfach mal gemütlich tasten. Die Rohre müssen "zumindest beinahe" so weit runtergehen daß man deren Ende erfühlen kann, und auch erfühlen kann was das für ein Material ist. Ebenso ob die irgendwo zum Rand hin abgedichtet sind.
Viecher sind dort gottseidank keine zu erwarten. Aber eben -> alte Klamotten, das gibt merkwürdigerweise i.a. schnell eine Dreckspur von den Fingerspitzen weg über die Schulter bis hin zum Bauchnabel. Eine Art Baguette-Einfriertüte über den Unterarm bringt da auch nichts; deswegen wäre man immer noch von der Schulter bis zum Bäuchlein hin schwarz. Ganz zu schweigen davon daß einem dann das Erlebnis entgehen würde, zu fühlen daß es bei dir vermutlich bis ganz unten pitschepatschenass ist.
Die Heizung muß derweil auch nicht unbedingt ausgeschaltet sein. Selbst wenn die in der Zwischenzeit einschalten sollte, so heiß sind die Abgase von Brennwertgeräten nicht (viell. 40 max. 60 Grad; ganz zu schweigen davon daß die nach oben übers Dach und nicht nach unten in den Heizungskeller entfleuchen sollten). Man sollte halt natürlich trotzdem im Fall eines Einschaltens "zur richtigen Zeit" keinen neuen Wochenrekord im "tief einatmen" aufstellen versuchen.

Schornsteinfeger behauptet alles korrekt.
Den interessieren nur seine Abgaswerte. Und wie brandgefährlich oder brandsicher der Kamin ist; also z.B. daß kein Glanzruß vorhanden ist. Wie das erreicht wird, ist dem komplett schnuppe. Solange ihm nichts an das Bein genagelt werden könnte vonwegen grob fahrlässig u.ä., ist -für den- alles korrekt.
"Oben" messen geht übrigens m.M.n. nicht ...

So eine Heizungsanlage muß schon der Hausbesitzer selber einstellen. Und seine Einstellungen dann regelmäßig auch wieder gegen allerlei schlaue Leute verteidigen. Die "Vorschläge" vom Werk ab passen einfach anscheinend so gut wie gar nie. Und sowohl die Heizungs-Kd´ler als auch Kaminkehrer neigen irgendwie ständig dazu, vor lauter ´keine Ahnung´ bei jedem Besuch wieder auf die Werkseinstellungen zu reseten.
Daß die "Heizungsfachleute" nur wenig bis absolut gar keine Ahnung vom Heizungsanlage einstellen haben, ist auch kein großartiges Wunder. So eine Anlage ist tiiiiiieeeeerisch laaaaahm. Im schnellsten Fall wirkt sich eine Änderung schon nach kaum 6h aus, normal sind aber 3 Tage bis die Einstellungsänderung entgültig wirksam ist.

Wer da keinen Bock hat auf sich selber informieren, selber Gedanken machen, selber einen "Plan" entwickeln und dann mal vorsichtig -schön langsam nach und nach einen Schritt nach dem anderen- "versucht" zum die Heizungsanlage an das Gebäude anzupassen, muß halt trotz moderner Zentralheizung weiterhin im Wohlfühlklima einer steinzeitlichen Tropfsteinhöhle leben.
Beispiel: bei mir daheim laufen jedes Jahr 500-600L weniger Heizölverbrauch wie "normal" auf - seit die Anlage den Winter über Tag wie Nacht auf Dauerheizen steht; das gegenüber dem ´ich kanns nicht mehr hören´ "heizölsparenden" "Automatik-" Betrieb mit Nachtabsenkung zwischen 22 u. 6 Uhr - bei dem es Nacht für Nacht ab ~1/2 2 Uhr so eiskalt in der Bude war daß an ein "entspanntes" weiterschlafen regelmäßig nicht mehr zu denken war. ...
Das haustechnikdialog_de - Forum z.B. ist da eine gute Anlaufstelle.

Ja direkt auf dem Edelstahlrohr ein "großer Hut". Vorher war dort eine intakte Metallplatte drüber. Seit der neuen Heizung hat diese ein Loch. Es regnet rein.
Diese gute alte Blechhaube hat doch hoffentlich niemand verunstaltet? Und auch niemand weggeworfen? Das Blechmützi sitzt normalerweise so 35-40cm überhalb des Kamins. Durch diesen schwachsinnigen "Hut" wird der Abstand zwischen neu aufgesetzter Hutze und Regenschutzblech zu gering; müsste man sich informieren wie groß der mind. sein muß - schätze irgendwo im Bereich von 15-20cm. Deswegen "fliegt" da gerne das Regenschutzdacherl runter. Das Ding gehört aber geborgen, längere Füße unten hin fabriziert, und wieder auf den Kamin aufgesetzt.
Diese Hutze gäbe es auch in einregensicher, schaut nur noch mehr bääh aus, wäre ein paar wenige Mäuse teurer - und hat ja niemand bestellt (wer kommt auch auf die Idee^^, man hat ja schließlich nicht irgendwen dahergelaufenen beauftragt).

Wegen der immens niedrigen Abgastemperatur von Brennwertgeräten (ein guter "alter" Heizölbrenner fährt da beispw. noch mit satten ~170 Grad rein - bei sowas ist entsprechend nix mit feucht^^) und dem wiederauferstandenen "Ideenreichtum" vonwegen oben offener Kaminzug braucht so eine Anlage nun auch unbedingt einen Wasserablauf für den Schornstein [nachgerüstet]. Macht man nur nicht weil a) kostet was, und b) zum Schluß drückts einem rückwärts durch die Kamin-Wasserablauf-Konstruktion erst Wasser in die Bude rein, und c) wurde früher beim Hausbau eh kein (Boden-) Ablauf in der Nähe des Kamins vorgesehen und nun dafür die Bodenplatte aufreißen macht auch keinen Spaß. Daß der Syphon ständig leer wäre und deswegen der Heizungskeller alle Nase lang brutal nach Kanal stinken würde (bis der Syphon halt mal wieder händisch aufgefüllt würde/wird) ganz zu schweigen.
Ganz nebenbei, man braucht mit einem aus dem Kamingrund führenden 30mm-Schlauch auch tatsächlich keine Nebenluftklappe mehr, die Funktion erfüllt ja dann der dauerhaft offene Schlauch^^ - der ja nicht vorhanden ist. Oder doch? ... bei sowas kann man am Rad drehen^^.

Kein Wunder wenn man immer nur im Keller misst und so schnell wie möglich geht. Schon die Werte bei der Inbetriebnahme waren nicht korrekt.
Uiii die Aussage irritiert mich. Die Abgaswerte?
Ich frage deshalb so "verwundert", weil bei mir daheim auch schon mal satte 3 Jahre lang so einer (wiederkehrenden) Kaminkehrer-Aussage nachgelaufen wurde. Dabei kam zum einen raus daß der Heizungs-Kd´ler generell komplett andere Abgaswerte gemessen hat. Erklärung war letztendlich daß der eine einen elektronischen Rüssel ins Abgasrohr hängt, und der andere mit der Handpumpe aus dem Abgasrohr eine Probe zieht und dann das Prüfpapier begutachtet (natürlich mit seinen hochpräzisen /kalibrierten /geeichten Augen ... und das papierne Prüfplättchen selbstverfreilichst zuerst mal mit seinen rußigen Fingern aus der Handpumpe rauszieht). Und zum zweiten kam dabei raus daß der Wartungsheini mehr oder weniger unter der Hand mit so um die 30% bereits bei Auslieferung defekte Brennerdüsen rechnet ... der Kunde wird sich schon beschweren wenn /falls ihm "was" auffällt).

Der eine hat uns wahnsinnig gemacht mit seinem "Ruß sauschlecht - Stufe 2 bis 3", und der andere hat fleißig beteuert "keinerlei Ruß". Erklärung nach langer Recherche und irgendwann leicht unfreundlichem konfrontieren der beiden mit dem Internetwissen "dem man doch eh nicht glauben darf": eine Rußzahl von 2 bis 3 kann einem am Hintern vorbeigehen - die "virtuelle" "Skala" geht bis 5, und bis 4 ist´s auf jeden Fall ok. Der bei dem anderen eingesetzte elektronische Rüssel kann zudem gar kein Ruß messen, sondern der misst (ich glaube, müsste nachschauen) den Schwefelgehalt des Abgases - und wenn der unter 0,x% liegt ist "normalerweise" auch kein Ruß da. Dummerweise gibt es aber auch Anlagen bei denen der (wie gesagt glaube) Schwefelgehalt lediglich um die Nachweisgrenze rum vorhanden ist, und das Ding trotzdem "kräftig" rußt.

Sollten damit stattdessen vielmehr "Verbrauchseinsparungsangaben" gemeint sein, so sei darauf verwiesen daß diese Angaben immer von einem *Sternchen begleitet sind mit einem ganz unten klitzekleinen "die Angabe besagt daß bis zu xx% eingespart werden können, bei manchen Anlagen kann die Einsparung jedoch auch geringer ausfallen". Bei sowas gilt dann auch "LmaA", bzw. soweit möglich -nachrechnen-. Dann relativiert sich so ein "Versprochen! 90%! Wenn nicht gar noch viiiieeeel mehr!" schnell auf ein "sollte es tatsächlich jemand geschafft haben seine 1960 errichtete Anlage in der damaligen Konfiguration und immer noch mit den allerersten Teilen ausgestattet irgendwie bis zum heutigen Tage durchzuschmuggeln, dann ...".

später auch noch 1 mal als man schon Blasen an der Schornsteinwand auf dem Dachboden sehen konnte
:icon_party: dagegen hilft (natürlich nichtbrennbare, also nicht an jeder Straßenecke erhältliche, etwas naja mittelmäßig teurere) Isolierung um den Schornstein rum. Zum einen sieht man dann den wüsten Kamin nicht mehr. Und zum zweiten fängts dort oben an weil dort die eh schon (für meinen Geschmack^^) (im Keller) zu niedrige Abgastemperatur entgültig nicht mehr vorhanden ist. Da oben wirkt ja von außen schon wieder die Umgebungstemperatur rein. Eine Isolierung um den "Schornstein-Stummel" rum würde da nochmal wie ein kleiner "Abgasturbo" wirken; wobei dir natürlich niemand^^ garantieren wird daß es da für den "Turboeffekt" nicht schon längst zu spät ist.


Der Mist wäre möglicherweise eine Gewährleistungsfrage. Aber Kaminkehrer und Kaminkehrer wollen natürlich nicht einfach so in den Vorgarten des Heizungsbauers pinkeln. Und der Heizungsbauer will nicht einfach so zugeben daß ihn möglicherweise eine Mitschuld an dem Desaster trifft. Denn letzterer hätte im Zweifel einfach den Auftrag ablehnen müssen. Zumal das evtl. auch einfach "nur" Pfusch sein könnte; so vonwegen fehlende Abdichtung irgendwo wo man nur mit Verrenkungen hinkommt ... also tririlli niemand hat mich gesehen, ergo ganz schnell die Klappe zu und unauffällig weg ... .
Es scheint ja nun irgendwo Wasser hinzukommen, und anschließend mit der Schwerkraft nach unten zu laufen, wo zumindest früher mal Abgase hingekommen sind. Denn klares Regenwasser (genauso Kondenswasser) macht nur "naß"; "Verfärbungen" kommen dagegen von dem was man früher als sauren Regen bezeichnet hat. Also Stoffe aus dem Abgas, die erst in Verbindung mit Wasser ätzend werden.
Genau aus dem Grund ist ein gemauerter bzw. betonierter Kamin in Verbindung mit einer Brennwertheizung völlig ungeeignet. Und genau deswegen darf bei einer Brennwertheizung weder Umgebungs- /Zug- /sonstwie frische Luft noch Abgase jemals wieder mit dem originalen Kamin in Berührung kommen. Das wird erst durch das nachträglich eingeschobene Rohr wieder zurechtzutricksen versucht; das scheint ja hier voll geklappt zu haben.

Einen unabhängigen ´Sachverständigen´ kann sich ein AlgII-Empfänger nur halt nicht leisten. Entsprechend würde ich weiterhin dazu tendieren, daß das JC hier ggf. in den sauren Apfel beißen muß. ... JC kann sich ja bei entsprechender Lust und Laune einen Anspruchsübergang sichern.
Wer hat eigtl. die neue Heizungsanlage bezahlt? Also will nur wissen ob JC, oder jemand wo er noch Kohle hatte bzw. noch in Lohn und Brot gestanden ist? Oder gleich ganz große Katastrophe vonwegen Eigentümergemeinschaft? Frage nur weil sich das JC etwas warscheinlicherweise nicht mit "Hurra" drauf stürzen wird.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67361

Gast
Seltsame Anwandlungen ...
War die alte Heizung noch gar nicht so alt? Wie alt ist denn eigtl. der Kamin bzw. das Gebäude? Die Edelstahlrohr-Verlegewut gibt es nämlich noch gar nicht so lange ... viiieeel zu teuer ... d.h. ist erst "bezahlbar" bzw. "in Mode" seit unser liebes Geld nichts mehr Wert ist.

Hallo Claus.!

Die Heizung war 5 Jahre alt und konnte nach der 10. Reparatur nicht mehr repariert werden und musste raus, da sie nicht mehr heizte und kein Handwerker den Fehler fand.

Ich verstehe auch nicht wie die neben ein Edelstahlrohr noch ein Plastikrohr reinbekommen haben wollten. So dermaßen riesig ist so ein Zug normalerweise nicht; sofern der Kamin nicht von 1910 ist und nicht ursprünglich für einen Kachelofen oder den Anschluss von x Ölöfen gedacht war.
Oder ist das Plastikrohr in dem Edelstahlrohr? Letzteres funktioniert indem das neue Rohr von oben (geht so oder so nur von oben) in das bestehende Rohr eingeführt und durch neckische alle heilige Meter auf das Innenrohr aufgeschobene 3-Bein-Abstandshalter mittig gehalten wird. Oder ist der Kamin 2-zügig?
Das Haus ist Baujahr 1960. Wie das Rohr innen aussieht, weis ich nicht.

Was in dem Kamin jetzt tatsächlich drin ist oder nicht drin ist, kann man ganz einfach rausfinden. -> Uraltes T-Shirt anziehen (am besten gleich aus dem Altkleidersack rausholen), im Keller das Kehrtürchen am Kamin aufmachen, und bis zum Ellenbogen reinfahren. Und dann einfach mal gemütlich tasten. Die Rohre müssen "zumindest beinahe" so weit runtergehen daß man deren Ende erfühlen kann, und auch erfühlen kann was das für ein Material ist. Ebenso ob die irgendwo zum Rand hin abgedichtet sind.
Viecher sind dort gottseidank keine zu erwarten. Aber eben -> alte Klamotten, das gibt merkwürdigerweise i.a. schnell eine Dreckspur von den Fingerspitzen weg über die Schulter bis hin zum Bauchnabel. Eine Art Baguette-Einfriertüte über den Unterarm bringt da auch nichts; deswegen wäre man immer noch von der Schulter bis zum Bäuchlein hin schwarz. Ganz zu schweigen davon daß einem dann das Erlebnis entgehen würde, zu fühlen daß es bei dir vermutlich bis ganz unten pitschepatschenass ist.
Die Heizung muß derweil auch nicht unbedingt ausgeschaltet sein. Selbst wenn die in der Zwischenzeit einschalten sollte, so heiß sind die Abgase von Brennwertgeräten nicht (viell. 40 max. 60 Grad; ganz zu schweigen davon daß die nach oben übers Dach und nicht nach unten in den Heizungskeller entfleuchen sollten). Man sollte halt natürlich trotzdem im Fall eines Einschaltens "zur richtigen Zeit" keinen neuen Wochenrekord im "tief einatmen" aufstellen versuchen.
Das wird schwierig. Die alte Heizung war eine Standheizung. Die neue Heizung ist eine Wandheizung. Das Plastikrohr geht in ca 150 cm Höhe in den Schornstein. Da kommt man mit den Händen nicht von der Prüfklappe aus dran. Da ist das Edelstahlrohr davor.
----->Eingang Plastikrohr

schornstein <-----Eingang Edelstahlrohr und Prüfklappe


Diese gute alte Blechhaube hat doch hoffentlich niemand verunstaltet? Und auch niemand weggeworfen? Das Blechmützi sitzt normalerweise so 35-40cm überhalb des Kamins. Durch diesen schwachsinnigen "Hut" wird der Abstand zwischen neu aufgesetzter Hutze und Regenschutzblech zu gering; müsste man sich informieren wie groß der mind. sein muß - schätze irgendwo im Bereich von 15-20cm. Deswegen "fliegt" da gerne das Regenschutzdacherl runter. Das Ding gehört aber geborgen, längere Füße unten hin fabriziert, und wieder auf den Kamin aufgesetzt.
Diese Hutze gäbe es auch in einregensicher, schaut nur noch mehr bääh aus, wäre ein paar wenige Mäuse teurer - und hat ja niemand bestellt (wer kommt auch auf die Idee^^, man hat ja schließlich nicht irgendwen dahergelaufenen beauftragt).
Die Blechhaube hat seit dem Edelstahlrohr ein Loch größer als das Rohr selbst.

Einen unabhängigen ´Sachverständigen´ kann sich ein AlgII-Empfänger nur halt nicht leisten. Entsprechend würde ich weiterhin dazu tendieren, daß das JC hier ggf. in den sauren Apfel beißen muß. ... JC kann sich ja bei entsprechender Lust und Laune einen Anspruchsübergang sichern.
Wer hat eigtl. die neue Heizungsanlage bezahlt? Also will nur wissen ob JC, oder jemand wo er noch Kohle hatte bzw. noch in Lohn und Brot gestanden ist? Oder gleich ganz große Katastrophe vonwegen Eigentümergemeinschaft? Frage nur weil sich das JC etwas warscheinlicherweise nicht mit "Hurra" drauf stürzen wird.
Die neue Heizung hat JC bezahlt.



Gruß,
Miro
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten